SocialLinks #13: alles Twitter…….

Die meisten von Euch wissen, dass ich auch auf Twitter aktiv bin (@TMampel) und dort den Austausch und die Vernetzung mit Sozialen Projekten und Unternehmen suche und schätze.

© PiXXart Photography - Fotolia.com

© PiXXart Photography – Fotolia.com

In meiner heutigen Linkliste der Woche stelle ich Euch  fünf meiner „Follower“ vor , die – jeder für sich und jeder auf sehr unterschiedliche Weise – für interessante Ansätze in der Sozialen Arbeit bzw. im Social Entrepreneurship stehen. Die Twitter-Namen dieser Follower stehen immer in Klammern am Ende des Absatzes … So könnt Ihr sie dann auch selbst bei Twitter finden und Euch mit ihnen vernetzen….:

Kann man Mitläufer und Extremist in einer Person sein? Ja man kann. Und das ist gut so. Frank Knott engagiert sich als aktiver Mitläufer beim Verein „Bürger für Bürger Duisburg e.V.“. Durchschnittlich 25 – 30 Menschen begleitet Frank Knott jede Woche auf ihren Weg zu verschiedenen Ämtern und Behörden und hilft dadurch den Leuten, ihre berechtigten Ansprüche gegenüber den Ämtern durchzusetzen. Über sich selbst schreibt Knott in seinem  Blog: „Ja, ich bin Extremist. Ich bin extrem für Frieden, extrem für Freiheit, extrem für Gleichheit.“ Solche Extremisten braucht das Land! (@Mal1Euro)

einemeinungausduisburg.blogspot.de/

Das ‚Soziale Dorf im Mühlenkreis‚ ist die Idee für ein soziales, kulturelles und ökologisches Wohn- und Lebensraumprojekt vor allem für sozial Benachteiligte Menschen. Mit Dorf ist keines im kommunalen Sinn wie eine Ortschaft gemeint, sondern eines im Sinne vonGemeinschaftswohnen.  Das Projektvorhaben nachbarschaftliches Wohnen, Leben und ggf. Arbeiten auf einem größeren Ökobauernhof richtet sich vor allem an (langzeit-)arbeitslose Menschen sowie von Einkommensarmut oder chronischer Krankheit Betroffene. (@Soziales_Dorf)

soziales-dorf.eu

Felix Dresewski twittert über Kinderarmut, Engagement, Fundraising, Spenden, Stiftungen, CSR und Management. Ausserdem leitet er die HIT-Stiftung. Die 2003 gegründete Kinderstiftung engagiert sich, um bedürftigen Kindern und Jugendlichen  eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die HIT-Stiftung will die Ausgangsbedingungen von Kindern aus armen Familien verbessern. Sie will dazu beitragen, dass Kinder glücklich und selbstbewusst ihren Weg im Leben gehen können. Kinder sollen eine gute Chance erhalten, ihre Fähigkeiten und Gaben zu entfalten und ihren Platz im Leben zu finden. Sie sollen sich in unserer Gesellschaft erwünscht und willkommen fühlen, offene Türen vorfinden und mit Begeisterung ihre Fähigkeiten und Grenzen erproben dürfen. Kinder sollen spüren, dass sie wichtig sind und dass Hilfe bereit steht, um ihnen eine bestmögliche Entwicklung zu bieten. (@felixdresewski)

hit-kinderstiftung.de

Über 2,3 Millionen Euro haben die Kollegen vom Bildungsspender bisher gesammelt. Die Idee ist denkbar einfach: Projekte können sich registrieren und dann in ihren eigenen Netzwerken für Einkäufe über die (gemeinnützige) Plattform werben. An Einkäufen bei 34 Premium-Shops und über 1500 Partnershops ist das Projekt dann prozentual am Einkaufsumsatz beteiligt.  Fast 5000 Einrichtungen nutzen diesen Service bereits. (@bildungsspender)

bildungsspender.de

PHINEO ist ein Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement. OT: „Wir wollen Engagement mit Wirkung zu einem Thema machen, über das man nachdenkt und spricht – und wirkungsvolles gemeinnütziges Engagement in Deutschland stärken. (…) Unsere Vision ist die einer lebendigen Zivilgesellschaft, in der Gutes tun und Gutes bewirken fest zusammengehören. Wir brauchen eine solche Zivilgesellschaft, um die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. Diese Zivilgesellschaft zeichnet sich durch wirkungsorientiertes Handeln, kontinuierliches Weiterentwickeln und ein partnerschaftliches Miteinander von gemeinnützigen Organisationen, der Wirtschaft, staatlichen Akteurinnen und Akteuren und primären Netzen aus – wie zum Beispiel Familie und Freunden. So kann sich das gemeinschaftliche Potenzial für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen voll entfalten. Allen, die an dieser gesellschaftlichen Entwicklung mitwirken wollen, sollen dafür umfassende Informationen, Instrumente und Ressourcen zur Verfügung stehen.“ (@PHINEOgAG)

