auf nach Wien…..

Am Mittwoch fliege ich auf Einladung der CGM SYSTEMA Deutschland GmbH nach Wien und werde dort am Donnerstag vor rund 80 Führungskräften aus dem sozialwirtschaftlichen Bereich  einen Vortrag halten zum Thema „Flucht und Asyl – eine Herausforderung nicht nur für die Kinder- und Jugendhilfe“.

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Meine zentralen Thesen verrate ich (nur Euch 🙂 )  vorab: 

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Glückwunsch zur 100. Stadtteilkonferenz Lankwitz

Heute – am 14. Juni 2016 – tagt zum 100. mal die Stadtteilkonferenz Lankwitz – eine Idee, die unser Verein  (damals hiessen wir noch Nachbarschaftsverein Lankwitz ) im Jahr 1997 entwickelte – zu einer Zeit, als „Runde Tische“ etc. als Instrument der Kommunikation im Sozialraum noch gänzlich unbekannt waren…. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es eine heftige Auseinandersetzung zwischen mir und dem damaligen Leiter der Jugendförderung des Bezirksamtes gab, die darin mündete, dass das Jugendamt ein Rechtsgutachten in Auftrag gab, ob denn ein frei-gemeinnütziger Träger überhaupt berechtigt sei, zu einer solchen Runde einzuladen. Die Zeiten ändern sich. Zum Glück. Seit fast 20 Jahren treffen sich nun Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Ämtern des Bezirksamtes, VertreterInnen verschiedener Einrichtungen, Projekte und Vereine, der Kirchengemeinde, der Polizei, der Schule, der Wohnungsbaugesellschaft mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirkspolitik und Bürgerinnen und Bürger um über Probleme, Entwicklungen und v.a. Lösungen für den Kiez Lankwitz-Ost zu beraten.

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Leider finde ich die allererste Einladung zur Stadtteilkonferenz nicht mehr…… Die hier dokumentierte 4. Einladung zum „Stadtteiltreffen“ beweist aber: Wir waren immer dicht dran an den ganz heissen Themen im Sozialraum ….. und das wird immer so bleiben!

Ich bin stolz und dankbar dafür, dass ich diese Stadtteilkonferenz über viele Jahre leiten und moderieren durfte – und wünsche für die nächsten 100 Sitzungen viel Erfolg und Spass…….

auch bei uns in Steglitz: Rassismus wieder „salonfähig“?

IMG_0677Die unsäglichen rassistischen  Aussagen des AfD-Führers Gauland zu Boateng und anderen  Spielern „mit Migrationshintergrund“ in der Nationalmannschaft haben wir alle noch in den Ohren. In bekannter Nazitradition wird Stimmung gemacht gegen alles, was „fremd“, „undeutsch“, „andersartig“ ist. ARD und ZDF lassen keine Gelegenheit ungenutzt, diesen Demagogen in ihren fragwürdigen Talkshows eine große Bühne zu bieten. So dürfen sie – GEZ finanziert – ihr widerliches Gedankengut einem breiten Fernsehpublikum publik machen. Und das bleibt dort nicht ohne Folgen:  Es herrscht mittlerweile ein  recht rauher Ton auf Deutschlands Strassen. Rassismus wird wieder „salonfähig“. Die Nazis trauen sich – wie am Sonntag auf der „Fanmeile“ zu sehen – öffentlich den Hitlergruß zu zeigen, deutsche Hooligans laufen mit der Reichskriegsflagge durch französische Städte, man singt wieder ganz öffentlich „Deutschland Deutschland über alles“…… Die Stimmung hat sich geändert, die Hemmschwelle für rassistische und faschistische Angriffe und Entgleisungen sinkt. Eine Kollegin berichtete auf einer Sitzung in der letzten Woche, dass in den letzten Wochen zunehmend rassistische Übergriffe auf die Integrationslotsinnen in unserem Bezirk zu verzeichnen sind. Eine Kollegin aus dem Stadtteilzentrum Steglitz berichtet von zwei fremdenfeindlichen Übergriffen, die am Freitag in Lichterfelde Süd stattgefunden haben.

Hier ihre (gekürzte) Dokumentation:

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Keine Atempause…….

Der Mai ist auch schon fast wieder vorbei und es ist erstaunlich, was sich in den letzten Wochen und Monaten alles entwickelt hat: Neue Einrichtungen und Projekte im Stadtteilzentrum Steglitz (allein seit Anfang des Jahres haben wir rund 40 Menschen eingestellt), positive personelle Veränderungen, weil Mitarbeitende die Chance ergreifen und innerhalb des Vereins neue Projekte aufbauen wollen oder sich innerhalb des Vereins auf freie Leitungsstellen bewerben……. Viel Bewegung, viel Dynamik. Viel Arbeit. Und das ist gut so. Besonders freut mich, dass sich am Horizont neue Kooperationen abzeichnen (schon recht konkret: Zusammenarbeit mit einer Hochschule im Bezirk; ganz am Anfang: was mit Sport ;-)) – ich glaube an die Kraft der Netzwerke und der Kooperenz. Und ich freu mich immer, wenn altes Konkurrenzdenken überwunden und synergetische Formen der Zusammenarbeit entwickelt werden können.

