Besser werden…

Jetzt gehts rein in den ersten Termin des Tages. Zusammen mit den Kolleginnen der Geschäftsstellen des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und der .garage berlin GmbH sehen wir gleich eine Softwarepräsentation. Diese  Software soll dazu beitragen, alle erfolgsrelevanten Prozesse in der Verwaltung zu optimieren und noch besser steuerbar zu machen. Ziel ist es, mit vernünftigem und angemessenen Aufwand (ich betone: nicht mit dem geringst möglichen!) die besten Ergebnisse für unsere externen (Eltern, Kinder, Jugendliche, Gründer, Kooperationspartner, Geldgeber) und internen ( Mitarbeiter*innen, interne Gremien und Arbeitsgruppen) Kunden  zu realisieren.

Ich finde es ziemlich grandios, dass es bei uns eine grundsätzliche Offenheit und  Bereitschaft für solche Prozesse und Projekte gibt. Prozessoptimierung bedeutet auch erst mal mehr Arbeit. Aber: „Wer aufhört besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein.“ (Marie von Ebner-Eschenbach). Wir sind gut, weil wir gute Mitarbeiter*innen haben!

Mitarbeiter*innen freier Träger verdienen Tarifanpassung!

Leider ist es immer noch nicht selbstverständlich, dass die Beschäftigten bei freien Trägern – z.B. in der Kinder- und Jugendarbeit – das Gleiche verdienen, wie die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Die Zuwendungen, die das Land Berlin den freien Trägern gewährt, ist in den meisten Fällen nicht ausreichend , um diese Gleichstellung zu vollziehen. Dies zeigt sich gerade jetzt , wo es um die Frage geht, inwieweit unsere MitarbeiterInnen auch von Gehaltssteigerungen profitieren können, wie sie jetzt für den öffentlichen Dienst verhandelt wurden. Der Verband für sozial-kulturelle Arbeit (VskA) ruft unter der Überschrift „Gute Arbeit auch im Zuwendungsbereich sichern – Beschäftigte von freien Trägern nicht von Tarifsteigerungen abkoppeln! zur Unterstützung und Beteiligung an einer Onlinepetition an das Berliner Abgeordnetenhaus auf.

Die Geschäftsführerin des  VskA – selbst SPD-Abgeordnete im Berliner Landesparlament – schreibt heute an die Mitgliedsorganisationen. Der Wortlaut wird hier dokumentiert – in der Hoffnung, dass Ihr diesen Aufruf unterstützt und massenhaft teilt / re-tweetet und / oder weitergebt…..

„Liebe Kolleginnen und Kollegen, bitte leitet diese Mal an andere freie Träger und Netzwerke weiter. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann innerhalb von 5 Minuten hier ihre/seine Forderungen stellen: https://www.parlament-berlin.de/pari/web/styles_ssl.nsf/onlpetform?OpenAgent&zieldb=pari\web\onlpet.nsf

Der Text der Petition kann selbstverständlich individuell abgeändert, ergänzt und angepasst werden. Um den Aufwand für die Einzelne und den Einzelnen überschaubar zu halten, erhaltet Ihr einen Mustertext in der Anlage, auf den sich heute die Geschäftsführerrunde der Berliner Mitgliedsorganisationen des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit verständigt hat. Mit bestem Gruß Birgit Monteiro, Geschäftsführerin“

Anhang > Mustertext: 11.06.13_Tarifentwicklung

Herzliche Grüße und vielen Dank für Eure Unterstützung

Eine Kollegin geht auf Reisen

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs,

ganz sicher lesen einigen von Euch regelmäßig das Blog des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und / oder der .garage berlin. Autorin der allermeisten Blogbeiträge ist die geschätzte Kollegin Jeannette Hagen, die sich jetzt gerade auf ein großes Projektabenteuer vorbereitet. Aber lest selbst:

 

„Liebe Freunde und Bekannte,

heute geht ein aufregendes Projekt für mich an den Start und ich möchte Euch gern teilhaben lassen. Zum ersten Mal in meiner journalistischen Laufbahn gehe ich neue Wege und lasse ein Reportage-Projekt, damit es überhaupt ins Leben kommt, durch Spenden mitfinanzieren.

Wie Ihr sicher alle mitbekommen habt, verändert sich die Medienlandschaft rasant. Journalisten werden durch Lesereporter ersetzt, Redaktionen werden ausgedünnt oder ausgelagert, Zeitungen verschwinden ganz vom Markt und so ist es für uns immer schwieriger, gute Reportagen unterzubringen, Themen in die Welt zu bringen und so umfassend zu informieren oder tolle Geschichten zu erzählen – sprich, das zu tun, wofür wir diesen Beruf gelernt haben.

