Wachstumsmarkt Social Entrepreneurship

Einen unglaublich interessanten Artikel haben die Kollegen von „förderland – Wissen für Gründer und Unternehmer“ veröffentlicht. Werner Arndt, Geschäftsführer der Wackstum GmbH erklärt, warum Soziale Geschäftsideen ein großer Wachstumsmarkt  sind und wie Gründerinnen und  Gründer diese Chance nutzen können.

Sein Fazit: Social Entrepreneurship ist DER Wachstumsmarkt – erst recht und ganz besonders für Frauen. (Allerdings würde ich die These mit den Frauen gern noch mal hinterfragen und diskutieren…… )

Den ganzen Artikel solltet Ihr lesen….. und zwar h i e r……

Über den Autor
Werner Arndt (Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing.), geb. 1950 in Berlin, ist seit 2010 Geschäftsführer der WACKSTUM GmbH, der Wagnis Kapital Managementgesellschaft mbH und seit 2011 zusätzlich Vorstand des gemeinnützigen Vereins LEUCHTTURM e.V. Er war von 1998 bis 2010 Geschäftsführer der Münchener Business Plan Wettbewerb GmbH bzw. MBPW GmbH. Davor war er über 30 Jahre in der High-Tech-Industrie tätig.

7 Wege zur Effektivität in der Sozialen Arbeit

Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich ein großer Anhänger und Fan von Stephen R. Covey bin. Sein Buch „7 Wege zur Effektivität“ hat mich begeistert und inspiriert mich immer wieder aufs Neue…. Vor kurzem  wurde ich gefragt, wie wir die „7 Wege“ in der sozialen Arbeit umsetzen können . Hier der Versuch einer Antwort:

1. Proaktiv sein

Klienten, Kunden und Mitarbeiter(innen) motivieren und inspirieren, selbst Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen. Wir glauben, dass jeder Mensch das Recht und die Pflicht hat, das Beste aus seinem Leben zu machen!

2. Schon am Anfang das Ende im Sinn haben

Wir wollen, dass die Menschen durch unsere Unterstützung und unsere Arbeit unabhängig von uns werden. Wir müssen den Menschen helfen, ihre Dinge alleine und unabhängig von uns geregelt zu bekommen. Hilfe, Beistand und (pädagogische) Begleitung sind nur dann nachhaltig erfolgreich, wenn sich auch nach dem „Wegfall“ der Unterstützung Stabilität und Erfolg der Menschen einstellt. Wir wollen keine „Klienten-Karrieren“ im Sinne von lebenslanger Begleitung……

3. Das Wichtigste zuerst tun

Erst helfen – dann Ursachen bearbeiten. Erst das Feuer löschen um schwere Schäden zu vermeiden, dann am Thema Brandverhütung arbeiten. Erst der Mensch…. dann der Rest……..

4. Gewinn/Gewinn – Denken

Wir teilen Probleme, Lösungen, Hilfsmittel, Erfolge. Allen kann geholfen werden, wenn sich alle verantwortlich fühlen. Es gibt genug Lösungen, Hilfe, Unterstützung, Begleitung und und und…… für alle. Niemand muss ausgeschlossen bleiben.

5. Erst verstehen, dann verstanden werden

Nur wenn wir die Lebenswirklichkeit der Menschen, mit denen wir zu tun haben verstanden und akzeptiert haben können wir Anregungen für passende Hilfen und Unterstützungsangebote geben. Sozialarbeit funktioniert nur wenn sie an den Ressourcen und Kompetenzen der Menschen anknüpft…..

6. Synergien schaffen

Kooperation statt Konkurrenz. Synergien durch Vernetzung – das gilt auch und vor allem in der Sozialen Arbeit!

7. Die Säge schärfen

Heute, morgen, jeden Tag: Nimm Abstand von dir, von deinen Problemen. Mach die beste Pause aller Zeiten….. und danach: Mach das Beste aus deinem Leben!

JHA goes Twitter

Im Januar bin ich von der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Steglitz-Zehlendorf als Vertreter des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes zum Bürgerdeputierten gewählt worden. Wichtig ist mir die Interessenvertretung für freie Träger der Jugendhilfe im Bezirk und Lobbyarbeit für die Arbeit der freien Träger und die Anliegen der durch sie betreuten und begleiteten Menschen. Enge Kommunikation mit den Akteuren im Bezirk und Transparenz meiner Arbeit im Ausschuss ist mir wichtig: Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen aus der Jugendhilfe findet permanent statt. Ergänzt werden soll die Kommunikation durch Vorbesprechungen zum JHA jeweils vor den Sitzungen. (Wie genau das dann ablaufen kann, werde ich den KollegInnen dann zeitnah mitteilen….) Ab dem 2.2. werde ich dann aus dem monatlich tagenden Jugendhilfeausschuss Steglitz-Zehlendorf twittern…. Sehr gerne nehme ich Anregungen, Kommentare und Statements entgegen und werde sehen, was sich dann in die jeweilige Sitzung sinnvoll einbringen lässt. Ich erwarte mir hierdurch eine größere Transparenz der Arbeit und der Entscheidungsfindungsprozesse im Ausschuss  (es können also auch Leute mitverfolgen, was besprochen wird, die nicht „live“ dabei sind…)  Bitte weitersagen bzw. teilen: Hashtag #jhasz

An Jugendhilfe interessierte Menschen (nicht nur) aus Steglitz-Zehlendorf können mir bei Twitter folgen > TMampel < Ich freue mich über jeden neuen Follower!

Die Befreiung der Arbeit…..

Weltweit starren Manager fassungslos auf die Firma Semco: Was dort passiert, widerspricht allem, an was sie glauben. Die 3000 Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind für alle einsehbar, die Emails dafür strikt privat und wie viel Geld die Mitarbeiter für Geschäftsreisen oder ihre Computer ausgeben, ist ihnen selbst überlassen.

den ganzen Text gibt’s H I E R (auf freiwilligfrei.info)

 

Ich frage mich: Finde ich das gut? Faszinierend ist es auf jeden Fall. Aber: Wie müssten die Dinge sein, damit ein solches Modell auf die Organisationen bzw. Unternehmen übertragbar wäre, für die ich verantwortlich bin. Was denkt Ihr?

Unbekanntes Wirtschaftswunder: Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal

Heute mache ich mal Werbung für eine Veranstaltung des Vereins „Berliner Wirtschaftsgespräche“. „Unbekanntes Wirtschaftswunder: Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal“ ist der Titel der Titel dieser Veranstaltung am Dienstag, 27.03.2012 (13.00 Uhr) in der  Bank für Sozialwirtschaft,
Oranienburger Straße 13/14 in 10178 Berlin.

Hier die Ausschreibung und das Programm des Tages:

Unser Staat bekennt sich in seinem Grundgesetz zu seinem Wesen als demokratischer Sozialstaat. Kurz gefasst, resultieren daraus zahlreiche Aufgaben, die der Staat durch eigens dafür Beauftragte erbringen lässt. Über Jahrzehnte entwickelte sich in diesem Kontext ein hochkomplexes Beziehungsgefüge, in dem staatliche Aufgaben in Wohlfahrtspflege und Gemeinwesen durch Dienstleister erbracht werden. Im Spannungsfeld zwischen sozialer Verantwortung und wirtschaftlicher Steuerung bewegt sich heute die soziale Branche.

Nicht nur für Außenstehende und Beobachter ist die »Funktionsweise« unseres Sozialstaats nicht deutlich. Oft wissen sogar Betroffene und gut Informierte wenig über die politischen, gesetzlichen, verwaltungslogischen und finanziellen Hintergründe sozialer Arbeit. Während reibungsloses Funktionieren selbstverständlich und voraussetzungslos erscheint, erfahren Fehler, Brüche, Probleme, menschliches Versagen oder kriminelle Tatbestände eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Denen, die diese Arbeit verantworten oder ausführen, erscheint die hohe Aufmerksamkeit oft unverhältnismäßig gegenüber der fehlenden Kenntnisnahme positiver Tatsachen. Nicht selten fehlt Respekt.

