und tschüss……

Die letzte Arbeitswoche des Jahres ist „überstanden“. Die Kolleginnen und Kollegen verabschieden sich nach und nach in die Weihnachtspause. Die meisten sind müde und erschöpft. Ich auch.
Die Termine dieser Woche waren in diesem Sinne im Wesentlichen auch eher eine Verabredung fürs nächste Jahr.: „Hier und an dieser Stelle stehen wir heute – im Januar machen wir an dieser und jener Stelle weiter.“

Eine angenehm unaufgeregte und angemessene Art die Dinge zu bearbeiten und im Auge zu behalten, hat sich in unserem Verein und in der .garage  im Laufe der Zeit entwickelt. Eine positive und konstruktive Grundstimmung hat sich entwickelt.

Ich habe  versucht, dies auch in einem „Weihnachts-Brief“ an die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. zum Ausdruck zu bringen:

„Ich möchte mich bei Euch ganz herzlich für die Zusammenarbeit und die Erfolge im Jahr 2013 bedanken. Das zurückliegende Jahr war – aus meiner Sicht – ausgesprochen herausfordernd, anstrengend und schön. Oft lagen „Hochs“ und „Tiefs“ dicht beieinander. Auf einen persönlichen Erfolg folgte immer auch mal wieder eine persönliche Niederlage. Mal läuft alles glatt und prima – mal klappt gar nichts und man verzweifelt. Und zusätzlich müssen wir alle noch die ganz normalen Widersprüche unseres „normalen Alltags“ aushalten und in unseren Arbeitsalltag integrieren. Das ist nicht immer einfach. Und das wird immer so sein. Was mir aber immer wieder auffällt, mir ausgesprochen gut gefällt und mich optimistisch stimmt für das nächste Jahr und alle noch folgenden: Wir haben im Verein eine positive und konstruktive Kultur entwickelt, die bei vielen Menschen im Stadtteilzentrum zu der Haltung führt: „Wir stehen zusammen – zusammen schaffen wir alles, was wir uns vorgenommen haben!“. Wir haben uns weiterentwickelt: Aus Zusammen-Arbeit ist Zusammen-Halt geworden: Wir arbeiten und halten zusammen in den Einrichtungen und Projekten unseres Vereins, in den verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien – und hin und wieder feiern wir grandios zusammen…..  Diese positive Energie und diese warme, lebendige und konstruktive Ausstrahlung fällt auf und stösst auf Resonanz: Durchweg positive Rückmeldungen zu den Kernfragen unserer Kundenbefragungen; supergutes Image des Stadtteilzentrums in Bezirk, Verwaltung und Politik und bei den Kooperationspartnern.“

... nur noch kurz die Welt retten...."

… nur noch kurz die Welt retten….“

Ich schliesse mein Arbeitsjahr mit diesen Sätzen – und werde mich in den nächsten Tagen anderen Dingen zuwenden, die mich auch interessieren….. Das eine oder andere wird sich dann sicher auch in diesem Blog wiederfinden.

Und wenn zwischendurch was tolles passiert oder ich eine App gefunden habe, mit der  man die Welt retten kann, dann seid Ihr die Ersten, die das erfahrt …..

Herzliche Grüße-  und allen, die ich nicht mehr sehe, höre oder lese  ein paar schöne ruhige Tage voller Entspannung und Besinnung!
Thomas

Danke.

(c) HelfRecht Unternehmerzentrum

(c) HelfRecht Unternehmerzentrum

Seit Jahren hängt dieses Bild an der Wand meines Büros.  Und genau so lange bin ich bemüht, meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Partnern Vertrauen, Verantwortung und Ermutigung zu schenken. Das gelingt oft. Und im Moment bekomme ich soviel positives Feedback und Wertschätzung von meinen Leuten zurück …….  es ist eine Freuden diese Truppe „führen“ zu dürfen…… Danke!

 

KW 50: gute Begegnungen mit guten Leuten….

