Besuch aus Graz

GF-Tagebuch #23

Anlässlich des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages (DJHT), der vom 3.-5. Juni 2014 auf dem Berliner Messegelände stattfand, war eine kleine Delegation aus  Graz zu Besuch in Steglitz-Zehlendorf. Ein Gegenbesuch, nach dem im Oktober 2012 und im Februar 2014 Kolleginnen und Kollegen aus unserem Bezirk die zweitgrößte Stadt Österreichs besucht haben. (H I E R  ein Link zum damaligen Bericht…)

KollegInnen aus Graz im KiJuNa

KollegInnen aus Graz im KiJuNa

Graz ist für uns besonders (aber nicht nur) aus einem Grund interessant: Graz hat sich als erste Stadt in Österreich dazu entschlossen, das Fachkonzept der Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen und geht damit einen neuen Weg in der sozialen Arbeit. Seit dem Jahr 2010 gibt es die Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendhilfe als Pilotprojekt in Graz. Verbunden wurde die Einführung der Sozialraumorientierung in Graz mit der Einführung eines sog. Sozialraumbudgets: Der Fokus der Finanzierung liegt nun auf Zielerreichung bzw. Fallbeendigung und nicht mehr auf Länge und Anzahl der erbrachten Hilfen. Die Erfolge sind vorzeigbar – die Kosten für sog. „Hilfen zur Erziehung“ konnten deutlich reduziert werden – und das bei i.d.R.  besseren, weil passgenaueren Leistungen für die Betroffenen.

Wenngleich die Einführung eines klassischen Sozialraumbudgets in Berlin aus verschiedenen – insbesondere rechtlichen – Gründen noch „Zukunftsmusik“ ist, wird doch in verschiedenen Bezirken und auch auf Landesebene geschaut, wie man durch Umsteuerung und eine sozialräumliche Ausrichtung der Finanzierung der Jugendhilfe zu besseren UND weniger kostenintensiven  Angeboten kommen kann. Die Region B des Bezirks Steglitz-Zehlendorf startet am 1.7.2014 mit den ersten Angeboten und Aktivitäten im Rahmen eines Modellprojekts „Sozialräumliche Leistungen (SRL)“.

Das gegenseitige Interesse zwischen uns und den BesucherInnen aus Graz war vor diesem Hintergrund natürlich groß. Das Besuchsprogramm spiegelt das wieder: Besuch in der „Villa Folke Bernadotte“ und dem „Nachbarschaftshaus Lilienthal“ der KollegInnen des Mittelhof e.V., Besuch des RSD der Region und fachlicher Austausch mit dem Regionalleiter  in der Beethovenstraße, Besuch im „KiJuNa“ des Stadtteilzentrum Steglitz und im „kieztreff“ – einem Familien- und Nachbarschaftszentrum, das seit 10 Jahren von Stadteilzentrum Steglitz und FAMOS e.V. Berlin gemeinsam betrieben wird.

Der Austausch war hochgradig interessant. Erfahrungen in der sozialräumlichen Arbeit wurden ausgetauscht, Besonderheiten aus den jeweiligen Städten bwz. Regionen hervorgehoben und Ideen transferiert. Die KollegInnen, die alle für den Träger a:pfl (alternative: pflegefamilie GmbH) tätig sind , bedankten sich für die Gastfreundschaft und stellten abschließend fest: „Wir werden den Kontakt weiter ausbauen und den Internationalen Fachaustausch Österreich-Deutschland pflegen.“

Weitere Informationen zum Thema Sozialraumorientierung in Graz findet Ihr hier:

www.graz.at/cms/ziel/4194118/DE/

Informationen und einen   Link zum Modellprojekt Steglitz-Zehlendotf findet Ihr hier:

 www.srl-projekt.de

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Seit November 2013 schreibe ich wöchentlich an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter  und Co.) teilt und verbreitet!

 

Kurzgeschichte „Tage und Wochen“. Die Autorin Rita Maria Janaczek lässt sich von ihrem zweiten Beruf inspirieren: Der Sozialen Arbeit.