Auf der Strecke bleiben Fragen: Wie kann der unbekannte und gleichzeitig milliardenschwere Tanker Sozialwirtschaft künftig überhaupt im Sinne des Sozialstaats gesteuert werden? Ein Tanker, der elementare gesellschaftliche Bedürfnisse und gesetzlich verbriefte Rechte von Menschen, die die Hilfe anderer benötigen, transportiert. Ein Tanker, der unzählige Menschen nicht nur unterstützt, sondern auch beschäftigt.

Die Debatte wendet sich an die Fachöffentlichkeit: Entscheidungsträger aus Verbänden, Politik, Verwaltung und Sozialwirtschaft sowie an Vertreter der Medien.


Programm      

12.30 Uhr        Einlass | Erfrischungsgetränke, Kaffee

13.00 Uhr        Zum Thema | Begrüßung
Oswald Menninger Der PARITÄTISCHE Berlin
Matthias Ninke BfS
Dr. Rudolf Steinke, Berliner Wirtschaftsgespräche e. V.

13.15 Uhr        Vortrag
Krise und Zukunft des Sozialstaats

Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität Köln

13.45 Uhr         Forum I
Skandale, Kontrollen und Rendite
 ethische Probleme sozialer Dienstleistungen

Sozialstaat im Wandel und im Spiegelbild der Medien: Nach jahrelanger Berichterstattung um den so genannten Sozialmissbrauch ist nun die betrügerische Betriebsführung sozialer Unternehmen im Visier. Eine neue Facette im Diskurs um den Um- und Abbau des Sozialstaates. Daraus ergeben sich Fragen, die nicht immer neu sind, für die jedoch heutige Antworten gebraucht werden:

  •  Ist das Leitbild »Sozialstaat« für die Bundesrepublik Deutschland strittig oder gar hinfällig? Warum berichten Publikumsmedien nur über Skandale oder ehrenamtliche Aktivitäten?
  •  In welcher Rolle sehen sich Journalisten und Medienvertreter? Ist es naiv zu erwarten, dass Publikumsmedien auch über das »normale« Funktionieren sozialer Leistungen berichten? Ist das Leserinteresse nur offen für Skandale?
  •  Woran liegt es, dass über die größte Wirtschaftsbranche (»Hilfsindustrie«) höchst unklare Vorstellungen bestehen?
  •  Oder ist Komplexität der sozialen Leistungserbringung für Leser und Journalisten und Journalisten nur schwer zu durchschauen? Was können Sozialunternehmen und Verbände tun, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, abseits von Skandal und PR?
  •  Wie haben sich die Rahmenbedingungen sozialer Träger in den Jahren nach der Reform der Sozial- und Gesundheitsgesetzgebung verändert? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Politik eines großen Spitzenverbandes? Und welche »Presse« braucht die Branche?
  •  Potenziale aktivieren oder den Trägern auf die Finger schauen? Welche Absichten hat der Berliner Senat mit der Umsetzung der Bundesratsinitiative zu unangekündigten Kontrollen in sozialen Einrichtungen?
  • Öffentlichkeit, Druck aus der Verwaltung und Stichwort Transparenz: Welche   Probleme der Steuerung ergeben sich daraus für soziale Unternehmen?

Über das Bild des Sozialen in der Gesellschaft, das Image sozialer Leistungen und die Konsequenzen für Entscheidungsträger diskutieren:

  •  Andreas Bode, Geschäftsführer, Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V. / ab März 2012: Geschäftsführer nbw gGmbH
  • Klaus Mielke, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin
  • Angefragt: Ralf Schönball, Der Tagesspiegel, Berlin
  • Anfrage: n. n. überregionaler Träger, Verband

15.00 Uhr Kaffeepause

15.15 Uhr Forum II
Sozial oder Wirtschaft? Was ist noch sozial an der Sozialwirtschaft?

Wie können Verantwortliche in Politik und Verwaltung in Zeiten knapper Kassen überhaupt agieren? Welche Schwierigkeiten bereiten sozialpolitische Entscheidungen? Wie fließen ethische Fragestellungen in betriebswirtschaftliche Steuerungsprozesse sozialer Dienstleister ein?

