Sag NEIN!

Die letzte Woche war weitgehend unspektakulär. Normaler Geschäftsführungsalltag. Bedingt durch die Sommerpause ein paar Meetings weniger, viele Aufgaben abgearbeitet und die Gelegenheit genutzt, ein paar Überstunden abzubummeln.

Eine Sache, hat mich am Mittwoch dann doch aber ziemlich mitgenommen und beschäftigt mich noch immer:

In einer unserer fünf Kitas war am Mittwoch eine Theatergruppe zu Gast. Auf dem Programm stand ein Theaterstück für Kinder ab 3 Jahre. Solche Events sind für die kleinen Menschen immer eine große Sache – und für unsere Kolleg*innen auch. Und natürlich wirbelt so eine Aktion den gewohnten Tagesablauf auch auf angemessene Weise durcheinander…..- und da sowas öfter vorkommt, stemmen die Kolleg*innen das ganz souverän und entspannt.

Nur eine Sache war diesmal anders: Es handelte sich bei Schauspielgruppe um ein jüdisches Projekt.

Und die Leiterin der Gruppe bat darum, dass sie ihren Transporter  hinter der Kita im Garten abstellen dürfen (was bei uns sonst eher nicht in Frage käme). Begründung der Schauspielerin: durch die Beschriftung auf dem Auto ist es als Auto eines jüdischen Projekts zu erkennen – und da habe man in Berlin seit einiger Zeit sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

Das Parken des Autos im Garten wurde erlaubt. Aber mal unter uns: Was ist eigentlich los mit den Leuten? Ich finde es unerträglich , dass es echt schon wieder so weit ist, dass sich Juden in Deutschland verstecken müssen, weil sie sich (oder ihr Eigentum) von An- und Übergriffen schützen müssen. 

Antisemitismus ist – wie jede  Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – verachtenswert.

Unsere Solidarität – und da spreche ich sicher für alle Mitarbeitenden des Stadtteilzentrums – gilt denen, die Opfer solcher Anfeindungen sind. Und da machen wir uns laut …….Wir sagen NEIN – zu jeder Form von Diskriminierung, Rassismus, Menschenfeindlichkeit. So wie Ihr hoffentlich auch. 

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