Nachhaltigkeits-Check sinnvoll?

Ich überlege, ob wir für die .garage berlin GmbH und für das Stadtteilzentrum Steglitz e.V.  einen sogenannten „Nachhaltigkeits-Check“ durchführen (lassen) sollten….

Was haltet Ihr von solchen Bemühungen? Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit bei der Beurteilung der Qualität von Organisationen / Unternehmen aus Eurer Sicht? Würde ein solcher Nachhaltigkeits-Check Eure Entscheidungen für /gegen eine Zusammenarbeit bzw. Kooperation in irgendeiner Weise beeinflussen?

Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit in Euren Unternehmen / Organisationen?

Der Nachhaltigkeits-Check bezieht sich in der Sache auf folgende Handlungsfelder:

1. Organisation
2. Energie
3. Wasser
4. Müll & Schadstoffe
5. Supply Chain
6. IT
7. Veranstaltungsmanagement
8. Mitarbeiter & Kunden
9. Gemeinde / Gesellschaft
10. Finanzierung
11. Management
12.Datenerfassung, Buchhaltung
13.Produkt- und Preispolitik
14. Distribution
15.Kommunikation & Reporting
16.Eigene branchen- und unternehmensspezifische Handlungsfelder

Darüber hinaus umfasst der Nachhaltigkeits-Check die Berechnung des CO2 Footprint.

 

Die drei Zielfelder der nachhaltigen Entwicklung(Quelle: Enquete-Kommission, 1/97

Die drei Zielfelder der nachhaltigen Entwicklung
(Quelle: Enquete-Kommission, 1/97

Netzwerk-Irrsinn – es reicht!

Heute habe ich mich mal richtig gefreut über einen Blogbeitrag von Marcus Bartelt. In seinem Blog „makketing“ schreibt er heute über das Thema Netzwerk-Irrsinn. „Kontakte schaden nur dem, der sie hat“. So die provozierende Überschrift des lesenswerten Beitrags. „Es ist an der Zeit, mit dieser großen Netzwerk-Lüge abzurechnen, die uns ständig um die Ohren gehauen wird: Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat. Ist Blödsinn. Denn in Wirklichkeit schadet einem diese Art von Kontakten nur. Denn wehe, man hat diesen Aasgeiern der Netzwerkszene aus Versehen seine Karte ausgehändigt: Ab sofort wird man mit mails, Mailings, Anrufen zugeschüttet, die meist unter dem einen oder anderen Vorwand eigentlich nur eins wollen: verkaufen.“ Und Bartelt geht sogar noch weiter: „Das gleiche gilt übrigens ebenso für Netzwerk-Portale wie XING: Auch diese sind mittlerweile verseucht von windigen Anbietern, die “5 Neukunden am Tag – garantiert ohne Kaltakquise!”, “Umsatzsteigerungen jetzt realisieren” oder “Ständig und immer Erfolg. Für jeden. Tag und Nacht” versprechen. Im Grunde sind diese nichts anderes als eine moderne Form der Quacksalber auf den alten Märkten, die mit Wundertinkturen und allerlei Hokuspokus versuchten, ihre Mitmenschen über’s Ohr zu hauen.“ Seine Schlussfolgerung und Empfehlung an uns alle klingt plausibel und hochgradig symphatisch: „Spart euch diese Zeit. Bleibt zuhause. Lest ein gutes Buch. Oder ein Fachmagazin. Das ist allemal eine bessere Verwendung der Lebenszeit als der Besuch einer Netzwerkparty (abgesehen davon: Party geht auch irgendwie anders). Es ist Unfug zu glauben, dass man möglichst viele Kontakte haben muss, denn Quantität zeugt höchstens von Aufdringlichkeit und selten von Substanz. Es ist die Qualität der Kontakte, die man hat, und nicht die pure Menge, die den Erfolg ausmacht.“

