„…. bloß nicht depressiv werden!“

Meine Kollegin Anna Schmidt hat einen großartigen Beitrag geschrieben, den ich Euch unbedingt zur Lektüre empfehlen möchte: Lockdown – macht was draus!

„Ich habe im Vergleich zu anderen nichts zu klagen. Trotzdem bin ich extrem genervt, dünnhäutig und jeden Abend heilfroh, keinen meiner lieben Mitmenschen bis in die Steinzeit beleidigt zu haben. Ich bin nicht glücklich und erlebe das sehr bewusst. Es macht mir große Sorge, was in der Welt passiert und ich schaue skeptisch in die Zukunft. Dabei erkenne ich mich selbst manchmal nicht mehr, besonders, wenn ich mir selber suggeriere „Bloß nicht depressiv werden!“. Ich behaupte immer Optimist zu sein und muss eben diesen nun recht oft suchen. Und alles zusammen nervt mich am meisten, wenn ich das eigene Selbstmitleid pflege. Die Lösung eines Problems beginnt, indem man das Problem erkennt. Ein Satz, der mich seit sehr vielen Jahren erfolgreich begleitet. Auch diesmal erkenne ich mein Problem, nur finde die Perspektive und Lösung nicht. Auf den Frühling oder den Sommer freuen reicht mir nicht mehr. Worauf dann, wenn nichts planbar ist oder alles im „Vielleicht“ schwebt?“

Danke für diesen offenen und authentischen Beitrag, liebe Anna!

Hier gehts zum ganzen Beitrag auf ihrem Blog „Bunt und farbenfroh“

wollen – können – dürfen

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Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass das Stadtteilzentrum irgendwie mit „angezogener Handbremse“ fährt. Oft dachte ich, dass wir irgendwie unter unseren Möglichkeiten bleiben und dass sich irgendwie sowas wie „Mehltau“ über einige unserer Projekte und Prozesse gelegt hat. Die wiederholte Verwendung des Wortes „irgendwie“ deutet darauf hin, dass es ein eher diffuses, schwer greifbares Gefühl, eine verschwommene Wahrnehmung war. Vor rund zwei Jahren haben wir angefangen, uns mit Unternehmenskultur und agiler Organisationsentwicklung zu befassen und Dinge zu ändern. Und schon jetzt habe ich das Gefühl, dass sich bei uns ganz schön was bewegt und verändert hat. Und wir sind noch lange nicht fertig sind. Aber im Kontext von Organisationsentwicklung ist „fertig“ sowieso kein brauchbares Konzept.

Im März 2019 haben wir angefangen uns mit Laloux und seinem Werk „Reinventing Organizations“ zu befassen. Zunächst im Arbeitsbereich Kitas unseres Vereins…. und dann nach und nach (ohne dafür explizit einen definierten Prozess aufzusetzen) auch in anderen Bereichen des Stadtteilzentrums. Viele von uns waren im Laufe der Jahre an einen Punkt gekommen, an dem sich mehr oder weniger stark das Gefühl breit machte, dass die vorhandenen Strukturen nicht mehr richtig passen für die vielen neuen Anforderungen und neuen Herausforderungen. Es gab eine relativ deutliche Diskrepanz der Wahrnehmung der Organisation zwischen der Leitungsebene und den Mitarbeitenden an der Basis. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen im Verein war relativ formal geregelt. Wir glaubten, die Abläufe und Prozesse im Stadtteilzentrum über Handbücher mit recht kleinteiligen Vorgaben, wie bestimmte Dinge abzulaufen haben, ausreichend gut gestalten zu können. Das gelang nur ansatzweise. In bestimmten Bereichen sorgten diese formalen Regelungen für Klarheit  und Sicherheit  (was immer dann, wenn es z.B. um die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen geht, nicht zu unterschätzen ist) . Aber sie prägten auch ein Verständnis einer bestimmten Unternehmenskultur, wonach „oben“ alles regelt, was „unten“ zu beachten und umzusetzen ist – verbunden mit den notwendigen Folgejobs in Bezug auf Kontrolle der Einhaltung dieser Regeln und der Frage, wie man mit „Regelverstössen“ umgeht. In meiner Wahrnehmung führte die Art und Weise, wie ich (und andere Leitungskräfte) die Organisation führten, dazu, dass wir unsere „PS“ als Stadtteilzentrum nicht wirklich „auf die Straße“ gebracht haben. Wir haben zwar sehr viele Dinge sehr gut gemacht und konnten auch viele Erfolge „einfahren“ – aber die Stimmung war oft gedämpft, die Energie im System eher gebremst, unsere einstmals „legendäre“ AG-Kultur dümpelte recht müde vor sich hin…..

