Christian Müller (sozialPR) hat heute einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht, der mich motiviert hat, diesen lauwarmen und nur halb-lebendigen Blog wieder zu reaktivieren. Ich teile seine Einschätzung, dass die gängigen „Sozialen“ Netzwerke immer weniger geeignet sind, Kooperation, Gemeinschaft und Austausch zu unterstützen – im Gegenteil: sie bedienen voneinander abgeschirmte „Blasen“, bestätigen diese durch speziell ausgewählte Inhalte, verhindern Austausch mit anderen Sichtweisen und (Leben-) Konzepten und tragen nicht unerheblich zur Spaltung der Gesellschaft bei.
Dieser Entwicklung können wir etwas entgegensetzen. Kleine, feine eigene Netzwerke auf eigenen Plattformen – und diese ganz bewusst mit einer Haltung (und daraus abgeleiteten Prinzipien und Regeln), die das Miteinander fördert und zu Kooperation und respektvollem Austausch einlädt.
Ich fang hier also wieder an. Schreibe aus meinem (Berufs-) Alltag als Geschäftsführender einer Sozialorganisation und eines Coaching- und Beratungsunternehmens und geb meinen Senf zu Dingen, die mir nicht „Wurscht“ sind……. Und ich freu mich, wenn gute Menschen mitlesen und die Beiträge kommentieren, ergänzen, kritisieren und mit mir ins Gespräch gehen. Könnte schön werden 😉
Hier der Link zu dem Artikel von Christian:


Wer mich kennt, weiss das dieser Beitrag für mich „was besonderes“ ist. Ich habe mich selbst immer als „Linken“ definiert. Bis ich merkte, dass das dieses „rechts-links-Schema“ nicht mehr taugt zur politischen Positionierung. Ich war mal Mitglied bei den Grünen und viel länger bei der SPD. Politisch sozialisiert wurde ich in der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“ …. Ich war ein erklärter Gegner des Systems. Vor 40 Jahren. Mittlerweile sehe ich das anders. Und alle Antworten, die mir mal wichtig und richtig erschienen, taugen nichts mehr. Die Welt…, Deutschland…., Berlin …. haben sich auf eine Weise verändert, die kaum noch erklärbar und vermittelbar ist. Mit den neuen Problemen brechen alte Erklärungsmuster zusammen. Die Kompetenzen, die benötigt werden, um die Themen und Probleme von heute zu lösen, sind andere als vor 10, 20, 30 oder 40 Jahren. Ideologie hilft nicht mehr. Im Gegenteil: die Ideologen von rechts uns links schaden dem Fortschritt, weil mit ihnen pragmatische Lösungen im Sinne der Menschen nicht möglich sind.
Bei Twitter gibt es einen neuen Trend. Und ich mache jetzt auch mit. Immer mehr Leute setzen ihren Twitternamen in eine dreifach-Klammer. Ich habe erst überhaupt nicht gewusst, was das soll und daher erstmal vermutet, dass das wieder irgendeinen Mode-Blödsinn der Generation Lustig ist…… weit gefehlt. Auf meine Frage hin, was es denn mit diesen Klammern auf sich hat bekam ich viele Rückmeldungen und unter anderem auch diesen Link zu einem Beitrag in Berliner Morgenpost vom 3.6.16:

