Resilienz – gutes Training braucht eine/n guten Coach*in

In meinem Alltag als Geschäftsführer erlebe ich immer wieder krisenhafte und komplizierte Situationen und Prozesse, in denen -häufig unter Druck – grundsätzliche Entscheidungen getroffen und Weichenstellungen vollzogen werden müssen. Das geht offenbar sehr vielen Menschen so – und häufig werden diese Situationen als überfordernd und belastend empfunden. Sehr  häufig  begegne ich auch  Menschen, die an entscheidenden Wendepunkten stehen – sei es beim Schritt in die Selbstständigkeit, einer tiefgreifenden beruflichen Veränderung oder inmitten persönlicher Krisen. Eine Fähigkeit, die in genau solchen Momenten über Erfolg, Gesundheit und Weiterentwicklung entscheidet, ist Resilienz – die innere Widerstandskraft, die uns befähigt, Herausforderungen nicht nur zu überstehen, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen. (Ich persönlich scheine eine Menge davon „abbekommen“ zu haben – aber in diesen wilden Zeiten spüre ich, dass die „Vorräte“ schwinden…

Was bedeutet Resilienz eigentlich?

Resilienz ist mehr als ein Schlagwort aus der Coaching-Szene: Es ist eine Lebenskompetenz, die uns hilft, Stress, Druck, Unsicherheiten und Krisen zu meistern – sei es im Gründungsprozess, im beruflichen Alltag oder im privaten Umfeld. Psychologisch gesprochen ist Resilienz die Fähigkeit, auf belastende Ereignisse nicht mit dauerhafter Überforderung, sondern mit Anpassungsfähigkeit und konstruktivem Handeln zu reagieren.

Diese Widerstandskraft ist nicht einfach ein „heroischer“ Zustand, in dem Probleme ignoriert werden. Vielmehr geht es um echte Reflexion, emotionale Navigation und strategische Haltung im Angesicht des Unvorhergesehenen. Sie lässt sich trainieren – unabhängig davon, wo du gerade stehst.

Resilienz im unternehmerischen und persönlichen Wandel

Gerade für Existenzgründer:innen und Menschen in beruflichen oder privaten Veränderungsprozessen ist Resilienz ein zentraler Erfolgsfaktor. Jeder Gründungsprozess bringt Unsicherheiten mit sich – fehlende Marktkenntnis, Finanzierungsfragen, Selbstzweifel und Rückschläge gehören zum Alltag. Diese Momente sind keine Zeichen des Versagens, sondern Chancen, die eigene innere Stärke weiterzuentwickeln.

Wissenschaftlich wie praktisch lässt sich beobachten: Menschen, die resilient handeln, sind in der Lage,

  • Rückschläge realistisch zu bewerten, statt sie zu dramatisieren,
  • Emotionen bewusst wahrzunehmen und produktiv zu nutzen,
  • Netzwerke und Unterstützungssysteme aktiv einzubeziehen,
  • und aus schwierigen Erfahrungen lernend neue Wege zu finden.

Dies gilt nicht nur im beruflichen Kontext. Auch im Privatleben sind es oft die inneren Ressourcen und die Fähigkeit zur Selbstregulation, die darüber entscheiden, ob wir aus einer Krise stärker hervorgehen oder in ihr stecken bleiben.

Wie du deine Resilienz stärken kannst

Resilienz ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann für immer hat. Sie ist ein dynamischer Prozess, der regelmäßige Übung verlangt. Einige konkrete Ansatzpunkte sind:

  • Selbstreflexion und Achtsamkeit: Nimm wahr, was du wirklich fühlst und denkst. Ein realistisch eingeschätzter Status quo ist die Basis für kluge Entscheidungen.
  • Netzwerke nutzen: Du musst Herausforderungen nicht allein begegnen. Starke Beziehungen sind Rückhalt und Inspirationsquelle zugleich.
  • Lernorientierte Haltung: Betrachte Fehler nicht als Katastrophen, sondern als Erkenntnisquellen.
  • Konkrete Strategien und Routinen: Etablierte Routinen zur Stressregulation – wie reflektierende Pausen, Bewegung oder regelmäßige Gespräche – helfen dir, im Gleichgewicht zu bleiben.

Diese Elemente greifen ineinander und stärken nicht nur deine Widerstandskraft, sondern auch deine Fähigkeit, Krisen als Wegbereiter für Wachstum zu begreifen.