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Kinderschutz ist machbar

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Doch wie fängt man es besonnen und tatsächlich zum Schutz des Kindes an? Die Erzieherin braucht hier Unterstützung und Beratung, um vorerst eigenes Verhalten und Gefühle zu reflektieren. Sind ihre Eindrücke korrekt oder übertrieben? Wie handelt sie hier richtig? Ein behutsames Gespräch mit den Eltern suchen? Das Jugendamt informieren? Fakt ist: Das Thema muss auf den Tisch.“

Lest den ganzen Beitrag aus unserer Festschrift „25 Jahre Stadtteilzentrum Steglitz e.V.“ – hier verlinkt auf den Blog meiner Kollegin Anna Schmidt aus unserer Presse- und Öfffentlichkeitsarbeit:

zum Beitrag: Kinderschutz ist machbar

 

Wann kommt das Impfangebot für Erzieher*innen?

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Wieder geht eine Woche zu Ende – und den meisten von uns im Verein steht ein entspannendes Wochenende bevor, nachdem es am letzten Wochenende ja rund um die Uhr um die Vorbereitung des Notbetriebes in den Kitas ging und auch die anderen Projekte sich auf zahlreiche neue Vorgaben und Bestimmungen einzustellen hatten.  Wir können die Wochenendpause also  alle gut gebrauchen – die Zeiten sind anstrengend und kräftezehrend und  die Arbeitssituation hat sich für alle rund 260 Kolleg*innen im Stadtteilzentrum Steglitz in letzter Zeit wieder erheblich verändert.

Da wo es möglich ist, verlegen wir die Arbeitsplätze selbstverständlich ins HomeOffice, was aber bei uns naturgemäß nur im administrativen bzw. im Verwaltungsbereich geht. Die pädagogische Arbeit lässt sich aus naheliegenden Gründen nicht ins heimische Büro verlegen. Wir, die wir im HomeOffice arbeiten können, wissen es sehr zu schätzen dass wir hierdurch das Infektionsrisiko für uns und für andere Menschen stark reduzieren können. Und es fühlt sich nicht sonderlich gut an, sich selbst in „Sicherheit“ zu wähnen, während die Kolleg*innen an der „Front“ diese Möglichkeit für sich selbst nicht in Anspruch nehmen können und daher einem höheren Risiko ausgesetzt bleiben.

Eine Untersuchung der Krankenkassen hat ergeben, dass Erzieher*innen zu den am stärksten von Corona-Infektionen betroffenen Berufsgruppen gehören. Hierzu gab es neulich auch einen sehr interessanten Bericht im rbb  (Krankenkassen: Erziehungsberufe am stärksten von Coronavirus betroffene Gruppe | rbb24 ) Vor diesem Hintergrund begrüßen und unterstützen wir den Vorstoß des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sehr, Erzieher*innen bevorzugt und schnellstmöglich ein Impfangebot zu machen.

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Neues aus der .garage

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Wie die meisten von Euch wissen, bin ich nicht „nur“ einer der Geschäftsführenden im Stadtteilzentrum Steglitz e.V., sondern auch geschäftsführender Gesellschafter der .garage berlin GmbH. Die .garage gibt es seit  2006, die ersten drei Jahre war sie Projekt im Stadtteilzentrum, bevor sie 2009 in eine eigene GmbH ausgegründet wurde. Sie versteht sich als Sozialunternehmen mit dem Ziel,  Menschen darin zu begleiten ein selbstverantwortliches Leben als Selbständige / Freiberufler*innen / Unternehmer*innen zu leben. Besondere Leidenschaft entwickeln wir bei Gründungen und der Begleitung von sinnstiftenden Unternehmen und Organisationen. Zukünftig möchte ich in meinem Geschäftsführertagebuch ab und an auch mal aus der .garage berichten. Ich vermute, Ihr seid einverstanden 😉 