Ich werde im Sommer für 10 Tage in die russische Stadt Woronesch reisen. Warum und mit welchem Ziel, das könnt Ihr hier lesen, sehen und hören: https://krautreporter.de/de/reportage-woronesch

Ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr mich dabei unterstützt, das, was ich vorhabe, zu realisieren – sei es durch Eure Spende (über die Seite www.krautreporter.de, oder damit, dass Ihr anderen, die es vielleicht interessiert, davon erzählt, oder den Link via Social Media verbreitet.“

 

Ich schliesse mich dem Wunsch von Jeannette an und bitte Euch um kleine und große Spenden und um massenhaftes teilen dieses Beitrages, damit möglichst viele Menschen Gelegenheit bekommen, sich an diesem Projekt mit einem finanziellen Beitrag zu beteiligen. Vielen Dank!

 

Jugendhilfeblog des DPW Berlin

Seit einigen Tagen ist ein neues Blog des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin online. Ich habe die Ehre und das Vergnügen dem Redaktionsteam angehören zu dürfen.

Das Anliegen des Blogs jugendhilfe-bewegt-berlin.de haben wir klar beschrieben: „Auf diesem Blog wollen wir einen Einblick in die alltägliche Arbeit der Mitgliedsorganisationen der Jugendhilfe des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Berlin e.V. bieten, unsere Vorstellungen und Positionen zu Feldern der Kinder- und Jugendhilfe wie den Hilfen zur Erziehung, der Jugendarbeit oder der Jugendsozialarbeit einbringen, Fragen beantworten, unterhalten, all jenen eine Plattform bieten, die sich beteiligen wollen, zu Diskussionen rund um das Thema Jugendhilfe anregen und uns mit aktuellen politischen Entwicklungen der Sozialwirtschaft auseinandersetzen.

200 Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Berlin e.V. sind in den unterschiedlichen Feldern der Jugendhilfe tätig. Über 80 dieser Mitgliedsorganisationen bieten ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote der Hilfen zur Erziehung an. 90 Organisationen arbeiten im Feld der offenen Kinder- und Jugendarbeit, 20 Organisationen sind in der Jugendberufshilfe aktiv. “

Selbstverständlich kann man diesem Blog auch bei Facebook und bei Twitter folgen! Ich würde mich freuen, wenn das Projekt (nicht nur) in der interessierten Fachöffentlichkeit und bei Kinder, Jugendlichen und ihren Familien auf größtes Interesse stößt!

jugendhilfe bewegt berlin!

jugendhilfe bewegt berlin!

Der Tag

Logbuch 23.05.13

Der Tag begann mit einem sehr gutem und infomativen Termin zum Thema „Nachhaltigkeits-Check“ – eine spannende Herausforderung, das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. in diesem Bereich zu „durchleuchten“ und fit für die Zukunft zu machen.

Erfreuliche Post: unser Bauantrag vom 19.12.2012 für den Umbau des Schuppens auf dem Hof einer kooperierenden Grundschule ist heute (!) bewilligt worden…

Mittags dann ein gutes produktives Treffen mit zwei KollegInnen wegen der Planung der nächsten Schritte zur Neugestaltung der Website http://www.garageberlin.de – es wird Zeit, dass das Projekt vorangeht… Zwischendrin habe ich mich gefreut, dass heute die erste Gründer*innen-Gruppe gestartet ist, die über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein finanziert wird.

Highlight des Tages: neue Projektleitung für unser größtes EFöB-Projekt eingestellt…. und: volle Hütte in der .garage beim 2. Labor für Entrepreneurship…

Unterm Strich ein guter, normaler Arbeitstag…..
Falls das irgendjemanden interessiert…..

Ich möchte bitte mehr bezahlen

Gestern habe ich eine Reportage auf radioeins gehört. Es ging um „Primark“ und um die Bedingungen, die es möglich machen, dass Klamotten dort (und bei anderen Kleidungsdiscountern) zu absolut lächerlich niedrigen Preisen verscherbelt werden können. Es kamen Fachleute zu Wort, die über die furchtbaren und menschenverachtenden Produktions- und Lebensbedingungen in Bangladesch berichteten. Die Bilder der eingestürzten Fabrikgebäude sind uns allen ja noch frisch in Erinnerung…..