Ein interessanter Ansatz: Eine Sozialarbeiterin packt Dinge, die sie in ihrem Beruf erlebt, in Krimis und Kurzgeschichten…. #lesenswert

Avatar von Rebekka Sommer(rso).

Janaczek

Sie ist Sozialarbeiterin, und sie schreibt. Krimis und Kurzgeschichten. Die Texte von Rita Maria Janaczek kreisen oft um Themen mit sozialem oder politischen Hintergrund. Mit „Tage und Wochen“ gewann sie 2013 den Jury- und den Publikumspreis des 18. Münchner Literaturwettbewerbs. Es geht um ein Kind, das schwer vernachlässigt wird.

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Endlich angemessene Förderung der Berliner Jugendarbeit

Landesjugendring und LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege fordern anlässlich des 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages in Berlin eine sichere Zukunft für Angebote der Jugendarbeit

 02. Juni 2014 | Der Berliner Jugendarbeit fehlen seit Jahren angemessene Rahmenbedingungen, die für Jugendarbeit in den Bezirken zur Verfügung stehenden Mittel werden immer geringer. Formulierte Qualitätsstandards (bspw. das „Handbuch Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen“) und das Fachkräftegebot können so immer weniger eingehalten werden, einzelne Einrichtungen mussten bereits schließen.

Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit sind unverzichtbar für die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt – und bedürfen daher einer bedarfsgerechten und verlässlichen Förderung durch das Land und die Bezirke. Jugend- und Jugendverbandsarbeit leisten wichtige Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und fördern Bildung, Verantwortungs- und Gemeinschaftssinn sowie die Integration von Kindern und Jugendlichen.

Für die Förderung der Jugendverbandsarbeit auf Landesebene gibt es seit 2006 ein verlässliches Modell. Allerdings führt die seit 2003 fehlende Anpassung der Förderung an die tatsächliche Preisentwicklung und die völlig unzureichende Anpassung an die tarifliche Entwicklung zu einer faktischen jährlichen Verringerung der Förderung. So stieg beispielsweise der Verbraucherpreisindex von 2003 bis 2013 um 16,1%, die Tarifsteigerung im TV-L Berlin betrug allein von 2011 bis 2014 8,6%. Dem gegenüber steht eine Erhöhung der Jugendverbandsförderung zwischen 2003 und 2014 um 2,3%.

Landesjugendring und LIGA fordern daher einen Berliner Rahmenvertrag für Jugendfreizeiteinrichtungen, in dem rechtliche, qualitative und quantitative Rahmenbedingungen festgelegt sind. Hierfür gibt es gute Vorbilder in anderen Feldern der Berliner Kinder- und Jugendhilfe. Zudem fordern beide die Anerkennung der Vielfalt in der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit und die bedarfsgerechte und auskömmliche Förderung der unterschiedlichen Formen von Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit auf Landes- und Bezirksebene sowie die regelmäßige Anpassung der Zuwendungen an Tarif- und Preisentwicklung.

(Quelle:Landesjugendring Berlin e.V.Marion Kleinsorge Referentin für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

Aller guten Dinge sind 5….

SocialLinks #23

Heute möchte ich Euch in der Rubrik „Links der Woche“ kurz vorstellen, in welchen Projekten und Organisationen ich mich haupt- und ehrenamtlich engagiere. Ich freue mich, wenn Ihr die Projekte und Unternehmungen interessant und unterstützenswert findet und  in Euren Kreisen ein bisschen Werbung dafür macht (z.B. in dem Ihr diesen Beitrag bzw. die Links kräftig teilt und „likt“).

Job 1: Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

www.stadtteilzentrum-steglitz.de

Job 2: geschäftsführender Gesellschafter der .garage berlin GmbH

www.garageberlin.de

Job 3: Mitglied des Vorstandes des gemeinnützigen Vereins Computerbildung e.V. (Ehrenamt)

www.computerbildung.org

Job 4: Vorsitzender des Aufsichtsrates der Genossenschaft youth collaboration eG. (Ehrenamt)

www.youcoll.de

Job 5: Gesellschafter bei .andersberater

www.andersberater.de 

Wenn Ihr zu einzelnen Projekten und / oder Organisationen Fragen habt, Informationen benötigt oder Ideen für eine Koopeeration / Vernetzung habt, freue  ich mich über eine Nachricht von Euch!

