In einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ äußert sich Prof. Wolfgang Hinte, „Vater“ der Sozialraumorientierung und Vorstandsmitglied des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit, über Ursachen und notwendige Konsequenzen aus dem Tod der kleinen Zoe aus Weissensee. Die Ausbildung der Sozialarbeiter sei schlecht, da praxisfern. Die Finanzierungs- und Controllingstrukturen in der Jugendhilfe ungeeignet. Sein Fazit: „Wir brauchen ein Finanzierungssystem, das Träger belohnt, die Problemfamilien so frühzeitig „bearbeiten“, dass teure Hilfekarrieren gar nicht entstehen. Problem: Das Jugendamt darf in einer frühen Phase für das Kind noch keine Hilfe gewähren – erst wenn es „richtig arm dran“ ist. Und wir müssen die Konkurrenz aus dem „Hilfemarkt“ nehmen. Die passt allenfalls zum Profit-Sektor, aber nicht zum sozialen Bereich.“ Und: „Es mangelt in Berlin an der Zusammenarbeit zwischen Ämtern und Freien Trägern. Und der Senat müsse Problemfamilien möglichst früh helfen – nicht erst, wenn überforderte Eltern ihren Kindern Gewalt antun.“
Das ganze Interview H I E R lesen….. (Link zur Berliner Zeitung vom 14.2.2012)