Der Lockdown im letzten Jahr hat die .garage heftig getroffen. Von einem Tag auf den anderen waren unsere AVGS-finanzierten Gründungscoachings „verboten“ – und es hat eine Weile gedauert, bis wir die Erlaubnis hatten, auch Online-Coachings anzubieten und durchzuführen. Nach einigen „Vorbehalten“ und Berührungsängsten einiger Gründer*innen und einiger Coaches hat sich unser Online-Angebot aber im Laufe der Zeit gut etabliert. Mittlerweile bieten wir die Coachings und Gründungsberatungen sowohl analog als auch online, sowie in „Hybridform“ an. Corona war unser  Digitalisierungsbooster…….- und da stehen wir ja nicht allein da.

Die Zeit des Lockdowns und der pandemiebedingten Einschränkungen haben wir – ein unglaublich motiviertes und engagiertes Leitungsteam und ein Team von fantastischen Öffentlichkeitsarbeiter*innen  – genutzt, um an unserer Strategie, unseren Produkten und Angeboten und an der Weiterentwicklung unserer Unternehmensausrichtung und -kommunikation zu arbeiten. Nebenbei sind wir noch umgezogen – aus dem beschaulichen Friedenau ins anregende Neukölln. Die Arbeit des letzen Jahres hat den Spirit, die Kultur der .garage  enorm beeinflusst und positiv geprägt. Die .garage heute ist eine komplett andere als die .garage in den Jahren davor. Und auch, wenn wir die „Durststrecke“ noch nicht wirklich überwunden haben, bin ich doch mächtig stolz und ein bisschen aufgeregt wegen der Dinge, die da grad passieren.

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ab Montag Kita-Notbetrieb….. und keiner sagt Bescheid!

28 Seiten „systemrelevanz“

Vermutlich denkt Ihr nach den letzten Beiträgen in diesem Blog, dass ich ein ewig nörgelnder Miesmuffel bin. Bin ich aber gar nicht. ich rege mich nur immer wieder darüber auf, dass Verwaltung – in diesem Fall die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin –  die im Moment für alle Beteiligten schwierige Situation noch durch eine völlig inakzeptable Nicht-Kommunikation und ein sehr dürftiges Informationsverhalten zusätzlich erschwert. Jüngstes Beispiel: Kita-Notbetrieb ab Montag, den 25.1.!

Gestern Abend haben wir es ganz zufällig via Twitter erfahren. Die Berliner Kitas stellen den Betrieb ab Montag, den 25.1. von der „Notbetreuung“ in den „Notbetrieb“ um. Wesentlicher Unterschied: Betreut werden ab Montag nur noch Kinder, deren Eltern in „systemrelevanten“ Berufen arbeiten (bisher reichte die Glaubhaftmachung eines dringenden Betreuungsbedarfes) oder Kinder aus „sozial schwierigen Verhältnissen“ oder Kinder von Alleinerziehenden. Der dringende Betreuungsbedarf muss unabhängig davon auch weiterhin nachgewiesen werden. Was „systemrelevant“ ist, hat die Senatsverwaltung verlinkt – die Liste umfasst 28 DIN A 4 Seiten. Die Prüfung der Anspruchsvorausssetzungen für die Betreuung ab Anfang nächster Woche obliegt den Kitaleitungen in den jeweiligen Einrichtungen.

Wer nun aber vermutet hätte, dass die Kitas im Vorfeld – oder zumindest gleichzeitig – über Details und die die vielen offenen Fragen zum Verfahren von der Senatsverwaltung informiert worden wären, irrt gewaltig. Bis jetzt (Donnerstag mittag) liegen den Trägern keine schriftlichen Informationen der Verwaltung darüber vor, wie sie den Betrieb ab Montag organisieren sollen.

