Umfrage: Ist Inklusion machbar?

Inklusion braucht keine sich immer weiter verfeinernde Diagnostik zur Feststellung von immer mehr und ständig weiteren „Defiziten“ von Kindern, denen man dann mit Sondermaßnahmen im medizinalisierten Weltbild Abhilfe zu schaffen vorgibt. Tony Booth, Mel Ainscow und Denise Kingston fordern zu Recht, sich vom medizinischen Modell der sonderpädagogischen Förderbedarfe zu lösen und stattdessen den Abbau von Barrieren für Spiel, Lernen und Partizipation aller Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn man diesen Ansatz aufnimmt, dann erweitert sich das Inklusionskonzept auch wieder von der Engführung nur auf Kinder mit Behinderungen hin zu dem weiten Salamanca-Ansatz einer Pädagogik der Vielfalt und der Differenzen: „Bei Inklusion geht es darum, alle Barrieren für Spiel, Lernen und Partizipation für alleKinder auf ein Minimum zu reduzieren.“ 

Lest bitte den Beitrag des Jugendhilfereferenten des Paritätischen Gesamtverbandes Norbert Struck im Jugendhilfe-Blog des DPW Berlin (hier >>>>>> gehts zum Artikel!)

 

Am Puls der Sozialwirtschaft – der 8. Kongress der Sozialwirtschaft

Am 13. bis 14. Juni 2013 fand in Magdeburg der 8. Kongress der Sozialwirtschaft statt (www.sozkon.de). Zahlreiche Vertreter der Sozialwirtschaft haben sich hier zum Kernthema „Beschäftigung innovativ gestalten“ ausgetauscht. Damit griffen die Veranstalter eine der zentralen Herausforderungen der Sozialwirtschaft auf. Schließlich handelt es sich um ein sehr personalintensives Umfeld, das teilweise über 80 % Personalkosten ausweist und zunehmend vom Fachkräftemangel getroffen wird.

den ganzen Artikel von Edgar Jakab findet Ihr im Blog „jugendhilfe.bewegt-berlin“ des DPW Berlin (zum weiterlesen hier klicken)

 

 

 

Jugendhilfeblog des DPW Berlin

Seit einigen Tagen ist ein neues Blog des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin online. Ich habe die Ehre und das Vergnügen dem Redaktionsteam angehören zu dürfen.

Das Anliegen des Blogs jugendhilfe-bewegt-berlin.de haben wir klar beschrieben: „Auf diesem Blog wollen wir einen Einblick in die alltägliche Arbeit der Mitgliedsorganisationen der Jugendhilfe des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Berlin e.V. bieten, unsere Vorstellungen und Positionen zu Feldern der Kinder- und Jugendhilfe wie den Hilfen zur Erziehung, der Jugendarbeit oder der Jugendsozialarbeit einbringen, Fragen beantworten, unterhalten, all jenen eine Plattform bieten, die sich beteiligen wollen, zu Diskussionen rund um das Thema Jugendhilfe anregen und uns mit aktuellen politischen Entwicklungen der Sozialwirtschaft auseinandersetzen.

200 Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Berlin e.V. sind in den unterschiedlichen Feldern der Jugendhilfe tätig. Über 80 dieser Mitgliedsorganisationen bieten ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote der Hilfen zur Erziehung an. 90 Organisationen arbeiten im Feld der offenen Kinder- und Jugendarbeit, 20 Organisationen sind in der Jugendberufshilfe aktiv. “

Selbstverständlich kann man diesem Blog auch bei Facebook und bei Twitter folgen! Ich würde mich freuen, wenn das Projekt (nicht nur) in der interessierten Fachöffentlichkeit und bei Kinder, Jugendlichen und ihren Familien auf größtes Interesse stößt!

jugendhilfe bewegt berlin!

jugendhilfe bewegt berlin!

