Wie man mit dem Trinken aufhört

Wir müssen ja alle ständig mit irgendwas aufhören, was schlecht für uns ist, das wir aber richtig geil finden oder mit irgendwas anfangen, was mega …

Wie man mit dem Trinken aufhört

 

Schöne Weihnachten Euch allen!

Vielleicht geht dir
in der Mitte der Nacht ein Licht auf
vielleicht ahnst du plötzlich
dass Frieden auf Erden denkbar ist

vielleicht erfährst du schmerzhaft
dass du Altes zurücklassen musst

vielleicht spürst du
dass sich etwas verändern wird

vielleicht wirst du aufgefordert
aufzustehen und aufzubrechen

schweige und höre
sammle Kräfte und brich auf
damit du den Ort findest
wo neues Leben möglich ist.

( Max Feigenwinter)

Ich wünsche Euch  allen ein schönes und entspanntes Weihnachtsfest. Geniesst die Tage. Bleibt heiter und gelassen – und vor allem gesund! 

Die Schande von Moria

Ich bin wirklich hart im Nehmen. Aber wenn ich die Bilder vom Flüchtlingslager Moria auf Lesbos sehe, treibt es mir die Tränen in die Augen. Es ist eine Schande für Deutschland, für Europa, für die ganze Welt, dass den Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen zusammengepfercht sind, nicht geholfen wird. Und Hilfe wäre so einfach zu machen, wenn man denn wollte. 

Blogger-Kollege Wilhelm hat dazu mal was aufgeschrieben. Und ich möchte Euch seinen sehr persönlichen Beitrag zur Lektüre empfehlen:

ein Auszug:

„Unmenschliche Zustände also nach wie vor – und ein deutliches Zeichen, dass sich nichts, aber auch rein gar nichts geändert hat, seit die Welle der Empörung vor drei Monaten durch unser Land gerollt und schnell wieder abgeebt ist. (Und ich bin mir nicht mal sicher, ob die damals zugesagte Zahl von ein paar tausend Menschen inzwischen aufgenommen wurde, die Deutschland seinerzeit übernehmen wollte)

Müssig in dem Zusammenhang zu erwähnen, dass (auch, wenn wetterbedingt gerade sehr wenig Menschen auf dem Mittelmeer unterwegs sind) beinahe alle Rettungschiffe der NGO’s immer noch an der Leine liegen und die Häfen in Italien und Griechenland  aus fadenscheinigen Gründen nicht verlassen dürfen..
Es ertrinken also weiter Menschen, weil Europa das so will.“

Hier gehst zum vollständigen Beitrag

bye bye facebook…..

Image by kalhh from Pixabay

Gestern habe ich – nach einer relativ langen Ambivalenzphase – mein persönliches facebook-Profil zum Löschen angemeldet. Irgendwann Mitte Januar  sollte es dann tatsachlich verschwunden sein. An sich ist das keine große Sache – und doch beschäftigt mich dieser Schritt merkwürdigerweise auf der emotionalen Ebene. Ist das Trauer? Ist das Angst, nicht mehr gesehen zu werden? Die Befürchtung, meine „Freunde“ könnten mich vergessen? Ja. Alles das. Und natürlich noch einiges mehr.

Facebook hat mich in meinen Social-Media-Anfangszeiten aufs Schwerste begeistert. Ich konnte mit vielen Leuten in Kontakt bleiben, die sich im Laufe der Zeit physisch und psychisch entfernt hatten. Ich habe alte Freund*innen aus Schul- und Jugendjahren wiedergefunden. Ich habe tolle neue Leute kennengelernt (teilweise in der Folge dann auch im „echten Leben“). Ich habe eine Plattform gefunden, die es mir ermöglichte meine innere „Rampensau“, mein Geltungsdrang und mein Bedürfnis nach Anerkennung hemmungslos auszuleben. Egal, was ich gerade gemacht habe – langweilige Hausarbeit, Treffen mit Leuten, arbeiten am Schreibtisch, einnicken in Sitzungen, Standspaziergänge im Urlaub – meine facebook-Kumpel*innen waren immer dabei und über fast jeden Schritt bestens informiert. Und es gab sooooooviele anerkennende Likes, Kommentare, Wertschätzung. Erst viel später habe ich begonnen zu verstehen, dass meine Bedürfnisse nach „gesehen werden“, nach Gemeinschaft, nach freundschaftlicher Verbundenheit zwar vollkommen in Ordnung sind – aber von facebook nicht erfüllt werden können. Im Gegenteil.

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Zoonosen und Covid-19: Was ist davon zu halten?