Das ganze Kommunikationsdesaster erinnert sehr an die Informationspolitik der für Kitas zuständigen Senatsverwaltung im Frühjahr 2020 – auch hier wurden neue Regelungen für die folgende Woche gern am Freitag Abend per Mail als Trägerrundschreiben verschickt. Und aus dem Chaos rund um das Thema Schulöffnungen Anfang Januar diesen Jahres scheint man bei SenBJF auch nicht viel gelernt zu haben.

Unsere Kitaleitungen warten nun also gespannt vor ihrem Rechner auf Informationen. Und wie deren Wochenende aussieht,  könnt Ihr Euch sicher gut vorstellen.

Mich würde heftig interessieren, was in den Köpfen der Kolleg*innen in der Senatsverwaltung vorgeht. Unterdessen werden wir die Eltern, die jetzt natürlich bei uns Schlange stehen (1,5 Meter Sicherheitsabstand einhaltend) gern für weitere Informationen an die Telefon-Hotline der Senatsverwaltung verweisen……….. Es ist einfach nur so unglaublich ermüdend, mit und in solchen Strukturen arbeiten zu müssen……. Für Eltern, für die Kinder, für die Träger.

im Interview: Thomas Michl: Agil die (Verwaltungs-)krise meistern….

Letzte Woche habe ich mich über das Versagen der öffentlichen Verwaltung in Zeiten der Corona-Krise ausgelassen und viel Zustimmung bekommen. Viele Menschen an vielen Orten in der Republik machen offensichtlich ganz ähnliche Erfahrungen. Und natürlich taucht die Frage auf:  Wie könnte man es besser machen? Und meine These lautet(e): Den neuen Herausforderungen kann die Verwaltung nur gerecht werden, wenn sie ihre  alten, traditionellen Arbeitsweisen und -strukturen über Bord schmeisst und zu agilen Arbeits- und Organisationsformen kommt. 

Aber geht das mit Verwaltung? In Deutschland? Und wie würde agiles Verwaltungshandeln aussehen?

Darüber habe ich mich mit Thomas Michl vom Forum Agile Verwaltung unterhalten. Seine Sichtweisen und Vorschläge sind spannend – ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt und freu mich auf Eure Kommentare!

Thomas Michl

Zur Person: Dipl.-Verwaltungswissenschaftler und MBA. Berufliche Stationen unter anderem in der Energiewirtschaft, Strategieberatung und im öffentlichen Dienst. Über 9 Jahre in einer Kommunalverwaltung im Bereich Kultur und Bürgerschaftliches Engagement tätig, eher der Wechsel in die Beratung erfolgte. Seit Juni 2018 als Management Consultant mit Schwerpunkt Agilität und Organisation (Agile Coach, Scrum Master) tätig. Schreibt über Organisation auf Toms Gedankenblog.Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstandes des Forums Agile Verwaltung e. V.

 

Mampel: Du engagierst Dich im „Forum Agile Verwaltung“. Wer genau steckt dahinter und was will dieses Forum? 

Thomas Michl: Das Forum wurde am 11. Februar 2016 in Karlsruhe aus der Taufe gehoben von sechs Verwaltungspraktikern aus der Verwaltung (Kommunale, kantonale und Bundesverwaltung) sowie aus verwaltungsorientierten Dienstleistungsunternehmen aus Deutschland und der Schweiz gegründet. Zwischenzeitlich hat der Trägerverein knapp 100 Mitglieder und einem Organisationsteam zwischen 10 und 15 Aktiven, die ehrenamtlich das ganze „Portfolio“ aus Blog, zwei Konferenzen, einem Wiki für agiles Verwaltungswissen, regelmäßigen Lean Coffees und vielem mehr organisieren.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Verwaltung für die Kultur der Agilität zu öffnen – und umgekehrt. Dazu wollen wir ein Netzwerk von Praktikern zur praktischen gegenseitigen Unterstützung werden; also ein Internet-Forum, in das man Fragen hineinrufen kann und Antworten erhält. Und ein Forum im klassischen Sinne, ein Marktplatz der Begegnungen, auf dem man sich auch physisch trifft und Erfahrungen und Standpunkte tauscht. Was uns alle seit damals verbindet, ist die Überzeugung, dass die Verwaltung – wenn es um Stabilität geht, sehr gut aufgestellt ist – aber mit ihren Strukturen sehr schnell versagt, wenn es um komplexe Themen geht. Insbesondere dann, wenn sich die Dinge auch noch sehr schnell ändern. Wir haben es damals bei unserer Gründung live und in Farbe mit der sogenannten Flüchtlingskrise erlebt, die in Wirklichkeit nichts anderes war, wie eine Verwaltungskrise und erleben es jetzt, nach einem Jahr mit COVID19 wieder.