Fix Fit für Berlins Jugendpolitiker: Thema Jugendarbeit

Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin und der Landesjugendring Berlin e.V. haben am 27. März alle interessierten Jugend-, -Familien und Bildungspolitiker/innen und Expert/innen der Jugendarbeit auf Landes- und Bezirksebene zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung „Fixfit! in der Jugendarbeit“ eingeladen

Die Unterlagen, die zu dieser Veranstaltung präsentiert wurden, können Sie hier aus dem Netz herunter laden. Die Dokumente im Einzelnen:

1_Materialdeckblatt_Fixfit_Jugendarbeit.pdf
2_Einlad_FixFit_JA_120327.pdf
3_FixFit_JA_Grußwort_Sts_Klebba.pdf
4_Ziele und Wirkungen Jugendarbeit_Rooss.pdf
5_RA-BernzenSonntag_120327 Liga Berlin_bearbeitet_end.pdf
6_Scherer_PP_ueberarbeitet_d_kurzfassung.pdf
7_AGJ_Kinder- und Jugendarbeit.pdf
8_MeißnerThesen_120118.pdf
9_Beschluss_LJR_Berlin_2012.pdf
10_Beschluss_LJR_Berlin_Jugend_braucht_Freiraum.pdf
11_AG KJHG-6_7_45_47.pdf
12_Info_Doku_Bln braucht JA.pdf
13_Offener_Brief.pdf

Der Hintergrund: Die Jugendarbeit in Berlin droht angesichts der vielfältigen Herausforderungen in der Jugendhilfe noch weiter ins politische Abseits zu geraten. Die Jugendpolitik steht vor grundsätzlichen Weichenstellungen. Zugleich sind Förderung ganzheitlicher Bildung, soziales Engagement und gesellschaftliche Mitgestaltung sind zentrale Leistungen der Jugendarbeit. Sie bietet notwendige Freiräume und vielfältige Unterstützungs- und Betätigungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, ihre Freizeit aktiv und nach eigenen Wünschen zu organisieren.

Mit ihrem partizipatorischen und werteorientierten Ansatz sind Jugendarbeit und Jugendverbände ein wesentliches Sozialisationsfeld neben Elternhaus und Schule und Motor einer demokratischen Zivilgesellschaft.

Copyright, 2012: DPW Berlin: weitere Infos: schulz@paritaet-berlin.de

Veröffentlicht mit freundlicher Zustimmung des DPW Berlin.

Fixfit in den Hilfen zur Erziehung (HzE) – 100 Interessierte folgen Liga-Einladung

Unter diesem Motto hatte die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin Jugend-, Familien- und BildungspolitikerInnen, angehende HzE- Experten auf Landes- und Bezirksebene und VertreterInnen freier Träger ins Centre Monbijou in Berlin-Mitte eingeladen.

Am Mittwoch, den 14. März 2012 trafen sich rund 100 TeilnehmerInnen, um sich umfassend zu informieren und über verschiedene Ansätze der fachlichen und finanziellen Steuerung der Hilfen zur Erziehung auszutauschen. Mit besonderem Interesse ist dabei der Vortrag der Grazer Amtsleiterin des Jugendamts Mag. Ingrid Krammer aufgenommen worden, die über die Erfahrungen mit einem Modell der „Steuerung der Hilfen zur Erziehung durch einheitliche Fachlichkeit und Globalbudget“ berichtete.

Zuvor referierte Ralf Liedtke vom Diakonischen Werk für die Liga über aktuelle Zahlen und Entwicklungen zu HzE in Berlin. Monika Schipmann von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft präsentierte Folien über Zielstellungen und Erfahrungen mit dem Berliner Rahmenvertrag für Hilfen zur Erziehung durch Dienste der Kinder-und Jugendhilfe. Andreas Gladitsch, Fachleiter HzE aus dem Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg und Mitglied der bezirksübergreifenden  AG 3( fachliche Steuerung HzE)  berichtete über Aspekte der fachlichen Steuerung von Erziehungshilfen in Berlin.

Die Veranstaltung wurde eröffnet von Oswald Menninger, dem Geschäftsführer des Paritätischen Berlin ( derzeit Liga-Federführung), der darauf verwies, dass der Paritätische bereits 2002 erstmals Grundzüge eines sozialraumorientierten Jugendhilfebudgets entwickelt hatte. 2008 gab es sogar einen Beschluss des Abgeordnetenhauses, in zwei Berliner Bezirken eine Jugendhilfebudgetsteuerung zu erproben. Die Diskussion darüber sei leider versandet. Andreas Schulz, Jugendhilfereferent des Paritätischen Berlin, der die Veranstaltung moderierte, appellierte am Schluss an die Vertreter von Verwaltung und Politik, sich vom erfolgreichen Grazer Modell inspirieren zu lassen und den Beschluss des Abgeordnetenhauses in die Praxis umzusetzen, in zwei Berliner Bezirken eine Budgetsteuerung für die Jugendhilfe modellhaft zu erproben.