Image by Pete Linforth from Pixabay

Jonathan Safran Foer behauptet in seinem Buch „Tiere essen“ , dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Massentierhaltung (also dem Fleischkonsum der allermeisten Menschen)  und dem Ausbruch und der Häufigkeit bzw. Ausbreitung von weltweiten virenbedingten Krankheitsausbrüchen (Pandemien) gibt. Laut Tierschutzorganisation Peta sollen 75%  aller neu auftretenden Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen übertragen worden sein (diese nennt man Zoonosen) Tendenz steigend . Peta behauptet – u.a. gestützt auf einen Bericht des  wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Jahr 2015, dass diese Entwicklung insgesamt pandemische Ereignisse begünstigt und beschleunigt:

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statt eines Eintrages im GF-Tagebuch……

Ich habe seit Mai 2020 nur wenige  Beiträge hier in meinem Geschäftsführer-Tagebuch veröffentlicht. Ich habe die Frage für mich noch nicht abschliessend geklärt, wieviel „internes“ aus dem Stadtteilzentrum darf / soll hier öffentlich werden, was soll / muss intern mit den Kolleg*innen kommuniziert und diskutiert werden? Mein GF-Kollege Kristoffer Baumann (seit Juli 2020 mit mir zusammen in der Geschäftsführung unserer Organisation tätig) und ich haben daher in diesem Jahr angefangen ein SzS-internes Geschäftsführungs-Logbuch zu führen. Wöchentlich informieren wir die Mitarbeitenden über aktuelle Themen, Projekte, Probleme und Entwicklungen und laden zur Diskussion ein. Das läuft gut an!

Damit Ihr aber trotzdem wisst, was in diesem Jahr im Stadtteilzentrum Steglitz los war und womit wir uns beschäftigt haben, zitiere ich heute – ausnahmsweise – mal aus einem Post, den wir am Freitag in unserem internen Mitarbeitenden- Netzwerk veröffentlicht haben 🙂

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Werte und Zwickmühlen

In meinem alltäglichen Handeln bemühe ich mich, mich an meinen Werten und Prinzipien zu orientieren (was mir mal besser und mal schlechter gelingt) und an diesen meine Entscheidungen und mein Verhalten auszurichten. Was aber, wenn man in einer „Zwickmühle“ gefangen ist und man  egal wie man entscheidet, mit dieser Entscheidung auf jeden Fall gegen einen dieser Werte verstösst? Kompliziert. 

Vor ein paar Tagen habe ich bei Twitter gefragt:

Ich war heftig überrascht und sehr erfreut über die vielen Reaktionen, Antworten und Tipps. (Die könnt Ihr alle nachlesen, wenn Ihr mein Twitterprofil durchscrollt . Erst im Nachhinein ist mir bewusst geworden, dass der Begriff „Teufelskreis“  eigentlich nicht richtig passt für das Problem, das ich im Hinterkopf hatte / habe. „Zwickmühle“ trifft es  besser. Und daher möchte ich die Frage hier im Blog nochmal stellen und hoffe nochmal auf Eure Ratschläge und Erfahrungsberichte…….

Warum „Zwickmühle“? Hierfür möchte ich kurz den Wikipedia-Beitrag zu diesem „Phänomen“ zitieren:

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Corona – und die Sache mit der Eigenverantwortung

#umdenken

Das RKI meldete heute (11.12.2020) knapp 30.000 Covid-19-Neuinfektionen und fast 600 Tote innerhalb eines Tages. Die Politik möchte bis Weihnachten warten, um danach einen komplett-Lock-Down in Kraft zu setzen. Und viele Leute in meinem Umfeld sind unzufrieden, weil sie glauben, dass dieser Schritt zu spät kommt. Und gehen dann erstmal zum Weihnachtsshopping…… 

Die Lage unserer Geschäftstelle in der Nähe einer großen Berliner Einkaufsstraße bringt es mit sich, dass ich jeden Tag sehe, wie Menschen mit der aktuellen Corona-Situation umgehen: Volle Gehwege, lange Schlangen vor den Kassen der Kaufhäuser. Buntes Treiben vor den wenigen Glühwein- und Bratwurstständen. Menschen über Menschen – von Kontaktbeschränkung und Zurückhaltung wenig zu sehen. Gleichzeitig höre ich immer wieder, dass die Menschen Politik dafür kritisieren, dass der „Lock-Down-light“ nicht früher zu  einen „richtigen“ Lock-Down verschärft wurde, dass Politik die Situation falsch eingeschätzt habe und deshalb Schuld an der dramatischen Entwicklung der Infektionszahlen sei. Ich komme ins grübeln……

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Widersprüche beim bloggen……!?!

