Klausurtagung 2013

Am Donnerstag  ist es wieder soweit: Wir starten mit der jährlichen Klausurtagung zum Thema „Jahreszielplanung 2014“ mit 20 Leitungsmitarbeiter*innen aus dem Stadteilzentrum Steglitz e.V. . Die Tagung geht bis Samstag. Die Tage sind immer ausgesprochen arbeitsintensiv und insofern duchaus auch anstrengend …Aber sie sind auch immer (!) sehr sehr inspirierend und motivierend. Es ist tatsächlich ungeheuer spannend zu sehen, wieviel kreative und produktive Energie freigesetzt wird, wenn man sich für ein paar Tage dem Alltagsgeschäft entzieht und sich Zeit nimmt, den Kompass neu zu justieren.

In einem älteren Beitrag habe ich schon mal beschrieben, was wir da jedes Jahr drei Tage lang machen (und warum wir das so tun, wie wir das tun…):

Einmal im Jahr (in der Regel im November) kommen alle Projektleiter(innen), unsere Arbeitsbereichsleiter, Mitglieder unseres ehrenamtlichen Vorstandes und ich (als Geschäftsführer des SzS) zu einem Klausurwochenende zusammen. Wir treffen uns außerhalb Berlins in einem netten Hotel und haben Zeit und Ruhe für Planung und Neu-Ausrichtung – oder um es mit David Allen (dem Autor von “Wie ich die Dinge geregelt bekomme” ) zu sagen: Wir verändern die Flughöhe…………… Wir verlassen die Ebene der Alltags- und Projektarbeit und schauen und von einer höheren Warte aus, die Ergebnisse, die Entwicklungen und die Perspektiven unserer Arbeit an.

Hierzu stellen wir uns zunächst die Frage nach aktuellen Chancen und Risiken in der Entwicklung unseres Arbeitsfeldes. Wir tun das mit Blick auf unsere Erfolge (Wie können wir Erfolgserfahrungen wiederholen?) und wir tun dies mit Blick auf unsere „Mißerfolge“ und fragen nach dem „wirksamen Mangel“ in den unterschiedlichen Bereichen unserer Arbeit.

Hierbei gehen wir sehr strukturiert vor: Jede/r analysiert Chancen und Risiken seines Projektes / seiner Einrichtung in den Bereichen

1 Mitarbeiter
2 Produkte / Angebote / Dienstleistungen
3 Kundennutzen
4 Organisation & Planung
5 Öffentlichkeitsarbeit & Vertrieb
6 Beschaffung / Einkauf / Finanzen
7 Investitionen
8 Vertrauliches / Persönliches

Aus den Ergebnissen werden dann Jahreszielpläne formuliert, die zwischen Projekt-/Arbeitsbereichsleitung und Geschäftsführung besprochen und dann verbindlich vereinbart werden.

Auf der Grundlage der vereinbarten Jahreszielpläne erarbeiten die Projekt- und Arbeitsbereichsleiter jeweils monatlich – um den 20. herum – eine Monatszielplanung bzw. die Vorgehensplanung zum Jahreszielplan. Für den Ablauf dieser Gespräche nutzen wir die „Monatszielplanfragen“ von HelfRecht als Orientierung:

1. Habe ich die Monatsziele meines Arbeitsbereichs / Projekts erreicht / nicht erreicht (Gründe) / überschritten (Gründe)?
2. Werde ich nach dem jetzigen Stand die Jahresziele meines Arbeitsbereiches / Projektes erreichen / nicht erreichen (Gründe) / überschreiten (Gründe)?
3. Welche Teilziele (Liste) meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat ergeben sich aus dem Jahreszielplan ?
4. Welche Maßnahmen werde ich durchführen, um die Ziele meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat zu erreichen ?
Wen brauche ich intern/extern, um die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu meistern?
Welche Mittel (Geld, Ausstattung, Unterlagen) sind hierzu nötig?
5. Welche Möglichkeiten der Kostenersparnis gibt es in meinem Arbeitsbereich / meinem Projekt?
6. Wie kann ich die Öffentlichkeitsarbeit unseres Vereins unterstützen? Wie kann ich zum guten Ruf des Vereins beitragen?
7. Welche Einzelgespräche plane ich in diesem Monat (Mitarbeiter, Kunden, Vorgesetzte, Koop.-Partner)?
8. Wann sehe ich meine Liste der Ideen durch und verwerte sie?
9. Was nehme ich in die Liste meiner Erfolge auf?

Auf diese Weise gelingt es uns recht gut, die alltägliche Arbeit in den Projekten und Einrichtungen zu steuern ohne Gefahr zu laufen, die mittel- und längerfristigen Ziele des Vereins aus dem Blick zu verlieren. Wir schaffen uns einen sehr verbindlichen Rahmen für die tägliche Arbeit, sichern den Projekt- und Einrichtungsleitern aber innerhalb dieses Rahmens ein Höchstmaß an Handlungsfreiheit und Entscheidungskompetenz.