Die Beiträge der Referenten sowie weitere Hintergrundinformationen mit Daten und Fakten zu HzE sind als Download verfügbar s.u.

Unbekanntes Wirtschaftswunder: Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal

Heute mache ich mal Werbung für eine Veranstaltung des Vereins „Berliner Wirtschaftsgespräche“. „Unbekanntes Wirtschaftswunder: Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal“ ist der Titel der Titel dieser Veranstaltung am Dienstag, 27.03.2012 (13.00 Uhr) in der  Bank für Sozialwirtschaft,
Oranienburger Straße 13/14 in 10178 Berlin.

Hier die Ausschreibung und das Programm des Tages:

Unser Staat bekennt sich in seinem Grundgesetz zu seinem Wesen als demokratischer Sozialstaat. Kurz gefasst, resultieren daraus zahlreiche Aufgaben, die der Staat durch eigens dafür Beauftragte erbringen lässt. Über Jahrzehnte entwickelte sich in diesem Kontext ein hochkomplexes Beziehungsgefüge, in dem staatliche Aufgaben in Wohlfahrtspflege und Gemeinwesen durch Dienstleister erbracht werden. Im Spannungsfeld zwischen sozialer Verantwortung und wirtschaftlicher Steuerung bewegt sich heute die soziale Branche.

Nicht nur für Außenstehende und Beobachter ist die »Funktionsweise« unseres Sozialstaats nicht deutlich. Oft wissen sogar Betroffene und gut Informierte wenig über die politischen, gesetzlichen, verwaltungslogischen und finanziellen Hintergründe sozialer Arbeit. Während reibungsloses Funktionieren selbstverständlich und voraussetzungslos erscheint, erfahren Fehler, Brüche, Probleme, menschliches Versagen oder kriminelle Tatbestände eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Denen, die diese Arbeit verantworten oder ausführen, erscheint die hohe Aufmerksamkeit oft unverhältnismäßig gegenüber der fehlenden Kenntnisnahme positiver Tatsachen. Nicht selten fehlt Respekt.

Auf der Strecke bleiben Fragen: Wie kann der unbekannte und gleichzeitig milliardenschwere Tanker Sozialwirtschaft künftig überhaupt im Sinne des Sozialstaats gesteuert werden? Ein Tanker, der elementare gesellschaftliche Bedürfnisse und gesetzlich verbriefte Rechte von Menschen, die die Hilfe anderer benötigen, transportiert. Ein Tanker, der unzählige Menschen nicht nur unterstützt, sondern auch beschäftigt.

Die Debatte wendet sich an die Fachöffentlichkeit: Entscheidungsträger aus Verbänden, Politik, Verwaltung und Sozialwirtschaft sowie an Vertreter der Medien.


Programm      

12.30 Uhr        Einlass | Erfrischungsgetränke, Kaffee

13.00 Uhr        Zum Thema | Begrüßung
Oswald Menninger Der PARITÄTISCHE Berlin
Matthias Ninke BfS
Dr. Rudolf Steinke, Berliner Wirtschaftsgespräche e. V.

13.15 Uhr        Vortrag
Krise und Zukunft des Sozialstaats

Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität Köln

13.45 Uhr         Forum I
Skandale, Kontrollen und Rendite
 ethische Probleme sozialer Dienstleistungen

Sozialstaat im Wandel und im Spiegelbild der Medien: Nach jahrelanger Berichterstattung um den so genannten Sozialmissbrauch ist nun die betrügerische Betriebsführung sozialer Unternehmen im Visier. Eine neue Facette im Diskurs um den Um- und Abbau des Sozialstaates. Daraus ergeben sich Fragen, die nicht immer neu sind, für die jedoch heutige Antworten gebraucht werden:

  •  Ist das Leitbild »Sozialstaat« für die Bundesrepublik Deutschland strittig oder gar hinfällig? Warum berichten Publikumsmedien nur über Skandale oder ehrenamtliche Aktivitäten?
  •  In welcher Rolle sehen sich Journalisten und Medienvertreter? Ist es naiv zu erwarten, dass Publikumsmedien auch über das »normale« Funktionieren sozialer Leistungen berichten? Ist das Leserinteresse nur offen für Skandale?
  •  Woran liegt es, dass über die größte Wirtschaftsbranche (»Hilfsindustrie«) höchst unklare Vorstellungen bestehen?
  •  Oder ist Komplexität der sozialen Leistungserbringung für Leser und Journalisten und Journalisten nur schwer zu durchschauen? Was können Sozialunternehmen und Verbände tun, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, abseits von Skandal und PR?
  •  Wie haben sich die Rahmenbedingungen sozialer Träger in den Jahren nach der Reform der Sozial- und Gesundheitsgesetzgebung verändert? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Politik eines großen Spitzenverbandes? Und welche »Presse« braucht die Branche?
  •  Potenziale aktivieren oder den Trägern auf die Finger schauen? Welche Absichten hat der Berliner Senat mit der Umsetzung der Bundesratsinitiative zu unangekündigten Kontrollen in sozialen Einrichtungen?
  • Öffentlichkeit, Druck aus der Verwaltung und Stichwort Transparenz: Welche   Probleme der Steuerung ergeben sich daraus für soziale Unternehmen?

Über das Bild des Sozialen in der Gesellschaft, das Image sozialer Leistungen und die Konsequenzen für Entscheidungsträger diskutieren:

  •  Andreas Bode, Geschäftsführer, Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V. / ab März 2012: Geschäftsführer nbw gGmbH
  • Klaus Mielke, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin
  • Angefragt: Ralf Schönball, Der Tagesspiegel, Berlin
  • Anfrage: n. n. überregionaler Träger, Verband

15.00 Uhr Kaffeepause

15.15 Uhr Forum II
Sozial oder Wirtschaft? Was ist noch sozial an der Sozialwirtschaft?

Wie können Verantwortliche in Politik und Verwaltung in Zeiten knapper Kassen überhaupt agieren? Welche Schwierigkeiten bereiten sozialpolitische Entscheidungen? Wie fließen ethische Fragestellungen in betriebswirtschaftliche Steuerungsprozesse sozialer Dienstleister ein?

Aus anderer Perspektive betrachtet: Sind soziale Unternehmen nur die Kostentreiber sozialer Ausgaben? Wie sind sie als staatlich beauftragte Leistungserbringer, Wirtschaftsfaktor, als Arbeitgeber, als Partner in öffentlichen Belangen und als Wirtschaftsunternehmen in Stadt und Region eingebunden?

Es diskutieren:

  • Norbert Prochnow, Geschäftsführer, Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen gemeinnützige GmbH, Berlin
  • Anfrage: Stefan Spieker, Fröbel-Gruppe / Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.
  • Anfrage: Gabriele Stumpenhusen, Ver.di
  • Anfrage: Ute Hiller, Berliner Aidshilfe e.V.
  • Anfrage: Prof. Dr. Gerd G. Wagner, DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Berlin

16.30 Uhr Kaffeepause

16.45 Uhr Podiumsdiskussion
Die Zukunft der Eingliederungshilfe – Spagat zwischen Fachkonzept und Sparzwang

Worum geht es in der Bundesratsinitiative zum Zwölften Sozialgesetzbuch? Wie sollen Steuerungsmöglichkeiten für Kosten- und Leistungsträger einerseits und passge-naue Hilfen für die Zielgruppen andererseits besser gewährleistet werden?
Und ganz konkret:

  • Welche Konsequenzen ergeben sich aus der strengen Personenzentrierung der Hil-fen sowie der Möglichkeit, Angebote zur beruflichen Rehabilitation »in Konkurrenz« zum bestehenden System der WfbM zu entwickeln?
  • Wie sehen Budgetmodelle aus?
  •  Wie läuft künftig Sozialpolitik in Berlin? Und wie wird sie bezahlt?

Es diskutieren:

  • Andrea Fischer, Fraktionsvorsitzende DIE GRÜNEN BVV Mitte, selbstständige Bera-terin für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft, ehem. Bundesministerin für Gesundheit und MdB
  • Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte, Leiter Abteilung Gesundheit, Personal, Finanzen
  • Oswald Menninger, Geschäftsführer, Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Lan-desverband Berlin e.V.
  • Matthias Ninke, Geschäftsstellendirektor, Bank für Sozialwirtschaft, Berlin
  • Matthias Rosemann, Geschäftsführer, Träger gGmbH, Berlin
  •  Anfrage: Martina Schnellrath, Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin
  •  Anfrage: Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, Berlin

18.00 Uhr Empfang bei Bier und Brezel

 Der Teilnehmerbeitrag beträgt € 50.- ! Anmelden könnt Ihr Euch  H I E R …