Mir hat dieser Blogbeitrag wirklich aus der Seele gesprochen, denn schon seit langem kam mir diese irre Zwang, sich zu jedem Thema mit Gott und der Welt zu „vernetzen“  sehr fragwürdig vor. Ich fühle mich unwohl in diesen Runden, mache mir „Sorgen“, weil mir dieses stumpfsinnige „smalltalken“ nicht so leicht über die Lippen geht und freue mich, wenn ich irgendeinen Vorwand finde, mich schnellstmöglich wieder aus dem Staub zu machen – oder erst gar nicht hinzugehen……

Lasst uns diesen Artikel als Aufruf verstehen: Lasst uns aufhören, Kontakte zu sammeln wie Muscheln am Strand. Lasst uns beginnen, wahrhaftige, tragfähige, vertrauensvolle, wertschätzende, belastbare – also qualitativ hochwertige (Arbeits-) Beziehungen aufzubauen. Es geht immer um Qualität. Und dann dürfen es gern auch viel weniger Kontakte sein….. Ich jedenfalls werde nicht mehr zu solchen Veranstaltungen gehen. Schluss mit dem Netzwerk-Irrsinn.

Den ganzen Artikel von Marcus Bartelt gibt es hier (Link folgen…..)!

Dreck, Müll und gute Energie!

Heute haben viele Leute zusammen die Schäden einer vorsätzlichen Brandstiftung im KiJuNa, einer Kinder- und Jugendeinrichtung des Stadtteilzentrum Steglitz e.V., beseitigt. Arbeit in Dreck, Schutt, Asche. Was alle Helferinnen und Helfer besonders bewegt hat, war die Tatsache, dass die Räume des „Klamöttchens“ vollständig zerstört wurden. Im Klamöttchen wurden Spielzeug und (Kinder-) Kleidungsspenden angenommen, von ehrenamtlichen und zusätzlich beschäftigten MitarbeiterInnen aufgearbeitet oder repariert und zum symbolischen Preis von 50 ct. an Befürftige abgegeben. Bei manchen, bei denen selbst die 50 ct nicht da waren, haben wir die Sachen verschenkt oder gegen irgend etwas anderes „getauscht“…… Ein solches Projekt, ein solches soziales Angebot gezielt zu zerstören (es wurde gezielt ein Gulli-Deckel in das Fenster des „Klamöttchen“ geworfen und dann die Feuerwerkskörper punktgenau  zu platzieren…) erscheint allen Beobachtern und Beteiligten vollkommen sinnlos.

Ein Foto, das die ganze Absurdität dieser Situation illustriert, möchte ich hier gern dokumentieren. Es zeigt die ganze Respektlosigkeit, vor allem, was wir im „Klamöttchen“ bewegen wollten. Es zeigt Kinderspielzeug) auf dem Müll. Es zeigt, was die  Täter  von ihren  Mitmenschen, von Kindern, Jugendlichen und Familien  für die wir arbeiten, halten.

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Und dennoch: Dieser Tag hat auch Mut gemacht. Denn via Facebook – Verabredung haben sich innerhalb von zwei Stunden rund 20 Leute zusammengefunden, die sich ans aufräumen gemacht haben. Freiwillig. Unbezahlt. Und gut erstaunlicherweise doch relativ gut gelaunt. Wir haben aufgeräumt. Müll sortiert. Und jedeR hat für sich beschlossen: Jetzt erst recht. Denn Leuten, die alles, was uns wichtig ist, mit Füßen treten, wollen wir nicht das Feld überlassen. Eine gute Energie für 2013!

Bitte um Unterstützung….

Das Stadtteilzentrum Steglitz bittet um Eure / Ihre Unterstützung: Heute Nacht brach im KiJuNa nach gezielten Feuerwerksbeschuss ein Brand aus. Im EG wurden das “Klamöttchen” und Nebenräume vollkommen zerstört. Wenn Ihr Zeit und “Lust” habt: Wir treffen uns um 14 Uhr zum Arbeitseinsatz vor Ort (Scheelestrasse 145, Ecke Osdorfer Str. in Lichterfelde Süd). Es gilt, verbranntes Zeugs zu entsorgen, Wasser-/Löschschäden zu beseitigen und ein paar wichtige Sicherungsmassnahmen zu treffen. (bitte kleidet Euch dem Zweck entsprechend …… Vielen Dank…… und trotz alledem: Happy New Year!