Die Steuerung des gesamten Vereins ist auf diese Weise gut handhabbar –ich kann als Geschäftsführer den Überblick über die Richtung und Entwicklung der alltäglichen Arbeit behalten – ohne Gefahr zu laufen, mich zu sehr in Alltagsangelegenheiten zu verlieren.“

In einem kleinen Video hat Jörg Backes, Projektleiter des Kinder- und Jugendhauses Immenweg, ein paar Eindrücke aus der Klausurtagung des letzten Jahres zusammengetragen und festgehalten.

Klausurtagung 2012

Ich vermute, Ihr wisst jetzt, warum ich mich auf diese drei Tage riesig freue…….

Danke !

Das war heute ein schöner Tag. Im zweiten Jahr hintereinander hat ein Team des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. an einer Lauf-Staffel teilgenommen. 2012 war es die 5×5 km -Staffel der Berliner Wasserbetriebe, heute die Marathon-Staffel auf dem Tempelhofer Feld. Sportlich verstärkt  wurde unser  Laufteam von einem Kollegen aus der .garage berlin.

Was ich mal loswerden möchte und muss: Ich finde es vollkommen klasse, dass wir so tolle Leute in unserem Verein haben, die sich sportlich auf den Weg machen und  die sich  ausserhalb ihrer eigentlichen Arbeit in den Dienst des Teams stellen. Ich finde es ausgesprochen angenehm, dass es da innerhalb des SzS keinerlei Berührungsängste gibt: Kollegen aus der Ganztagsbetreuung an einer Schule zusammen mit der Verwaltungsleiterin und dem Geschäftsführer und dem Projektassistenten aus der .garage. Eine bunte Mischung – auch altersmäßig. Und was auch total klasse ist: Wir haben immer eine treue Fan- und Unterstützertruppe am Start. Auch heute wurden wir wieder kräftig angefeuert und motiviert von Kolleg*innen, die ihren Sonntag bei uns an der Laufstrecke verbracht haben.

Und „draussen“ an den Computern liken und kommentieren andere Kolleg*innen unser tolles Team-Ergebnis (mit einer Laufzeit von 3 Stunden und 58 Minuten haben wir unser Ziel „unter 4 Stunden“ perfekt umgesetzt….).

Ich möchte Euch allen für den Support  und die angenehme und wertschätzende Begleitung und Kommentierung dieses Tages sehr sehr herzlich danken. An solchen Tagen wie heute fühle ich ganz besonders „zuhause“ im Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

 

DANKE!

Mampel mit letzter Kraft beim Zieleinlauf…. 😉

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Wechselbäder

Das Wechselbad ist laut Wikipedia „eine physikalische Therapieform, bei der durch den Wechsel von kaltem und warmen Bädern Spannungszustände des vegetativen Nervensystems aufgehoben und das Herz- und Kreislaufsystem trainiert werden sollen.“

Wenn das auch im übertragenen Sinne stimmt, dann habe ich eine sehr gesunde Woche hinter mir: Angenehme aber auch anstrengende Mitarbeiter*innen-Gespräche am Montag (= warm/kalt im schnellen Wechsel) , offene Redaktionssitzung des jugendhilfe-bewegt-berlin-Blogs mit Schülerinnen und Schüler eines Zehlendorfer Gymnasiums  – Pubertät ist, wenn die Sozialarbeiter anstrengend werden 😉 – am Dienstag vormittag (= warm) . Nachmittags dann Meeting im Rathaus Zehlendorf, in dessen Rahmen uns verkündet wurde, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft kein Geld mehr hat, um die von uns in diesem Schuljahr an der 10.ISS erbrachten Leistungen zu bezahlen (= eiskalt) . Drumherum viele kleine und große Termine, mehr oder weniger wichtige Besprechungen (in deren lauwarmen Verlauf manchmal Wechselbad-Gefühle im 10-Minuten Takt kommen und gehen…).

Absoluter Höhepunkt war – neben dem Auftritt bei „Baumann & Friends“ ( = sehr sehr warm) am Freitag Abend im Grüezi – natürlich die Präsentation des eBooks „Das Prinzip .garage“ (= kochend heiss) , das ich zusammen mit Jeannette Hagen geschrieben habe und das am Freitag im Rahmen der .garage-Gründerwoche offiziell vorgestellt wurde. In dem Buch stellen wir 11 Gründungsgeschichten vor. Darunter einige Gründerinnen und Gründer aus den .garagen in Berlin, Dortmund und Hamburg. Aber auch Gründungen, die – ohne Unterstützung des Gründungs- und Unternehmerzentrums .garage – ihren Weg gemacht haben und als Beispiel,  Mutmacher  und Inspiration für andere dienen können und sollen.