phineo.org

————————————————————-

Immer Mittwochs gibts an dieser Stelle  meine  Linkliste der Woche. Ich möchte Euch ein paar gute Projekte, Konzepte, Ideen und Anregungen aus der Welt der Sozialen Arbeit, der Sozialwirtschaft, des Social Entrepreneurship und der Förderung des UnternehmerInnentums ans Herz legen und zur Lektüre empfehlen.  Und machmal finde ich auch Seiten interessant und empfehlenswert, die nicht direkt etwas mit den eben genannten Gebieten zu tun haben – die Ihr Euch aber trotzdem mal anschauen solltet…..

Ich freue mich, wenn Ihr diesen und weitere Beiträge in meinem Blog über Eure Kanäle teilt und weiterverbreitet. Vielen Dank!

Was bewirkt „Soziale Arbeit“?

Barbara John Foto: dpw

Barbara John
Foto: dpw

Dieser Frage geht Prof. Barbara John, langjährige „Ausländerbeauftragte“ des Senats von Berlin und  Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtverbandes in Berlin, in einem Artikel für die Verbandszeitschrift „Rundbrief“ nach. Der Artikel wird auch im DPW-Blog jugendhilfe-bewegt-berlin.de dokumentiert und kann hier diskutiert werden.

Barbara John kennt die Mechanismen und Widersprüche in der Sozialen Arbeit nur zu  gut und führt aus: „Es ist seltsam. Je klarer uns die Experten und der Normalverstand sagen, dass Wirkungen in der Sozialen Arbeit kaum oder nur unter großem Aufwand zu messen ist, desto intensiver fallen oft die Forderungen aus, dies dennoch zu tun. Kommunalpolitik und Sozialverwaltungen verstecken sich gerne schon mal hinter Wirkungs- und Wirksamkeitsargumenten, um die nächste Sparrunde bei Projekten in der „Sozialen Arbeit“ argumentativ einzuläuten.“ Ihr fragendes Fazit: „Es ist auch nicht falsch, nach Wirkungen zu fragen, doch warum nur in der sozialen Arbeit, nicht im Gesundheitswesen oder Bildungssystem, den riesigen staatlich geführten Organisationen?“ 

In Ihrem Beitrag stellt sie aber auch vielversprechende Ansätze und Praxisbeispiele für die gewünschte (und notwendige) Wirkungsmessung vor: „Vor einigen Jahren hat die Bertelsmann-Stiftung in Berlin zusammen mit anderen Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen die gemeinnützige Gesellschaft „Phineo“ etabliert, die sich zum Ziel gesetzt hat, „Engagement mit Wirkung“ zum Thema zu machen. Auch eine Reihe von Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Berlin hat sich von „Phineo“ durchleuchten lassen und trägt den Stempel: „Wirkt! Empfohlene Qualität im gemeinnützigen Bereich“. Das aktuell erschienene „Kursbuch Wirkung“ stellen wir Paritätischen Rundbrief (Dezember 2013) auf Seite 15 vor. Die Wohlfahrtsorganisationen tun gut daran, das komplizierte Thema Wirkung, Wirkungsforschung und -messung auch selbst zu beackern. Sehr viel Innovatives geschieht unter dem Dach des Paritätischen, auch wenn es um Qualitätsstandards und Evaluation geht.“

Jungundjetzt e.V. – Kooperationspartner und Mitgliedsorganisation im Stadteilzentrum Steglitz e.V. – hat sich übrigens bereits von „Phineo“ zertifizieren lassen. Das Ergebnis und das Projektportrait könnt Ihr H I E R ansehen…… Mir scheint genau das ein guter Ansatz: In eigener Verantwortung,  Fachmenschen, die was von unserer  Branche und von unserer Arbeit verstehen, auf die „wirkungsrelevanten“  Prozesse draufschauen   lassen um dann  kontinuierlich an der Verbesserung dieser  Leistungen und Ergebnisse zu arbeiten…. 

Lest den Beitrag auf jugendhilfe-bewegt-berlin und diskutiert mit!

Hier gehts zum vollständigen  Artikel: Was bewirkt „Soziale Arbeit“? von Prof. Barbara John.