Status-updates
Geld verdienen mit sozialem Engagement
Jeannette Hagen hat einen neuen Beitrag auf blog.garageberlin.de veröffentlicht. In dem Artikel setzt sie sich mit der Frage auseinander, was einen „social entrepreneur“ ausmacht und warum die Gesellschaft noch immer die Nase rümpft, wenn soziale Unternehmer und die Beschäftigten in sozialen Organisationen und Unternehmen eine angemessene und leistungsgerechte Bezahlung einfordern.
Ich empfehle dringend die Lektüre des Beitrages und freue mich auf Eure Rückmeldungen und Einschätzungen: Was denkt Ihr, wenn Ihr den Begriff „social entrepreneurship“ hört? Zukunftsmodell zur Lösung neuer sozialer Fragen oder eine vorübergehende Modeerscheinung……?
Hier geht’s zum Artikel auf (in?) dem Blog der .garage berlin…..
Wir brauchen Sozial-Manager….. wenn sie gut sind!
Auch im sozialen Bereich arbeiten Manager.Viele von ihnen nennen sich nicht so, weil sich „Sozialmanager“ immer noch ein bisschen wie „gewollt und nicht gekonnt“ anhört. Aber sie arbeiten wie Manager, denken wie Manager. Sind für Ergbnisse verantwortlich – wie Manager…. Ich erspare mir und Euch an dieser Stelle eine Diskussion der Unterschiede zwischen Managern und Unternehmern…. Das werde ich demnächst mal nachholen. An dieser Stelle sei lediglich darauf hingewiesen, dass das was ich über Sozialmanager sage, hier auch für Sozialunternehmer („social entrepreneurs“) gilt.
Eine Frage, die mich seit einiger Zeit immer mal wieder beschäftigt, ist die nach der Wirksamkeit und Produktivität von Menschen, die soziale Unternehmen leiten. Wie kommt es, dass es unter den „Sozialfuzzis“ einige gibt, die sehr gute Ergebnisse erzielen, erfolgreich sind, deren Organisationen wachsen und wichtige Impulse für Innovation, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit setzen – während andere (unter gleichen oder ähnlichen Rahmenbedingungen arbeitend ) regelmäßig mit Krisen umzugehen haben, Mißerfolge produzieren, ums Überleben kämpfen müssen?
Ich vermute, dass Manager der ersten Kategorie bestimmte Verhaltensweisen und Arbeitstechniken beherrschen, die Manager der zweiten Kategorie nicht kennen – oder zumindest nicht anwenden.
Vier wesentliche Unterschiede habe ich beobachtet (aber es gibt ganz sicher einige mehr…..):
1. Wirksame SozialmanagerInnen formulieren Ziele – für sich selbst und zusammen mit ihren MitarbeiterInnen für die gesamte Organisation!
Attraktive und herausfordernde Ziele setzen kreative und produktive Energie frei. Diese Energie hilft schwierige Phasen zu überstehen. Große Ziele bieten Orientierung in diesen Phasen – wie der Leuchtturm am rettenden Ufer, der bei rauher See die Richtung anzeigt. Große Ziele leiten sich aus einer gemeinsamen Vision ab. Meistens findet sich diese Vision in einem gemeinsamen Leitbild wieder. Ein Lieblingsspruch: „Alles, was Du Dir vorstellen kannst, kannst Du auch erreichen.“
Weniger erfolgreiche Manager formulieren keine Ziele. Sie lassen sich von den Alltagsanforderungen lenken, denen sie sich meist wehrlos ausgesetzt sehen. Ihr Lieblingsspruch (frei nach Helmut Schmidt): „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“
2. Erfolgreiche SozialmanagerInnen haben ein (Selbst-) Organisationssystem…… – und setzen es konsequent um!
Wer seine Zeit sinnvoll zu nutzen weiss, erzielt bessere Ergebnisse. Eigentlich klar. Erfolgreiche Menschen handeln entsprechend. Weniger erfolgreiche nicht. Erfolgreiche Menschen können sich auf wichtige Aufgaben und Projekte fokussieren. Sie kennen den Unterschied zwischen dringend und wichtig. Sie richten ihre Arbeitsweise und -organisation nach diesen Prioritäten aus. Erfolgreiche Menschen kümmern sich um die wichtigen Dinge, weniger erfolgreiche um die dringenden…….Ein Lieblingszitat der Erfolgreichen: „Der Schlüssel liegt nicht darin, Prioritäten für das zu setzen, was auf Deinem Terminplan steht, sondern darin, Termine für Deine Prioritäten festzusetzen.“ (Stephen R. Covey)
3. Erfolgreiche SozialmanagerInnen beherrschen ihre Werkzeuge und setzen sie sinnvoll und zweckgerichtet ein.
Rechner, Tablet-PC, Smartphone, Planbuch, Kalender, Aufgaben- und Projektlisten…. Jedes dieser Werkzeuge entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn es für die jeweilige Aufgabe entsprechend angemessen und sinnvoll eingesetzt wird. In der beruflichen Praxis sind mir viele LeiterInnen sozialer Einrichtungen begegnet, die versuchen, ihr Projekt oder ihre Organisation mit unzueichenden Werkzeugen (alte Rechner mit überalterter Software, Post-It-Zetteln oder auseinderbröselnden „Chinakladden“) zu steuern.
Erfolgreiche Menschen setzen die verschiedenen Werkzeuge mit nahezu spielerischer Leichtigkeit ein…. Sie sind vernetzt mit MitarbeiterInnen und wichtigen Kooperationspartnern, halten sich über den Stand der Dinge immer auf dem Laufenden und sind immer dann kommunikationsbereit, wenn Kommunikation gefragt und notwendig ist. Sie wissen, wann welche Jobs zu erledigen sind und können sicherstellen, dass die hierfür benötigten Ressourcen dann auch zur Verfügung stehen. Erfolgreiche Menschen halten Ordnung. Nicht weil sie „zwanghaft“ oder „unkreativ“ sind – sondern weil sie keine Zeit mit suchen verschwenden wollen.
Ein Zitat, das sie mögen: „Wer als einziges Werkzeug den Hammer kennt – für den ist jedes Problem ein Nagel.“
4. Erfolgreiche Menschen können rechnen.
Es ist unglaublich, wie viele ManagerInnen sozialer Einrichtungen sich den betriebwirtschaftlichen Anforderungen und Fragestellungen, die ihr Job mit sich bringt, verweigern. Fast schon zu banal…. dennoch muss es hier erwähnt werden: Wer die Verantwortung für die Finanzen einer Organisation trägt, sollte mit Zahlen umgehen können. Erfolgreiche SozialmanagerInnen wissen das und bilden sich entsprechend fort (denn allzu oft kommt dieser Part in der Ausbildung sozialer Berufe absolut zu kurz). Sie machen sich schlau und entwickeln neben fachlicher Kompetenz auch ein fundiertes Know-How im kaufmännischen Bereich.
Sie wissen: Geld ist nur ein Problem, wenn man es nicht hat.
Welche Beobachtungen macht Ihr? Mit welchem „ManagerInnen-Typ“ seid Ihr in Euren Projekten und Organisationen konfrontiert? Und welche weiteren Unterschiede zwischen erfolgreichen und erfolglosen Führungspersönlichkeiten habt Ihr in der Praxis beobachten können?
7 Wege zur Effektivität in der Sozialen Arbeit
Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich ein großer Anhänger und Fan von Stephen R. Covey bin. Sein Buch „7 Wege zur Effektivität“ hat mich begeistert und inspiriert mich immer wieder aufs Neue…. Vor kurzem wurde ich gefragt, wie wir die „7 Wege“ in der sozialen Arbeit umsetzen können . Hier der Versuch einer Antwort:
1. Proaktiv sein
Klienten, Kunden und Mitarbeiter(innen) motivieren und inspirieren, selbst Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen. Wir glauben, dass jeder Mensch das Recht und die Pflicht hat, das Beste aus seinem Leben zu machen!
2. Schon am Anfang das Ende im Sinn haben
Wir wollen, dass die Menschen durch unsere Unterstützung und unsere Arbeit unabhängig von uns werden. Wir müssen den Menschen helfen, ihre Dinge alleine und unabhängig von uns geregelt zu bekommen. Hilfe, Beistand und (pädagogische) Begleitung sind nur dann nachhaltig erfolgreich, wenn sich auch nach dem „Wegfall“ der Unterstützung Stabilität und Erfolg der Menschen einstellt. Wir wollen keine „Klienten-Karrieren“ im Sinne von lebenslanger Begleitung……
3. Das Wichtigste zuerst tun
Erst helfen – dann Ursachen bearbeiten. Erst das Feuer löschen um schwere Schäden zu vermeiden, dann am Thema Brandverhütung arbeiten. Erst der Mensch…. dann der Rest……..
4. Gewinn/Gewinn – Denken
Wir teilen Probleme, Lösungen, Hilfsmittel, Erfolge. Allen kann geholfen werden, wenn sich alle verantwortlich fühlen. Es gibt genug Lösungen, Hilfe, Unterstützung, Begleitung und und und…… für alle. Niemand muss ausgeschlossen bleiben.
5. Erst verstehen, dann verstanden werden
Nur wenn wir die Lebenswirklichkeit der Menschen, mit denen wir zu tun haben verstanden und akzeptiert haben können wir Anregungen für passende Hilfen und Unterstützungsangebote geben. Sozialarbeit funktioniert nur wenn sie an den Ressourcen und Kompetenzen der Menschen anknüpft…..
6. Synergien schaffen
Kooperation statt Konkurrenz. Synergien durch Vernetzung – das gilt auch und vor allem in der Sozialen Arbeit!
7. Die Säge schärfen
Heute, morgen, jeden Tag: Nimm Abstand von dir, von deinen Problemen. Mach die beste Pause aller Zeiten….. und danach: Mach das Beste aus deinem Leben!
Unbekanntes Wirtschaftswunder: Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal
Heute mache ich mal Werbung für eine Veranstaltung des Vereins „Berliner Wirtschaftsgespräche“. „Unbekanntes Wirtschaftswunder: Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal“ ist der Titel der Titel dieser Veranstaltung am Dienstag, 27.03.2012 (13.00 Uhr) in der Bank für Sozialwirtschaft,
Oranienburger Straße 13/14 in 10178 Berlin.
Hier die Ausschreibung und das Programm des Tages:
Unser Staat bekennt sich in seinem Grundgesetz zu seinem Wesen als demokratischer Sozialstaat. Kurz gefasst, resultieren daraus zahlreiche Aufgaben, die der Staat durch eigens dafür Beauftragte erbringen lässt. Über Jahrzehnte entwickelte sich in diesem Kontext ein hochkomplexes Beziehungsgefüge, in dem staatliche Aufgaben in Wohlfahrtspflege und Gemeinwesen durch Dienstleister erbracht werden. Im Spannungsfeld zwischen sozialer Verantwortung und wirtschaftlicher Steuerung bewegt sich heute die soziale Branche.
Nicht nur für Außenstehende und Beobachter ist die »Funktionsweise« unseres Sozialstaats nicht deutlich. Oft wissen sogar Betroffene und gut Informierte wenig über die politischen, gesetzlichen, verwaltungslogischen und finanziellen Hintergründe sozialer Arbeit. Während reibungsloses Funktionieren selbstverständlich und voraussetzungslos erscheint, erfahren Fehler, Brüche, Probleme, menschliches Versagen oder kriminelle Tatbestände eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Denen, die diese Arbeit verantworten oder ausführen, erscheint die hohe Aufmerksamkeit oft unverhältnismäßig gegenüber der fehlenden Kenntnisnahme positiver Tatsachen. Nicht selten fehlt Respekt.
Auf der Strecke bleiben Fragen: Wie kann der unbekannte und gleichzeitig milliardenschwere Tanker Sozialwirtschaft künftig überhaupt im Sinne des Sozialstaats gesteuert werden? Ein Tanker, der elementare gesellschaftliche Bedürfnisse und gesetzlich verbriefte Rechte von Menschen, die die Hilfe anderer benötigen, transportiert. Ein Tanker, der unzählige Menschen nicht nur unterstützt, sondern auch beschäftigt.
Die Debatte wendet sich an die Fachöffentlichkeit: Entscheidungsträger aus Verbänden, Politik, Verwaltung und Sozialwirtschaft sowie an Vertreter der Medien.
Programm
12.30 Uhr Einlass | Erfrischungsgetränke, Kaffee
13.00 Uhr Zum Thema | Begrüßung
Oswald Menninger Der PARITÄTISCHE Berlin
Matthias Ninke BfS
Dr. Rudolf Steinke, Berliner Wirtschaftsgespräche e. V.
13.15 Uhr Vortrag
Krise und Zukunft des Sozialstaats
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität Köln
13.45 Uhr Forum I
Skandale, Kontrollen und Rendite ethische Probleme sozialer Dienstleistungen
Sozialstaat im Wandel und im Spiegelbild der Medien: Nach jahrelanger Berichterstattung um den so genannten Sozialmissbrauch ist nun die betrügerische Betriebsführung sozialer Unternehmen im Visier. Eine neue Facette im Diskurs um den Um- und Abbau des Sozialstaates. Daraus ergeben sich Fragen, die nicht immer neu sind, für die jedoch heutige Antworten gebraucht werden:
- Ist das Leitbild »Sozialstaat« für die Bundesrepublik Deutschland strittig oder gar hinfällig? Warum berichten Publikumsmedien nur über Skandale oder ehrenamtliche Aktivitäten?