Präsentation "Das Prinzip .garage"

Präsentation „Das Prinzip .garage“

Dr. Andreas Lutz („Mr. Gründungszuschuss“) hat hierfür hervorragende, weil treffende, Worte in seinem Vorwort zu unserem Buch gefunden: „Die große Mehrzahl der in Deutschland gegründeten Unternehmen sind keine Internet-Startups, beschäftigen nicht nach wenigen Monaten schon eine große Zahl von Mitarbeitern und erfordern auch gar keine gewaltigen Investitionen. Zum allergrößten Teil sind es Einzelunternehmer und kleine Teams, die zunächst einmal einen Arbeitsplatz für sich selbst schaffen wollen und dann im weiteren Verlauf, vielleicht, für weitere Mitarbeiter. Es geht hier also nicht um vom Glück begünstigte Unternehmer, die ihren in diesem Ausmaß mehr oder minder zufälligen Erfolg nachträglich durch ihre Persönlichkeitseigenschaften oder einzelne riskante Entscheidungen zu erklären versuchen. Von solchen success stories kann man in Wahrheit wenig lernen. Sehr viel mehr lernen kann man von ganz normalen Menschen. Von denen, die den Unternehmer in sich – oft während einer Phase der Arbeitslosigkeit – erst entdecken, die ihre zunächst nicht selten recht blauäugigen Geschäftsideen in Gesprächen mit Beratern und potenziellen Kunden zurecht schleifen, die sich die Finanzierung durch einen Kredit erst erkämpfen oder ihre Aversion gegen die für Unternehmer alltägliche Bürokratie überwinden müssen. Auch wenn die Selbständigkeit nicht in allen Fällen erfolgreich ist – die allermeisten Gründer entdecken im Verlauf dieses Prozesses ungeahnte Kräfte in sich, entwickeln ein ganz neues Selbstbewusstsein, Fachwissen und Vertrauen in die eigene Urteilskraft.“

Ich hoffe sehr, dass Ihr von diesem Buch genau so begeistert sein werdet, wie die, die schon mal reingucken durften oder die bei der Lesung dabei waren. Ab nächste Woche ist das eBook im Book-Store Eures Vertrauens käuflich zu erwerben ( = heiss)

Am Samstag  heisst es nun, sich von dieser teils niederschmetternden (= eiskalten) und euphorisierenden ( = kochend heissen) Wechselbadwoche zu erholen. Zu jeder guten Therapie gehört schliesslich auch eine angemessene Regenerationsphase. Und die werde ich nutzen – bevor es am Sonntag dann weiter geht mit Siegen und Niederlagen und ganz persönlichen Triumphen bei der „Berliner Marathon Staffel“ auf dem Tempelhofer Feld und bei dem ich mit der Startnummer 939 das Staffel-Team des Stadtteilzentrum Steglitz auf eine harte Geduldsprobe stellen werde 😉

Lampenfieber

Heute um 14.00 Uhr wird das eBook, das ich zusammen mit Jeannette Hagen geschrieben habe, öffentlich vorgestellt und präsentiert. Wir stellen 10+1 Gründergeschichten aus Deutschland vor. Darunter auch viele .garage-Gründungen aus Berlin, Dortmund und Hamburg. In dem „+1“-Kapitel geht es auch um mich, die Gründung des Stadtteilzentrums Steglitz, um die Besonderheiten von Gründungen im Sozialbereich und um social entrepreneuship.  In der nächsten Woche könnt Ihr das dann im Book-Store Eures Vertrauens für € 7.99 käuflich erwerben. Ich habe richtig ein bisschen Lampenfieber….. und bin  sehr gespannt, wie das Werk ankommt.

cover

Zu Entspannung nach  dieser Präsentation gebe ich mir abends dann noch einen Auftritt bei „Baumann & Friends“  im „Grüezi“. Ich darf  sogar ein Lied singen (was meine Musikerkollegen sonst immer geschickt zu verhindern wissen….)

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Lampenfieber liebe? 😉

Geld

„Geld hat man – oder hat man nicht…“ sagt der Volksmund. Ich habe es gerade nicht – sollte es aber haben.

Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. (SzS) hat viele Projekte und in den allermeisten Fällen funktionieren die administrativen Abläufe reibungslos. Die Verfahren sind erprobt und eingespielt, Störungen werden sofort bearbeitet. Freie Träger (wie das SzS) werden mit der Durchführung von Aufgaben betraut und erhalten dafür Geld vom Auftraggeber – bei uns i.d.R. vom  Bezirksamt oder einer Senatsverwaltung. Der Preis für eine Leistung ist entweder zentral und berlinweit festgesetzt (so z.B. in der Kita- oder Hortbetreuung) oder wird zwischen freiem Träger und Amt vertraglich vereinbart (z.B. für den Betrieb einer Jugendfreizeiteinrichtung). Über die entsprechenden Vereinbarungen wird also Art und Umfang der Leistung und die Erstattung der Kosten verbindlich für beide Seiten geregelt.