Aus anderer Perspektive betrachtet: Sind soziale Unternehmen nur die Kostentreiber sozialer Ausgaben? Wie sind sie als staatlich beauftragte Leistungserbringer, Wirtschaftsfaktor, als Arbeitgeber, als Partner in öffentlichen Belangen und als Wirtschaftsunternehmen in Stadt und Region eingebunden?

Es diskutieren:

  • Norbert Prochnow, Geschäftsführer, Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen gemeinnützige GmbH, Berlin
  • Anfrage: Stefan Spieker, Fröbel-Gruppe / Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.
  • Anfrage: Gabriele Stumpenhusen, Ver.di
  • Anfrage: Ute Hiller, Berliner Aidshilfe e.V.
  • Anfrage: Prof. Dr. Gerd G. Wagner, DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Berlin

16.30 Uhr Kaffeepause

16.45 Uhr Podiumsdiskussion
Die Zukunft der Eingliederungshilfe – Spagat zwischen Fachkonzept und Sparzwang

Worum geht es in der Bundesratsinitiative zum Zwölften Sozialgesetzbuch? Wie sollen Steuerungsmöglichkeiten für Kosten- und Leistungsträger einerseits und passge-naue Hilfen für die Zielgruppen andererseits besser gewährleistet werden?
Und ganz konkret:

  • Welche Konsequenzen ergeben sich aus der strengen Personenzentrierung der Hil-fen sowie der Möglichkeit, Angebote zur beruflichen Rehabilitation »in Konkurrenz« zum bestehenden System der WfbM zu entwickeln?
  • Wie sehen Budgetmodelle aus?
  •  Wie läuft künftig Sozialpolitik in Berlin? Und wie wird sie bezahlt?

Es diskutieren:

  • Andrea Fischer, Fraktionsvorsitzende DIE GRÜNEN BVV Mitte, selbstständige Bera-terin für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft, ehem. Bundesministerin für Gesundheit und MdB
  • Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte, Leiter Abteilung Gesundheit, Personal, Finanzen
  • Oswald Menninger, Geschäftsführer, Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Lan-desverband Berlin e.V.
  • Matthias Ninke, Geschäftsstellendirektor, Bank für Sozialwirtschaft, Berlin
  • Matthias Rosemann, Geschäftsführer, Träger gGmbH, Berlin
  •  Anfrage: Martina Schnellrath, Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin
  •  Anfrage: Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, Berlin

18.00 Uhr Empfang bei Bier und Brezel

 Der Teilnehmerbeitrag beträgt € 50.- ! Anmelden könnt Ihr Euch  H I E R …

Interview mit Thomas und Olga Georgi – „Die Jugendtrainer“

Ein sehr interessantes Interview mit zwei sehr interessanten Menschen gibt es heute im Blog der .garage berlin zu lesen. Ich erlaube mir, die Einleitung zu kopieren………. und hoffe, dass viele Menschen, den Beitrag und das Interview lesen. Das Beispiel dieser beiden Menschen ist sehr motivierend und inspirierend. Für mich jedenfalls……….

Und hier der Beginn des Blog-Beitrages von Jeannette Hagen:

“Wer keine Vision hat, vermag weder große Hoffnung zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen.”, so ein Leitspruch von  T. W. Wilson, (1856 – 1924), US-amerikanischer Historiker und 28. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Damit ist schon viel gesagt, denn fragt man erfolgreiche Unternehmer nach ihrem Geheimrezept, antworten viele, dass sie ohne eine große Vision,  niemals da wären, wo sie heute stehen. Fortschritt wäre ohne Vision nie denkbar.  Eine Vision darf nicht nur, nein sie muss groß sein.
Olga und  Thomas Georgi, Gründer und Geschäftsführer des Coaching Unternehmens “Die JugendTrainer” hatten von Beginn an eine Vision. In einem Interview lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben.

zum Interview und weiterlesen? Dann H I E R klicken……

Mit Facebook gegen Armut kämpfen!