Die Highlights (meine „wows“) der letzten Wochen:

  • Unser neues Magazin „Mittelpunkt“ ist erschienen. Das neue Format löst die beliebte „Stadtteilzeitung“ ab. Besonders ans Herz legen möchte ich Euch die (multimediale) Online-version. Ich bin mächtig stolz…..
  • Eröffnung unseres Wohnprojektes für unbegleitete geflüchtete Kinder in Spandau im April;
  • ebenfalls im April: Gründung der Gesellschaft „Berliner Menschen Helfen Stiftungs-gGmbH“ an der das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. als Gesellschafter beteiligt ist;
  • Tagung an der FH Burgenland in Österreich – wir durften Mitte Mai das vom Mittelhof e.V. , FAMOS e.V., dem Jugendamt Steglitz-Zehlendorf und dem Stadtteilzentrum Steglitz gemeinsam entwickelte und durchgeführte SRL-Projekt (SRL = „sozialräumliche Leistungen“ in der Jugendhilfe) vorstellen:
  • ein von Mitarbeitenden des Stadtteilzentrum Steglitz in Eigenregie organisierter und durchgeführter Fachtag zum Thema Kinderschutz – ebenfalls im Mai;
  • der durchschlagende Erfolg unserer Weiterbildung zum „Flüchtlingshelfer“ in der .garage berlin – ein enormer Erfolg des Teams vor Ort…..

Und die „Non-Wows“?

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Tja….. ausser einem kleinen Einbruch in unserer Geschäftsstelle, ein paar alltäglichen Fehlern auf allen Ebenen des Lebens …. eigentlich nur: Ich komme kaum noch zum bloggen. Treibe zu wenig Sport, vernachlässige (ein bisschen ) mein soziales Nahumfeld und achte zu wenig auf mich selbst.  Keine Atempause….. Werde mich wohl mal wieder zur Solo-Klausur zurückziehen müssen, um meine Arbeitsweise und die Aufgabenverteilung, Ziele und Rollen  zu überprüfen und neu zu organisieren…..Und dann mit Schwung wieder loslegen …. #staytuned


Seit November 2013 schreibe ich (mehr oder meist weniger regelmäßig)  an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter und Co.) teilt und verbreitet!

 

Überzeugungen guter Chefs

Screenshot 2016-05-08 13.55.22Warum ich den Blog „Five by Nine“ jetzt erst entdeckt habe, weiss ich nicht. Aber sicher ist es kein Zufall, dass der folgende Artikel gerade jetzt in meinem Leben „aufploppt“…. Immer wieder müssen sich Chefs bzw. Führungskräfte hinterfragen und reflektieren. Oft genug gehen wir dabei von bestimmten Annahmen aus, die eine genauere Betrachtung und kritische Würdigung durchaus verdienen. In dem Artikel „12 Dinge, von denen ein guter Boss überzeugt ist“ werden ein paar überaus interessante Aspekte beleuchtet:

  1. Ich habe eine verzerrte Wahrnehmung davon, wie es ist für mich zu arbeiten.
  2. Mein Erfolg – und der meiner Leute – hängt zum grossen Teil von der Beherrschung offensichtlicher, profaner und banaler Dingen ab; nicht von magischen, obskuren oder bahnbrechenden Ideen und Methoden.
  3. Ehrgeizige und klar umrissene Ziele sind wichtig. Meine Aufgabe ist es, mich auf die „kleinen“ Erfolge zu fokussieren, die meine Mitarbeiter in die Lage versetzen, jeden Tag eigene Fortschritte zu machen.

 

Bitte lest den ganzen Artikel – also die Punkte 4 bis 12  – und weitere tolle Beiträge auf FIVE BY NINE

Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

Kladow am Samstag: DANKE!

Das Nachbarschaftsfest am Wochenende war für die Jugendlichen sowie für die Mitarbeiter von Stadtteilzentrum Steglitz e.V. eine schöne Gelegenheit, sich bei Nachbarn, den Mitgliedern vom Willkommensbündnis Kladow / Gatow und allen anderen Unterstützern zu bedanken.

den ganzen Artikel dazu und ein paar Fotoimpressionen gibt es hier: Jugendwohnen Kladow

Tschüss StadtteilZeitung. Willkommen „Im Mittelpunkt“.