Abgesehen von dem nervtötenden Schnupfen, der mich einigermaßen beeinträchtigt und  für eine leuchtend rote Nase gesorgt hat, war die zurückliegende 50. Kalenderwoche so ganz nach meinem Geschmack!
Neben den üblichen und immer wiederkehrenden Serienterminen ( siehe: Besprechungsstruktur) standen in dieser Woche viele gute Termine, Besprechungen und Sitzungen mit richtig guten Leuten auf dem Programm.

Mit Sven Dönni, dem Projektleiter  des .garage-Coachingprogramms war ich zu einem Erstgespräch für ein Beratungsangebot im Rahmen des Programms „Unternehmenswert Mensch“. Wenn alles klappt, freuen wir uns auf einen anspruchsvollen Beratungsauftrag für unser Projekt „.andersBerater“ durch ein großes Architektenbüro in Mitte.   Teamentwicklung, Arbeitsorganisation und Entwicklung einer entsprechenden Ablaufstruktur – das können wir gut! Und da haben wir Lust drauf.

Am Mittwoch stand zunächst die Sitzung  der geschäftsführenden Mitarbeitenden der Berliner Nachbarschaftsheime und Stadtteilzentren auf dem Programm – die Kolleginnen und Kollegen waren zusammen mit der Geschäftsführerin des Verbandes Birgit Monteiro zu Gast in unserer Nachbarschaftseinrichtung „kieztreff“ in der Thermometer-Siedlung in Lichterfelde Süd. Da waren wieder ein paar tolle Leute beisammen – und manchmal gehen von einer zweistündigen Sitzung mehr Impulse aus, als von manch anderer zeitintensiveren Aktivität. Mit Gunnar Güldner vom „JugendkulturService Berlin (JKS)“ wurde eine erste Verabredung für eine Kooperation zwischen dem Stadteilzentrum Steglitz e.V. und dem JKS für die Sommerferien 2014 getroffen und eine Präsentation  von Ulrike Pohl zum Thema „Inklusive Stadtteilarbeit“ lieferte zahlreiche Stichworte und viel Inspiration für Aktivitäten des Stadttteilzentrum Steglitz  in Hinblick auf Barrierefreiheit seiner Einrichtungen und Angebote.

Am Nachmittag dann DER Höhepunkt der Woche im KiJuNa: Eine erste Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 10. Integrierten Sekundarschule (ISS) in Steglitz-Zehlendorf hat die Gründungsidee für eine Eventagentur präsentiert. Hammermäßig gut! Die Schülerinnen und Schüler (allesamt aus der 9. Jahrgangsstufe der Schule) wurden und werden begleitet von „youth Collaboration eG“. Mehr Infos zu „youColl“ und dem Projekt an der 10.ISS  findet Ihr hier…… ) Ich fand die Gruppe und ihre Gründungsidee so gut, dass ich Ihnen gleich einen ersten Auftrag zugesagt habe….. Das Rahmenprogramm bei der ersten  Gründungspräsentation des Jahres 2014 (mit kleinem Sektempfang und Häppchen….) werden diese jungen GründerInnen für die .garage berlin GmbH ausrichten. Ich freu mich drauf!

Dass wir dann am gestrigen Donnerstag noch eine mühsame aber sehr erfolgreiche Arbeitssitzung zum Projekt „Sozialräumliche Leistungen in der Region B“ mit dem inspirierenden und erfrischend unaufgeregten Prof. Wolfgang Hinte hatten, rundete den positiven Geschmack dieser Woche vollends ab.

Eine Woche mit viel Begegnung, mit viel guten Diskussionen. Alle ganz real und nicht „nur“  im Internet….. – mit richtigen und guten und richtig guten Menschen……

Rot(z)nase

Rot(z)nase

Wenn nun auch noch die Hertha heute Abend ihr  letztes Heimspiel in diesem Jahr gewinnt, dann ist diese Woche kaum noch zu toppen….. Da lache ich dann sogar über meine rote Nase 😉

KW 49: (K)ein Ende in Sicht…..