Die Studentin Anna Vikky hat Deutschlands modernste Hilfsorganisation gegründet. Schon als Düsseldorfer Schülerin hat Anna Vikky regelmäßig ihr Sparschwein für die tamilischen Verwandten geleert. Als der Tsunami an Weihnachten vor sieben Jahren auch Teile Sri Lankas verwüstete, stand sie gemeinsam mit Freunden auf der Straße, um für die Opfer der riesigen Flutwelle Spenden zu sammeln. Und war danach enttäuscht.

Hat mit „2aid.org“ die erste virtuelle Wohltätigkeitsplattform Deutschlands gegründet: Anna Vikky

„Wir wussten nicht genau, wen wir mit den Spenden erreichen und wie viel von dem Geld vor Ort tatsächlich ankommt“, erzählt Vikky. Trotzdem ließ sie der Gedanke nicht los, etwas für die Menschen zu tun, die täglich um ihre Existenz kämpfen müssen. Heute gehört das Spendensammeln zum Alltag der 24-Jährigen, die in Heidelberg Zahnmedizin studiert. Dafür geht sie aber nicht mehr auf die Straße, sondern ins Internet.

den ganzen Artikel lesen …….. bei „WELT-ONLINE“, 11.1.2012

NGO´s messen Social-Media-Effekte

Auch gemeinnützige Organisationen sind mittlerweile sehr aktiv im Web 2.0 unterwegs. Facebook, Twitter, XING und Co. bieten vielfältigste Möglichkeiten für virales Marketing. Egal ob Mitgliedergewinnung oder Spendenakquise: Netzwerkaktivitäten sind fester Bestandteil der Marketingstrategie vieler Organisationen der Sozialwirtschaft, aus Politik, Kultur und Verwaltung.

Ein interessantes Benchmarking-Tool ist pluragraph.de . Die Plattform misst anhand klarer Indikatoren („Likes“ bei Facebook, Follower eines Twitter-Profils, Anzahl der Listungen in Google+-Kreisen u.a.) wie stark die Organisationen in den verschiedenen Netzwerken wahrgenommen werden und erlaubt den Vergleich mit anderen Organisationen (Ranking). Die Charts sind öffentlich und für jeden sichtbar.  Das Angebot ist kostenlos, die Organisationen können sich unkompliziert selbst registrieren und dann sofort auf alle Funktionen zugreifen.

Gegründet wurde pluragraph.de von den Social-Media-Experten Jona Hölderle, Niels Richter und Martin Fuchs .

Die Dinge geregelt kriegen…..

Ich muss gestehen: Ich mag das Thema Selbstmanagement. Ich lese gerne Bücher über dieses Thema und surfe durchs www – immer auf der Suche nach neuen Anregungen und Impulsen.Ich besuche Seminare und gebe selber welche. Und ich bleibe immer neugierig.
Das führte dazu, dass ich auch öfter mal was Neues ausprobiert habe und zwischenzeitlich dann auch meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Stadtteilzentrum Steglitz und in der .garage berlin heftigst auf den Keks gegangen bin – mit mehr oder weniger hilfreichen Vorschlägen zu der Frage, wie man, wie wir noch produktiver und noch erfolgreicher in der täglichen Arbeit werden können.

Irgendwann fiel mir dann „getting things done“ (kurz GTD) von David Allen auf den Schreibtisch. gettings things done ist eine der effektivsten und effizientesten Selbstorganisations- und Selbstmanagemethoden, die ich je kennengelernt habe.

In seinem Buch „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ beschreibt Allen auf 313 Seiten wie man sein Leben durch die Anwendung dieser einfachen und in sich geschlossenen Methode „in den Griff“ bekommt und dabei entspannt, produktiv und kreativ bleibt. (erschienen bei Piper, ISBN 978-3-492-24060-4, Preis in Deutschland: € 9,95. Wenn Ihr dieses Buch bei Amazon bestellen wollt, nutzt bitte den Zugang über bildungsspender.de – dann profitieren zusätzlich auch noch soziale Organsiationen von Eurer Bestellung…………………)