- In welcher Rolle sehen sich Journalisten und Medienvertreter? Ist es naiv zu erwarten, dass Publikumsmedien auch über das »normale« Funktionieren sozialer Leistungen berichten? Ist das Leserinteresse nur offen für Skandale?
- Woran liegt es, dass über die größte Wirtschaftsbranche (»Hilfsindustrie«) höchst unklare Vorstellungen bestehen?
- Oder ist Komplexität der sozialen Leistungserbringung für Leser und Journalisten und Journalisten nur schwer zu durchschauen? Was können Sozialunternehmen und Verbände tun, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, abseits von Skandal und PR?
- Wie haben sich die Rahmenbedingungen sozialer Träger in den Jahren nach der Reform der Sozial- und Gesundheitsgesetzgebung verändert? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Politik eines großen Spitzenverbandes? Und welche »Presse« braucht die Branche?
- Potenziale aktivieren oder den Trägern auf die Finger schauen? Welche Absichten hat der Berliner Senat mit der Umsetzung der Bundesratsinitiative zu unangekündigten Kontrollen in sozialen Einrichtungen?
- Öffentlichkeit, Druck aus der Verwaltung und Stichwort Transparenz: Welche Probleme der Steuerung ergeben sich daraus für soziale Unternehmen?
Über das Bild des Sozialen in der Gesellschaft, das Image sozialer Leistungen und die Konsequenzen für Entscheidungsträger diskutieren:
- Andreas Bode, Geschäftsführer, Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V. / ab März 2012: Geschäftsführer nbw gGmbH
- Klaus Mielke, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin
- Angefragt: Ralf Schönball, Der Tagesspiegel, Berlin
- Anfrage: n. n. überregionaler Träger, Verband
15.00 Uhr Kaffeepause
15.15 Uhr Forum II
Sozial oder Wirtschaft? Was ist noch sozial an der Sozialwirtschaft?
Wie können Verantwortliche in Politik und Verwaltung in Zeiten knapper Kassen überhaupt agieren? Welche Schwierigkeiten bereiten sozialpolitische Entscheidungen? Wie fließen ethische Fragestellungen in betriebswirtschaftliche Steuerungsprozesse sozialer Dienstleister ein?
Aus anderer Perspektive betrachtet: Sind soziale Unternehmen nur die Kostentreiber sozialer Ausgaben? Wie sind sie als staatlich beauftragte Leistungserbringer, Wirtschaftsfaktor, als Arbeitgeber, als Partner in öffentlichen Belangen und als Wirtschaftsunternehmen in Stadt und Region eingebunden?
Es diskutieren:
- Norbert Prochnow, Geschäftsführer, Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen gemeinnützige GmbH, Berlin
- Anfrage: Stefan Spieker, Fröbel-Gruppe / Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.
- Anfrage: Gabriele Stumpenhusen, Ver.di
- Anfrage: Ute Hiller, Berliner Aidshilfe e.V.
- Anfrage: Prof. Dr. Gerd G. Wagner, DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Berlin
16.30 Uhr Kaffeepause
16.45 Uhr Podiumsdiskussion
Die Zukunft der Eingliederungshilfe – Spagat zwischen Fachkonzept und Sparzwang
Worum geht es in der Bundesratsinitiative zum Zwölften Sozialgesetzbuch? Wie sollen Steuerungsmöglichkeiten für Kosten- und Leistungsträger einerseits und passge-naue Hilfen für die Zielgruppen andererseits besser gewährleistet werden?
Und ganz konkret:
- Welche Konsequenzen ergeben sich aus der strengen Personenzentrierung der Hil-fen sowie der Möglichkeit, Angebote zur beruflichen Rehabilitation »in Konkurrenz« zum bestehenden System der WfbM zu entwickeln?
- Wie sehen Budgetmodelle aus?
- Wie läuft künftig Sozialpolitik in Berlin? Und wie wird sie bezahlt?
Es diskutieren:
- Andrea Fischer, Fraktionsvorsitzende DIE GRÜNEN BVV Mitte, selbstständige Bera-terin für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft, ehem. Bundesministerin für Gesundheit und MdB
- Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte, Leiter Abteilung Gesundheit, Personal, Finanzen
- Oswald Menninger, Geschäftsführer, Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Lan-desverband Berlin e.V.