Resilienz im Gründungsalltag – ein Praxisbeispiel

Aus unserer täglichen Coachingpraxis wissen wir: Gründungsprozesse sind selten geradlinig. Menschen kommen mit großen Ideen, aber auch mit Zweifeln, Angst vor Bürokratie oder knappen Ressourcen. Ein Coaching kann hier genau dort ansetzen, wo die Belastung am größten ist. Es unterstützt dich dabei,

  • Blockaden zu erkennen und zu überwinden,
  • Klarheit über persönliche Ziele zu gewinnen,
  • und strategische Entscheidungen gestärkt zu treffen.

Viele unserer Kund:innen berichten, wie ein solcher Perspektivwechsel ihre Resilienz spürbar gestärkt hat – sowohl auf unternehmerischer wie persönlicher Ebene.

Ein Impuls für dich

Wenn du dich aktuell in einem Veränderungsprozess befindest, erlaube dir einen Moment der Reflexion: Was belastet dich am meisten? Welche innere Stimme hält dich zurück? Und welche kleine Handlung könntest du heute setzen, um aktiv zu gestalten statt zu re-agieren?

Resilienz kann trainiert werden – und du musst diesen Weg nicht allein gehen. 

Die andersberater:innen begleiten dich dabei, deine Ressourcen zu erkennen, deine Resilienz zu stärken und Strategien zu entwickeln, mit denen du Herausforderungen selbstbewusst und klar meistern kannst.

Wenn du Lust hast, diesen Weg gemeinsam zu gehen und dein Veränderungspotenzial voll auszuschöpfen, dann lade ich dich herzlich ein zu einem persönlichen Coaching-Gespräch bei den andersberater:innen. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie du deine Ziele mit stärkerer innerer Widerstandskraft erreichen kannst. Mehr Informationen zu unserem Angebot findest du hier auf unserer Website. Das Erstgespräch ist kostenlos.

In diesem Sinne: bis bald im Coaching……. ! 
Thomas Mampel

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Dieser Beitrag wurde am 25.1.26 im Blog der andersberater:innen veröffentlicht.


Die andersberater:innen sind ein Coaching- und Beratungsunternehmen, das sich auf Sinnorientierung und Entfaltung und Wachstum der Persönlichkeit spezialisiert hat. Neben dem Stadtteilzentrum Steglitz mein zweites großes Herzensprojekt.

Besuch uns mal: www.andersberater.de

Bitte helft Lea und ihren Kindern, wenn Ihr könnt.

Lea, eine Kollegin von mir aus dem Stadtteilzentrum Steglitz, braucht dringend Hilfe! Bitte teilt diesen Beitrag so oft es geht., Danke!

„Am 14. November 2025 hat das Leben einer jungen Familie eine tragische Wendung genommen. David, ein liebevoller Ehemann und Vater von drei großartigen Mädchen (13, 7 und 6 Jahre), ist nach langer und schwerer Krankheit völlig unerwartet verstorben. Nachdem es schien, als würde er sich zurück kämpfen, kam sein Tod für alle überraschend – ein Schock, der kaum in Worte zu fassen ist. Er hinterlässt eine riesengroße Lücke.

Seine Frau Lea steht nun als Witwe und alleinerziehende Mutter vor einer unermesslichen Aufgabe. Neben der tiefen Trauer muss sie sich nun auch ganz allein um ihre drei Töchter kümmern – und gleichzeitig durch die lange Krankheit von David weiter mit großen finanziellen Sorgen kämpfen. Die Kosten für eine angemessene Beerdigung ist nun eine zusätzliche finanzielle Belastung.“

Hier gehts zur Spendenaktion. Bitte spendet, wenn Ihr könnt. Jeder Euro hilft!:

https://www.gofundme.com/f/david-hilfe-fur-seine-familie-die-plotzlich-alles-verlor

Gekürzte Sozialarbeitende dieser Stadt, unite!Wir melden uns zusammen arbeitslos!

Diesen Aufruf des Netzwerks „Allah,unkürzbar!?“ möchte ich gern auf meinem Blog teilen – verbunden mit der Bitte, sich als betroffene/r Kolleg*in (m/w/d) an der Aktion zu beteiligen. Kontaktdaten unten im Beitrag!

„Der Winter kommt, die Kürzungen sind schon da! 
Was tun? Zusammenhalten! Zusammen agieren! Organisieren!

Liebe Sozialarbeitende, 

im Netzwerk „Vallah, unkürzbar!?“ ist eine Aktionsidee entstanden – wir laden euch ein, dabei zu sein.

Wir alle kennen das Spiel: Ein-Jahres-Verträge, die sich über Jahrzehnte hinziehen, jedes Jahr das gleiche Zittern. Dieses Jahr ist’s anders: Jetzt kracht es wirklich heftig. Viele von uns verlieren Ende 2025 ihren Job – dank Kürzungen, die nicht nur unvernünftig, sondern brandgefährlich sind.

Es ist so unvernünftig! Wie sollen wir jetzt unseren Klient:innen noch begegnen? Soziale Netzwerke und Hilfssysteme, die zwar schon löchrig waren, aber doch noch viele Menschen gehalten haben, werden mutwillig zerissen. Absurd, das mit Sparzwängen zu legitimieren und gleichzeitig sich vor der Besteuerung von Vermögenden zu drücken. Vertrauen, das oft jahrzehntelang kleinteilig aufgebaut wurde, wird zerstört. Wer die Praxis kennt, weiß: Halten braucht Zeit, kaputt machen geht schnell. 

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Regeln für Führungskräfte

Die zurückliegenden Wochen mit all ihren Gesprächen und Begegnungen haben mich mal wieder dazu inspiriert, darüber nachzudenken, was die Rolle von Führung angeht und wie es so aussieht mit Selbst- und Fremdwahrnehmung. Egal ob als Geschäftsführender, als Bereichs- oder Projektleitung oder auch als Mitarbeitender an „vorderster Front“: es ist immer wieder wichtig, sich selbst zu hinterfragen und seine eigenen Muster und inneren Bilder (von sich selbst und von der Welt) auf den Prüfstand zu stellen. Das geht im Allgemeinen nur in einer Umgebung, die gegenseitiges wertschätzendes Feedback und eine lebendige Fehler- und Kommunikationskultur lebt, vorgibt und einfordert. Daran arbeiten wir im Stadtteilzentrum – und dieser Prozess verläuft manchmal nicht schmerz- oder konfliktfrei. 

Manchmal verletzen wir Menschen, manchmal werden wir verletzt. Möglicherweise ist das in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen unvermeidlich. Aber was in jedem Fall gilt: Es lohnt sich immer, diese Dinge (auch im Nachhinein) nochmal aufzuarbeiten und zu besprechen. Dann werden Dinge klarer, können sauber abgeschlossen werden und man kann sich frei, unbeschwert und idealerweise ein bisschen schlauer an die anstehenden Jobs und Aufgaben machen. In diesem Sinne vielen Dank an die Kolleg*innen, mit denen ich in dieser Woche über das eine oder andere Problem und Anliegen reden durfte. Ich verbuche diese Gespräche als sehr positive Erfahrung der letzten Woche(n).

Vor langer Zeit hatte ich mal in den Tiefen des Internets einen Text gefunden und dann abgespeichert, in dem 12 Regeln formuliert werden, die jede/r Boss / Bossin in seiner Rolle beherzigen sollte. Leider kann ich keine Quellenangabe geben, weil ich mir das seinerzeit nicht notiert habe…..

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Komplexität reduzieren

Albert Einstein soll mal gesagt habe, „man solle alle Dinge, so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher.“

Das kommt meinem aktuellen Bedürfnis nach „Einfachheit“ sehr entgegen. 

Zu  meinen Stärken gehört es wohl, dass ich ein hohes Maß an Resilienz habe und bisher gut mit Komplexität umgehen konnte. Letzteres verändert sich aber gerade. Kann sein, dass das so ein „Altersding“ ist, dass ich mich zunehmend schwer damit tue, Komplexität zu erfassen und zu durchdringen. Möglicherweise liegts aber auch gar nicht an mir, sondern daran, dass die Dinge tatsächlich immer komplexer werden. Eine Entscheidung, hat mitunter Auswirkungen auf 100 verschiedenen Ebenen und Effekte auf ganz entfernte Prozesse, die ich beim besten Willen gar nicht mehr mitgedacht kriege. Die Systeme mit und in denen ich arbeite werden immer vielschichtiger, komplexer und komplizierter und die Ergebnisse lassen sich dann auch noch auf ganz unterschiedliche Weise interpretieren. 

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Sag NEIN!

Die letzte Woche war weitgehend unspektakulär. Normaler Geschäftsführungsalltag. Bedingt durch die Sommerpause ein paar Meetings weniger, viele Aufgaben abgearbeitet und die Gelegenheit genutzt, ein paar Überstunden abzubummeln.

