#steglitzhilft – update vom 11.01.15

FotoAm Freitag, den 9.1. trafen sich rund 20 Helferinnen und Helfer im KiJuNa des Stadtteilzentrum Steglitz. Wir haben Ideen für Aktivitäten und AGs für die Flüchtlinge in der Sporthalle Lippstädter Strasse zusammengetragen….. Die Freiwilligen werden ab nächste Woche Begleitdienste übernehmen, Aktivitäten für Kinder und Familien organisieren und weitere Unterstützungsangebote machen…..

VIELEN DANK an alle, die mitmachen – oder vielleicht noch dazu stossen!

Immer wieder werden wir gefragt, was noch gebraucht wird – die Hilfs- und Spendenbereitschaft der Steglitz-ZehlendorferInnen ist nach wie vor beeindruckend!

Folgende Dinge stehen auf unserer „Dringend & Wichtig„-Liste:

für Männer

Männerbekleidung (Alter ca.18-30, Größen M,L), Rasierer, Gürtel, Rucksäcke, Bauchtaschen

für Babys

Babybad,Babycreme,Windeln Feuchttücher, Spielzeug
Baby-Kleidung (gewaschen und bitte mit Größen beschriften)
Duschzeug ,“1xHöschen“

für Frauen
Binden,Tampons,Einmallappen,“1xHöschen“, Haarschampoo, Bürsten, Kulturtaschen, Strümpfe, Schlüpfer, warme Damenstiefel,

für Kinder

Süßkram,Tischspiele,Lego, kleine Spielkoffer,
Kindersachen (gewaschen und mit Größen versehen);

und: Wir  brauchen noch Zucker,Zucker, Zucker.…..

Die Spendenannahme findet immer Montags und Freitags von 10-15 Uhr im KiJuNa (Scheelestraße 145, 12209 Berlin / Ecke Osdorfer Straße) statt.

Die Spendenausgabe findet jeweils Dienstag  von 10-12 Uhr und Donnerstag von 16-18 Uhr in der Sporthalle statt.

Wir können helfende Hände immer gut gebrauchen. Bitte unbedingt vorher Kontakt aufnehmen: helfen@sz-s.de

Das nächste HelferInnen-Treffen findet statt am Freitag, den 23.01.2015 um 18.00 Uhr im KiJuNa….. Wir freuen uns über rege Teilnahme und fleissiges „teilen“ und weitersagen!

#steglitzhilft – VIELEN DANK!

zurück im Karussell…

© ryanking999 - Fotolia.com

© ryanking999 – Fotolia.com

Ich weiss nicht, wie es Euch geht…. Aber ich wunder mich. Weihnachten ist gerade mal zwei Wochen her, vor etwas über einer Woche haben wir den Jahreswechsel gefeiert. Und seit 5 Tagen erst arbeitet unsere Geschäftsstelle wieder im „Normalbetrieb“. Mir kommt das alles allerdings merkwürdig vor – denn gefühlt sind die oben erwähnten Ereignisse schon wieder eeeeeeeeewig her. Alles dreht sich und bewegt sich – wie mir scheint immer schneller und schneller….. Willkommen zurück im Karussell! Ghandi soll mal gesagt haben: Es gibt wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“ Da ist wohl allerhand dran. 

Fragt sich nur: Wie hält man das Karussell an? Wie entschleunigt man sinnvoll? Und wie kommt es überhaupt, dass man mit zunehmendem Alter permanent das Gefühl hat, die Zeit vergeht schneller als früher?

Was denkt Ihr dazu?

CUCULA – Ein Unternehmen von und für Flüchtlinge

cucula

SocialVideo #2

In den letzten Wochen habe ich hier regelmäßig über unsere Aktivitäten für Flüchtlinge in Lichterfelde Süd im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf berichtet. Bei diesen Aktivitäten ging es um die akute Erstversorgung der in einer Sporthalle untergebrachten Flüchtlinge mit Kleidung, Hygieneartikeln und Spielzeug für die Kinder.

Viele der Flüchtlinge werden hier bei uns bleiben. Es ist also an uns, gute Bedingungen zu schaffen, damit sich unsere neuen Nachbarn hier gut integrieren, gut in unserer Gesellschaft ankommen: in unseren Kinder- und Jugendeinrichtungen, in unseren Nachbarschaftshäusern, im kulturellen Leben, in den Schulen. Und im Arbeitsleben – denn eine gesicherte wirtschaftliche Grundlage ist der Ausgangspunkt und die Voraussetzung für ein gelingendes Leben. Ein sehr beispielhaftes Projekt, das sich zum Ziel setzt, jungen Flüchtlingen beim Aufbau einer tragfähigen Existenz zu helfen ist „CUCULA“.

Worum geht es bei CUCULA?

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Der Sozialstaat, die Sozialarbeit und der ganze Rest

Ein wunderbares Video des geschätzten Kollegen Uwe Lamm, Geschäftsführer der contact -Jugendhilfe und Bildung gGmbH.