In  dieser hier beschriebenen Logik ist der Betrieb der Ganztagsbetreuung an einer Integrierten Sekundarschule (ISS) hier im Bezirk geregelt: Das SzS erbringt die Leistung und erhält – so steht es in diesem Falle in der Leistungsvereinbarung, die wir im Juni 2013 mit der Senatsverwaltung abgeschlossen haben –  monatlich rund 25.000,-. Eigentlich. Denn das Problem ist: Das Land Berlin zahlt nicht. Rund 100.000.- € sind für die Monate August bis November offen – Geld, das wir verauslagt haben um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bezahlen, die die Arbeit in der ISS machen. Lapidare Aussage der zuständigen Mitarbeiterin bei einer Besprechung im Rathaus am gestrigen Nachmittag: : „Wir haben kein Geld und können unserer Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen.“ Man würde beim Finanzsenator einen „Nachtrag“ beantragen – wie lange das dauern wird sei vollkommen unklar….. „Halten Sie durch“. Diese fröhliche Unbekümmertheit, mit der sich Mitarbeiter*innen ihrer  Verantwortung entziehen macht mich fassungslos. Und ratlos.

Würde ein privates Unternehmen oder eine Privatperson  so mit seinen Zahlungsverpflichtungen umgehen wie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in diesem Fall  (und einem weiteren Fall eines anderen Trägers an einer anderen Schule in unserem Bezirk, wo es „nur“ um 50.000.- € geht) ständen schon Gerichtsvollzieher in Polizeibegleitung vor der Tür……und der entsprechende Mensch hätte einen fetten Schufa-Eintrag am Hacken. Aber was macht man eigentlich, wenn „Vater Staat“ nicht zahlt?

Ziele

Wer ab und zu in meinem Blog herumstöbert und meine Beiträge liest, stolpert zwangsläufig über den Begriff Ziele. Ich selbst setze mir Ziele in bestimmten Bereichen meines Lebens – am liebsten am Anfang des Jahres für das Folgejahr – und schaffe Raum und den Rahmen dafür, dass sich auch meine (Leitungs-) Mitarbeiter einmal im Jahr für ein paar Tage zurück ziehen können, um für ihre Projekte und Arbeitsbereiche Jahresziele und die entsprechenden Umsetzungsschritte  zu formulieren…. Wir tun das, weil wir glauben, dass es sinnvoll ist. Auf hoher See, in stürmischen Zeiten, den „Heimathafen“ zu finden, weil man sich an einem weithin sichtbaren Leuchtturm orientieren kann, scheint mir ein plausibles Konzept zu sein.

Der von mir sehr geschätzte (auch wenn ich ihn leider noch nicht persönlich kenne, so lese ich doch viel von ihm…) Kollege Stephan List hat nun in seinem „Toolblog“ einen Beitrag veröffentlicht in dem  er fragt: „Wie wichtig sind eigentlich Ziele?“   (H I E R gehts zum Beitrag von Stephan List)

Er schreibt: „In meinem Freundeskreis bin ich bekannt dafür, dass ich diesen Visionen und Zielen sehr skeptisch gegenüber stehe. Irgendwann (Achtung, es kommt eine Vision!) schreibe ich mal eine Polemik mit dem Titel “Fetisch Ziel”. In der Wirtschaftswelt ist der Begriff fast schon unantastbar. Er wird quasi alsconditio sine qua non betrachtet, ohne die wirtschaftliches Handeln nahezu unmöglich sei. Ist das wirklich so? Ich bezweifle das und möchte das gerne einmal kritisch hinterfragen.“

Meine Antwort ist eine Gegenfrage: Was ist die Alternative zu Zielen und Visisonen? Woran sollen sich die täglichen Entscheidungen und Handlungen ausrichten? Wie können wir entscheiden, was für uns, für unsere Unternehmen , unsere Organisationen langfristig bedeutsam und wichtig ist? Woran können wir erkennen, dass sich die Dinge so entwickeln, dass wir irgendwann zufrieden und mit Stolz zurückblicken können? Ich glaube, dass wir an der Formulierung von Zielen (die wir aus unseren Visionen abgeleitet haben) nicht vorbei kommen. Ich will nicht raus aufs stürmische Meer, wenn an Land die Leuchttürme ausgeschaltet werden….

Wie seht Ihr das? Welche Rolle spielen Ziele und Visionen in Eurem Leben?

Mein „Erfolgsgeheimnis“? – der „weekly review“!

Ich selbst lese ja keine Beiträge, in denen jemand verkündet, dass er ein „Geheimnis“ verrät. Entweder ist es dann kein Geheimnis, was da vorgestellt wird – oder der Mensch, der das schreibt ist ein unzuverlässiger, intriganter Zeitgenosse, dem man nicht vertrauen sollte….

