Fix Fit für Berlins Jugendpolitiker: Thema Jugendarbeit

Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin und der Landesjugendring Berlin e.V. haben am 27. März alle interessierten Jugend-, -Familien und Bildungspolitiker/innen und Expert/innen der Jugendarbeit auf Landes- und Bezirksebene zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung „Fixfit! in der Jugendarbeit“ eingeladen

Die Unterlagen, die zu dieser Veranstaltung präsentiert wurden, können Sie hier aus dem Netz herunter laden. Die Dokumente im Einzelnen:

1_Materialdeckblatt_Fixfit_Jugendarbeit.pdf
2_Einlad_FixFit_JA_120327.pdf
3_FixFit_JA_Grußwort_Sts_Klebba.pdf
4_Ziele und Wirkungen Jugendarbeit_Rooss.pdf
5_RA-BernzenSonntag_120327 Liga Berlin_bearbeitet_end.pdf
6_Scherer_PP_ueberarbeitet_d_kurzfassung.pdf
7_AGJ_Kinder- und Jugendarbeit.pdf
8_MeißnerThesen_120118.pdf
9_Beschluss_LJR_Berlin_2012.pdf
10_Beschluss_LJR_Berlin_Jugend_braucht_Freiraum.pdf
11_AG KJHG-6_7_45_47.pdf
12_Info_Doku_Bln braucht JA.pdf
13_Offener_Brief.pdf

Der Hintergrund: Die Jugendarbeit in Berlin droht angesichts der vielfältigen Herausforderungen in der Jugendhilfe noch weiter ins politische Abseits zu geraten. Die Jugendpolitik steht vor grundsätzlichen Weichenstellungen. Zugleich sind Förderung ganzheitlicher Bildung, soziales Engagement und gesellschaftliche Mitgestaltung sind zentrale Leistungen der Jugendarbeit. Sie bietet notwendige Freiräume und vielfältige Unterstützungs- und Betätigungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, ihre Freizeit aktiv und nach eigenen Wünschen zu organisieren.

Mit ihrem partizipatorischen und werteorientierten Ansatz sind Jugendarbeit und Jugendverbände ein wesentliches Sozialisationsfeld neben Elternhaus und Schule und Motor einer demokratischen Zivilgesellschaft.

Copyright, 2012: DPW Berlin: weitere Infos: schulz@paritaet-berlin.de

Veröffentlicht mit freundlicher Zustimmung des DPW Berlin.

Fixfit in den Hilfen zur Erziehung (HzE) – 100 Interessierte folgen Liga-Einladung

Unter diesem Motto hatte die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin Jugend-, Familien- und BildungspolitikerInnen, angehende HzE- Experten auf Landes- und Bezirksebene und VertreterInnen freier Träger ins Centre Monbijou in Berlin-Mitte eingeladen.

Am Mittwoch, den 14. März 2012 trafen sich rund 100 TeilnehmerInnen, um sich umfassend zu informieren und über verschiedene Ansätze der fachlichen und finanziellen Steuerung der Hilfen zur Erziehung auszutauschen. Mit besonderem Interesse ist dabei der Vortrag der Grazer Amtsleiterin des Jugendamts Mag. Ingrid Krammer aufgenommen worden, die über die Erfahrungen mit einem Modell der „Steuerung der Hilfen zur Erziehung durch einheitliche Fachlichkeit und Globalbudget“ berichtete.

Zuvor referierte Ralf Liedtke vom Diakonischen Werk für die Liga über aktuelle Zahlen und Entwicklungen zu HzE in Berlin. Monika Schipmann von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft präsentierte Folien über Zielstellungen und Erfahrungen mit dem Berliner Rahmenvertrag für Hilfen zur Erziehung durch Dienste der Kinder-und Jugendhilfe. Andreas Gladitsch, Fachleiter HzE aus dem Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg und Mitglied der bezirksübergreifenden  AG 3( fachliche Steuerung HzE)  berichtete über Aspekte der fachlichen Steuerung von Erziehungshilfen in Berlin.