Avatar von diakonisch.dediakonisch.de

Wolfgang Hinte, der alte Haudegen der Sozialraumorientierung, fasst in knapp 30 Minuten seine Idee von Sozialarbeit zusammen. Was er in diesem Video sagt, ist eben nicht nur die Quintessenz des Sozialraumansatzes, sondern auch eine Art Crashkurs in guter Sozialarbeit: Er inspiriert zu einer genuin sozialarbeiterischen Praxis, nicht zu einer (pseudo-)therapeutischen oder pädagogischen („Die Geschichte der Pädagogik ist eine Geschichte der Niederlagen“). Wäre das Video ein Text, hätte ich wohl jeden einzelnen Satz markiert.

Hier nun die Neujahrsansprache zum real existierenden Sozialstaat, guter Sozialarbeit, und dem ganzen Rest, pardon: der Sozialraumorientierung.

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GTD goes Evernote….

Ich stelle gerade mein GTD-System, das ich zuletzt mit ToDoist gepflegt habe, auf Evernote um. Ich möchte gern alles an einem Ort haben: Notizen, Referenzmaterial, Projektliste, Liste der nächsten Schritte etc….. Ich kenne kein anderes Programm, das einen vergleichbaren Leistungsumfang bietet wie Evernote. Die Zeiten, in denen  Evernote ein reines „Notizzettelverwaltungsprogramm“ war, sind lange vorbei, mittlerweile ist es eines der mächtigsten Produktivitätstools, das ich kenne.

unbedingt lesen! (Gibt es auch als eBook)

unbedingt lesen! (Gibt es auch als eBook)

Damit ich nun nicht mein ganzes System verstopfe, habe ich Referenzmaterial und mein Liste der Projekte und Aufgaben getrennt. Mein Referenzmaterial findet sich in den alten „klassischen“ Notizbüchern (mit aussagekräftigen Tags versehen): Notizen, E-Mails, Hinweise und Links zu Websites, Artikel, Dokumente, die ich für ein bestimmtes Projekt brauche, Protokolle etc.). In einem neuen „Notizbuch“, das ich „__my GTD > Projekte & Aufgaben“ < genannt habe organisiere ich meine Arbeit bzw. die konkreten Aktionen und Jobs (die beiden Unterstriche vor „my GTD“ sorgen dafür, dass dieses Notizbuch immer oben steht – also noch über meinem Standardnotizbuch „_Eingang“, in dem standardmäßig erstmal ALLES landet, was sortiert, bewertet oder bearbeitet werden möchte).

Die Betreffzeile einer neuen Notiz beschreibt kurz und knackig den „nächste Aktion“, den nächsten Schritt, die Aufgabe. Im Notizfeld können Erläuterungen stehen, wichtige Links (auch zu anderen Evernote-Notizen im Ordner mit dem Referenzmaterial), oder Foto, Dokumente etc.. Die Projekte werden in der Rubrik „Schlagworte“ (oben im Notizfenster) mit einem vorangestellten Unterstrich definiert, die Kontexte mit einem @-Symbol. Beispiel: _Blogbeitrag GTD und Evernote @Rechner @Internet. Rufe ich mein GTD-Notizbuch auf kann ich mir alle Aufgaben zu dem jeweiligen  Projekt anzeigen lassen, in dem ich dieses Schlagwort aus der Schlagwortliste auswähle; entsprechend kann ich mir Aufgaben auch nach dem jeweiligen Kontext anzeigen lassen – also z.B. eine Liste von Aufgaben die ich am Rechner erledigen will, in dem ich den Tag @Rechner auswähle.

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(Wo-) Menpower gefragt / #steglitzhilft – update 2.2.15

© frogarts - Fotolia.com

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Mittlerweile leben 250 Flüchtlinge in der Halle in der Lippstädter Straße. Die Spendenbereitschaft der Menschen aus der Nachbarschaft war (und ist weiterhin) enorm – wir konnten alle Flüchtlinge mit dem Nötigsten an Kleidung versorgen. Viele Menschen haben darüber hinaus Spielzeug und Hygieneartikel ins KiJuNa oder direkt in die Sporthalle gebracht. Grandios. Allerdings sind mittlerweile alle Lager voll – und wir können derzeit keine weitere Kleidung annehmen (Ausnahme: Jeans und Pullis in schlanken Herrengrößen). Auch Hygieneartikel werden weiterhin gebraucht. Sollte sich die Situation ändern, geben wir natürlich sofort Bescheid.

Nachdem die Menschen nun erstmal mit Kleidung und wichtigen „Alltagsutensilien“ versorgt sind werden wir die  Ausqabe weiterer Spenden in der Halle auf zwei Tage je Woche konzentrieren, nämlich auf Dienstag und Donnerstag jeweils in der Zeit von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Hierfür brauchen und suchen wir noch dringend weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

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Blog-Geburtstag

Hättet Ihr das gedacht? Heute vor 4 Jahren hat dieser Blog das Licht der Welt erblickt. Richtig schreiben tue zwar erst seit November 2013…. aber immerhin. Vielen Dank an alle treuen und neuen LeserInnen…..

