Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, Gott.
Vielleicht bist du gar nicht so weit weg, wie ich denke.
Vielleicht bist du näher als mein Atem, still wie mein Herzschlag.
Und trotzdem habe ich oft das Gefühl, du schweigst. Oder ich höre dich einfach nicht.
Ich habe Fragen.
Ich habe Zweifel.
Ich habe Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin.
Ich habe Wunden, die ich nicht verstehe.
Aber heute versuche ich einfach mal ehrlich zu sein.
Nicht religiös. Nicht perfekt.
Sondern nur… ich.
Wenn du wirklich Liebe bist – dann zeig mir, dass du mich meinst.
Nicht die fromme Version von mir. Nicht die Version, die alles im Griff hat.
Sondern mich – jetzt, hier, in diesem Moment.
Ich will dich nicht beeindrucken. Ich will dich kennenlernen.
Vielleicht musst du mich lehren, wie man vertraut.
Vielleicht musst du mir zeigen, wie Nähe geht –
vor allem dann, wenn ich gelernt habe, mich zu verstecken.
Wenn du wirklich schon die ganze Zeit da bist…
dann hilf mir, es zu sehen.
Ich gebe dir kein großes Versprechen.
Aber ich mache dir ein kleines Angebot:
Mein Herz, wie es ist.
Und den Wunsch, dich zu finden – oder gefunden zu werden.
Wenn das reicht,
dann bleib bei mir.
Und zeig mir, wie man liebt.
Amen.
P.S.: man wird ja wohl mal beten dürfen……. 😉