Die Geschichte von Jamie

… mal wieder ein richtig gutes Stück Arbeit aus dem KiJuNa des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. – im Rahmen der „Musischen Tage 2014“ mit Schülerinnen und Schülern des Schadow-Gymnasiums.

Im Lied geht es um Jamie F., einen Jungen, der am Verlust seiner Liebe zerbricht. Musik und Text sind während des dreitägigen Workshops entstanden. Wir sind  begeistert von dem, was die Schülerinnen und Schüler in dieser kurzen Zeit geleistet haben……

 

Video der Woche #6:

Immer montags stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden.

Heute mache ich allerdings stattdessen mal wieder hemmungslos Eigenwerbung und präsentiere einen Film, der im Kinder- und Jugendhaus Immenweg des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. entstanden ist. Mit dem Film „Die Farben des Lebens“ beteiligen sich die Jugendlichen aus der „Imme“ am Wettbewerb „99 Fire Films“. Unbedingt angucken und teilen. Danke!

Gutes einfach verbreiten…. #Leseempfehlung

Beitrag von Stefan Zollondz

„Eigentlich gilt: Wer Erfolg hat, kommt groß raus, wächst, bewegt immer mehr. Doch für viele soziale Projekte ist das einfacher gesagt als getan. Ein E-Book zeigt nun, wie Ideen Flügel bekommen – geschrieben von 56 erfahrenen Projektemachern, darunter zwei Beiträge von mir (Stefan Zollondz) , für alle, die Gutes einfach verbreiten möchten. Eine Initiative der Stiftung Bürgermut in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Schon mal von den Greeters, Deutschland summt oder den CAP-Märkten gehört? Alles drei sind gute Beispiele, wie ehemals kleine Projekte eine große Wirkung entfalten konnten. Nicht immer ist es aber so einfach, soziale Innovationen zu beflügeln. Obwohl viele bürgerschaftliche Initiativen und Vereine erfolgreich arbeiten, gelingt es wenigen, über ihre Region hinaus zu wirken. Das E-Book beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Verbreitung von guten Ideen. Es richtet sich an soziale Innovatoren, haupt- und ehrenamtliche Projektmacher, Mitarbeiter in gemeinnützigen Organisationen und Sozialunternehmen.“

H I E R  gehts zum vollständigen Artikel von Stefan Zollondz über das Buch…. und H I E R direkt zum Download.

Foto: OpenTransfer, Berlin

Foto: OpenTransfer, Berlin

GF- Tagebuch #5: 16 mal „wow“ in einer halben Stunde. Und Ihr so….?

Immer am letzten Freitag des Monats findet die Runde der Projektleiter und -leiterinnen des Stadtteilzentrums statt. Heute auch wieder. Mittlerweile immerhin 16 Menschen – wenn alle da sind. Seit einigen Monaten haben wir den Ablauf und die Struktur der Runde etwas verändert. Ging es früher eher darum, dass jede/r die wichtigsten Informationen aus seinem Projekt oder seiner Einrichtung referierte  (was bei soviel Leuten häufig zu einem absoluten Informations-Overflow führte), sind wir mittlerweile dazu übergegangen, uns auf den Austausch über gemeinsame und projektübergreifende Fragestellungen zu konzentrieren. Den notwendigen  Informationstransfer erledigen wir hauptsächlich  in unserem internen virtuellen Netzwerk  via „yammer“.