Die wesentlichen Grundsätze von GTD ( Erfassen, Durcharbeiten, Organisieren, Durchsehen, Durchführen) werden ausführlich und immer humorvoll und praxisnah vorgestellt und erläutert.  Ein inspirierendes und vor allem auch motivierendes Buch für alle, die beruflich und privat gefordert sind und die in den „klassischen“ Zeitmanagementsystemen keine Lösung für E-Mail-Flut, Termindruck und „work-Life-balance“ finden……….. – Organize your Life! Wer sich kurz und knackig über GTD informieren will, dem sei die GTD-Grundlagenserie auf imgriff.com empfohlen. Was dort beschrieben wird klingt zunächst komplizierter als es ist………. Aber aller Anfang ist schwer.

Derzeit bin ich sehr produktiv mit einem Mix der (für mich) bewährtesten Werkzeuge und Methoden:
– meine Zielplanung mache ich konsequent nach dem Helfrecht-System (das habe ich in diesem Beitrag HIER  schon mal kurz vorgestellt…);

– Aufgaben (Projekte, nächste Schritte etc.) steuere ich mit Omnifocus (gibt’s für den Mac und fürs mobile Arbeiten auch auf iPad und iPhone);

– ich benutze ein Moleskine-Notizbuch für alles was so an Infos „reinkommt“ oder mir an Ideen duch den Kopf geht;

– Termin- und Kontaktverwaltung mit MacBook bzw. iPad/iPhone (damit ich auch unterwegs Zugriff auf all diese Funktionen habe).

Ich mache mit dem Mix „das Beste aus allem“ sehr gute Erfahrungen. Ich „kriege die Dinge geregelt“ – privat wie beruflich – und habe den Kopf frei für viele andere schöne Sachen, die nichts mit Arbeit zu tun haben. Und das ist doch was, oder?

Gute Vorsätze und gute Ziele: Das Jahr kann kommen……

Das neue Jahr hat angefangen. Es ist noch ganz frisch und unverbraucht – was dazu führt, dass ich mich noch an die meisten meiner „guten Vorsätze“ erinnern kann, die ich „zwischen den Jahren“ gefasst habe: Mehr Sport, gesunde Ernährung, mich wieder mehr um meine persönliche Entwicklung kümmern und und und…… Ich habe die große Hoffnung, dass ich irgendwann mal so gut werde, wie meine Vorsätze!

Weil ich um meine diesbezügliche „Vergesslichkeit“ weiss, habe ich mich irgendwann vor einigen Jahren auf eine sehr strukturierte Arbeitsweise festgelegt, die dazu führt, dass ich schon rechtzeitig im „alten Jahr“ die Ziele und die wesentlichen Handlungsschritte für das Folgejahr festlege. Inspiriert worden bin ich hierzu durch das System des Helfrecht-Unternehmerzentrums, das ich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann.

Zu allen wesentlichen Bereichen meines beruflichen und privaten Lebens formuliere ich Jahresziele. Die „guten Vorsätze“ zum Ende des Jahres habe ich trotzdem – aber sie haben eher die Funktion eines „Ankers“: Sie sind Stichworte, die mich an meine Ziele und an meinen Plan zur Umsetzung erinnern.

Mit diesem System fahre ich seit vielen Jahren sehr gut. Uns deshalb   ist es mir wohl auch gelungen, dieses System in unserer Organisation einzuführen. Nach anfänglicher Scheu und Unsicherheit haben mittlerweile alle LeitungsmitarbeiterInnen unseres Vereins das System angenommen, verinnerlicht und für sich weiterentwickelt und angepasst.

Was machen wir?
Einmal im Jahr (in der Regel im November) kommen alle Projektleiter(innen), unsere Arbeitsbereichsleiter, Mitglieder unseres ehrenamtlichen Vorstandes und ich (als Geschäftsführer des SzS) zu einem Klausurwochenende zusammen. Wir treffen uns außerhalb Berlins in einem netten Hotel und haben Zeit und Ruhe für Planung und Neu-Ausrichtung – oder um es mit David Allen (dem Autor von „Wie ich die Dinge geregelt bekomme“ ) zu sagen: Wir verändern die Flughöhe…………… Wir verlassen die Ebene der Alltags- und Projektarbeit und schauen und von einer höheren Warte aus, die Ergebnisse, die Entwicklungen und die Perspektiven unserer Arbeit an.