Screenshot 2016-04-17 17.11.24Im  Mai erscheint ein neues Magazin, das die bisherige „StadtteilZeitung“ des Stadtteilzentrum Steglitz ablöst. In meinem Vorwort zu dieser Ausgabe versuche ich zu erläutern, warum dieser Schritt zeitgemäß und sinnvoll ist…… Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen!
„Ich lebe online. Und ich stehe dazu. Ich liebe „neue“ Medien. Ich poste alles, was mir interessant erscheint bei Facebook, Twitter, google+ und Co und betreibe einen eigenen Blog mit Geschäftsführertagebuch (www.mampel.de). Ich besitze keine Fotoalben, denn  alle meine Fotos landen bei Instagramm, meine Daten speichere in der „Cloud“…. und für alles, was ich sonst so wissen und verfolgen will, gibt es eine App für iPhone und iPad.  Bücher lese ich nur noch als eBook und meine Bankgeschäfte erledige ich natürlich auch online. Seit einiger Zeit experimentiere ich mit dem Thema „papierloses Büro“ – alle Notizen, Infos und die gesamte schriftliche Kommunikation erledige ich mit digitalen Tools.
Vielleicht bin ich ein extremes Beispiel. Das würde zu mir passen, denn ich neige bei allem, was ich tue zum „Extrem“. Vielleicht bin ich aber auch schon „Bundesdurchschnitt“. Ich weiss es nicht. Was ich beobachte: In meinem Umfeld wird von fast allen Menschen immer mehr auf digitale Weise erledigt. Die Leute lesen ihre Zeitung als ePaper, buchen ihren Urlaub im Internet, manche lernen sogar den Partner fürs Leben in entsprechenden Vermittlungsportalen im world-wide-web kennen. Und das ist gut so. Selbstverständlich müssen auch Unternehmen in ihrer Kommunikation nach innen und nach aussen und in ihrer Art und Weise wie sie Kunden und anderen „Marktteilnehmern“ begegnen, die Zeichen der Zeit zur Kenntnis nehmen … – sie kommen an den Anforderungen des digitalen Zeitalters nicht vorbei. Noch nie waren Mitarbeitende, Kunden, Geschäfts- und Kooperationspartner so gut informiert wie heute. Google sei Dank. Fast alles lässt sich im Internet finden – Transparenz 2.0.

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Perspektive auf Augenhöhe

© Trueffelpix - Fotolia.com

© Trueffelpix – Fotolia.com

Ich sehe das Unternehmen Stadtteilzentrum Steglitz e.V., das ich als Geschäftsführer steuern, managen, führen und leiten darf, (fast)  immer nur aus der Geschäftsführer-Perspektive. Ich treffe jeden Tag Entscheidungen und bin stets bemüht, diese so zu treffen, dass die Interessen des Unternehmens und die Interessen aller Beteiligten (Mitarbeitende, Entscheidungsträger, Kunden, Kooperationspartner – also der Stakeholder und der Shareholder) in einer guten und vernünftigen Balance  berücksichtigt und gewürdigt werden. Und das ist heftig schwer.

Mitarbeitende nehmen (in den allermeisten Fällen) die Dinge aus einer anderen – nämlich  aus der Mitarbeiterperspektive – wahr. Kunden aus der Kundenperspektive. Kooperationspartner aus der Kooperationspartnerperspektive. Entscheidungsträger aus der Entscheidungsträgerperspektive. Und da jede/r seine Perspektive und Wahrnehmung als DIE reale Realität definiert, sind Kommunikations- und Verständnisprobleme vorprogrammiert:

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schreiben…. gegen Rechts

annaschmidt-berlin-com_titel_ebook-blockparadeMeine Kollegin Anna Schmidt hatte vor einigen Wochen zu einer Blogparade aufgerufen – „Schreiben gegen Rechts“ war das Motto. Geprägt von den Eindrücken rechstextremer Übergriffe auf Geflüchtete und die Wahlerfolge der rechtsextremen AfD bat sie um Statements gegen rechte Gewalt und um Positionierung für Menschenrechte und eine offene Gesellschaft. Auch ich hatte einen Beitrag zugesagt – es dann aber u.a. aus Zeitmangel nicht geschafft einen zu schreiben…

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…man muss auch mal etwas Sinnvolles tun.

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gesehen auf Rügen

Eine Woche Urlaub so zwischendurch….. das war notwendig und gut. Bestens erholt mache ich mich nun wieder an meine geliebte Arbeit und freu mich auf die KollegInnen, alte und neue Projekte (Ende April geht unser neues Projekt für unbegleitete geflüchtete Kinder „ans Netz“) und auf das üben und trainieren einiger neuer Gewohnheiten, die ich annehmen möchte……

Ich habe meine Urlaubswoche gut genutzt, um Körper und Geist was Gutes zu tun:

  • eine Woche kein Fleisch (ging dank hervorragend zubereiteter  Fischgerichte an der Küste ziemlich problemlos);
  • ich war dreimal joggen (das ging nach dreimonatiger Pause schlechter als gedacht);
  • eine Woche „Digital Detox“ (was mir gut tat, auch wenn ich zugeben muss, dass ich das eine oder andere mal in einer zu ruhigen Minute auch mal bei facebook „geschmuhlt“ habe ….. – war aber gar nicht soooooo interessant).*

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