Nazis beraten?

Ein Kollege aus einer anderen Organisation fragte im Sinne kollegialer Beratung bei mir  nach, wie wir im Stadtteilzentrum eigentlich damit umgehen, wenn Nazis eine Beratung in Anspruch nehmen wollen. Im konkreten Fall ging es darum, dass eine männliche Person in die Sprechstunde kam, die anhand diverser Tätowierungen eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuzurechnen war. Es gab keine irgendwie gearteten Äußerungen oder „Sprüche“ dieser Person, es ging ausschließlich um den individuellen Beratungsbedarf in einer persönlichen Angelegenheit / Problematik.

Auf die Frage hatte ich keine Antwort. Zwar ist in unseren Hausordnungen klar geregelt, wie wir damit umgehen, wenn Besucher*innen oder Ratsuchende rechtsextreme, rassistische oder andere menschenfeindliche Äußerungen oder Handlungen machen – der oben beschriebene Fall ist aber bei uns (noch) nicht geregelt. 

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