Noch zwei Wochen, dann lassen wir hier in der Geschäftsstelle die Rollläden runter, klappen die Laptops zu, schalten den Kopierer ab….. und lassen alle „fünfe gerade sein“. Die meisten unserer Einrichtungen können eine kleine Weihnachtspause einlegen oder „zwischen den Jahren“ zumindest den Betrieb ein bisschen runterfahren. Man kann von Weihnachten halten, was man will. Schön ist es allemal, wenn man zum Ende eines geschäftigen und arbeitsreichen Jahres ein bisschen verschnaufen , ein bisschen „runter fahren“ und neue Kräfte sammeln kann.

Noch ist es aber nicht soweit. Vor die Weihnachtspause hat der liebe Gott die Vorweihnachtszeit und den Jahresendspurt gelegt – und diese Zeit  ist auch bei uns im Verein nochmal so richtig herausfordernd. In der letzten Woche war bei mir nochmal so richtig Sitzungs- und Besprechungsmarathon: AG 78 in der Region B, interne Planungsrunde „Umstellung Buchhaltung“, SRL-AG, Online-Dienstag in der .garage, Leitungskreis .garage, interne AG „Lernwerkstatt“, Steuerungsgruppe Schule-Jugendhilfe,  Kooperationsgespräch in der .garage (eine neue und riesige Chance für die .garage …. dazu ein anderes mal mehr), u.v.m.!  Und zu guter Letzt: heute nachmittag Weihnachtsfeier für die Besucherinnen und Besucher im KiJuNa und morgen Abend die legendäre  MitarbeiterInnen-Weihnachtsfeier für alle Beschäftigten des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ….. Die nächste und die übernächste Woche sehen  ähnlich voll und toll aus. Zwischendurch bin ich vollkommen K.O. und sehne mich nach einer Pause.

AbholzungIch finde diese Stimmung und  die „Quirligkeit“ am Ende des Jahres  trotzdem schön. Die letzten Termine und  Aktivitäten des Jahres haben oftmals was von „das bringen wir noch zu Ende“ oder „damit legen wir schon mal die Grundlage für ein tolles Projekt oder Vorhaben im nächsten Jahr“. Dieser „Schnitt“ zwischen zwei Jahren hat für mich immer etwas  „magisches“. Eine ganz besondere Energie, die ich zu anderen Jahreszeiten häufig nicht so deutlich spüre.  Und das Beste: Ich spüre diese Energie auch bei vielen Kolleginnen und Kollegen im Verein. Stolz und Zufriedenheit mit dem, was in diesem Jahr erreicht wurde; Neugier, Spannung und Vorfreude auf das, was das nächste Jahr bringt. Und zwischendurch das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung. – Zeit, die Säge zu schärfen.

Arbeitsgruppen: Lösung oder Problem?

Heute ist es mir wieder mal sehr bewusst geworden: einen großen Teil meines Geschäftsführer-Lebens verbringe ich in Sitzungen sog. „Arbeitsgruppen“. Das sind Runden, die mehr oder weniger regelmäßig zusammen kommen um spezielle Themen oder Anliegen unseres Arbeitsbereichs zu diskutieren und fachlich fundiert zu bearbeiten.

Meine Besprechungsstruktur hatte ich an dieser Stelle ja bereits vorgestellt…. Arbeitsgruppen sind sozusagen die „Krönung“  jeder Besprechungsstruktur.

Ich habe mal zusammengestellt, in welchen AG´s und Gremien ich aktuell mitarbeite:

  • Jugendhilfeausschuss Steglitz-Zehlendorf
  • Steuerungsgruppe Schule- Jugendhilfe Steglitz-Zehlendorf
  • AG 78 KJHG (Region B)
  • Strategisches Zentrum Steglitz-Zehlendorf
  • Redaktionsteam Jugendhilfeblog des DPW Berlin
  • Fachgruppe Jugendarbeit des DPW Berlin
  • Steuerungsgruppe Jugendhilfe DPW Berlin
  • Fachforum Jugendhilfeausschüsse des DPW Berlin
  • AG Modellprojekt „Sozialräumliche Leistungen (SRL)“
  • AG Innovationsteam im Modellprojekt SRL

Dazu kommen noch „Ämter“, die ich übernommen habe und die zu Sitzungsaufkommen führen:

  • Vorstand Computerbildung e.V.
  • Aufsichtsrat youth collaboration eG

und unternehmensinterne Gremien und AG´s:

  • Vorstand Stadtteilzentrum Steglitz (SzS)
  • ProjektleiterInnen-Runden SzS
  • TeamsprecherInnenrunden SzS
  • SzS-interne SRL-AG
  • Leitungskreis .garage berlin
  • PL-Runde .garage berlin
  • Gesamtteam .garage berlin
  • demnächst noch AG Vergütung, AG Leitbild und AG Gesundheitsförderung im SzS

Wahrscheinlich ist diese Aufzählung noch nicht mal vollständig.

Jedes Treffen eines Gremiums oder einer Arbeitsgruppe führt zwangsläufig auch wieder zu Folgeterminen (Unter-AGs, Arbeitskreise etc.) – mindestens aber zu Folgeaufgaben. Protokoll schreiben ist da noch das geringste aller anzunehmenden Übel 😉

Unter Produktivitätsgesichtspunkten häufig eine Katastrophe.

Sehr  oft überlege ich hinterher , warum ich überhaupt zu diesen Treffen gehe. Häufig ist es so, dass mich nicht das Thema oder gar ein bestimmter Tagesordnungspunkt dahin treibt, sondern die Aussicht, die „richtigen Leute“ zu treffen, die  ich aus unterschiedlichen Gründen für unterschiedliche Projekte interessant finde. Ich vermute, dass es anderen genau so geht. Und wenn das stimmt: Warum finden wir eigentlich kein anderes Format um zueinander zu kommen und an den Themen zu arbeiten, die uns tatsächlich interessieren……?

Wie haltet Ihr es  mit Sitzungen? Nach welchen Kriterien entscheidet Ihr, ob Ihr in einer AG oder in einem Gremium mitarbeitet? Spielen „nur“ sachliche / fachliche Gründe eine Rolle? Oder entscheidet Ihr manchmal auch „strategisch“?

Geht so ein Grußwort zum Thema „Inklusion“?

Liebe Leute,

ich brauche mal Euer Feedback! Die Ausgabe Dezember/Januar unserer „StadtteilZeitung“ beschäftigt sich mit dem Scherpunktthema Inklusion. Ich habe ein Grußwort für diese Ausgabe geschrieben – bin mir aber unsicher, ob das so geht….. Bitte mal lesen und dann unten abstimmen oder kommentieren. VIELEN DANK!

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich lüfte in dieser Ausgabe ein Geheimnis: Ich bin behindert! Und zwar richtig doll. Neben meiner auch nach außen hin leicht zu erkennenden  Seh-Behinderung (ich bin  deshalb seit meinem 7. Lebensjahr auf eine Sehhilfe angewiesen) habe ich einige Unzulänglichkeiten, die mich mitunter im Alltag sehr stark einschränken: Ich bin z.B. nicht in der Lage ohne fremde Hilfe Rollstuhl zu fahren. Wenn ich es versuche, scheitere ich schon an der kleinsten Bordsteinkante, die für mich zum unüberwindbaren Hindernis wird. Andere Menschen beherrschen dieses Fahrgerät wie im Traum. Ich komme nicht hinterher  – ich werde in der Szene ein Außenseiter bleiben. Vollkommen aufgeschmissen bin ich in Gesprächsrunden von taub-stummen Menschen. Ich versteh überhaupt nichts. Was für diese Menschen ganz klar und logisch und die selbstverständliche Grundlage der zwischenmenschlichen Kommunikation darstellt, ist für mich nur eine zusammenhanglose Aneinanderreihung merkwürdiger Finger- und Handbewegungen. In solchen Momenten spüre ich meine Behinderung sehr deutlich. Ich fühle mich ausgegrenzt. Ich fühle mich stigmatisiert. Ich gehöre nicht dazu. Weil ich etwas nicht kann, was für viele andere ganz selbstverständlich ist. Diese negative Erfahrung der Behinderung wird nur noch getoppt, durch Dokumente, die mir in Brailleschrift zur Kenntnisnahme oder zur Unterschrift vorgelegt werden. Immer und immer wieder gleiten meine Fingerspitzen über die ins Papier gestanzten Punkte. Aber so sehr ich mich auch anstrenge: Ich kann den Sinn der Zeilen nicht ertasten. Auf diese Art,  von Informationen und Teilhabe an Wissen und Kommunikation ausgeschlossen zu sein, ist wohl eine der übelsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Es wird Sie und Euch sicher nicht überraschen, dass jemand wie ich ein großer Anhänger der Inklusionsidee ist. Ich begrüße es aufs allerschärfste, dass sich die An- und Einsicht immer mehr durchsetzt,  die Vielfältigkeit und das „Anders-Sein“ der Menschen als wertvolles Element einer lebendigen, bunten Gesellschaft zu wertschätzen. Ich finde es großartig, dass sich immer mehr Menschen auf den Weg machen, um in allen Bereichen des Zusammenlebens Bedingungen zu schaffen, die das selbstverständliche Miteinander der verschiedenen Menschen – ganz egal ob mit oder ohne „Behinderung“ – zum Normalfall erhebt und aufhört andere Menschen wegen ihrer anderen Art oder ihrer besonderen Eigenschaften auszugrenzen und zu diskriminieren. In einer solchen Gesellschaft ist auch für mich Platz. Da will ich dazu gehören.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien und Freunden ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein tolles neues Jahr. Und natürlich „all inclusive“ 😉