- Matthias Ninke, Geschäftsstellendirektor, Bank für Sozialwirtschaft, Berlin
- Matthias Rosemann, Geschäftsführer, Träger gGmbH, Berlin
- Anfrage: Martina Schnellrath, Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin
- Anfrage: Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, Berlin
18.00 Uhr Empfang bei Bier und Brezel
Gute Vorsätze und gute Ziele: Das Jahr kann kommen……
Das neue Jahr hat angefangen. Es ist noch ganz frisch und unverbraucht – was dazu führt, dass ich mich noch an die meisten meiner „guten Vorsätze“ erinnern kann, die ich „zwischen den Jahren“ gefasst habe: Mehr Sport, gesunde Ernährung, mich wieder mehr um meine persönliche Entwicklung kümmern und und und…… Ich habe die große Hoffnung, dass ich irgendwann mal so gut werde, wie meine Vorsätze!
Weil ich um meine diesbezügliche „Vergesslichkeit“ weiss, habe ich mich irgendwann vor einigen Jahren auf eine sehr strukturierte Arbeitsweise festgelegt, die dazu führt, dass ich schon rechtzeitig im „alten Jahr“ die Ziele und die wesentlichen Handlungsschritte für das Folgejahr festlege. Inspiriert worden bin ich hierzu durch das System des Helfrecht-Unternehmerzentrums, das ich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann.
Zu allen wesentlichen Bereichen meines beruflichen und privaten Lebens formuliere ich Jahresziele. Die „guten Vorsätze“ zum Ende des Jahres habe ich trotzdem – aber sie haben eher die Funktion eines „Ankers“: Sie sind Stichworte, die mich an meine Ziele und an meinen Plan zur Umsetzung erinnern.
Mit diesem System fahre ich seit vielen Jahren sehr gut. Uns deshalb ist es mir wohl auch gelungen, dieses System in unserer Organisation einzuführen. Nach anfänglicher Scheu und Unsicherheit haben mittlerweile alle LeitungsmitarbeiterInnen unseres Vereins das System angenommen, verinnerlicht und für sich weiterentwickelt und angepasst.
Was machen wir?
Einmal im Jahr (in der Regel im November) kommen alle Projektleiter(innen), unsere Arbeitsbereichsleiter, Mitglieder unseres ehrenamtlichen Vorstandes und ich (als Geschäftsführer des SzS) zu einem Klausurwochenende zusammen. Wir treffen uns außerhalb Berlins in einem netten Hotel und haben Zeit und Ruhe für Planung und Neu-Ausrichtung – oder um es mit David Allen (dem Autor von „Wie ich die Dinge geregelt bekomme“ ) zu sagen: Wir verändern die Flughöhe…………… Wir verlassen die Ebene der Alltags- und Projektarbeit und schauen und von einer höheren Warte aus, die Ergebnisse, die Entwicklungen und die Perspektiven unserer Arbeit an.
Hierzu stellen wir uns zunächst die Frage nach aktuellen Chancen und Risiken in der Entwicklung unseres Arbeitsfeldes. Wir tun das mit Blick auf unsere Erfolge (Wie können wir Erfolgserfahrungen wiederholen?) und wir tun dies mit Blick auf unsere „Mißerfolge“ und fragen nach dem „wirksamen Mangel“ in den unterschiedlichen Bereichen unserer Arbeit.
Hierbei gehen wir sehr strukturiert vor: Jede/r analysiert Chancen und Risiken seines Projektes / seiner Einrichtung in den Bereichen
1 Mitarbeiter
2 Produkte / Angebote / Dienstleistungen
3 Kundennutzen
4 Organisation & Planung
5 Öffentlichkeitsarbeit & Vertrieb
6 Beschaffung / Einkauf / Finanzen
7 Investitionen
8 Vertrauliches / Persönliches
Aus den Ergebnissen werden dann Jahreszielpläne formuliert, die zwischen Projekt-/Arbeitsbereichsleitung und Geschäftsführung besprochen und dann verbindlich vereinbart werden.
Auf der Grundlage der vereinbarten Jahreszielpläne erarbeiten die Projekt- und Arbeitsbereichsleiter jeweils monatlich – um den 20. herum – eine Monatszielplanung bzw. die Vorgehensplanung zum Jahreszielplan. Für den Ablauf dieser Gespräche nutzen wir die „Monatszielplanfragen“ von HelfRecht als Orientierung:
1. Habe ich die Monatsziele meines Arbeitsbereichs / Projekts erreicht / nicht erreicht (Gründe) / überschritten (Gründe)?
2. Werde ich nach dem jetzigen Stand die Jahresziele meines Arbeitsbereiches / Projektes erreichen / nicht erreichen (Gründe) / überschreiten (Gründe)?
3. Welche Teilziele (Liste) meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat ergeben sich aus dem Jahreszielplan ?
4. Welche Maßnahmen werde ich durchführen, um die Ziele meines Arbeitsbereichs / Projekts für den nächsten Monat zu erreichen ?