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 2.300 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 4 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

mal ganz praktisch…

Stephen R. Covey schreibt zum Thema „Synergien schaffen“ : „Sehen Sie die Position des anderen.Wenn Sie das nächste Mal eine Meinungsverschiedenheit oder eine Konfrontation mit jemandem haben, versuchen Sie, die Belange des anderen zu verstehen. Behandeln Sie diese in einer kreativen Weise, die für beide vorteilhaft ist.“

Das leuchtet mir sofort ein. Wie alle Ratschläge und Anregungen, die Covey in seinem Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ für uns bereit hält….. Doch beim zweiten oder dritten mal lesen fange ich oft  an zu grübeln. Weil ich merke, dass ich einen wichtigen Teil zwar intellektuell erfasst habe, aber keinen Weg für die Umsetzung im ganz praktischen Sinne finde. Wie macht man das eigentlich, inmitten einer hitzigen Auseinandersetzung „auf kreative Weise, die für beide vorteilhaft ist“ die Belange des anderen zu verstehen? Wie schafft man es, in einer Diskussion die Ebene der Konfrontation zu verlassen und die Perspektive des „Beobachters“ einzunehmen, der die Belange und Sichtweisen aller Beteiligten erfasst, kreativ aushandelt und so Synergien schafft? Wie macht Ihr das? Im Streit. In der Diskussion. In der Auseinandersetzung .Mal ganz praktisch…….

ein Weihnachtsgruß

Ich möchte all meinen Freunden und den anderen Menschen, die mich kennen, ein schönes Weihnachtsfest wünschen. Ich werde – wie die meisten von Euch – Heiligabend im Kreis der Familie verbringen. Die Feiertage werde ich mich faul und gemütlich hauptsächlich auf dem Sofa aufhalten…. viel lesen und ab und zu mal ein Märchenfilm im Fernsehen angucken. Ein herrlich entspannendes Ritual…..

Die schönste Zeit rund um Weihnachten, ist für mich allerdings die Zeit „zwischen den Jahren“ – die Tage zwischen der Weihnachtsruhe und dem Silvestergetöse… In diesen Tagen lasse ich in entspannter Stimmung noch einmal mein Jahr Revue passieren und schaue mir noch einmal all meine Höhepunkte und all meine Niederlagen an. Diese Rückschau gibt mir Kraft und Inspiration für neue Pläne und Vorhaben, Ideen für das neue Jahr!

Ich möchte mich heute bei allen Menschen bedanken, die mich  im Jahr 2012 begleitet haben. Mit Eurer  Kritik, Unterstützung, Ablehnung, Freundschaft, Mißachtung und Liebe habt ihr mich sehr unterstützt und gestärkt. Immer mehr werde ich der Mann, der ich sein kann. Danke!

Euch und Euren Leuten alles Gute – bleibt mir gewogen……

Wer findet wen?

Heute erreichte mich über XING eine Anfrage einer  erfolgreichen Managerin, die den „Wachstumswahnsinn“ satt hat und deshalb eine sinnvolle Beschäftigung im sozialen Bereich sucht. Sie wollte von mir wissen, wo man denn einen entsprechenden Job findet und wie man denn mit den Kompetenzen Marketing und Projektmanagement am ehesten Anschluss findet.