© Trueffelpix - Fotolia.com

© Trueffelpix – Fotolia.com

Nach einem kurzen Input „Wichtige Infos aus der Geschäftsstelle“ widmen wir uns in der  ersten Hälfte der zweistündigen Sitzung einem zuvor gemeinsam festgelegten Schwerpunktthema. In den den letzten Monaten waren das z.B. die Themen  „Teamkultur“ und  „Umgang mit Mobbing“. Heute ging es um den aktuellen Stand und Input durch Oliver Schmidt zum Thema „Nachhaltigkeitscheck im Stadtteilzentrum Steglitz“. Eine Stunde beschäftigen wir uns und diskutieren wir sehr intensiv zu diesem Schwerpunktthema und entwickeln im Idealfall eine gemeinsame Haltung und Sichtweise dazu. Nach diesem Teil unserer PL-Runde legen wir – getreu dem Motto „der produktivste Teil einer Tagung sind die Kaffeepausen“ –  eine vergleichsweise lange Pause ein:  20 bis 25 Minuten, die genutzt werden, sich mit den  Kolleginnen und Kollegen bei einer Tasse Kaffee oder Tee auszutauschen, zu plaudern, vereinsintern abzustimmen und für gemeinsame Aktivitäten und Vorhaben verabreden zu können.  Und nach der Pause kommt das „Highlight“ der Sitzung – unsere „Wow-Runde“!
Am Anfang wurde diese Idee von manchem Kollegen noch etwas belächelt – jetzt ist sie als Ritual nicht mehr wegzudenken. Reihum berichten die KollegInnen von Ihrem „wow“ , von ihrem größtem Erfolg, von ihrem persönlichen „Gipfelerlebnis“ des Monats. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie sich die Energie in einem Raum verändert, wenn 15 oder 16 Menschen von Ihren Erfolgserlebnissen berichten: Freude über eine gelungene und erfolgreiche Veranstaltung. Eine neue und vielversprechende Mitarbeiterin im Team. Eine neuer Kooperationspartner, an dem man schon lange dran war und der nun endlich eine  Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit unserem Verein unterschrieben hat. Ein mit einer Schülerband aufgenommener Song, der bei einer Aufführung vor mehreren hundert Menschen für Begeisterungsstürme  gesorgt hat und nun als CD „vermarktet“ werden soll. Oder der  Dank für ein tolles Feedback, das man von einem Kollegen bekommen hat.

Dieser gemeinsame Blick auf den Erfolg des anderen, der aufrichtige Applaus und die gemeinsame Freude darüber, dass der Kollege / die Kollegin etwas tolles und großes geschafft hat – das ist eine ganz besondere Dimension im Miteinander und bringt eine ganz neue Qualität und Intensität in die Zusammenarbeit. Alle, wirklich alle, gehen aus dieser Sitzung größer raus, als sie reingegangen sind. Und diese gute Energie hilft und trägt in den schwierigen Phasen des Jobs (die es auch in unserem Verein zur genüge gibt)  und schafft Vertrauen in die Tragfähigkeit der (Arbeits-) Beziehungen innerhalb unseres Vereins. Und jede/r einzelne – so  mein Eindruck – ist innerlich stolz, Teil dieses Teams zu sein. Klingt ziemlich dicke und ein bisschen pathetisch – ist aber so.

16 Mal „wow“ im Monat…. das sind im Jahr rund 200 Erfolgsberichte aus der täglichen Arbeit. Wieviel schafft Ihr in Euren Teamrunden?

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Seit November 2013 schreibe ich wöchentlich an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter  und Co.) teilt und verbreitet!

Hinschauen und Handeln bitte!

Es ist eine Zahl, die man nicht hören will. Eine Zahl, die so erschreckend, so erschütternd und so aufrüttelnd ist, dass doch eigentlich sofort alle Alarmglocken läuten sollte. In Deutschland sterben in jedem Jahr rund 160 Kinder an den Folgen der Misshandlungen, die ihnen meist die eigenen Eltern zufügen.

ein Beitrag von Jeannette Hagen

Bevor Sie weiterlesen, stellen Sie sich bitte 160 Kinder vor. 160 Kinder – Säuglinge, Kleinkinder, Jugendliche. 160 Kinder – das sind rund fünf Schulklassen. 160 Kinder, die ein Martyrium durchleiden, das jeder psychisch gesunde Mensch seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde. Und dabei muss man davon ausgehen, dass es neben diesen offiziellen Fällen noch eine weitaus höhere Dunkelziffer gibt.Als der Leiter der Rechtsmedizin der Berliner Charité, Michael Tsokos und seine Mitautorin, die Rechtsmedizinerin und Fachärztin Saskia Etzold heute vor Medienvertretern ihr Buch “Deutschland misshandelt seine Kinder” vorstellten, war das Interesse groß und auch das Medienecho direkt im Anschluss zeigt, dass es Zeit ist, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu holen. Und zwar schonungslos und offen. Denn was nützt es, wenn Teddybären und Kerzen vor Haustüren stehen, wo vorher weggesehen und ignoriert wurde.