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Immer Mittwochs gibts an dieser Stelle  meine  Linkliste der Woche. Ich möchte Euch ein paar gute Projekte, Konzepte, Ideen und Anregungen aus der Welt der Sozialen Arbeit, der Sozialwirtschaft, des Social Entrepreneurship und der Förderung des UnternehmerInnentums ans Herz legen und zur Lektüre empfehlen.  Und machmal finde ich auch Seiten interessant und empfehlenswert, die nicht direkt etwas mit den eben genannten Gebieten zu tun haben – die Ihr Euch aber trotzdem mal anschauen solltet…..

Ich freue mich, wenn Ihr diesen und weitere Beiträge in meinem Blog über Eure Kanäle teilt und weiterverbreitet. Vielen Dank!

Gute Nachrichten für GründerInnen!

Diese Nachricht aus dem Newsletter von Dr. Andreas Lutz (www.gruendungszuschuss.de) teile ich gern!

Gründercoaching Deutschland verlängert: 50% Beratungsförderung noch bis Jahresende

„Sie haben sich innerhalb der letzten fünf Jahren selbständig gemacht? Dann sollten Sie die Möglichkeiten des KfW Gründercoaching nutzen. Geben Sie Ihrem Unternehmen einen Schub nach vorn, zum Beispiel mit einer Strategie zur Neukundengewinnung oder durch eine betriebswirtschaftliche Beratung, mit der Sie Ihre Abläufe besser organisieren und künftig Zeit und Geld sparen.

© Trueffelpix - Fotolia.com

© Trueffelpix – Fotolia.com

Wir empfehlen Ihnen dafür erfahrene und seriöse Unternehmensberater in Ihrer Nähe, mit denen Sie ein kostenloses Vorgespräch führen können und alles über das Förderprogramm erfahren. Zehntausende Unternehmer haben die Förderung bereits genutzt – warum nicht auch Sie?  Nur noch bis zum 15.6.  – danach nie wieder“ war über das Förderprogramm zu lesen. Tatsächlich sollte das Gründercoaching in der bisherigen Form per Ende Juni auslaufen, der 15.6. war der letztmögliche Tag für die Antragstellung.

Nun haben Bundesregierung und KfW die beliebte Förderung um sechs Monate bis zum Jahresende verlängert. Sie wollen damit eine Förderlücke bis zum Beginn der neuen ESF-Förderperiode verhindern. Sprich: Zeit gewinnen, um über die künftige Förderung von Gründungsberatungen in Ruhe entscheiden zu können. Ob es dann noch eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der Beratungskosten geben wird – bis fünf Jahre nach der Gründung – das ist unsicher. Also besser jetzt handeln!

Die Antragstellung muss nunmehr spätestens bis 15.12.2014 erfolgen, um dann noch vor dem Jahresende zugesagt werden zu können. Für die eigentliche Beratung bleiben nach erfolgter Zusage dann noch sechs Monate Zeit, bis die Abrechnungsunterlagen eingereicht werden können.

Warten Sie nicht, bis Sie unter Zeitdruck geraten, sondern sprechen Sie jetzt in aller Ruhe mit einem von uns ausgewählten und geprüften Berater.“

Von der KfW zertifizierte BeraterInnen für das Gründercoaching Deutschland findet Ihr (auch) bei der .garage berlin! Euer Vorteil: 20 Coaches auf einen Streich. Weitere Infos unter www.garageberlin.de

 

Open-Transfer-Camp Jugendhilfe – ich wäre dabei……! Und Ihr?