Die Veranstaltung wurde eröffnet von Oswald Menninger, dem Geschäftsführer des Paritätischen Berlin ( derzeit Liga-Federführung), der darauf verwies, dass der Paritätische bereits 2002 erstmals Grundzüge eines sozialraumorientierten Jugendhilfebudgets entwickelt hatte. 2008 gab es sogar einen Beschluss des Abgeordnetenhauses, in zwei Berliner Bezirken eine Jugendhilfebudgetsteuerung zu erproben. Die Diskussion darüber sei leider versandet. Andreas Schulz, Jugendhilfereferent des Paritätischen Berlin, der die Veranstaltung moderierte, appellierte am Schluss an die Vertreter von Verwaltung und Politik, sich vom erfolgreichen Grazer Modell inspirieren zu lassen und den Beschluss des Abgeordnetenhauses in die Praxis umzusetzen, in zwei Berliner Bezirken eine Budgetsteuerung für die Jugendhilfe modellhaft zu erproben.

Die Beiträge der Referenten sowie weitere Hintergrundinformationen mit Daten und Fakten zu HzE sind als Download verfügbar s.u.

Jugendhilfeausschuss Steglitz-Zehlendorf am 13.3.

Am Dienstag, den 13. März findet die 2. Sitzung des Jugendhilfeausschusses Steglitz-Zehlendorf statt. Die Sitzung beginnt um 17.00 Uhr und findet im Haus der Jugend Albert Schweitzer, Am Eichgarten 14 in 12167 Berlin statt.

Ich werde wieder aus der Sitzung twittern bzw. die Notizen zur Sitzung online stellen.

Hier die Tagesordnung:

TOP 1 Einwohnerfragestunde
TOP 2 Genehmigung der Tagesordnung
TOP 3 Vorstellung der Einrichtung
TOP 4 Genehmigung des Protokolls vom 02.02.2012
TOP 5 Geschäftliche Mitteilungen
TOP 5.1 Benennung einer/s Bürgerdeputierten für die Lenkungsgruppe Schule / Jugendhilfe
TOP 6 Berichte der Sprecher/innen der RAG gem. § 78 SGB VIII (Regionen A – D)
TOP 7 Stand Kitaplanung im Bezirk (BE: Herr Hoffmann)
TOP 8 Projekt Familienhebammen (BE: Frau Dümchen)
TOP 9 Beschlussvorlage zur Wahl von JHA-Mitgliedern aus sachverwandten Bereichen (siehe Anlage)
TOP 10 Bericht aus der Verwaltung
TOP 11 Verschiedenes

Schon um 16.00 Uhr treffen sich KollegInnen der freien Träger zu einer Vorbesprechung der Sitzung. Raum bitte vor Ort erfragen!

Bundesweite Fachtagung zur Jugendsozialarbeit an der Fachhochschule Jena

Am 8. und 9. März findet an der Fachhochschule Jena die bundesweite Fachtagung zur Jugendsozialarbeit statt. Zum Thema „Im Räderwerk der Systeme“ beziehen Sozialarbeiter aus ganz Deutschland Position und wollen in einen gemeinsamen Dialog mit Politikern und Pädagogen treten.

In gemeinsamer Zusammenarbeit der Stadt Jena mit der Fachhochschule und den Fachleuten, knüpft die Tagung an aktuelle Entwicklungen der Jugendsozialarbeit an und will, neben einer Analyse der Situation, zu einer Bündelung der Kräfte führen. Dabei geht es vor allem darum, zu zeigen, dass Soziale Arbeit ein gemeinsames, neues Selbstverständnis braucht, das ein machtloses Einzelgängertum ablösen muss. Nur so können Sozialarbeiter zum Sprachrohr der Jugend werden und den dringenden Handlungsbedarf bestimmen und umsetzen.

Daher richtet sich die Fachtagung an Streetworker und mobile Jugendarbeiter, an Jugendsozialarbeiter sowie an die Jugendberufshilfe und Schulsozialarbeiter. Auch Mitarbeiter der Jobcenter, Politiker und Rechtsanwälte sowie alle interessierten Studierenden, Bürger und Bürgerinnen sind aufgefordert, Kernpunkte zu erarbeiten und eine gemeinsame Handlungsstrategie im Sinne der Jugend zu diskutieren.