Herzliche Grüße – Thomas Mampel, Geschäftsführer

 

update: 3.12.13: Die Ausgabe Dezember/Januar ist fertig und nunmehr auch online verfügbar (HIER klicken).

 

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KW 48: „war da was?“

Es gibt so Wochen. Da passiert entweder gar nichts, nicht das Richtige. Oder die Dinge sind zäh. Und manchmal einfach nur anstrengend. Und mittendrin ein, zwei „Knaller, die einen mit dem graueren Teil des Jobs versöhnen.

Diese Woche ist  so eine…… Nach der ProjektleiterInnen-Klausur in der der letzten Woche, in der wir herausfordernde und tolle Jahresziele für 2014 formuliert haben, ging es am Montag wieder in die „Niederungen“ der Alltagsarbeit. Das ist zwar immer auch wieder wie eine „kalte Dusche“,  aber auch schön: Sich wieder erden, in Kontakt kommen mit den Höhen und Tiefen des Alltags. Eben noch im „Rausch“ der großartigen Bilder des 2014er „Zielfotos“ – und wenig später schon wieder bei der Prüfung der Heizkostenabrechnung fürs letzte Jahr (die mal wieder zu viel zu hohen Nachzahlungen führt) oder bei Planungen für Schlussverwendungsnachweise, letzte Mittelanforderungen und -abrechnungen. Beides ist real. Beides ist wichtig. Beides muss gemacht werden. Aber die Energien, die solche Aufgaben und Themen mit sich bringen und /oder freisetzen sind sehr unterschiedliche. Aber beide gehören zusammen zu einer „realistischen Wahrnehmung“ der Situation und helfen einem, sich jeweils angemessen und sinnvoll zu verhalten. Nicht zu euphorisch, nicht zu gebremst oder zu vorsichtig. Diese ausgeglichene Wahrnehmung hilft (mir), die Arbeit und die Aufgaben mit Gelassenheit und Demut zu erledigen. Gelassenheit hilft, wenn mal was nicht so klappt wie ich es mir ganz dringend wünsche. Wenn Dinge nicht vorwärts gehen. Wenn „wichtige“ Termine platzen. Wenn Bürokratie verrückt spielt und uns nach Absurdistan entführen möchte. Davon gab es in dieser Woche genug.

Demut hilft, wenn ich an die großen Sachen ran will.  In dieser Woche, gab es zwei große Sachen: Das eBook, das ich zusammen  mit Jeannette Hagen  geschrieben habe (Das Prinzip .garage) ist jetzt endlich im ersten Book-Store angekommen und kann gekauft werden! Und (die zweite große Sache): Am Freitag gehts in die nächste Runde des Projektes „Nachhaltigkeits-Check im Stadtteilzentrum Steglitz„).