Eine Sache, hat mich am Mittwoch dann doch aber ziemlich mitgenommen und beschäftigt mich noch immer:

In einer unserer fünf Kitas war am Mittwoch eine Theatergruppe zu Gast. Auf dem Programm stand ein Theaterstück für Kinder ab 3 Jahre. Solche Events sind für die kleinen Menschen immer eine große Sache – und für unsere Kolleg*innen auch. Und natürlich wirbelt so eine Aktion den gewohnten Tagesablauf auch auf angemessene Weise durcheinander…..- und da sowas öfter vorkommt, stemmen die Kolleg*innen das ganz souverän und entspannt.

Nur eine Sache war diesmal anders: Es handelte sich bei Schauspielgruppe um ein jüdisches Projekt.

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Nazis beraten?

Ein Kollege aus einer anderen Organisation fragte im Sinne kollegialer Beratung bei mir  nach, wie wir im Stadtteilzentrum eigentlich damit umgehen, wenn Nazis eine Beratung in Anspruch nehmen wollen. Im konkreten Fall ging es darum, dass eine männliche Person in die Sprechstunde kam, die anhand diverser Tätowierungen eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuzurechnen war. Es gab keine irgendwie gearteten Äußerungen oder „Sprüche“ dieser Person, es ging ausschließlich um den individuellen Beratungsbedarf in einer persönlichen Angelegenheit / Problematik.

Auf die Frage hatte ich keine Antwort. Zwar ist in unseren Hausordnungen klar geregelt, wie wir damit umgehen, wenn Besucher*innen oder Ratsuchende rechtsextreme, rassistische oder andere menschenfeindliche Äußerungen oder Handlungen machen – der oben beschriebene Fall ist aber bei uns (noch) nicht geregelt. 

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Wenn die Wut anklopft….

Ein paar Gedanken zum Umgang mit Ärger im Job

Es gibt Tage, da könnte man sprichwörtlich die Wände hochgehen. Als Geschäftsführer einer gemeinnützigen Organisation, die tagtäglich versucht, im Dschungel aus Bürokratie, Förder- bzw. Kürzungsentscheidungen und manchmal auch weltfremden Rahmenbedingungen das Beste für Kinder, Familien und Nachbarschaften und auch für unsere Mitarbeitenden herauszuholen, kenne ich das nur zu gut.

Manchmal sind es eben genau diese Momente, in denen man merkt: Da steigt Wut auf. Wut über Entscheidungen, die von irgendwelchen staatlichen Stellen getroffen werden, ohne die Realität unserer Arbeit wirklich zu verstehen. Wut auch manchmal über Personen, die stur an alten Überzeugungen, Haltungen oder unzweckmäßigen Regeln und Prinzipien festhalten und nicht sehen, was direkt vor ihrer Nase passiert oder aber einfach nur davon ausgehen, dass ihre Sicht der Dinge, die einzig Richtige ist und dass es zwischen schwarz und weiß keine Grautöne gibt. Inkompetenz gepaart mit Ignoranz und Überheblichkeit macht mich rasend. Noch dazu, wenn diese Personen oder die Institutionen, die sie repräsentieren, eine „Machtstellung“ haben.

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Mobile Stadtteilarbeit in Gefahr

Das Thema Kürzungen beschäftigt uns auch in der Sommerpause. Während es in dem einen oder anderen Bereich leichte Anzeichen von „Entwarnung“ gibt, werden in anderen Bereichen die Einsparvorhaben konkret: Vor ein paar Tagen haben wir die Information bekommen, dass unser Erfolgsprojekt „Mobile Stadtteilarbeit“ in Lankwitz auf € 0,- gekürzt, also eingestellt wird. Was für ein Irrsinn! Berlinweit steht das Programm auf der Streichliste, in unserem Bezirk Steglitz-Zehlendorf werden zwei von drei erfolgreichen Projekten eingestellt.

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Glücksinseln

Der Arbeitsalltag eines Geschäftsführenden hält viele Höhe und Tiefen bereit. Gerade in diesen Zeiten – der Soziale Bereich steht unter heftigem Kürzungsdruck – überwiegen die schwierigen und kräftezehrenden Aufgaben: Sparvorgaben an die Teams und Mitarbeitenden weitergeben, permanenter finanzieller Druck, an der einen oder anderen Stelle Konflikte mit Kolleg*innen, die (meist zu recht) mehr wollen, als gerade leistbar ist. Dazu der normale Termindruck, viele Meetings, in denen es auch im anstehende Veränderungen und Anpassungsanforderungen geht. Viele schwerlastige Themen, die oft (aber nicht immer) den Blick auf die guten Situationen und Erlebnisse verstellen. Wie steht man das gut durch, ohne sich selbst zu verlieren oder in eine „Negativ-Trance“ zu verfallen?

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