Da Ihr diesen Beitrag angeklickt und nun bis hierher gekommen seid, gehe ich mal davon aus, dass Ihr anders seid. Das freut mich zwar, aber ich muss Euch enttäuschen: Auch ich verrate kein Geheimnis – das was hier steht, ist von anderen Menschen auf ihre Art auch schon beschrieben worden. Trotzdem schreibe ich über mein „Erfolgsgeheimnis“, weil ich immer mal wieder gefragt werde, was dieser ominöse Hinweis bei Facebook und Twitter soll, dass ich jetzt meinen „weekly review“ mache. Das will ich verraten (insofern ist das zumindest  dann ja für manche doch ein Geheimnis, das ich lüfte, wenn ich verrate was ich Sonntag abends so mache….) und ich glaube, dass es  gut ist  darüber zu schreiben, denn der weekly review ist für mich DER Schlüssel zu einer erfolgreichen Arbeitsplanung. Sollten viel mehr Leute so machen… dann würden sich manche wundern, was man – gut organisiert – so alles in einer Woche schaffen kann. Wenn man denn will……

Immer sonntags am späten Nachmittag setze ich mich an meinen Schreibtisch und widme mich – je nachdem wieviel Zeugs im Laufe der Woche den Weg zu mir gefunden hat – meiner wöchentlichen Durchsicht. David Allen nennt es in seinem GTD – Konzept den „weekly review“. Ich hatte anderer Stelle je schon beschrieben (klick  mal hier…….!) , dass Selbstmanagement mich doch sehr interessiert. Aus dem Konzept von David Allen habe ich für mich eine Form der Selbstorganisation gebastelt, die es mir ermöglicht, bei all den Jobs, den verschiedenen Aufgaben und Themen einen ziemlich guten Überblick zu behalten. Ohne David Allen und ein paar super nützliche Tools (v.a. Evernote und  Omnifocus) wäre ich hoffnungslos verloren.
Ich glaube, dass der sonntägliche weekly review der absolute Höhepunkt und der wichtigste Teil meines Selbstorganisationssystems ist: Alle Notizen werden spätestens hier einmal gründlich durchgesehen und ich checke, ob sich hieraus Aufgaben ergeben, die ich auf eine meiner Listen vermerken muss oder ob irgend jemand über irgend etwas informiert werden muss; ich checke, ob  evtl. noch nicht beantwortete Mails und Messages bearbeitet werden müssen; ich sehe meine Listen durch, was an Aufgaben aus  der  letzten Woche erledigt ist und abgehakt werden kann und was an neuen Aufgaben hinzu gekommen ist. Ich sehe alle „physischen Gegenstände“ in meinem Eingangskorb durch (Briefe, Kataloge, private Rechnungen, leere Batterien, ein kaputtes Portmonnaie ….z.B.) und entscheide, was damit getan werden muss (einzige Regel: nicht zurück in den Eingangskorb legen!). Schlussendlich sehe ich meinen Terminkalender durch und prüfe, ob und wie ich mich auf einzelne Termine in der vor mir liegenden Woche vorbereiten muss.)
Meine Listen sind – ganz GTD-konform – als Kontextlisten („am Telefon“, „am Rechner“, „bei Aldi“, „mit Max“, „mit Lieschen“, „zuhause“) oder als Projektlisten organisiert (wobei bei mir alles als „Projekt“ gilt, was mehr als einen Arbeitsschritt umfasst und dessen Erledigung mehr als zwei Minuten dauert).

Am Ende meines weekly reviews habe ich a.) ein super gutes Gefühl, weil ich weiss, dass alles, was in meinem Arbeitsbereich und im privaten Zusammenhang  an Jobs und Aufgaben umher schwirrt,  erfasst ist – ich vergesse kaum noch etwas – und b.) ich alle wichtigen Projekte immer auf einem aktuellen  Stand habe und mein Teil am Gelingen der einzelnen Vorhaben gut organisiert ist. Mehr kann man von einem Selbstmanagementsystem nicht erwarten, oder?

Toll finde ich, dass mittlerweile auch ziemlich viele Leitungsmitarbeiter*innen von Stadtteilzentrum Steglitz und .garage berlin nach diesem System arbeiten. Dies hat in ganz vielen Bereichen zu wirklich ganz erheblichen Produktivitäts- und Qualitätssprüngen geführt.

Also: wenn Ihr Euch wundert, warum ich Sonntag abends immer so wenig bei Facebook und Twitter unterwegs bin….. jetzt wisst Ihr es 😉

Das „Geheimnis“ dürft Ihr übrigens auch weitererzählen (also teilen und re-tweeten… 😉 )

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Besprechungsstruktur

Es hat sich für mich selbst (und ich glaube auch für die Leute, die mit mir zusammen arbeiten) als vorteilhaft erwiesen, dass es eine verlässliche und verbindliche Besprechungsstruktur gibt. Ich selbst finde es auch ausgesprochen hilfreich, wenn andere, die Projektverantwortung (mit-) tragen, dies auch so handhaben. Man hat einen festen Termin in der Woche (bzw. im Monat), zu dem man alle wichtigen Punkte sammeln und vorbereiten kann. Dies führt zu besseren Ergebnissen und zu deutlich weniger Zwischendurch-Störungen unter der Woche, da nur noch dringende und unaufschiebbare Fragen und Probleme „mal schnell zwischendurch“ besprochen werden müssen. Das war früher – also ich noch keine so stringente Besprechungsstruktur hatte – ein heftiges Problem. Ich hatte häufig das Gefühl, dass ich von „Feuerwehreinsatz“ zu „Feuerwehreinsatz“ hetze. Jetzt läuft das anders: Wir machen pro-aktive Brandverhütung. Sehr angenehm – und viel effektiver!