Ich habe Ihr geantwortet: „Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten …. Dass Sie den „Wachstumswahnsinn“ satt haben kann ich ausgesprochen gut verstehen….. Aber das allein ist noch keine gute Motivation für einen Sprung in den „sozialen Bereich“….. Denn auch in dem gibt es ganz unterschiedliche Bereiche, Fachrichtungen, Spezialisierungen. Zunächst wäre also erstmal wichtig zu wissen, wofür Sie „brennen“…..: Ist es die Behindertenarbeit oder eher die Arbeit mit straffälligen Jugendlichen? Mehr der Senioren- oder eher der Familienbereich? Es gibt viele sehr unterschiedliche Bereiche in der sozialen Arbeit – was reizt Sie am meisten? Meine Erfahrung sagt mir: Wenn ich für etwas wirklich brenne und bereit bin, mich leidenschaftlich in diesem Feld zu engagieren, dann brauche ich nicht nach „Jobs“ oder Gelegenheiten zu suchen. Nicht ich finde die Möglichkeiten. Die Möglichkeiten finden mich……. „

 

Wie geht Euch das? Ist es bei Euch auch so, dass sich Euch immer viel mehr Möglichkeiten bieten, als Ihr nutzen und umsetzen könnt? Ich bin manchmal vollkommen überrascht und überwältigt, wieviele unterschiedliche Varianten und Chancen das Leben mir bietet. Ich käme nie auf die Idee, zu fragen, wie ich Möglichkeiten und Gelegenheiten ausfindig machen kann…… Ich hab manchmal eher das Gefühl, dass mich diese Möglichkeiten finden – ganz egal, wo ich mich gerade verstecke….. Kennt Ihr das?

Vertrauen inspiriert

Immer mal wieder begegnen einem außergewöhnliche Menschen, außergewöhnliche Geschichten, außergewöhnliche Biografien. Ich darf dann kurz in eine ganz andere, mit vollkommen fremde Welt hineingucken…. Für einen kurzen Moment öffnet sich ein eine Tür. Nur einen kleinen Spalt, nur für ein paar Blicke. Und dann wird mir Vertrauen entgegengebracht und ich   höre  etwas aus dem Leben dieser Menschen. Über ihre Geschichte, über ihre Erfolge und Niederlagen, über ihre Sicht auf die Dinge, auf ihr ganz persönliches, privates Leben. Manchmal geschieht dies – so wie gestern auf einer Weihnachtsfeier – im persönlichen Gespräch, manchmal beim Lesen eines persönlichen Textes oder beim Lesen eines unter einen Pseudonym geschriebenen autobiografischen Romans.  Ich bin dann ganz gefesselt. Und ich fühle mich geehrt. Ich fühle mich diesen Menschen dann sehr nah. Und ich habe das Bedürfnis ebenfalls offen und voller Vertrauen zu sein.

Ich glaube, dass wäre ein schöner Leitsatz für den Führungsalltag: „Anderen Vertrauen schenken und sich Vertrauen anderer verdienen.“ Wenn wir Vertrauen schenken, wenn wir das Geschenk des entgegengebrachten Vertrauens annehmen können, wenn wir offene und vertrauensvolle (Arbeits-) Beziehungen zulassen können, dann wird sich unser Arbeitsalltag grundlegend verbessern. Die Qualität aller Prozesse und aller Ergebnisse wird sich erheblich steigern. Nicht „Höher, besser, weiter“ sondern „Offener, fester, tiefer“ ist dann das Ziel der (Zusammen-) Arbeit. Sind wir bereit für offene und vertrauensvolle Arbeitsbeziehungen? Sind wir bereit für eine auf gegenseitiges Vertrauen basierende Arbeitsweise? Mich inspiriert diese Vorstellung sehr. Nicht nur für mein Arbeitsleben.

 

Ich bin ein freier Mensch!

Dieses Zitat habe ich heute gefunden. Ausgerechnet bei Facebook……

Das sind die passendsten und schönsten Worte, die  ein Mensch finden kann, um zu beschreiben, was es meint, ein „freier Mensch“ zu sein. Besser kann nicht mal ich selbst ausdrücken, was ich denke und fühle! Sehr bewegend. Sehr inspirierend.