SocialVideo #23

In meinem Beitrag zur Blogparade „Jugendhilfe zwischen Kostendruck und fachlichem Anspruch“, den Ihr H I E R findet, habe ich einen Vorschlag gemacht und um Mit-Macher geworben: Lasst und ein Open-Transfer-Camp „Jugendhilfe“ initiieren ….! „Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Konzept gerade auch in der Jugendhilfe auf fruchtbaren Boden stösst. Mein Wunsch für die Zeit nach dem Jugendhilfetag: Lasst uns darüber nachdenken, wir wir ein Open-Transfer-Camp für die Jugendhilfe aus dem deutschsprachigen Raum organisieren. Die Zeit ist reif für noch mehr Innovation und Kooperation. Wer ist dabei?“

Doch was ist ein „Open-Transfer-Camp“ und wie funktioniert es? Am 9. Mai 2014 trafen sich 130 Leute in Köln – und haben es vorgemacht. Im  „Video der Woche“ seht Ihr, wie es da so ablief……. Macht Lust auf mehr, oder?

 

 

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!


Update – Toleranz und Anerkennung

Manchmal gruselt es mich, wenn ich sehe, wie manche Menschen mit anderen Menschen umgehen. Über die Folgen eines Artikels in der Stadtteilzeitung unseres Vereins berichtet Anna Schmidt….

Avatar von anna_schmidt_berlinBunt und farbenfroh ...

februar-zeitung-2014

Man möchte bewegen, wenn man sich einem Thema annimmt und darüber schreibt. Die Richtung der Bewegung kann man allerdings kaum beeinflussen. Ich möchte bewegen, Aufmerksamkeit schaffen. Den Beitrag „Toleranz und Anerkennung – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ hatte ich für die Februar-Ausgabe der Stadtteilzeitung geschrieben. Das Leitthema der Zeitung hieß „Anderssein“. Als ich der Freundin meines Bruders damals erzählte, dass mein geplanter Beitrag nichts werden würde, schlug sie vor über sie selber zu schreiben. Darüber, was sie mit ihrer schwarzen Hautfarbe in den ersten Jahren hier in Deutschland erlebt hatte. Sie wollte anderen in gleicher Situation Mut machen. Der Artikel war das Resultat unseres Gesprächs und er ist bis heute einer meiner liebsten Beiträge in meinem Blog. Ich bekam durch das Gespräch mit ihr einen ganz anderen Blick auf die Situation der Menschen, die versuchen sich in Deutschland eine Existenz aufzubauen.

Einige Zeit nach erscheinen der Zeitung hatte sie Urlaub, den sie in…

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Die Zeit ist reif für mehr Innovation und Kooperation

Vo 3.6. bis 5.6. findet in Berlin der 15. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt. Aus diesem Anlass findet auf Initiative des DPW-Blogs jugendhilfe-bewegt-berlin.de eine Blogparade statt. Mein Beitrag zu dieser Blogparade behauptet: Die Zeit ist reif für mehr Innovation und Kooperation in der Jugendhilfe  – ein vernünftiger Weg den Spagat zwischen Kostendruck und fachlichem Anspruch zu meistern.

logo_jugendhilfe_webVon allen Bereichen in der sozialen Arbeit, die ich kenne, ist die Jugendhilfe wohl der Bereich mit der höchsten Innovationskraft. Hier entstehen als Antwort auf immer neue Herausforderungen oft spannende Projektideen, Arbeitsansätze und auch neue Instrumente und Wege zur Finanzierung neuer, innovativer Arbeitsansätze. Veranstaltungen wir der Deutsche Kinder- und Jugendhillfetag sind gute Gelegenheiten, sich über den Stand der Arbeit und die Erfahrungen anderer Träger und Akteure auszutauschen und Grundlagen für Kooperationen zu legen.