Wen brauche ich intern/extern, um die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu meistern?
Welche Mittel (Geld, Ausstattung, Unterlagen) sind hierzu nötig?
5. Welche Möglichkeiten der Kostenersparnis gibt es in meinem Arbeitsbereich / meinem Projekt?
6. Wie kann ich die Öffentlichkeitsarbeit unseres Vereins unterstützen? Wie kann ich zum guten Ruf des Vereins beitragen?
7. Welche Einzelgespräche plane ich in diesem Monat (Mitarbeiter, Kunden, Vorgesetzte, Koop.-Partner)?
8. Wann sehe ich meine Liste der Ideen durch und verwerte sie?
9. Was nehme ich in die Liste meiner Erfolge auf?
Auf diese Weise gelingt es uns recht gut, die alltägliche Arbeit in den Projekten und Einrichtungen zu steuern ohne Gefahr zu laufen, die mittel- und längerfristigen Ziele des Vereins aus dem Blick zu verlieren. Wir schaffen uns einen sehr verbindlichen Rahmen für die tägliche Arbeit, sichern den Projekt- und Einrichtungsleitern aber innerhalb dieses Rahmens ein Höchstmaß an Handlungsfreiheit und Entscheidungskompetenz.
Die Steuerung des gesamten Vereins ist auf diese Weise gut handhabbar –ich kann als Geschäftsführer den Überblick über die Richtung und Entwicklung der alltäglichen Arbeit behalten – ohne Gefahr zu laufen, mich zu sehr in Alltagsangelegenheiten zu verlieren.
Habt Ihr andere und ebenfalls wirksame, oder gar noch effektivere Methoden der Steuerung Eurer Projekte / Organisationen? Ein Austausch hierzu würde mich sehr interessieren!
„Es ging nie um den Maserati“
Über die Treberhilfe und ihren Maserati fahrenden Geschäftsführer Harald Ehlert ist viel geschrieben worden. Eine erfrischend andere Sicht stellt Ed Koch am 11.9. in PaperPress zur Diskussion. Seine These „Es ging nie um den Maserati.“ Lest den ganzen Artikel auf PaperPress…...
Auf gute Nachbarschaft!
Nachbarschaftsvereine und Stadtteilzentren sind wichtige Anlaufstellen im Kiez.
Schon im Jahr 1944, ein Jahr vor Kriegsende, machten sich Vertreter der alliierten Siegermächte Gedanken darüber, wie man eine wohnortnahe Struktur der Versorgung der Bevölkerung verbinden kann mit Programmen zur demokratischen Umerziehung und kultureller Bildung der Menschen im kriegszerstörten Berlin. Heraus kam der „Alliierte Nachbarschaftsheimplan“. In der Tradition der englischen und amerikanischen Settlement-Bewegung „verordnete“ man den Berlinerinnen und Berlinern (im Westteil der Stadt) ein Konzept von Nachbarschaftsarbeit, das – vielfältig modernisiert und dem Wandel der Zeiten angepasst – im Kern noch heute funktioniert. Die Grundgedanken der Settlement – Bewegung spielten auch 1995 eine große Rolle, als der Nachbarschaftsverein Lankwitz e.V. (der heutige Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ) gegründet wurde: Hilfe zur Selbsthilfe, Raum für Begegnung und Kommunikation im Kiez, professionelle Beratung in schwierigen Lebenssituation, konkrete Hilfen für Menschen in Not und das Angebot bedarfsgerechter sozialer Dienstleistungen und kultureller und politischer Bildungsarbeit. Ausgehend von einem kleinen Treffpunkt der Lankwitzer Wedellstraße entwickelte der Verein seitdem vielfältige Aktivitäten in allen klassischen Arbeitsfeldern der Stadteil-, Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit. Die Bilanz der letzten 16 Jahre kann sich wahrlich sehen lassen: Rund 100 Mitarbeitende in rund 20 Projekten des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. betreuen Kinder in Kitas und Schulhorten, realisieren Angebote der offenen Jugendfreizeit- und –bildungsarbeit, kooperieren mit Schulen bei der Umsetzung schulbezogener Jugendhilfeangebote und bieten Raum und Möglichkeiten für Begegnung, bürgerschaftliches Engagement und nachbarschaftliches Miteinander in unseren Nachbarschaftshäusern. Wir engagieren uns in der Stadtteilkonferenz in Lankwitz-Ost ebenso wie beim Runden Tisch in Lichterfelde-Süd, wir mischen uns ein und stehen an der Seite derer, die Unterstützung, Hilfe und / oder Beistand brauchen. Wir tun dies, weil wir glauben, dass viele „kleine Leute“ die Welt verändern können, wenn Sie vor Ihrer Haustür – also in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft – anfangen, die Dinge in die Hand zu nehmen und die Bedingungen im Kiez so (mit-) zu gestalten, wie sie sein sollen. Wir wollen einen Kiez, eine Nachbarschaft, einen Stadtteil in dem alle Menschen friedlich miteinander leben können, in dem gegenseitiger Respekt und Wertschätzung für den und das Andere(n) die Begegnung und die Kommunikation bestimmen und in dem niemand „draussen bleiben“ muss, weil er wegen seiner sozialen oder kulturellen Herkunft ausgegrenzt wird. „Steglitz –Zehlendorf für Alle“. Ein dickes Brett, aber wir bohren weiter! Machen Sie mit?