In verschiedenen Workshops können Erfahrungen ausgetauscht und Lösungsansätze erarbeitet werden, während unterschiedliche Vorträge zur aktuellen Lage der Sozialen Arbeit eine Gesprächsgrundlage geben. Die Workshops widmen sich einerseits den spezifischen Einzelfallhilfen der Jugendsozialarbeit im Spannungsfeld zwischen SGB VIII, II und XI, andererseits aber auch den Bedingungen für eine gelingende Partizipation von Jugendlichen im Arbeitsalltag.

Ziel der Fachtagung ist eine umfassende Diskussion der Handlungsfelder Sozialer Arbeit; zum Beispiel bedarf die politische Arbeit sowohl auf lokalpolitischer Ebene als auch länderübergreifend einer konkreten Strategie. Die Veranstaltung findet in der Aula (Haus 4) statt und beginnt am 8. März um 9.00 Uhr, am 9. März schon um 8.30 Uhr.

Kontakt: Prof. Dr. Werner Lindner
Fachbereich Sozialwesen
E-Mail: werner.lindner@fh-jena.de

Katharina Heidecke

Weitere Informationen:
– http://www.fh-jena.de

Quelle: idw


Neues Qualitätsmanagementhandbuch für Jugendfreizeiteinrichtungen erschienen

Nur mal so als – ergänzendes – Kontrastprogramm zu dem Beitrag über den Unsinn der gegenwärtigen Finanzierungsstruktur von Jugendeinrichtungen von Herbert Scherer eine Pressemitteilung der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin,  vom  21. Feb rua r 2012
Das Foto passt irgendwie dazu….. oder?
„Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat jetzt die 3. Auflage desHandbuchs Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen herausgegeben. Auf 181Seiten werden die zentralen Aspekte der Jugendarbeit dargestellt. Außerdem bietet es zahlreiche Arbeitshilfen. In den über 400 Einrichtungen auf Bezirks- und Landesebene dient das Handbuch als Instrument der Selbstevaluierung und der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.„Die Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen sind wichtige Orte der Bildung von Kindern und Jugendlichen. Das Handbuch Qualitätsmanagement zeigt anschaulich, wie dieser vielfältige Anspruch eingelöst wird. Durch die große Bandbreite ihrer Angebote bieten sie wertvolle Bildungs- und Lerngelegenheiten. Sie sind Orte für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen,fördern soziale Verantwortung und gesellschaftliche Mitverantwortung. Ihre Aufgabenverwirklichen sie zunehmend gemeinsam mit Schulen, mit Kultureinrichtungen und mit anderen Bereichen der Jugendhilfe“ so die Jugendsenato rin Sandra Scheeres .Das Handbuch Qualitätsmanagement ist ein bundesweit einzigartiges Instrument der praxisbezogenen Konzeptentwicklung. Es wurde in einem dialogischen Prozess mit Praktikerinnen und Praktikern erarbeitet und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Scheeres: „Die neue Ausgabezeigt, dass Berlin über eine intakte und produktive fachliche Kooperationsstruktur der bezirklichen und landesweiten Jugendarbeit verfügt.“Die dritte Auflage des Handbuches beinhaltet zahlreiche Ergänzungen und Aktualisierungen.Themen, die bei der Überarbeitung berücksichtigt wurden, sind Kooperation mit Schulen,Elternarbeit, interkulturelle und internationale Jugendarbeit, Nutzung von Online-Communities.Das neue Handbuch Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen sowie we itere Materialien für die Fachkräfte der Jugendarbeit sind als Download auf der Homepage derSenatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft erhältlich.“

Schluss mit dem Unsinn – aktuelles Finanzierungsmodell in der Kinder- u. Jugendarbeit absurd!

Schluss mit dem Unsinn! – Dank an Herbert Scherer für die Zusammenstellung dieses Materials:

Das aktuelle Finanzierungsmodell der ‚allgemeinen Kinder- und Jugendarbeit‘ drückt deren Bezahlung systematisch in den Keller und provoziert absurde „Rettungsversuche“. Die ANGEBOTSSTUNDE, ein sog. Produkt in der Kosten-Leistungs-Rechnung, ist als Bemessungsgrundlage für die Leistungen der Kinder- und Jugendarbeit ungeeignet.

Die in der Bildergalerie zusammengestellte Präsentation macht die Risiken und Nebenwirkungen dieses Finanzierungssystems deutlich und zeigt, in welchem Ausmaß es Manipulationen Tür und Tor öffnet.