Einen Schritt weiter geht das Konzept des „Offenen Projekttransfers“. In einem Interview, das ich vor einiger Zeit mit dem Bielefelder Sozialarbeiter Stefan Zollondz über „OPT“ geführt habe, beschreibt er Offenen Projekttransfer so:

„Die Idee vom offenen Projekttransfer ist “Gutes einfach verbreiten”. Ich denke, das bringt die Idee sehr gut auf den Punkt. Organisationsübergreifend bringen Akteure aus dem sozialen Bereich ihre Konzepte und Erfahrungen zusammen, um gemeinsam voneinander zu lernen und sich und ihre Projekte weiter zu entwickeln. Oftmals fehlt Wissen in einem einzelnen Bereich, das jemand anderes beisteuern kann. Es entsteht so eine umfangreiche Wissensdatenbank auf OpenTransfer.de, die frei zur Verfügung steht. Ein Kernthema des offenen Projekttransfers ist die Transfermöglichkeit erfolgreicher Projekte und die damit verbundene Skalierung. Es ist nicht notwendig, scheinbar gute Ideen immer wieder neu in unterschiedlichen Städten zu “erfinden” und dafür Fördergelder zur Verfügung zu stellen. Viel effektiver ist es, erfolgreiche Projekte zu skalieren und an andere Standorte zu übertragen. An dieser Stelle entstehen allerdings auch immer wieder Befürchtungen, ob die eigene Idee dabei von Mitbewerbern geklaut oder verwässert wird. OpenTransfer begegnet diesen berechtigten Bedenken mit verschiedenen Transfer-Ansätzen. So kann ein Projekt beispielsweise in ein Franchise-Konzept übertragen oder gegen Lizenzgebühren an andere Standorte und Träger übertragen werden.  Dabei entsteht eine Win-Win-Situation, von der beide Seiten profitieren können. Außerdem erlebe ich den gegenseitigen Austausch als große Bereicherung. Akteure aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands, von kleinen Vereinen bis hin zu großen freien Wohlfahrtsträgern und den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen treffen aufeinander und bilden ein beeindruckendes Potenzial an neuen Ideen, das ein einzelner Träger in dieser Form nicht erreichen kann.“

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„Think outside the box“ – auch in der Sozialen Arbeit eine gute Idee!

SocialLinks #22

Think Outside The Box Torn Paper

© Ivelin Radkov – Fotolia.com

In dieser Woche sind mir drei sehr unterschiedliche Beiträge ins Auge gesprungen. Alle drei sind sehr interessant – haben aber nicht unmittelbar etwas miteinander zu tun. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird der „Rote Faden“ sichtbar: Es geht um Innovation. Und im Besonderen um die Frage, wie sich der Sozialbereich in bestimmten Handlungsfeldern und -bereichen  neu aufstellen und positionieren kann bzw. muss. Die Veränderung der Sichtweise auf einzelne Bereiche wird durch eine veränderte Wortwahl und Sprache deutlich: Wir sprechen von „Markenbildung“, „Social-Profit“ oder  „social Entrepreneurship“ . Wir revolutionieren Finanzierungs- und Arbeitsmodelle. Nicht als „Selbstzweck“ oder aus „modischen Erwägungen“ und schon gar nicht als Ausdruck einer „neoliberalen Grundhaltung“, die innovativen Kräften unserer Branche immer wieder vorgehalten wird – sondern aus der Überzeugung heraus, dass sich auch der sozialwirtschaftliche Bereich den veränderten gesellschaftlichen und sozio-ökonomischen Bedingungen anpassen muss, wenn der denn auch weiterhin zukunftsfähige Antworten auf drängende soziale Fragen finden und formulieren will.

Drei Beispiele für innovative und zukunftsträchtige Ansätze und Beiträge möchte ich heute  zur Lektüre empfehlen:

„Eine starke Marke ist in der Lage rasch positive Bilder und Emotionen zur Organisation bei ihrer Zielgruppe hervorzurufen. Doch um einem Missverständnis gleich vorzubeugen: Markenentwicklung ist nicht das was die Agentur gestaltet. Markenentwicklung ist viel substantieller und fängt lange vor dem ersten „Moodboard“ an.“ schreibt Dr. Oliver Viest auf  themenwerkstatt.de…. „Markenentwicklung ist systematischer Vertrauensaufbau. Wie mache ich meine SPO-Marke stark? Um Organisationen bei einer erfolgreichen Markenstrategie zu unterstützen haben wir ein Markenmodell entwickelt.“