Mampel im „sozial-talk“
Im Video-Interview des Monats September von www.sozialtalk.de befragt mich Herbert Scherer – ehem. Geschäftsführer des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit , aktuell u.a. tätig für die Paritätische Akademie – über das Projekt .garage berlin. .garage ist ein Existenzgründungsprojekt, das seit mehr als fünf Jahren, Auswege aus der Arbeitslosigkeit aufzeigt, in dem es Menschen darin begleitet und unterstützt, Unternehmen zu gründen. Sozialarbeit im klassischen Sinne (auch wenn in der .garage nicht ein einziger Sozialarbeiter arbeitet): Hilfe zur Selbsthilfe – denn jeder Mensch hat das Recht und die Pflicht, das Beste aus seinem Leben zu machen!
Hiiiiilfe !!!!!!!??????!!!!!!
Sehr dramatisch kam sie daher. Die Überschrift über dem Aufmacher der neuen Samstags – Beilage des „Tagesspiegels“ am 20.08.! „Mehr Berlin“…… und dann das…..! Eine Journalistin, die sich aus welchen Gründen auch immer zwischenzeitlich über ihre Erfahrungen als Sozialpädagogin auslassen darf , breitet auf zwei Zeitungsseiten ihre Wahrnehmungen, Meinungen und ihr Halbwissen über die Struktur der Hilfen zur Erziehung nach dem KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) aus. Oberflächlich. Weitergehend frei von Faktenwissen. Auf BILD-Zeitungsniveau. Den ganzen Artikel gibt’s hier zu lesen….. Ich habe überlegt, ob ich dazu was schreiben sollte. Denn das was da am Samstag und heute (am 23.08.2011) in der Zeitung geschrieben stand ist furchtbare und und unsachgemäße Stimmungsmache gegen freie Träger im Jugendhilfebereich. „Schwarze Schafe“, die es überall gibt, müssen herhalten für eine pauschale Diskriminierung der wichtigen und schwierigen Arbeit der Träger der sozialen Arbeit.
Ich war sehr froh, dass es ich nichts schreiben muss. Denn diese Arbeit hat Oswald Menninger, der Geschäftsführer des Berliner DPW schon erledigt. Seinen offenen Brief an die Chefredakteure des Tagesspiegel möchte ich hier dokumentieren – und ich hoffe auf rege Diskussionen zu diesem Thema!
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Offener Brief an die Tagesspiegel-Redaktion 23. August 2011
„Sehr geehrter Herr Maroldt, sehr geehrter Herr Cassdorf,
der journalistische Grundsatz, auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen ist, wie ihn der Tagesspiegel lange Zeit gepflegt hat, ist im Artikel „Familien-HILFE! vom 20. August in Bezug auf die freien Träger leider nicht eingehalten worden.
Der PARITÄTISCHE Berlin setzt sich als Dachverband von circa 200 Jugendhilfeträgern seit mehr als sechs Jahren dafür ein, die fallbezogene Finanzierung von Erziehungshilfen in ein Sozialraumbudget für die Jugendhilfe einzubinden, um knappe Ressourcen fachlich noch effektiver einzusetzen und den ökonomischen Anreiz „mehr Fälle=mehr Geld“ aus dem Finanzierungssystem für Hilfen zur Erziehung herauszunehmen.
Nach vielen Gesprächen mit Senatsvertretern und Abgeordneten haben wir erreicht, dass unser Vorschlag, eine Budgetsteuerung der Jugendhilfe in zwei Bezirken zu testen, im Abgeordnetenhaus im Jahr 2008 beschlossen worden ist. Leider hat das Land Berlin bis heute nichts dazu getan, diesen Beschluss umzusetzen. Darüber findet sich in dem Artikel nichts.