Einfach auf das erste Bild klicken und Bildergalerie öffnen!
Weitere Informationen (und Diskussionsbeiträge) über scherer@sozkult.de

Vision Summit 2012 – Ich bin dabei!

Für diese Veranstaltung mache ich richtig gerne Werbung…. Und vielleicht sehen wir uns ja in diesem Jahr beim Vision Summit in Potsdam !?! Ich werde auf jeden Fall dabei sein!

Die Einladung zum Vision Summit kam heute per Mail – für alle, die die Einladung noch nicht gesehen haben…. hier ist sie:

EINLADUNG

VISION SUMMIT 2012
“IMPACT! – DENK DIE WELT WEITER!”
17.-19. Mai 2012 – “Vision Campus” Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam
JETZT ANMELDEN unter www.visionsummit.org

Liebe, sehr verehrte Social Innovation Pioniere,

Der VISION SUMMIT 2012 markiert einen großen Durchbruch, den niemand verpassen sollte, der sich für eine nachhaltige und humane Gesellschaft und Wirtschaft einsetzt, denn:

Alle großen Bewegungen zu diesem Ziel – von Social Entrepreneurship bis Social Business, von Corporate Social Responsibility bis nachhaltiges Wirtschaften, von sozialem bis ökologischem Engagement – finden derzeit einen neuen gemeinsamen Treiber: Social Innovation. So wie die Technik von technischen Innovationen vorangetrieben wird und die Wirtschaft von Geschäftsmodellinnovationen, so blüht derzeit eine dritte tragende Säule auf, eine überfällige, eine, die die beiden anderen Säulen in eine zukunftsfähige Balance bringt: gesellschaftliche, sozial-ökologische Innovationen.

In wenigen Tagen erscheint ein Programmheft von nicht weniger als 24 Seiten mit einer unglaublichen Dichte an

  • Premieren pionierhafter bahnbrechender Social Innovations, von denen alle Engagierte in diesen Themenfeldern massiv profitieren werden
  • höchst praxisorientierten Trainingskursen
  • mehr als 75 interaktiven Workshops mit mehr als 150 renommierten Impulsgebern
  • mehr als 50 beispielhaften Social Innovation Projekten, die in Workshops, beim Bildungsparcour oder bei der Vision Fair vorgestellt werden
  • großen Begleitevents von der Vision Fair über einen Bildungsparcour, ein Tagesworkshop “Design Thinking for Social Innovation”, einen Jugendworkshop und einen Social Innovation Hub bis zur Langen Nacht der Visionen

Der beigefügte Anhang gibt dazu einen ersten kleinen Überblick. Wohl noch nie kamen derart viele Social Innovation Pioniere aus Wirtschaft, NGOs, Stiftungen, Politik und Zivilgesellschaft zusammen.

Findet 2012 der große Durchbruch für Social Innovation statt? Gleich mehrere Medienkampagnen, Internetplattformen und starke neue Netzwerke starten beim VISION SUMMIT 2012 – mit genau diesem Ziel.

Jetzt anmelden bedeutet, gesichert dabei sein beim Gipfel der Visionen und deren Umwandlung in handfesten IMPACT mit dem eigenen Projekt oder einem Team-Projekt, in einem Unternehmen oder einer NGO.

Wir freuen uns auf einen überwältigenden VISION SUMMIT 2012!

Das VISION SUMMIT Team

Veranstalter: GENISIS Institute for Social Innovation and Impact Strategies gemeinnützige GmbH
Co-Veranstalter: Ashoka Deutschland, Humboldt-Viadrina School of Governance, Universität Potsdam, HPI School of Design Thinking, Senat der Wirtschaft Deutschland sowie 20 weitere Kooperationspartner

Genisis Institute for Social Innovation and Impact Strategies gemeinnützige GmbH
Palais am Festungsgraben, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin-Mitte
peter.spiegel@genisis-institute.org, T +49 (0)30 2850 6812, F +49 (0)30 2850 6119
www.genisis-institute.orgwww.visionsummit.orgwww.global-entrepreneurs.org

Wir brauchen Sozial-Manager….. wenn sie gut sind!