Ein Experte berichtete, dass Fabrikarbeiter(innen) in Bangladesch umgerechnet ca. 30.- € im Monat verdienen – für 12-16 Stunden Arbeit am Tag. Das ist selbst für dortige Verhältnisse sehr wenig; die Arbeiter(innen) leben dort in katastrophalen Verhältnissen in den Slums der großen Städte. Was mich vollkommen erschüttert hat: Würde man den Lohn der dort arbeitenden Menschen verdoppeln um wenigstens ein halbwegs auskömmliches (Über-) Leben zu ermöglichen, dann würde sich der Preis für  ein T-Shirt bei Kik, Primark und Co. gerade mal um 12 Cent erhöhen….

Ich gebe hiermit bekannt: Ich möchte bitte auf jeden Fall gern mehr bezahlen….. gern auch mehr als 12 Cent zusätzlich, wenn dies dazu beiträgt, dass die Menschen in Bangladesch (und anderen „Billig-Lohn-Ländern“) besser / menschenwürdiger leben können. 

Und ansonsten: Wir haben es in der Hand. Es wird Zeit, dass wir unsere Verbrauchermacht solidarisch für die Ärmsten der Armen nutzen.

Buch-Tipps: Wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse den Alltag vereinfachen

Mal wieder veröffentlicht Jana V. Chantelau nützliche und hilfreiche Literaturtipps. Diesmal geht es um Sachbücher, die bei der Entwicklung des eigenen Selbstmanagements nützlich sein können und darlegen, wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse helfen können, den Alltag zu vereinfachen.. lesen!

Avatar von SATZBAUWERK - Jana V. ChantelauBlog von Jana Chantelau SATZBAUWERK

„Wir sind Erinnerung: Gedächtnis und Persönlichkeit“
von Daniel L. Schacter
Rowohlt-Verlag, 1. Auflage, 2001
649 Seiten, z.Z. vergriffen, in Antiquariaten sicherlich auffindbar

In speziellen Arbeitsbereichen wie etwa der Krisenkommunikation ist unabdingbar, auf die eigenen beruflichen Erfahrungsschätze adhoc zuzugreifen – sich an vormals bewährte Lösungswege zu erinnern und im Licht der Gegenwart neu zu betrachten.
Vor diesem Hintergrund ist aus meiner Sicht hilfreich, zu verstehen, welche Zerrbilder im persönlichen Gedächtnis produziert werden können und wie sie entstehen. Hierzu hat der Harvard-Professor für Psychologie Daniel L. Schacterumfassend geforscht und neurowissenschaftliche Modelle entwickelt, die sich auf unterschiedliche Lebensbereiche übertragen lassen.


„Die Neue Medizin der Emotionen: Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente“ 
von David Servan-Schreiber
Goldmann-Verlag, 2006
320 Seiten, € 9,95

Aus meiner Sicht ist der Dreh- und Angelpunkt des Psychiaters Servan-Schreiber, gesund zu bleiben – statt gesund zu werden. Er verknüpft schulmedizinisches und alternativ-medizinisches Wissen, um Wege aufzuzeigen, wie zum Beispiel…

Ursprünglichen Post anzeigen 130 weitere Wörter

Bildung

“Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.”

John F. Kennedy

Ich zahle gerne Steuern.

Klingt vielleicht bescheuert. Ist aber so. Wenn ich in den Zeitungen lese oder im Fernsehen sehe und höre, mit welcher dreisten kriminellen Energie und mit wieviel Engagement und Hartnäckigkeit manche Leute versuchen, „ihr“ Geld dem staatlichen Zugriff zu entziehen, platzt mir wirklich fast jedes Mal der Kragen. Gerade heute wieder war zu lesen, dass FC Bayern-Präsident Hoeneß ein „unvorstellbares Vermögen“ am deutschen Fiskus vorbei in die Schweiz transferiert und  nun – um das zu erwartende Strafmaß zu reduzieren – eine Selbstanzeige erstattet hat.