Diese  beiden Sachen sind so großartig, dass ich  schon beim  schreiben dieses  Textes merke, wie  die „langweiligeren“  und unangenehmeren Teile der Arbeitswoche  deutlich in den Hintergrund treten …….

Routine und Anstrengung……- war  da was? Ich liebe meine Arbeit.

47: „die perfekte Organisation“

Die zurückliegende 47. Woche war zweigeteilt: Montag bis Mittwoch Mitarbeitergespräche, Sitzungen, Planungstreffen, Papierkram. Und eine erfreuliche Nachricht: Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat ihre Aussenstände für die Ganztagsbetreuung an der 10.ISS fast vollständig bezahlt. Jetzt fehlen nur noch 16.000.- Euro. Die kriegen wir auch noch rein. Genau wie die rund 20.000.-, die aufgelaufen sind für die Hortbetreuung an Grundschulen, an denn wir für die EFöB (ergänzende Förderung und Betreuung) zuständig sind. Ich bin absolut optimistisch, dass das alles bald glatt gezogen ist 😉
Von Donnerstag bis Samstag dann Klausurtagung mit den Projektleiterinnen und Projektleitern des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. in Rangsdorf. Mir qualmt jetzt noch der Kopf. Aber dafür ist mein Jahreszielplan 2014 fertig – und auch  die Planungen der Projektleiter*innen sind soweit vorangeschritten, dass wir schon in die konkrete Planung der projektübergreifenden Aktionen und Projekte in den jeweiligen Regionen, in denen wir tätig sind, einsteigen konnten.

Am Freitag Abend habe ich meine Kolleginnen und Kollegen mit einer Idee und einem Vorschlag zur spontanen Umsetzung „überrannt“:  Ich bat die 19 Projektleiter und Projektleiterinnen, mal ganz spontan und ohne lange nachzudenken, Merkmale für eine „perfekte Organisation“ zu benennen. Auslöser für diese Idee war ein Satz, den mir der Geschäftsführer eines befreundeten Jugendhilfe-Trägers mal eingepflanzt hat: Auf die Frage, was sein wichtigstes bzw. größtes Ziel als Geschäftsführer seines Unternehmens sei, antwortete er: „Ich will die perfekte Organisation schaffen.“ Als geübter Sozialpädagoge tat ich mich natürlich erstmal schwer mit dem Begriff „perfekt“. Perfektion scheint ein nicht zu erreichender Zustand zu sein. Die meisten Menschen, die ich kenne, halten es nicht mal für besonders erstrebenswert perfekt zu sein. Perfektionismus gilt eher als Krankheitssymptom – weniger als Synonym für  zielorientierte Handlungsstrategien…..
Ich war nun natürlich sehr gespannt, was meine Leute zum Thema „perfekte Organisation“ zu sagen hätten. Das Ergebnis war überraschend. Aber auch wieder typisch für das Stadtteilzentrum. Nur ganz kurz Klärung der Begrifflichkeit. Dann Verständigung bzw. Konsens zur Grundhaltung: Wenn wir Leitungsverantwortung und die Möglichkeit zur Gestaltung unseres Arbeits- und Wirkungsbereiches haben – dann ist es richtig und plausibel, unter den vorhandenen (und nicht-veränderbaren) Rahmenbedingungen das best-mögliche aller denkbaren ( = perfekte) Ergebnis erreichen zu wollen und sein Handeln danach auszurichten.

In einer 45-minütigen Session haben die KollegInnen sich dann auf sieben Merkmale verständigt, die aus ihrer Sicht eine perfekte Organisation auszeichnen  und sie haben auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (voll und ganz gegeben) angegeben, wo sie das Stadtteilzentrum derzeit gerade sehen.

Die sieben Merkmale sind:

> Effektivität
> gelebtes Qualitätsmanagement
> 100%-ige Kundenorientierung extern
> 100%-ige Kundenorientierung intern
> Nachhaltigkeit
> Mission, Vision, Ideale, Aufträge und Ziele der Organisation sind klar
> die Organisation muss  Spass machen.