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Ich würde gern bessere Blogbeiträge schreiben. Ich würde gern mehr über reale Probleme in meiner Rolle als Geschäftsführer  schreiben, offener über Konflikte in der Zusammenarbeit mit Institutionen und Verwaltungen berichten, authentisch  die widersprüchliche Wahrnehmung der Dinge, die uns umgeben dokumentieren und mal so richtig über Leute meckern, die mir / uns das Leben schwer machen. Und über die Probleme, die mich jeden Tag beschäftigen. Meine „Schere im Kopf“ verhindert das.

Zu oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass dieser Blog auch von Menschen gelesen wird, die es mit mir und / oder dem Stadtteilzentrum alles andere als gut meinen und die nach jeder Gelegenheit suchen, mir / uns mal so richtig einen mitzugeben. Ich denke da u.a. an Anfragen der AFD im Abgeordnetenhaus von Berlin, in denen aus einem ganz alten (privaten) Blogbeitrag aus meinem GF-Tagebuch aus dem Jahre 2012 zitiert wird, um mir und dem Stadtteilzentrum irgendwelche „Verfehlungen“ nachzuweisen. Und die AFD in Steglitz-Zehlendorf zitierte auch gern mal aus meinem Blog und wollte beispielsweise in einer BVV-Anfrage wissen, was das Bezirksamt bzw. die Bezirksbürgermeisterin davon hält, was ich da so für Positionen vertrete. Kannste dir nicht ausdenken….

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work & life….. und die Sache mit der Balance

Vor sechs Jahren habe ich hier im Blog einen Beitrag geschrieben mit dem Titel „verschont mich bitte mit „Work-Life-Balance“. Ich habe seinerzeit geschrieben: „Und das Konzept der „Work-Life-Balance“ habe ich nie verstanden: Warum soll ich „Arbeit“ und „Leben“ als zwei voneinander getrennte Bereiche betrachten? Wieso stehen sich „Arbeit“ und „Leben“ als Gegensatzpaar gegenüber und müssen ins Gleichgewicht, in „Balance“ gebracht werden?

Ich liebe mein Leben. Und meine Arbeit gehört dazu. Meine Arbeit ist ein wichtiger, ein wertvoller, ein sinn-gebender, ein (nicht unbedingt im materiellen Sinne 😉 )  bereichernder Bestandteil meines ganzen Seins…. “

Sechs Jahre und eine Pandemie (die ich gefühlt vor allem im Krisenmodus verbracht habe) später, bin ich mal wieder an einem Punkt, wo ich mir angucke, ob Arbeit und der Rest des Lebens in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Bei mir – und bei vielen anderen sehr engagierten Menschen in meinem Umfeld – dominiert die Arbeit das Leben sehr deutlich. Möglicherweise ist das im sozialen Bereich auch besonders häufig der Fall – denn die Themen, mit denen wir uns professionell befassen sind von der Sache her „nie fertig“ und haben i.d.R. kein „natürliches Ende“. Wäre ich Friseur oder Metzger würde ich um 19 Uhr den Laden saubermachen und abschliessen. Feierabend. Soziale Arbeit funktioniert so nicht. Nicht mal in meiner Geschäftsführungsrolle. Der Alltag in einer sozialen Organisationen  ist ausgesprochen dynamisch, häufig schwer planbar, geprägt von vielen Dingen, die getrost als „unvorhersehbar“ bezeichnet werden können. Und diese Grundstruktur hat sich in der Pandemie nochmal heftig verstärkt. (Meine hier veröffentlichen Corona-Tagebuch-Einträge haben das ja ganz anschaulich beschrieben). Diese Dauerbeschäftigung mit beruflichen Themen stört mich meistens nicht. Das Gute an der Arbeit im Sozialbereich ist das gute Gefühl, das sich aus dem Bewusstsein speist, etwas sinnvolles, sinnstiftendes zu tun. Ich kann jeden Tag einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Welt ein bisschen besser zu machen. Dieses Sinnerlebnis spendet Energie und häufig erlebe ich mich als sehr selbstwirksam. Aber: Immer häufiger komme ich mir auch vor, wie Sisyphos – immer aktiv, nie fertig. Irgendwie gefangen in einer Zeitschleife, in der ich immer wieder die gleichen Runden drehe, die gleichen Erfahrungen mache – das Murmeltier lässt grüßen. Und immer dann habe ich das Gefühl, ich muss was „grundsätzliches“ ändern. Wenn ich dann noch höre, dass ein guter Bekannter (in meinem Alter) grad einen Herzinfarkt hatte, gehen bei mir dann auch ein paar Alarmglocken an. Und dann kommen die Fragen: Muss ich mehr für Ausgleich sorgen? Stimmt das vielleicht doch mit der Work-Life-Balance? Muss ich berufliches und privates Leben vielleicht doch konsequent trennen?

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