Ich sage es hier ganz deutlich – und ich hoffe, dass viele andere  auch so denken und es laut sagen: Ich zahle gerne Steuern. Ich finde es sehr OK, dass ein Teil meines Einkommens zurück fliesst in eine große Gemeinschaftskasse, aus der all das bezahlt wird, was wir für ein vernünftiges und angenehmes Leben in unserer Stadt, in unserem Land, in Europa benötigen.  Ich freue mich, dass Geld da ist für Kindertagesstätten und Schulen, Universitäten. Für Feuerwehr, Polizei, Krankenhäuser. Für Einrichtungen der Behindertenhilfe. Für Nachbarschaftsheime, Kinder- und Jugendprojekte und Erziehungsberatungsstellen. Für Familienzentren. Für Konfliktberatungsstellen. Für Gerichte und Gefängnisse. Für Bewährungshelfer und Resozialisierungsprojekte.  Und für Straßen, für Laternen, für Parks, für Spielplätze, für Friedhöfe….. und und und……

Ja ich zahle gerne Steuern. Ich fühle mich solidarisch mit all jenen verbunden, die in stiller Eintracht pünktlich ihre Steuerpflicht erfüllen.  Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem ich auf das alles verzichten müsste. Vielleicht bescheuert. Ist aber so.

 

Wofür zahlst Du am liebsten Deine Steuern?

Soziale Arbeit braucht Innovation

Die Zeiten ändern sich rasant. Mit ihr die gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen  und sozialen Probleme. Und mit den Problemen ändern sich Handlungsoptionen, Werkzeuge, Strategien – und die Anforderungen an die  Kompetenzprofile der Beraterinnen und Berater, der Helferinnen und  Helfer und und der Coaches. Strukturen müssen vollkommen neu untersucht und bewertet werden, Ziele neu formuliert und verhandelt werden. Was vor 10 Jahren noch richtig, sinnvoll oder plausibel war, muss heute nicht mehr stimmen. Doch der Sozialbereich tut sich schwer damit, sich neu zu definieren oder gar „neu zu erfinden“. Bei der  Einbeziehung neuer Technologien und vernetzter Organisations- und Kommunikationswerkzeuge hinkt der Sozialbereich noch immer hinterher. Projekte und Angebote werden häufig noch immer „von oben herab“ – im Rollenverständnis des „Kümmerers“ – und nicht auf Augenhöhe und kollaborativ mit den Empfängern und Adressaten der Dienstleistungen und Angebote entwickelt. Sender und Empfänger funken nicht selten auf vollkommen unterschiedlichen Frequenzen – die realen Probleme der Menschen kommen in der Sozialbranche oft gar nicht oder erst sehr verspätet an. Soziale Arbeit bleibt daher stets re-aktiv – fordert aber gern von allen anderen Pro-Aktivität.
Eine neue Generation von Unternehmern, Führungskräften und Managern sieht sich einem erheblichen Innovationsdruck ausgesetzt. Neue Geschäftsmodelle, neue Organisations- und Unternehmernsformen, neue Produkte,  neue Kommunikationsstrukturen und -werkzeuge werden Einzug halten in eine verstaubte und verkrustete Wohlfahrtsbranche.
Vor diesem Hintergrund habe ich mich sehr gefreut, als ich vor ein paar Tagen einen Artikel in der „Wiener Zeitung“ fand, in dem über ein neues Studienangebot an der Donau-Universität Krems berichtet wurde. (hier geht’s zum Artikel vom 25.3.13 ) Dort startet nämlich im April 2013 der weltweite erste Master-Studiengang „Master of Arts in Social Innovation“. In ihrer Seminarbeschreibung weist die Universität deutlich auf die Notwendigkeit sozialer Innovation hin: „Neue technologische Möglichkeiten und wirtschaftliche Globalisierungsprozesse verstärken den sozialen Wandel und erweitern das Spektrum für Innovationen: Um etwa die großen Herausforderungen von Armut, Ausgrenzung, alternder Gesellschaft, Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, Kommunikations- und Lernmöglichkeiten im Bildungsbereich, Globalisierung der Finanz-, Produktions- und Absatzmärkte oder dem Klimawandel zu lösen, sind soziale Innovationen heute ebenso dringend nötig wie z.B. Produkt- und Verfahrensinnovationen für die wirtschaftliche Entwicklung.“
Zielgruppe des Master-Studiengangs sind Führungskräfte, Mitarbeiter/innen und Selbständige, die sich für die Begleitung, Umsetzung und Evaluierung sozialer Innovationen in Unternehmen und Institutionen qualifizieren wollen. Der Master-Studiengang dauert 5 Semester und kostet € 13.800.-.
Weitere Infos gibt’s auf der Homepage der Donau-Universität-Krems:http://www.donau-uni.ac.at/de/studium/master_of_social_innovation/index.php
Foto: Donau-Universität-Krems

Foto: Donau-Universität-Krems