Die Autoren nehmen in ihrem Buch kein Blatt vor den Mund. Sie schreiben von “unerträglichen Missständen” und davon, dass das Thema Kindesmisshandlung in Deutschland “kollektiv verleugnet” wird. Sie werfen den Behörden und staatlichen Institutionen Versagen vor und plädieren dafür, dass Leichen von Kindern grundsätzlich obduziert werden sollen. Man nimmt ihnen die Dringlichkeit dieses Anliegens ab, denn sie sind die, die tagtäglich mit den toten und misshandelten Kindern konfrontiert sind, während wir nur ab und an von den schlimmsten Fällen in den Zeitungen lesen.

Für die Autoren steht fest, dass offenbar die Falschen geschützt werden. Dass viel von “überforderten Eltern” gesprochen wird, nicht aber davon, was die Kinder durchmachen. Ich erinnere mich daran, dass es im Spiegel vor einigen Jahren einen Artikel gab, in dem haarklein bis ins letzte Detail das langsame und grauenvolle Sterben eines kleinen Mädchen dokumentiert war. Ich glaube, die Hölle ist ein sanftmütiger Ort gegen das, was dieses Kind durchgemacht hat.

Aber wie wir alle wissen – anklagen und auf die Zustände aufmerksam machen – das ist die eine Seite. Wichtiger ist es, dass konkrete Schritte und Maßnahmen beschlossen werden, die die Kinder schützen. Dass früher eingegriffen wird, die Strafen heraufgesetzt werden, dass wir in Deutschland endlich verstehen und auch danach handeln, dass eine Gesellschaft daran gemessen wird, wie sie mit den Schwächsten, den Wehrlosen umgeht. Da bin ich sicher, dass sich durch dieses Buch etwas bewegen wird.

“Deutschland misshandelt seine Kinder”, Michael Tsokos und  Saskia Guddat (mit Andreas Gößling) erscheint am 2. Februar 2014 im Droemer Verlag und kostet 19,99 Euro

via Hinschauen und Handeln bitte!.

Stadtteilprojekt im Wedding sucht GeschäftsführerIn / ProjektmanagerIn

Diese sehr interessante Stellenausschreibung der Kolleginnen und  Kollegen aus der Fabrik Osloer Straße e.V. in Berlin-Wedding möchte ich Euch nicht vorenthalten! Wenn ich nicht schon so viele interessante Jobs hätte, würd ich mich ja glatt selbst bewerben…  😉

Bitte auch heftig teilen (facebook, Twitter , G+ und  Co.)!

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Die Fabrik Osloer Straße e. V. ist ein Zusammenschluss sozialer Initiativen, Gruppen, Vereine sowie ein soziokulturelles Stadtteilzentrum in Mitte, gelegen im Ortsteil Gesundbrunnen im Soldiner Kiez.

Zur Förderung und Weiterentwicklung des Geländes suchen wir eine koordinierende

GeschäftsführerIn / ProjektmanagerIn mit folgenden Arbeitsschwerpunkten:

  • Bestandsaufnahme der Ressourcen und Interessen auf dem Gelände
  • Koordinierung von Projekt- und Mitgliederinteressen
  • Projektentwicklung und Akquise
  • Verwaltungsaufgaben
  • Mitarbeit an der Haushaltsplanung und Kontrolle von Budgets
  • Außendarstellung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Förderung und Unterstützung der Projekte und Vereine auf dem Gelände

Wenn Sie gerne einen seit 30 Jahren bestehenden Verein weiterentwickeln und mitgestalten wollen, Mittelakquise für Sie eine kreative Herausforderung ist, wenn Sie einen Blick für das Ganze haben und Netzwerkarbeit und Kontaktpflege schätzen, dann bewerben Sie sich bei uns bis zum 24.02.2014.

Stundenumfang: vorerst 20 Stunden.

Vergütung nach Absprache. 