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nachdenken über „Eigenmittel“

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Als diese Woche zwei Zuwendungsbescheide des Landes Berlins für zwei Projekte bei uns eingingen, stiess es mir mal wieder auf. Und wenn ich anfange darüber nachzudenken, muss ich aufpassen, dass ich nicht zum Rumpelstilzchen werde. Es geht um Eigenmittel, die frei-gemeinnützige Träger aufbringen müssen, wenn sie Aufgaben für die Allgemeinheit erbringen. Warum eigentlich?

Wir nehmen es in der Regel schon widerstandslos hin und selten höre ich, dass das Thema in der öffentlichen Diskussion thematisiert wird: Wenn frei-gemeinnützige Träger Aufgaben zum Wohle der Allgemeinheit übernehmen – egal ob in der Kinder- und Jugendarbeit, beim Betrieb von Kitas, in der Familien- und Stadtteilarbeit – wird von ihnen verlangt, dass sie „Eigenmittel“ einsetzen und sich mit diesen an der Gesamtfinanzierung des Projektes beteiligen. Begründet wird dies wohl mit „Subsidiaritätsprinzip“, wonach zunächst eigene Ressourcen einzusetzen sind, bevor staatliche Unterstützung geleistet wird. Im Kern finde ich das allerdings abwegig.

Stellt Euch dieses Modell mal auf andere Branchen und Wirtschaftszweige bezogen vor: bei einer Ausschreibung für den Bau einer Schnellstraße wird von der Baufirma erwartet, dass sie 20% der Baukosten selbst trägt.

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eine neue Verwaltung braucht das Land……

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Heute (14.1.21) wird Ina Deter  74 Jahre alt. Die älteren unter uns kennen von ihr vor allem den Song „Neue Männer braucht das Land“. Als ich das Lied dann heute morgen wieder mal hörte  (der Ohrwurm begleitet mich nun schon den ganzen Tag) kam mir der Gedanke, dass ich das a.)  heute zwar immer noch so unterschreiben würde und b.) dieses Land aber heute vielleicht viel dringender eine neue Verwaltung braucht. Und ich würde es am liebsten an jede Häuserwand sprühen: Eine neue Verwaltung braucht das Land!“

Die Pandemie und alle Aufgaben, die sich aus ihr ergeben, führt meiner Wahrnehmung nach zu einem Verwaltungsversagen von dramatischen Ausmaß. Mit Konsequenzen in fast allen Lebensbereichen.

Egal mit wem ich in diesen Tagen und Wochen spreche, egal, welche Nachrichtensendung ich sehe oder welche Tageszeitung ich aufschlage: Überall sind Bürger*innen, Unternehmen und Organisationen mit den Folgen eines Verwaltungshandelns konfrontiert, das eindrücklich belegt, dass es „der Verwaltung“ sehr häufig nicht gelingt, angemessen auf die Herausforderungen der akuten / aktuellen Krise zu reagieren. Sachgemäße Antworten auf neue Fragen bleibt sie oft schuldig – und was noch schlimmer ist: sie sabotiert Lösungsansätze und -strategien, die außerhalb der Verwaltung entwickelt und umgesetzt werden könnten.

Beispiele?

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Wie man mit dem Trinken aufhört

Wir müssen ja alle ständig mit irgendwas aufhören, was schlecht für uns ist, das wir aber richtig geil finden oder mit irgendwas anfangen, was mega …

Wie man mit dem Trinken aufhört