Alles anders als geplant … und gerade deshalb: Auf ein neues…. !

Statt eines Jahresrückblicks.

Eigentlich sollte die Zeit „zwischen den Jahren“ eine ganz ruhige und entspannte sein. Viel lesen, ein bisschen was mit meinen Leuten unternehmen, am Blog schrauben, ein paar Ideen fürs neue (Arbeits-) Jahr bearbeiten und vor allem: Viel entspannen. Und einen persönlichen Jahresrückblick wollte ich hier veröffentlichen. Ist alles nichts geworden, alles ist anders gekommen.

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Foto: Optimisten für Deutschland

Diejenigen unter Euch, die hier ab und zu reingucken, haben mitbekommen, dass wir einen Tag vor Weihnachten mit der Info überrascht wurden, dass hier bei uns im Kiez eine Sporthalle als Notunterkunft für 200 Flüchtlinge eingerichtet wird. Ich hatte H I E R, H I E R , H I E R und an anderer Stelle über unser Willkommensprojekt #steglitzhilft geschrieben. Die freien Tage waren fortan mit viel Aktivität gut gefüllt. Am 1. Weihnachtsfeiertag und an den den folgenden Tagen haben wir Kleidung und dringend benötigte Sachspenden eingesammelt und in der Sporthalle an Flüchtlinge ausgegeben. Tagsüber war ich mehr am telefonieren und mailen, als an manchen „normalen Bürotagen“. Meine Frau noch mehr.  Abstimmung mit der Integrationsbeauftragten des Bezirks, die auch als Verbindungsfrau zum Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf fungierte, Telefonate mit Kooperationspartnern, Helfern und Menschen, die was spenden wollten. Berichte schreiben für den Blog des Stadtteilzentrums und für unsere Facebook-Seite, damit alle auf dem aktuellen Stand sind. Wir waren fast rund um die Uhr im Einsatz.

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frisch gebloggt auf sz-s.de: #steglitzhilft / update 30.12.2014

Viktoria_spendet_Fluechtlinge_120d1f85cd 2Heute wurde es richtig voll in der Lippstädter Strasse! Die Halle ist mit 200 Flüchtlingen gut gefüllt – einige freie Flächen sollen auch noch „bewohnbar“ gemacht werden, so dass in den nächsten Tagen nochmal rund 40 – 45 Menschen dort aufgenommen werden können.

Ein Bild von der Situation machte sich heute morgen die Wahlkreisabgeordnete Cornelia Seibeld (MdA, CDU). Sie lobte die engagierte Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Leistung der zumeist ehrenamtlichen Helferinnen  und Helfer des Stadtteilzentrum Steglitz beim sammeln von Sachspenden und der Ausgabe an die Flüchtlinge.

Auch heute waren die Freiwilligen vom Stadtteilzentrum von 16 – 18 Uhr im Einsatz, um warme Kleidung und Kinderspielzeug auszugeben. „Eine anstrengende, aber zutiefst befriedigende Arbeit“, so eine der Helferinnen (eine „Kita-Mutter“ unseres Vereins).

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Soziale Innovation durch Ressourcenorientierung

John

Foto: DPW

Die Vorsitzende des Berliner Landesverbandes des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPW) hat als Vorwort der aktuellen Ausgabe des Mitgliederrundbriefes einen bemerkenswerten Beitrag zum Thema „soziale Innovation“ geschrieben, in dem sie sich auch auf Begrifflichkeiten wie „social entrepreneurship“ und  „soziales Unternehmertum“  bezieht und diese auf eine sehr anschauliche und (aus meiner Sicht) sehr plausible Art entmystifiziert und nachweist, welche kreative Kraft mitunter auch aus den „klassischen“ Organisationen des Sozialsektors entspringt . OT  Barbara John: „Ob unseren Mitgliedern wohl immer bewusst ist, wie sozial innovativ ihre Projekte sind? Wahrscheinlich nicht. Vermutlich würden sich auch die wenigsten von ihnen als Sozialunternehmer, also Social Entrepreneurs bezeichnen. Dieser Begriff hatte in den letzten Jahren Konjunktur und schien das erstrebenswerte Vorbild zu sein. Soziale Innovation, so klang es in der Diskussion immer wieder an, funktioniert nur mit einem großen »Macher«, der charismatischen Gründerpersönlichkeit. Ohne Zweifel braucht es im Einsatz gegen soziale Probleme eine treibende Kraft – eine Person oder eine Gruppe, die engagiert ist, neue Ideen umsetzt, Freiwillige motiviert und Gelder beschafft. Doch in der Debatte um Social Startups und soziale Innovation werden oft die kreativen Ansätze innerhalb bestehender Organisationen übersehen.“

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