Bewerbungen bitte per e-mail an:

bewerbung@fabrik-osloer-strasse.de

Tel.: 493 90 42

Ruth Ditschkowski (für den Vorstand)

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SozialLinks #5 mit Frau Gehlhaar, Crowdfunding und Pflegenot

Immer Mittwochs gibts an dieser Stelle  meine  Linkliste der Woche. Ich möchte Euch ein paar gute Projekte, Konzepte, Ideen und Anregungen aus der Welt der Sozialwirtschaft, des Social Entrepreneurship und der Förderung des UnternehmerInnentums ans Herz legen und zur Lektüre empfehlen.  Und machmal finde ich auch Seiten interessant und empfehlenswert, die nicht direkt etwas mit den eben genannten Gebieten zu tun haben – die Ihr Euch aber trotzdem mal anschauen solltet….. Für die 5. Kalenderwoche gibt es diese Links:

© frogarts - Fotolia.com

© frogarts – Fotolia.com

Seit dem ich dieses kleine Blog betreibe, lerne ich beinahe täglich  andere Blogs und Blogger kennen. Und immer wieder fasziniert mich, wie lebendig und anschaulich Themen beschrieben und bearbeitet werden, die sonst eher seltener im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Ein sehr gutes Beispiel ist das Blog pflegenot2014. Wenngleich wir alle um den Pflegenotstand und die z.T. sehr bescheidenen Arbeitsbedingungen der Krankenschwestern und -pfleger in den Krankenhäusern, Altenheimen und ambulanten Pflegediensten wissen , so wissen wir doch sehr wenig über den Alltag des Pflegepersonals, wenig bis gar nichts über das Ausmaß der Belastung und des Drucks, dem diese (meist recht schlecht bezahlten) Fachkräfte ausgesetzt sind. In dem Blog beschreiben Pfleger und Schwestern sehr authentisch und unverblümt, wie ihr Arbeitsalltag aussieht. Unglaublich spannend und lesenswert!

www.pflegenot2014.de

Mindestens genau so spannend und authentisch ist das Blog von Frau Gehlhaar. Kostprobe gefällig?  „Es gibt Menschen, die glauben, dass ich allein durch meine Erscheinung als Rollstuhlfahrerin eine Inspiration sei. Dann werde ich für alltägliche Dinge, die jeder andere normale Mensch auch einfach so tut, gelobt und gefeiert. Während meines Studiums der Sozialpädagogik und Psychologie fand es jeder wahnsinnig toll, dass ich studiere, obwohl ich genau das mache, was meine 260 Kommilitonen auch taten: Lernen, Kiffen und Prüfungen schreiben. Der U-Bahnfahrer, der mir jeden morgen die Rampe vor die Bahn legt, lobte mich erst letzte Woche zum wiederholten mal, wie stark es wäre, dass auch ich arbeiten gehe. Wenn ich feiern bin, ernte ich Sprüche, wie “Toll, dass du auch weggehst! Du inspirierst mich!” Was soll ich darauf antworten? Soll ich diese für mich komische Art von Anerkennung zurückgeben, indem ich sage: “Ich finde es auch toll, dass du feiern gehst!”?“ Unbedingt lesen!

fraugehlhaar.wordpress.com/

Eine weitere Empfehlung in dieser Woche gilt dem Kulturmanagement Blog – ein Projekt für das Christian Henner-Fehr verantwortlich zeichnet. Regelmäßig und gut verständlich werden social-media-Strategien und -konzepte vorgestellt und diskutiert – nicht nur für Akteure aus dem kulturellen Bereich eine wertvolle Quelle und Inspiration. Besonders ans Herz legen möchte ich  Euch die 3-teilige Serie „Crowdfunding in 11 Schritten!“ Für alle Gründerinnen und Gründer und alle anderen, die Finanzierungen für kulturelle und / oder soziale Projekte basteln müssen unbedingt beachtenswert!

kulturmanagement.wordpress.com/

Wenn Euch in den weiten des Internets interessante oder aufregende Seiten oder Projekte begegnen, die hier mal präsentiert und vorgestellt werden könnten, freue ich mich über einen kurzen Hinweis!

Video der Woche #5: Sozialarbeit in der Jugendhilfe

Immer montags stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden.

Nach dem es in den letzten Wochen vorwiegend um soziales Unternehmertum und social entrepreneurship gegangen ist, möchte ich Euch heute in die „Niederungen“ der all-täglichen Sozialarbeit entführen.