Hierzu stellen wir uns zunächst die Frage nach aktuellen Chancen und Risiken in der Entwicklung unseres Arbeitsfeldes. Wir tun das mit Blick auf unsere Erfolge (Wie können wir Erfolgserfahrungen wiederholen?) und wir tun dies mit Blick auf unsere „Mißerfolge“ und fragen nach dem „wirksamen Mangel“ in den unterschiedlichen Bereichen unserer Arbeit.

Hierbei gehen wir sehr strukturiert vor: Jede/r analysiert Chancen und Risiken seines Projektes / seiner Einrichtung in den Bereichen

1 Mitarbeiter
2 Produkte / Angebote / Dienstleistungen
3 Kundennutzen
4 Organisation & Planung
5 Öffentlichkeitsarbeit & Vertrieb
6 Beschaffung / Einkauf / Finanzen
7 Investitionen
8 Vertrauliches / Persönliches

Aus den Ergebnissen werden dann Jahreszielpläne formuliert, die zwischen Projekt-/Arbeitsbereichsleitung und Geschäftsführung besprochen und dann verbindlich vereinbart werden.

Auf der Grundlage der vereinbarten Jahreszielpläne erarbeiten die Projekt- und Arbeitsbereichsleiter jeweils monatlich – um den 20. herum – eine Monatszielplanung bzw. die Vorgehensplanung zum Jahreszielplan. Für den Ablauf dieser Gespräche nutzen wir die „Monatszielplanfragen“ von HelfRecht als Orientierung:

1. Habe ich die Monatsziele meines Arbeitsbereichs / Projekts erreicht / nicht erreicht (Gründe) / überschritten (Gründe)?
2. Werde ich nach dem jetzigen Stand die Jahresziele meines Arbeitsbereiches / Projektes erreichen / nicht erreichen (Gründe) / überschreiten (Gründe)?
3. Welche Teilziele (Liste) meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat ergeben sich aus dem Jahreszielplan ?
4. Welche Maßnahmen werde ich durchführen, um die Ziele meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat zu erreichen ?
Wen brauche ich intern/extern, um die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu meistern?
Welche Mittel (Geld, Ausstattung, Unterlagen) sind hierzu nötig?
5. Welche Möglichkeiten der Kostenersparnis gibt es in meinem Arbeitsbereich / meinem Projekt?
6. Wie kann ich die Öffentlichkeitsarbeit unseres Vereins unterstützen? Wie kann ich zum guten Ruf des Vereins beitragen?
7. Welche Einzelgespräche plane ich in diesem Monat (Mitarbeiter, Kunden, Vorgesetzte, Koop.-Partner)?
8. Wann sehe ich meine Liste der Ideen durch und verwerte sie?
9. Was nehme ich in die Liste meiner Erfolge auf?

Auf diese Weise gelingt es uns recht gut, die alltägliche Arbeit in den Projekten und Einrichtungen zu steuern ohne Gefahr zu laufen, die mittel- und längerfristigen Ziele des Vereins aus dem Blick zu verlieren. Wir schaffen uns einen sehr verbindlichen Rahmen für die tägliche Arbeit, sichern den Projekt- und Einrichtungsleitern aber innerhalb dieses Rahmens ein Höchstmaß an Handlungsfreiheit und Entscheidungskompetenz.

Die Steuerung des gesamten Vereins ist auf diese Weise gut handhabbar –ich kann als Geschäftsführer den Überblick über die Richtung und Entwicklung der alltäglichen Arbeit behalten – ohne Gefahr zu laufen, mich zu sehr in Alltagsangelegenheiten zu verlieren.

Habt Ihr andere und ebenfalls wirksame, oder gar noch effektivere Methoden der Steuerung Eurer Projekte / Organisationen? Ein Austausch hierzu würde mich sehr interessieren!