Detlef Schade, langjährig erfahrener Geschäftsführer eines freien Trägers der Jugendhilfe, bloggt über eine ziemlich merkwürdige Diskussion in der BVV des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Sehr lesenswert!
Autor: TMampel
aktuelle Meldung: bitte den stand-by für Hilfsaktionen aktivieren!
Liebe Freunde,
aus dem lageso erreicht uns die Nachricht, dass heute unglaubliche viele Initiativen und Einzelpersonen vor Ort sind um die Flüchtlinge mit Wasser, Obst und anderen Dingen zu unterstützen. Auch zahlreiche „Reinigungstrupps“ wurden gesichtet. Wir bitten daher – in Absprache mit dem LaGeSo – vorläufig von der Organisation weiterer Hilfsangebote und Spendensammlungen zu verzichten….. Es ist davon auszugehen, dass schon bald wieder Unterstützung benötigt wird….. bleibt also bitte auf „stand-by“.
Vielen Dank an alle die helfen und geholfen haben!
Herzliche Grüße von Haus zu Haus….
Thomas Mampel
einfach mal abbiegen…
Einige kennen vielleicht schon den Blog von Jeannette Hagen. Er heisst „Die Spaziergängerin“. Hier schildert sie in losen Abständen, was ihr auf ihrem Weg durchs Leben so alles begegnet. In einem neuen Artikel schildert sie auch persönliche Eindrücke ihres Engagements am Wochenende in einer Einrichtung des Stadtteilzentrum Steglitz und ihre ersten Erfahrungen mit diesen fremden Menschen aus Syrien…..: „Einer von ihnen soll zum Abschied gesagt haben, dass es die drei schönsten Tage seines Lebens waren. Als ich das gelesen habe, liefen mir die Tränen über die Wangen. Mein Gott, es braucht so wenig, um andere Menschen glücklich zu machen und wir haben so verdammt viel. Wenn wir nur offen sind. Unsere Ängste und Zweifel verjagen. Eine Abbiegung nehmen, um aufeinander zuzugehen.“….
Den ganzen Artikel könnt (uns solltet Ihr lesen), wenn Ihr diesem Link folgt: Abbiegen und aufeinander zugehen.
„Die schönsten 3 Tage meines Lebens“
Vielen Dank an alle UnterstützerInnen….. mal sehen wie es heute weitergeht…..!
Wie die Sozialwirtschaft von Social Entrepreneurship profitieren kann – und umgekehrt!
ein herausragend guter Artikel von Hendrik Epe, den ich sehr zur Lektüre empfehle…..
#steglitzhilft in Presse, Funk und Fernsehen……
Unsere Aktion für Flüchtlinge hat es in die Morgenpost und in die rbb-Abendschau geschafft:
#steglitzhilft-update 2: Nazis im Anmarsch? Haltet Euch bereit!
Das ist wirklich wichtig – BITTE LESEN!
#steglitzhilft – update: Wir brauchen 4 HelferInnen heute (31.7.) ab 20 Uhr
Wer hat heute noch nichts vor? #refugeeswelcome
Dringender Aufruf: Am Wochenende werdet IHR gebraucht!
Vor wenigen Stunden erreichte uns – und alle anderen Berliner Nachbarschaftsheime – ein dringender Hilferuf aus der Senatsverwaltung für Soziales: Rund 500 Flüchtlinge, die sich aktuell im und vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in der Moabiter Turmstrasse aufhalten, brauchen dringend eine Schlaf-/Übernachtungsmöglichkeit für das bevorstehende Wochenende.
Selbstverständlich haben wir uns sofort bei der Senatsverwaltung gemeldet und insgesamt 50 Schlafplätze in zwei Einrichtungen unseres Vereins zur Verfügung gestellt. Die Betten werden von der Senatsverwaltung geliefert – wir müssen nun ganz schnell eine „Notversorgung“ auf die Beine stellen: Die Flüchtlinge brauchen (auch nachts) AnsprechpartnerInnen vor Ort und wir müssen die Ausgabe von Essen und dringendem Alltagsbedarf organisieren.
Hierfür brauchen wir die Hilfe von vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die wir hiermit herzlich bitten, mitzuhelfen und ein deutliches Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität zu setzen.
Wir bitten alle, die am Freitag, Samstag, Sonntag und evtl. noch am Montag (also vom 31.7. – 3.8.) tagsüber, abends oder nachts helfen wollen und können zu einem spontanen Treffen ins Kinder-, Jugend- Nachbarschaftszentrum KiJuNa (Scheelestrasse 145, 12209 Berlin / Ecke Osdorfer Strasse). Wir treffen uns am FREITAG, den 31.7. um 12.00 Uhr und besprechen dann alle organisatorischen Fragen / Punkte !
Wir freuen uns, wenn viele HelferInnen kommen! Bitte teilt diesen Aufruf!
Nach dem aktuellen Stand, geht es „nur“ um ein Wochenende- ganz sicher können wir da aber natürlich nicht sein…. Bitte beachtet also unsere aktuellen Infos und Updates auf www.steglitzhilft.de und auf Facebook (https://www.facebook.com/Stadtteilzentrum.Steglitz.eV) und Twitter (@SZSteglitz).
Vielen Dank und herzliche Grüße von Haus zu Haus!
Thomas Mampel
Geschäftsführer des Stadtteilzentrum Steglitz e.V.
Die Sache mit der Innovation…..
„Der soziale Sektor wird gemeinhin nicht für besonders innovativ gehalten. Belege für diese Einschätzung lassen sich schnell finden. Es ist zwar besonders in Deutschland ein Jammern auf hohem Niveau – aber es bleibt ein Jammern. Wer schon einmal einen Platz in einer Kindertagesstätte oder im betreuten Wohnen gesucht hat, kann ein Lied davon singen. Andernorts wiederum herrscht unübersichtliches Überangebot, wie etwa in bestimmten Bereichen der Jugendsozialarbeit. Gleichzeitig entwickelt sich im for-profit-Paralleluniversum eine neue Organisationsspezies, deren Mantra „Innovation & Change“ im sozialen Sektor scheinbar ungehört verhallt.“
Mit diesen Worten beginnt die Kolumne von Philip Scherenberg, die auf der Seite von The Changer an D I E S E R Stelle dokumentiert wird. Ich möchte Euch sehr empfehlen, den ganzen Artikel aufmerksam zu lesen. Er regt zum Denken an…..
Der Begriff „Innovation“ wird aktuell – das scheint der Zeitgeist zu sein – recht inflationär benutzt. Oft erlebe ich, dass dann teilweise relativ marginale Veränderungen und Angebots (weiter-) entwicklungen als „Innovation“ angepriesen und verkauft werden. Das halte ich für einen gefährlichen Weg. Gefährlich v.a. für die soziale Organisation selbst, die sich durch solches Denken und Handeln selbst belügt und sich damit den Zugang zu echter Innovation selbst verbaut.
Innovation muss – glaube ich jedenfalls – immer radikal und konstruktiv zerstörerisch sein.