In dem Film „Ein heißer Job – Sozialarbeit in der Jugendhilfe“ kommen PraktikerInnen zu Wort, die sich beruflich (und möglicherweise auch aus Berufung ) um Kinder und Jugendliche kümmern und Ihnen helfen, trotz verschiedenster Benachteiligungen ihren Weg ins Erwachsenen-Leben zu finden. Nicht „spektakulär“. Nicht „innovativ“. Aber unverzichtbar.

Der Kurzfilm über Berufsbilder aus der Jugendhilfe wurde vom Jugendhilfeverbund Kinderheim Rodt – einer Dienststelle der BruderhausDiakonie – in Kooperation mit der Villa SonnenheimgGmbH, Freudenstadt produziert.

 

Umfrage mitmachen und „Das Prinzip .garage“ gewinnen…

Ein Thema, das mich seit langem umtreibt, ist die Frage, wie man Menschen, die im sozialen Bereich gründen wollen, am besten unterstützen kann. Und tief in mir schlummert die Idee einer .garage speziell für social entrepreneurs, für Menschen, die sich im Sozialbereich selbständig machen wollen. Ich bin relativ begeistert davon, die Kompetenzen und den speziellen Spirit der .garage zu nutzen und eine .garageimpact aufzubauen, die solche Gründungsprozesse begleitet und unterstützt. Denn eins ist klar: Der Sozialbereich ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden und er bietet  Gründerinnen und Gründern hervorragende Entwicklungsperspektiven. Das 11. Kapitel in dem Buch „Das Prinzip .garage“ widmet sich speziell diesem Thema.

IMG_2127Ich möchte gern von Euch (vor allem von denjenigen unter Euch, die den Sozialbereich ein bisschen kennen)  wissen: Denkt Ihr, dass eine .garage für Gründerinnen und Gründer im sozialwirtschaftlichen Bereich Sinn macht? Welche Themen müssten besonders hervorgehoben werden? Welche speziellen Fragen, die für unseren Bereich wichtig bzw. von zentraler Bedeutung sind, kommen in den „üblichen“ Projekten für ExistenzgründerInnen  eher zu kurz?

Unter allen Leserinnen und Lesern, die zu diesen Fragen hier ihre Antworten und / oder weitere Gedanken hinterlassen, verlose ich am kommenden Wochenende (1.2.) zwei  Exemplare des Buchs „Das Prinzip .garage“ von Jeannette Hagen und mir.

Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen…. usw…. Ihr kennt das  😉

Ich wäre Euch auch sehr dankbar, wenn Ihr diese kleine Umfrage auch in Euren Netzwerken tolldreist teilen würdet. Vielen Dank!

GF-Tagebuch #4: gute Unternehmer für eine gute Sache

Zu den größten Vorzügen meines Jobs gehört es, dass ich andauernd tolle und interessante Leute kennenlerne. Ich find es toll, wenn ich z.B. am Rande des gestrigen Neujahrsempfangs der SPD Steglitz-Zehlendorf  ein bisschen mit dem SPD – Landesvorsitzenden über das Konzept der „Kooperenz“ fachsimpeln kann- und wir feststellen, dass sich der soziale Dienstleistungsbereich  und das Innenleben einer Partei – was das Spannungsverhältnis von Kooperation und Konkurrenz und den Umgang damit angeht ….. –  über weite Strecke gar nicht so sehr unterscheiden. Ich kann mit Entscheidungsträgern und RepräsentantInnen anderer Verbände, Vereine und Organisationen ein wenig plaudern und den Grundstein für zukünftigen Austausch und gemeinsame Aktivitäten legen.