Auch im sozialen Bereich arbeiten Manager.Viele von ihnen nennen sich nicht so, weil sich „Sozialmanager“ immer noch ein bisschen wie „gewollt und nicht gekonnt“ anhört. Aber sie arbeiten wie Manager, denken wie Manager. Sind für Ergbnisse verantwortlich – wie Manager…. Ich erspare mir und Euch an dieser Stelle eine Diskussion der Unterschiede zwischen Managern und Unternehmern…. Das werde ich demnächst mal nachholen. An dieser Stelle sei lediglich darauf hingewiesen, dass das was ich über Sozialmanager sage, hier auch für Sozialunternehmer („social entrepreneurs“) gilt.

Eine Frage, die mich seit einiger Zeit immer mal wieder beschäftigt, ist die nach der Wirksamkeit und Produktivität von Menschen, die soziale Unternehmen leiten. Wie kommt es, dass es unter den „Sozialfuzzis“ einige gibt, die sehr gute Ergebnisse erzielen, erfolgreich sind, deren Organisationen wachsen und wichtige Impulse für Innovation, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit setzen – während andere (unter gleichen oder ähnlichen Rahmenbedingungen arbeitend ) regelmäßig mit Krisen umzugehen haben, Mißerfolge produzieren, ums Überleben kämpfen müssen?

Ich vermute, dass Manager der ersten Kategorie bestimmte Verhaltensweisen und Arbeitstechniken beherrschen, die Manager der zweiten Kategorie nicht kennen – oder zumindest nicht anwenden.

Vier wesentliche Unterschiede habe ich beobachtet (aber es gibt ganz sicher  einige mehr…..):

1. Wirksame SozialmanagerInnen formulieren Ziele – für sich selbst und zusammen mit ihren MitarbeiterInnen für die gesamte Organisation!

Attraktive und herausfordernde Ziele setzen kreative und produktive Energie frei. Diese Energie hilft schwierige Phasen zu überstehen. Große Ziele bieten Orientierung in diesen Phasen – wie der Leuchtturm am rettenden Ufer, der bei rauher See die Richtung anzeigt. Große Ziele leiten sich aus einer gemeinsamen Vision ab. Meistens findet sich diese Vision in einem gemeinsamen Leitbild wieder. Ein Lieblingsspruch: „Alles, was Du Dir vorstellen kannst, kannst Du auch erreichen.“

Weniger erfolgreiche Manager formulieren keine Ziele. Sie lassen sich von den Alltagsanforderungen lenken, denen sie sich meist wehrlos ausgesetzt sehen. Ihr Lieblingsspruch (frei nach Helmut Schmidt): „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

2. Erfolgreiche SozialmanagerInnen haben ein (Selbst-) Organisationssystem…… – und setzen es konsequent um!

Wer seine Zeit sinnvoll zu nutzen weiss, erzielt bessere Ergebnisse. Eigentlich klar. Erfolgreiche Menschen handeln entsprechend. Weniger erfolgreiche nicht. Erfolgreiche Menschen können sich auf wichtige Aufgaben und Projekte fokussieren. Sie kennen den Unterschied zwischen dringend und wichtig. Sie richten ihre Arbeitsweise und -organisation nach diesen Prioritäten aus. Erfolgreiche Menschen kümmern sich um die wichtigen Dinge, weniger erfolgreiche um die dringenden…….Ein Lieblingszitat der Erfolgreichen: „Der Schlüssel liegt nicht darin, Prioritäten für das zu setzen, was auf Deinem  Terminplan steht, sondern darin, Termine für Deine  Prioritäten festzusetzen.“ (Stephen R. Covey)