Meine Wochenstruktur sieht im Wesentliche so aus:

wöchentlich (montags) ab 9.00 Uhr im Stundentakt Gespräche mit meinen Verwaltungsleiterinnen / Assistentinnen Stadteilzentrum Steglitz (SzS)  und .garage, unserer Fachberaterin Kitas, dann in der .garage im wöchentlichen Wechsel Gespräch mit der QM-Beauftragten bzw. der Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, dann mit dem Projektleiter .garage Coaching / AndersBerater, anschliessend mit dem Projektleiter Inkubator / Mastermodul…; dienstags: Kooperationsrunde der Geschäftsführer*innen der Innovations-Teamträger in der Region B; mittwochs: Leitungskreis .garage (einmal monatlich mit den PLs aus der .garage), freitags Planung mit der Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit des Stadtteilzentrums und dann mit der Kollegin, die für Nachbarschafts-/generationsübergreifende Arbeit zuständig ist….

14-tägig: interne AG des SzS zum Thema „Modellprojekt sozialräumliche Leistungen / Innovationsteam“;

monatlich: ProjektleiterInnen-Runde SzS, Vorstand SzS, Teamsprecher*innen-Runde (Mitarbeitervertretung), PL-Jugendarbeit im SzS , Jugendhilfeausschuss, Redaktionsteam Jugendhilfeblog des DPW, Steuerungsgruppe Schule-Jugendhilfe
u.v.m.

(Manchmal überlege ich, ob ich nicht besser fahren würde, wenn ich statt eines Festgehaltes Sitzungsgelder bekommen würde…. 😉 )

Um dieses Gerüst herum organisieren sich alle anderen Themen, Sitzungen, Gremien, Probleme, Anfragen und Aufträge, Mitarbeiter*innengespräche, Netzwerkveranstaltungen, Prüfungen, administrative Aufgaben, E-Mails, Telefonate, Internetprojekte, Buchprojekt  und und und ….Ich werde nach und nach hier über all das berichten.

In dieser Woche war da z.B. ein ganzer Tag unterzubringen, an dem wir im Rahmen eines Überwachungsaudits durch die Certqua den aktuellen Stand unseres QM-Systems in der .garage überprüfen lassen mussten (ein jährlicher Fix-Termin). In diesem Jahr (dank der super Arbeit des  .garage -Teams) mit einem „quasi“ Null-Fehler-Ergebnis………..

Im Moment (so auch heute in einer SzS internen AG  und in einer Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses Steglitz-Zehlendorf) steht die Arbeit an der fachlichen und konzeptionellen Entwicklung des Modellprojektes „Sozialräumliche Leistungen“ im Mittelpunkt und bindet ziemlich viele zeitliche Ressourcen….. Ein super spannendes Projekt, über das ich hier auch immer mal wieder berichten werde…. Diese Woche hatte ich zu dem Thema alleine schon drei Termine im Umfang von insgesamt rund 8 Stunden – ein ganzer Arbeitstag ist da schon mal „weg“ (- allerdings eine herausragend sinnvolle Investition, denn das Projekt ist wirklich richtungsweisend und bedeutend!).

Ein  Höhepunkt im November ist immer unsere jährliche Leitungsklausur mit allen Projektleiter*innen (mittlerweile reisen wir mit 20 Leuten an)  zum Thema „Jahreszielplanung“… Was wir da machen und wie wir das machen, hatte ich HIER (Link anklicken!) schon mal beschrieben…..

Warum schreibe ich Euch das alles? Weil ich mal einen ersten Eindruck vermitteln will, wie so meine Geschäftsführerwoche in der Grobplanung aussieht… Ich vermute, dass ich  in meinem gerade startenden GF-Tagebuch immer mal wieder auf die verschiedenen Bereiche und Themen zurückkommen werde – für mich also ein guter Einstieg ins Schreiben und für Euch ins Lesen… 😉

Hoffe ich….