Immer wieder finde ich es anregend und inspirierend etwas aus dem Alltag und der Arbeit anderer interessanter Menschen zu erfahren. Und manchmal ist es einfach nur wohltuend im Gespräch zu hören, dass man mit bestimmten Themen und Herausforderungen nicht allein da steht. Es hilft zwar keinem, aber ich finde es irgendwie trotzdem schön zu wissen, dass mich mit dem Kollegen vom Diakonischen Werk ein ähnliches Schicksal verbindet: Nach dem Empfang werden wir uns beide noch an unsere Schreibtische setzen und noch mindestens  ´ne Stunde E-Mails abarbeiten…..

im Gespräch mit Karen Wohlert und Scott Bolden

im Gespräch mit Karen Wohlert und Scott Bolden

Der Höhepunkt, was die Begegnung mit inspirierenden Menschen angeht, war allerdings ein Treffen mit zwei Gründern am Montag in der .garage…. Karen Wohlert und Scott Bolden waren am Montag nach einem wichtigen Bankgespräch bei uns, um über den aktuellen Stand ihres Projektes zu berichten. Die beiden sind schon seit einiger Zeit mit der .garage verbunden und nutzen das umfangreiche Beratungs- und Coachingangebot unseres Unternehmens. Und  dass Sie ein ziemlich gutes Projekt machen, hatte sich innerhalb der .garage und  weit darüber hinaus auch schon lange rumgesprochen. Aber die persönliche Begegnung mit den beiden hat mich doch sehr berührt – im besseren Sinne des Wortes.

 

Eine wunderbare Verbindung von „Unternehmer-Denke“ und sozialem Engagement

Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich ein glühender Anhänger der „Nachbarschaftsheimbewegung“ bin. Ich habe großen Respekt vor der historischen Leistung früherer  KollegInnen-Generationen: Von Toynbee-Hall in London 1884, über das erste  „Volksheim“ 1901 in Hamburg, dem alliierten Nachbarschaftsheimplan von 1944 und der Gründung der Berliner Nachbarschaftsheime in der Nachkriegs-Ära … bis heute: Immer waren es die Nachbarschaftshäuser, Bürgerzentren, Stadtteilzentren, von denen die wesentlichen Impulse für ein soziales Gemeinwesen und ein friedliches Miteinander der verschiedenen Menschen im Stadtteil ausgingen. Die Verbindung von sozialen und kulturellen Projekten und Angeboten und die Vielfalt der Möglichkeiten, sich selbst einzubringen, sich zu engagieren und zu beteiligen ist dabei das besondere Alleinstellungsmerkmal der Stadtteil- und Nachbarschaftszentren. Karen und Scott nehmen diese Tradition – bewusst oder unbewusst – auf und entwickeln mit dem „Baumhaus Berlin“ mitten im Wedding einen ganz neuen Typus von Stadtteil-, Kultur- und Kommunikationszentrum. Sie selbst beschreiben es so: „Das Baumhaus ist ein kollaboratives Projekt von Nachbarn und lokalen & internationalen Künstlern für ein öffentliches Baumhaus in Berlin Wedding. Wir haben uns alle gefragt: “Was kann ich tun, um die Welt zu verbessern?”.Unsere Antwort ist, lokal zu handeln und dieses Jahr gemeinsam einen öffentlichen Raum zu bauen. Einen Ort, der Leute inspiriert sich zu treffen, miteinander zu kommunizieren und Teil der wachsenden Kultur des Engagements und der Kooperation zu werden.“ Und wenn die beiden anfangen zu erzählen und sie mit leuchtenden Augen und leidenschaftlich ihre Vision beschreiben – dann geht mir das Herz auf. Und ganz nebenbei: Ich habe noch niemals nie zuvor einen so guten Businessplan gesehen (und ich habe viele gesehen) – und ich wüsste spontan kein besseres Beispiel für die gelungene Kombination von „Unternehmer-Denke“ und sozialem und kulturellem Engagement. Es klingt pathetisch, ich weiss…. aber: die beiden haben es geschafft, die altehrwürdige Tradition und die „Lebensidee“ der Nachbarschaftbewegung ins 21. Jahrhundert zu übersetzen.

Ich freue mich, dass die beiden mich gefragt haben, ob ich sie auf dem weiteren Gründungsweg ein Stück begleiten und sie partnerschaftlich unterstützen möchte. Es ist mir eine Ehre….. !

Wenn Ihr mehr wissen wollt (und den Link der Woche #4 übersehen habt) einfach mal www.baumhausberlin.de anklicken!

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Seit November 2013 schreibe ich wöchentlich an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter  und Co.) teilt und verbreitet!