Die meisten wissen schon und haben es in Presse, Funk und Fernsehen verfolgt, dass es jetzt einen ersten Entwurf für den Berliner Doppelhaushalt 26/27 gibt, der insofern überrascht hat, dass das Haushaltvolumen durch Neuverschuldung und Sonderprogramme deutlich größer ist als in den Vorjahren. Zwar geht ein Großteil dieser zusätzlich veranschlagten Mittel in die (gestiegenen) Personalkosten des öffentlichen Dienstes, aber es scheint auch zu bedeuten, dass der befürchtete ganz große Kahlschlag im sozialen Bereich erstmal ausbleibt. Was das alles genau bedeutet, wissen wir noch nicht. Die konkreten Zuweisungen und Verhandlungen mit den einzelnen Senatsverwaltungen kommen erst noch…… aber es gibt vorsichtig optimistische Signale. So wird z.B. kolportiert, dass die Schulsozialarbeit im Bezirk gesichert sind und dass die Familienzentren (wohl auch die Familiengrundschulzentren) nicht gestrichen werden. Das wäre großartig. Gleichzeitig erreichen uns aber auch schon die ersten Ankündigungen massiver Kürzungen – unter anderem Im Bereich der Mobilen Stadtteilarbeit. Das ist fatal – denn gerade die mobile Stadtteilarbeit ist unverzichtbar, weil sie durch ihren aufsuchenden Charakter Personen anspricht, die wir mit unseren ortsgebundenen Angeboten häufig gar nicht oder nur sehr sehr schwer erreichen. Diese Personengruppe droht durchs Raster zu fallen – betroffen sind v.a. viele sehr alte Menschen, mobilitätseingeschränkte Menschen, Menschen, die aufgrund von physischen und / oder psychischen Besonderheiten darauf angewiesen sind einen niedrigschwelligen Zugang zu sozialen Angeboten und Projekten zu haben. Hier muss (und wird) auf jeden Fall noch Druck gemacht werden.
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