„Was machen Sie eigentlich beruflich?“

An irgendeinem Mittwochabend in diesem Jahr. In einer Sitzung, bei der sich fast alle schon lange kennen, begrüßen wir ein neues Gesicht. Und beginnen die Sitzung mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Für mich mal wieder eine super Gelegenheit alles zu präsentieren, worauf ich so mächtig, prächtig stolz bin: „Mein Name ist Thomas Mampel, ich bin Geschäftsführer des Vereins Stadteilzentrum Steglitz. Wir betreiben Kitas, Schulprojekte, Jugendeinrichtungen, Nachbarschafts- und Seniorentreffpunkte und engagieren uns im Bereich Stadtteilarbeit in den sozialen Brennpunkten im Bezirk. Derzeit arbeiten rund 130 fest angestellte Mitarbeiter*innen für das Stadteilzentrum.“… Kurze Pause. Dann weiter. „Außerdem bin ich geschäftsführender Gesellschafter der .garage berlin GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Genossenschaft youth collaboration eG. und Mitglied des Vorstandes des Vereins Computerbildung e.V.“. Zufrieden mit meiner beeindruckenden Selbstpräsentation blicke ich in die Runde und vor allem zu „dem Neuen“ in unserem Kreis. Der guckt mich relativ gelangweilt an und fragt mich: „Und was machen Sie beruflich?“

Erstmal war ich  – das gebe ich hier im geschützten Rahmen ja zu –  ein bisschen verärgert. Hat der nicht zugehört? Will der mich herausfordern? Nach einer Weile habe ich kapiert: der meint die Frage ernst. Denn: Wer nicht in der „Sozialbranche“ arbeitet, hat oft ein vollkommen anderes Bild von dieser Arbeit als wir, die wir da drin stecken…. Aussenstehende können sich teilweise gar nicht vorstellen, dass die Führung und Leitung sozialer Organisationen ein richtiger „Job“, richtige Arbeit ist. „Da arbeiten doch nur Ehrenamtliche, die das in ihrer Freizeit machen…“ oder „Die sind doch alle staatlich finanziert….. die müssen sich doch um nichts richtig Gedanken oder Sorgen machen“ sind typische Feedbacks von Branchenfremden – aber auch von Kunden und Klienten. Oftmals nicht gesehen wird, dass der soziale Bereich und die in ihm tätigen Organisationen in den letzten Jahren einem erheblichen Professionalisierungs- und Wirtschaftlichkeitsdruck ausgesetzt waren und sind – was ich grundsätzlich gut finde. Aus vielen karitativen Projekten und Vereinen sind mittlerweile leistunsgstarke soziale Unternehmen entstanden, die insgesamt in Deutschland zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden sind. (siehe hier zu auch die Studie der Wirtschaftsprüfungs-  und Beratungsgesellschaft Deloitte: „Jobmotor Sozialwirtschaft – Wachstumsbranche in Zeiten der globalen Krise„) Und die Menschen, die in diesen sozialen Unternehmen leitende Aufgaben und Führungsverantwortung übernehmen,  können es über weite Strecken mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der „freien Wirtschaft“ aufnehmen. In vielen Bereichen sind sie wahrscheinlich  mittlerweile sogar  schon weiter…. Das Bild des entrückt weltfremden und etwas dusseligen Sozialarbeiters in Schlabberpulli und Jesuslatschen an der Spitze eines Sozialprojektes hat ausgedient. Es taugt nicht mehr, um die Arbeits- und Lebenswirklichkeit von  Sozialunternehmern, social entrepreneurs oder Sozialmanagern widerzuspiegeln….

Aber was genau macht eigentlich ein „social entrepreneur“? Wie sieht der Tag, die Arbeitswoche eines Geschäftsführers eines „normalen“ Unternehmens der Sozialwirtschaft aus? Mit welchen Themen, mit welchen Fragen, mit welchen Herausforderungen sind Führungskräfte in Non-Profit-Unternehmen heutzutage so beschäftigt? Dazu gibt es wahrscheinlich ganz unterschiedliche Fallbeispiele und Biografien…. In meinem kleinen Blog möchte ich von nun an die Gelegenheit nutzen und aus meinem Arbeitsleben berichten. Quasi mein „Geschäftsführer-Tagebuch“ veröffentlichen….. Immer Öfters mal zum Ende der Woche hin schreibe ich hier, was die Woche im Leben des Geschäftsführers des Stadtteilzentrum Steglitz (und der .garage berlin und und und….) so alles an Höhe- und Tiefpunkten gebracht hat, was sich  ereignet hat und mit welchen spannenden und weniger spannenden Themen, Problemen und Aufgaben so einer wie ich rund 50 bis 60 Stunden je Woche beschäftigt ist…..