Beim Ranking gab es erwartungsgemäß ein sehr differenziertes Bild… … Fazit: Wir sind auf einem guten Weg, in einzelnen Bereichen aber noch ganz schön weit entfernt davon, perfekt zu sein. Aber die Organisation macht auf jeden Fall Spass. 🙂

Wir werden die Kriterien jetzt jedes Jahr wieder rausholen und bei der PL-Klausur ranken lassen….. Wenn wir die richtigen Dinge richtig machen, müssten wir uns unserem herausfordernden Ziel eigentlich in mehr oder weniger großen Schritte – aber kontinuierlich –  nähern……

Was denkt Ihr: ist das Ziel (perfekte Organisation) sinnvoll, richtig und wichtig? Bitte nehmt teil an dieser kleinen Umfrage – ich bin neugierig und gespannt auf die Feedbacks.

Klausurtagung 2013

Am Donnerstag  ist es wieder soweit: Wir starten mit der jährlichen Klausurtagung zum Thema „Jahreszielplanung 2014“ mit 20 Leitungsmitarbeiter*innen aus dem Stadteilzentrum Steglitz e.V. . Die Tagung geht bis Samstag. Die Tage sind immer ausgesprochen arbeitsintensiv und insofern duchaus auch anstrengend …Aber sie sind auch immer (!) sehr sehr inspirierend und motivierend. Es ist tatsächlich ungeheuer spannend zu sehen, wieviel kreative und produktive Energie freigesetzt wird, wenn man sich für ein paar Tage dem Alltagsgeschäft entzieht und sich Zeit nimmt, den Kompass neu zu justieren.

In einem älteren Beitrag habe ich schon mal beschrieben, was wir da jedes Jahr drei Tage lang machen (und warum wir das so tun, wie wir das tun…):

Einmal im Jahr (in der Regel im November) kommen alle Projektleiter(innen), unsere Arbeitsbereichsleiter, Mitglieder unseres ehrenamtlichen Vorstandes und ich (als Geschäftsführer des SzS) zu einem Klausurwochenende zusammen. Wir treffen uns außerhalb Berlins in einem netten Hotel und haben Zeit und Ruhe für Planung und Neu-Ausrichtung – oder um es mit David Allen (dem Autor von “Wie ich die Dinge geregelt bekomme” ) zu sagen: Wir verändern die Flughöhe…………… Wir verlassen die Ebene der Alltags- und Projektarbeit und schauen und von einer höheren Warte aus, die Ergebnisse, die Entwicklungen und die Perspektiven unserer Arbeit an.

Hierzu stellen wir uns zunächst die Frage nach aktuellen Chancen und Risiken in der Entwicklung unseres Arbeitsfeldes. Wir tun das mit Blick auf unsere Erfolge (Wie können wir Erfolgserfahrungen wiederholen?) und wir tun dies mit Blick auf unsere „Mißerfolge“ und fragen nach dem „wirksamen Mangel“ in den unterschiedlichen Bereichen unserer Arbeit.

Hierbei gehen wir sehr strukturiert vor: Jede/r analysiert Chancen und Risiken seines Projektes / seiner Einrichtung in den Bereichen

1 Mitarbeiter
2 Produkte / Angebote / Dienstleistungen
3 Kundennutzen
4 Organisation & Planung
5 Öffentlichkeitsarbeit & Vertrieb
6 Beschaffung / Einkauf / Finanzen
7 Investitionen
8 Vertrauliches / Persönliches

Aus den Ergebnissen werden dann Jahreszielpläne formuliert, die zwischen Projekt-/Arbeitsbereichsleitung und Geschäftsführung besprochen und dann verbindlich vereinbart werden.