Den ganzen Artikel zum Thema „Das Markenmodell für Social-Profit-Organisationen“ ist hier zu finden:

themenwertstatt.de/2014/05/das-markenmodell-fur-social-profit-organisationen

„Die Idee ist gut, das Konzept schlüssig, die Umsetzung funktioniert. Doch ihre Wirkung im Alltag schwarz auf weiß zu dokumentieren fällt Sozialunternehmen oftmals schwer. Gerade eine veröffentlichte Wirkungsbilanz ist jedoch bei der Suche nach Investoren mittlerweile entscheidend.“ Die Zeitschrift enorm geht der Frage nach, wie Sozialunternehmen ihre Wirkung schlüssig und nachvollziehbar nachweisen können und stellt  „Social Reporting“ vor. Interessant!

enorm-magazin.de/wie-wirke-ich-hilfe-fuer-social-enterprises

Ein neues Finanzierungsmodell in der Jugendhilfe wird auf  jugendhilfe-bewegt-berlin.de  vorgestellt. In einem Interview stellt Dr. Stefan Bestmann anhand seiner Erfahrungen und bEobachtungen  in der Stadt Graz dar, wie durch eine neue – innovative – Finanzierungslogik und durch das neue Modell des „Sozialraumbudgets“ die Entwicklung der Fachlichkeit und der Wirksamkeit der Sozialarbeit positiv befördert werden kann. Bestmann: „Durch diesen anspruchsvollen Weg, auf den sich die Kolleg_innen in Graz gemeinsam gemacht haben, hat sich bereits eine Menge in Richtung einer stärker an der Komplexität des Alltags der Menschen orientierten Sozialarbeit entwickelt. Es werden deutlich weniger ‚Maßnahmen verschrieben‘, sondern gemeinsam mit den Familien Lösungsbilder für einen gelingenderen Lebensalltag erarbeitet, die maßgeblich aus Sicht der Familie sinnvoll sind. Zudem sind über die sogenannte einzelfallunspezifische Arbeit durchaus einige innovative Wege beschritten, die die Lebensqualität der Menschen im Quartier positiv befördern, zumeist unter Einbeziehung der Wohnbevölkerung.“

Den 1. Teil des Interviews findet Ihr hier:

jugendhilfe-bewegt-berlin.de/startseite/aktuelles-detailansicht/article/sozialraumoruientierung-konsequent.html

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Immer Mittwochs gibts an dieser Stelle  meine  Linkliste der Woche. Ich möchte Euch ein paar gute Projekte, Konzepte, Ideen und Anregungen aus der Welt der Sozialen Arbeit, der Sozialwirtschaft, des Social Entrepreneurship und der Förderung des UnternehmerInnentums ans Herz legen und zur Lektüre empfehlen.  Und machmal finde ich auch Seiten interessant und empfehlenswert, die nicht direkt etwas mit den eben genannten Gebieten zu tun haben – die Ihr Euch aber trotzdem mal anschauen solltet…..

Ich freue mich, wenn Ihr diesen und weitere Beiträge in meinem Blog über Eure Kanäle teilt und weiterverbreitet. Vielen Dank!

 

Richtig versichern ist auch eine Kunst…

SocialVideo #22

Im heutigen „Video der Woche“ gibts mal wieder was aus der .garage berlin. Am 6. Mai fand in unseren Räumen ein „Gründer-Dienstag“ zum Thema „Richtig versichern ist auch eine  Kunst“ statt. Klingt jetzt nicht so richtig sexy – aber das Thema ist gerade auch für GründerInnen im Bereich der Kunst- und Kreativwirtschaft ein ganz zentrales Thema. In dem Video lernt etwas über die Arbeit der Küntlersozialkasse (KSK) – und Ihr bekommt mal wieder einen kleinen Eindruck, wie es in der .garage so zu geht…..

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!