Und wenn mich dann mal wieder jemand fragt „Was machen Sie eigentlich beruflich?“ – dan sage ich ihm: Guck in meinen Blog und schau dir dir Beiträge in der Rubrik  „GF-Tagebuch“ an…

Ich hoffe, Ihr findet das ein bisschen interessant. Und wenn Euch der eine oder andere Beitrag gefällt, freu ich mich natürlich auch über ein Feedback, über Kommentare  und über Werbung für das Blog „mampel´s Welt“ ….. 😉

10 Jahre rauchfrei!

An diesem Wochenende bin ich zehn Jahre rauchfrei….. Am 3. November 2003 habe ich meine allerletzte Zigarette ausgedrückt. Voran gegangen waren unzählige Versuche, mir das rauchen abzugewöhnen. Rauchfreie Phasen dauerten mal einen Tag, mal eine Woche. Nie länger als zwei. Ich hatte Humor und verarschte mich selbstironisch mit dem gute Zitat (ich glaube von Mark Twain): “ Mit dem Rauchen aufzuhören ist das leichteste von der Welt. Ich hab es schon zwanzigmal gemacht…. “ Immer und immer wieder bin ich rückfällig geworden. Habe mich zum Gespött meines sozialen Umfeldes gemacht („Na Thomas – heute mal wieder Nichtraucher?“) und war latent gefährdet jedwede Selbstachtung zu verlieren ob soviel Willen- und Disziplinlosigkeit. Und dann kam der November. Ich weiss nicht, was an diesem 3. November 2003 anders war. Aber in mir drin war eine unvergleichlich große Sicherheit und Gewissheit, dass meine Sucht vorbei ist. Ich wusste – aus welchen Gründen auch immer – dass ich nie wieder eine Zigarette rauchen werde, nachdem ich diese letzte Zigarette ausgedrückt habe. Und so kam es. Ich machte die Zigarette aus, warf alle restlichen Zigaretten in den Müll, entsorgte alle Raucheruntensilien und hörte auf. Einfach so. Es war sonderbar. Denn genau wie ich es erwartet („gewusst“) hatte, hatte ich ab diesem Moment nie wieder das Verlangen eine Zigarette zu rauchen. Weder spürte ich irgendwelche „Entzugserscheinungen“ (heute weiss ich, dass es diese „nur“ in unserer Phantasie / im Kopf gibt) , noch störte es mich, dass meine Frau und viele Leute in meinem Umfeld noch rauchten. Es interessierte mich einfach nicht mehr. Heute weiss ich, dass Sucht eine individuelle Entscheidung ist. Sucht kann man abwählen.

Ich legte und lege  weder missionarischen Eifer an den Tag, um Noch-Raucher zu „bekehren“, noch fühlte ich mich in irgendeiner Weise „überlegen“. Es war einfach und schön. Einfach schön. Ich genoss es, dass ich wieder längere Strecken joggen konnte ohne wie ein Greis zu japsen, mein Körpergefühl verbesserte sich dramatisch, mein Geruchs- und Geschmackssinn kamen nach und nach zurück….. Mein Körper erholte sich von einer 25 jährigen Raucherkarriere mit rund 40 Zigaretten am Tag.

Heute, 10 Jahre später, sind die schlimmsten Vergiftungsfolgen wahrscheinlich überstanden. Zumindest ist mein Risiko an Lungenkrebs zu sterben jetzt wieder genau so hoch wie das eines Nichtrauchers. Und auch andere Risiken sind heftig reduziert (guck mal hier….. )  Ich habe in diesen 10 Jahren rund € 36.500.- NICHT für Zigaretten und ausgegeben und gelernt, wieder angstfrei zu geniessen und mutig große Aufgaben anzugehen. Denn: Mit dem Rauchen aufzuhören, war einer der größten Erfolge meines bisherigen Lebens. Und ich weiss: Weil ich das geschafft habe, schaffe ich auch alles andere!

Ich möchte und werde immer noch nicht missionarisch auf Raucher einreden. Aber ich möchte Euch sagen, dass Ihr keine Angst haben müsst. Nichtrauchen ist einfach, leicht, und schön. Es gibt tolle Hilfsmittel – nutzt sie, oder lasst es sein. Aber tut Euch einen Gefallen: Zieht ernsthaft in Betracht, dass ein Leben ohne Nikotin tausendmal besser sein kann als das Leben, das  ihr jetzt führt. Ein Leben, in dem ihr wie Junkies bei jedem Pisswetter vor die Tür rennt um Euch Eure Dosis in die Blutbahn zu hauen; ein Leben mit dunklen Wolken über den Kopf (Wann wirds mich erwischen? Wann werde ich Blut husten? Werde ich Glück haben und die Sucht überleben?);  ein Leben in dem ihr selbst nicht mehr riechen könnt (weil Eure Geruchsnerven schon lange abgestorben sind) wie sehr Ihr stinkt (da hilft leider auch kein überteuertes Schickimicki-Parfum)  und dass Eure tollen teuren Klamotten stinken wie ein feuchter, voller Aschenbecher.  Von dem Schaden für Eure Produktivität im Job (weil ihr stündlich Eure Arbeit unterbrechen und vor die Tür müsst) und anderen Nachteilen die Ihr erleiden müsst,  fange ich gar nicht erst an….  Ihr wisst das alles. Aber Ihr raucht trotzdem.  Aber vergesst nie: Es ist Eure alleinige Entscheidung, ein anderes, besseres Leben zu führen.

Und alles, was ich Euch sagen will ist: Es lohnt sich. Versprochen!