Auf der Grundlage der vereinbarten Jahreszielpläne erarbeiten die Projekt- und Arbeitsbereichsleiter jeweils monatlich – um den 20. herum – eine Monatszielplanung bzw. die Vorgehensplanung zum Jahreszielplan. Für den Ablauf dieser Gespräche nutzen wir die „Monatszielplanfragen“ von HelfRecht als Orientierung:

1. Habe ich die Monatsziele meines Arbeitsbereichs / Projekts erreicht / nicht erreicht (Gründe) / überschritten (Gründe)?
2. Werde ich nach dem jetzigen Stand die Jahresziele meines Arbeitsbereiches / Projektes erreichen / nicht erreichen (Gründe) / überschreiten (Gründe)?
3. Welche Teilziele (Liste) meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat ergeben sich aus dem Jahreszielplan ?
4. Welche Maßnahmen werde ich durchführen, um die Ziele meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat zu erreichen ?
Wen brauche ich intern/extern, um die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu meistern?
Welche Mittel (Geld, Ausstattung, Unterlagen) sind hierzu nötig?
5. Welche Möglichkeiten der Kostenersparnis gibt es in meinem Arbeitsbereich / meinem Projekt?
6. Wie kann ich die Öffentlichkeitsarbeit unseres Vereins unterstützen? Wie kann ich zum guten Ruf des Vereins beitragen?
7. Welche Einzelgespräche plane ich in diesem Monat (Mitarbeiter, Kunden, Vorgesetzte, Koop.-Partner)?
8. Wann sehe ich meine Liste der Ideen durch und verwerte sie?
9. Was nehme ich in die Liste meiner Erfolge auf?

Auf diese Weise gelingt es uns recht gut, die alltägliche Arbeit in den Projekten und Einrichtungen zu steuern ohne Gefahr zu laufen, die mittel- und längerfristigen Ziele des Vereins aus dem Blick zu verlieren. Wir schaffen uns einen sehr verbindlichen Rahmen für die tägliche Arbeit, sichern den Projekt- und Einrichtungsleitern aber innerhalb dieses Rahmens ein Höchstmaß an Handlungsfreiheit und Entscheidungskompetenz.

Die Steuerung des gesamten Vereins ist auf diese Weise gut handhabbar –ich kann als Geschäftsführer den Überblick über die Richtung und Entwicklung der alltäglichen Arbeit behalten – ohne Gefahr zu laufen, mich zu sehr in Alltagsangelegenheiten zu verlieren.“

In einem kleinen Video hat Jörg Backes, Projektleiter des Kinder- und Jugendhauses Immenweg, ein paar Eindrücke aus der Klausurtagung des letzten Jahres zusammengetragen und festgehalten.

Klausurtagung 2012

Ich vermute, Ihr wisst jetzt, warum ich mich auf diese drei Tage riesig freue…….

Danke !

Das war heute ein schöner Tag. Im zweiten Jahr hintereinander hat ein Team des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. an einer Lauf-Staffel teilgenommen. 2012 war es die 5×5 km -Staffel der Berliner Wasserbetriebe, heute die Marathon-Staffel auf dem Tempelhofer Feld. Sportlich verstärkt  wurde unser  Laufteam von einem Kollegen aus der .garage berlin.

Was ich mal loswerden möchte und muss: Ich finde es vollkommen klasse, dass wir so tolle Leute in unserem Verein haben, die sich sportlich auf den Weg machen und  die sich  ausserhalb ihrer eigentlichen Arbeit in den Dienst des Teams stellen. Ich finde es ausgesprochen angenehm, dass es da innerhalb des SzS keinerlei Berührungsängste gibt: Kollegen aus der Ganztagsbetreuung an einer Schule zusammen mit der Verwaltungsleiterin und dem Geschäftsführer und dem Projektassistenten aus der .garage. Eine bunte Mischung – auch altersmäßig. Und was auch total klasse ist: Wir haben immer eine treue Fan- und Unterstützertruppe am Start. Auch heute wurden wir wieder kräftig angefeuert und motiviert von Kolleg*innen, die ihren Sonntag bei uns an der Laufstrecke verbracht haben.

Und „draussen“ an den Computern liken und kommentieren andere Kolleg*innen unser tolles Team-Ergebnis (mit einer Laufzeit von 3 Stunden und 58 Minuten haben wir unser Ziel „unter 4 Stunden“ perfekt umgesetzt….).

Ich möchte Euch allen für den Support  und die angenehme und wertschätzende Begleitung und Kommentierung dieses Tages sehr sehr herzlich danken. An solchen Tagen wie heute fühle ich ganz besonders „zuhause“ im Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

 

DANKE!

Mampel mit letzter Kraft beim Zieleinlauf…. 😉