3. Erfolgreiche SozialmanagerInnen beherrschen ihre Werkzeuge und setzen sie sinnvoll und zweckgerichtet ein.

Rechner, Tablet-PC, Smartphone, Planbuch, Kalender, Aufgaben- und Projektlisten…. Jedes dieser Werkzeuge entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn es für die jeweilige Aufgabe entsprechend angemessen und sinnvoll  eingesetzt wird. In der beruflichen Praxis sind mir viele LeiterInnen sozialer Einrichtungen begegnet, die versuchen, ihr Projekt oder ihre Organisation mit unzueichenden Werkzeugen (alte Rechner mit überalterter Software, Post-It-Zetteln oder auseinderbröselnden „Chinakladden“) zu steuern.
Erfolgreiche Menschen setzen die verschiedenen Werkzeuge mit nahezu spielerischer Leichtigkeit ein…. Sie sind vernetzt mit MitarbeiterInnen und wichtigen Kooperationspartnern, halten sich über den Stand der Dinge immer auf dem Laufenden und sind immer dann kommunikationsbereit, wenn Kommunikation gefragt und notwendig ist. Sie wissen, wann welche Jobs zu erledigen sind und können sicherstellen, dass die hierfür benötigten Ressourcen dann auch zur Verfügung stehen. Erfolgreiche Menschen halten Ordnung. Nicht weil sie „zwanghaft“ oder „unkreativ“ sind – sondern weil sie keine Zeit mit suchen verschwenden wollen.

Ein Zitat, das sie mögen: „Wer als einziges Werkzeug den Hammer kennt – für den ist jedes Problem ein Nagel.“

4. Erfolgreiche Menschen können rechnen.

Es ist unglaublich, wie viele ManagerInnen sozialer Einrichtungen sich den betriebwirtschaftlichen Anforderungen und Fragestellungen, die ihr Job mit sich bringt, verweigern. Fast schon zu banal…. dennoch muss es hier erwähnt werden: Wer die Verantwortung für die Finanzen einer Organisation trägt, sollte mit Zahlen umgehen können. Erfolgreiche SozialmanagerInnen wissen das und bilden sich entsprechend fort (denn allzu oft kommt dieser Part in der Ausbildung sozialer Berufe absolut zu kurz). Sie machen sich schlau und entwickeln neben fachlicher Kompetenz auch ein fundiertes Know-How im kaufmännischen Bereich.

Sie wissen: Geld ist nur ein Problem, wenn man es nicht hat.

Welche Beobachtungen macht Ihr? Mit welchem „ManagerInnen-Typ“ seid Ihr in Euren Projekten und Organisationen konfrontiert? Und welche weiteren Unterschiede zwischen erfolgreichen und erfolglosen Führungspersönlichkeiten habt Ihr in der Praxis beobachten können?

Kinder sterben – auch, weil Sozialarbeiter schlecht ausgebildet sind.

In einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ äußert sich Prof. Wolfgang Hinte, „Vater“ der Sozialraumorientierung und Vorstandsmitglied des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit, über Ursachen und  notwendige Konsequenzen aus dem Tod der kleinen Zoe aus Weissensee. Die Ausbildung der Sozialarbeiter sei schlecht, da praxisfern. Die Finanzierungs- und Controllingstrukturen in der Jugendhilfe ungeeignet. Sein Fazit: „Wir brauchen ein Finanzierungssystem, das Träger belohnt, die Problemfamilien so frühzeitig „bearbeiten“, dass teure Hilfekarrieren gar nicht entstehen. Problem: Das Jugendamt darf in einer frühen Phase für das Kind noch keine Hilfe gewähren – erst wenn es „richtig arm dran“ ist. Und wir müssen die Konkurrenz aus dem „Hilfemarkt“ nehmen. Die passt allenfalls zum Profit-Sektor, aber nicht zum sozialen Bereich.“  Und: „Es mangelt  in Berlin an der Zusammenarbeit zwischen Ämtern und Freien Trägern. Und der Senat müsse Problemfamilien möglichst früh helfen – nicht erst, wenn überforderte Eltern ihren Kindern Gewalt antun.“

Das ganze Interview H I E R lesen….. (Link zur Berliner Zeitung vom 14.2.2012)

8 Regeln für totalen Stillstand in Unternehmen

Für alle, die am Wochenende noch ein bisschen was über Unternehmens- und Mitarbeiterführung lernen möchten, hier ein Ausschnitt aus einem Vortrag von Prof. Dr. Peter Kruse. „8 Regeln für den totalen Stillstand in Unternehmen“. Treffend auf den Punkt gebracht…. Und vielen, die schon mal in solchen Unternehmen und unter solchen Vorgesetzten gearbeitet haben, wird das Lachen an der einen oder anderen Stelle im Halse stecken bleiben….

Hier der Link zum Video….. >