Der Verband ist weiter an dem Thema dran: Beispielsweise sind der Jugendhilfereferent und zwei Trägervertreter im österreichischen Graz gewesen, um den dort praktizierten Ansatz eines Jugendhilfebudgets zu begutachten und in Bezug auf die Übertragbarkeit auf die Berliner Situation zu überprüfen.
Ferner ist es uns gänzlich unverständlich, wie es eine seriöse Tageszeitung zulassen kann, dass eine Redakteurin anhand eines Falles einen ganzen Berufsstand verunglimpft! Die Fachkräfte der freien Wohlfahrtspflege leisten mit ihrer Arbeit jeden Tag einen unverzichtbaren Anteil zum sozialen Zusammenhalt in dieser Stadt. Hierfür verdienen sie unseren Respekt!
Beide Artikel zu HZE vom 20. und 23. August strotzen vor inhaltlichen Fehlern und lassen die journalistische Sorgfalt vermissen, wie sie vom Tagesspiegel zu erwarten ist.
Der Artikel vom 20. August stützt sich auf Sachverhalte bei einem anonymen Träger, von dem aus Pauschalaussagen abgeleitet werden, die für alle Träger in Berlin und der Bundesrepublik Gültigkeit haben sollen. Dies ist methodisch mehr als fragwürdig.
Ein grober handwerklicher Fehler ist unterlaufen, wo Statistik die Aussagen untermauern soll: Die abgedruckte Jugendhilfe- Statistik legt nahe, dass die Kosten für Hilfen zur Erziehung enorm gestiegen seien. Die Steigerungen sind aber vor allem durch die Kita-Kosten verursacht und nicht durch die Hilfen zur Erziehung. Die Kosten für die Hilfen zur Erziehung sind keineswegs in den letzten Jahren explodiert – weder bundesweit noch in Berlin.
Richtig ist, dass nahezu alle Berliner Bezirke die Haushaltsansätze für HzE überziehen – weil die Ansätze nicht den realen Erfordernissen sondern haushalterischem Wunschdenken entspringen. Der große Cut beim Berliner Jugendhilfebudget in den Jahren 2003 und folgende hat zu einer Minderung der Fallzahlen bei Hilfen zur Erziehung geführt, die fachlich nicht zu begründen ist. Seit 2005 steigen die Fallzahlen wieder an und haben jetzt den Level von 2002 überschritten. Kein Wunder – die soziale Lage von Kindern, Jugendlichen und Familien hat sich in den letzten 10 Jahren nicht verbessert. Im Gegenteil. Die Anzahl der Familien mit gehäuften Risikolagen nimmt zu.
Bereits der Stadtstaatenvergleich von 2007 hat gezeigt, dass Berlins HZE-Ausgaben pro Fall erheblich niedriger liegen als in Hamburg oder Bremen – obwohl die sozialen Belastungen der Familien nirgendwo so umfassend sind wie in Berlin.
Der Spardruck auf die Jugendhilfeträger ist enorm: Heute haben wir mehr HZE-Fälle als im Jahr 2002 – aber den freien Trägern stehen über 40 Millionen weniger als 2002 zur Verfügung (450 zu 408)! Trotz Kostensteigerungen in allen Ausgabenbereichen.
In ihren Artikeln finden sich viele Argumente, die staatlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten auszuweiten. Die unkritische etatistische Sicht ist eine Berliner Besonderheit, die im überdimensionierten öffentlichen Dienst in Berlin ihre Basis hat. Wenn die freien Träger sich angeblich das Geld selbst bewilligen, wie Bürgermeister Buschkowski nahelegt, darf die Frage erlaubt sein, wofür das Bezirksamt eigentlich bezahlt wird.
Das sind Fakten, die in den Artikeln nicht genannt werden!
Auch der Artikel vom 23. August enthält grobe inhaltliche Fehler. Ein Beispiel: „Die Kosten für die Heimerziehung sind dabei nicht das Problem.
Dafür müssen die zwölf Bezirke weniger zahlen als gedacht. Es sind die stationären Hilfen, die das Budget der Jugendämter strapazieren.“ Es ist aber so, dass Heimerziehung und betreutes Wohnen stationäre Hilfen sind. Was also wollen die Verfasser sagen?
Sehr geehrter Herr Maroldt, sehr geehrter Herr Casdorff, es wäre der Sache und dem journalistischen Anspruch des Tagesspiegel angemessen, den PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Berlin, unter dessen Dach fast 50.000 Fachkräfte und zehntausende Ehrenamtliche wirken, zu diesem wichtigen Thema anzuhören und den benannten kritischen Punkten eine Stimme zu geben.
Mit freundlichem Gruß
Oswald Menninger, Geschäftsführer“
