#steglitzhilft – Statusupdate KW 5

© frogarts - Fotolia.com

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In der Notunterkunft Lippstädter Strasse tobt nach wie vor das Leben. Zwar ist die Belegungszahl etwas gesunken (aktuell leben rund 200 Flüchtlinge in der Halle) – aber dennoch bleibt die Situation für die Menschen dort schwierig. Die Ausstattung der Halle – v.a. die sanitärtechnische Infrastruktur – stösst an ihre Grenzen.

Umso mehr freuen sich alle Beteiligten über das erfreulich große ehrenamtliche Engagement und die Unterstützung aus der Nachbarschaft. Eine stabile Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich über weitere Unterstützung sehr freut (siehe unten), organisiert neben der Spendenannahme und -ausgabe mittlerweile auch einige  Aktivitäten für die Flüchtlinge. Unter anderem wird ein stark nachgefragter Deutschkurs angeboten, Flüchtlinge werden bei Arzt- oder Behördengängen begleitet  und es fand ein erster „Ausflug“ in den „kieztreff“ des Stadtteilzentrum Steglitz in der Celsiusstrasse statt, wo die Stamm-Besucher der Einrichtung zusammen mit Ehrenamtlichen Kuchen, Tee und Kaffee mit rund 30 Flüchtlingen genossen haben, während die Kinder malten und spielten. Am Freitag kommt die Menschen aus der Sporthalle wieder in den „kieztreff“ – und dann wird gemeinsam gekocht und gegessen. Gelebte Nachbarschaft.

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Was tut das Stadtteilzentrum Steglitz für Integration und Toleranz?

– Eine kurze Bestandsaufnahme –

fb_3Seit 1995 ist der gemeinnützige Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf aktiv. Gegründet unter dem Namen „Nachbarschaftsverein Lankwitz“ entwickelte sich der Verein von einer kleinen ehrenamtlichen Selbsthilfe- und Nachbarschaftsinitiative beständig weiter zu einem leistungsstarken Träger der sozialraum- und gemeinwesenorientierten Kinder-, Jugend- und Familienarbeit mit rund 170 festangestellten und rund 50 freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Viele ehrenamtlich Tätige unterstützen die Arbeit der Projekte und Einrichtungen – Kindertagesstätten, Schulkooperationen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Nachbarschafts- und Seniorenzentren – auf vielfältige Weise.

Seit viele Jahren engagiert sich der Verein auch für die Integration von Menschen mit Migrationhintergrund vor allem in den beiden sozialen Brennpunkten des Bezirks („Thermometer-Siedlung“ und „Belß-/Lüdeckesiedlung“): Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist Initiator und Moderator der „Stadtteilkonferenz Lankwitz-Ost“, des Runden Tisches im Gutshaus Lichterfelde und des „Runden Tisches Lichterfelde-Süd“, Mitarbeitende des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. arbeiten aktiv mit im Präventionsbeirat des Bezirks und engagieren sich in weiteren Gremien.

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„Soziale Verantwortung“? – 140 Zeichen reichen nicht…..

© Stauke - Fotolia.com

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Vor ein paar Tagen haben die Kollegen von responti auf Twitter die Frage gestellt, was für uns „soziale Verantwortung“ bedeuten würde. Ich habe geantwortet: „meinen bestmöglichen Beitrag für eine gerechte und solidarische Gesellschaft zu leisten…“  Twitter lässt nur Nachrichten mit 140 Zeichen zu – es versteht sich daher von selbst, dass die Beiträge dort eher oberflächlich und schlagwortartig daher kommen….. Aber zum Glück, kann ich meine Gedanken ja in meinem eigenen kleinen Blog etwas ausführlicher erläutern 😉

Was bedeutet „Soziale Verantwortung“  für mich konkret?

  • Ich engagiere mich für Menschen, die schlechtere Startbedingungen haben als andere, damit auch sie die Chance haben, das Beste aus ihren Talenten, Ressourcen und Möglichkeiten zu machen.
  • Wenn es Menschen schlecht geht und sie Mangel leiden, frage ich nie, woher sie kommen und wohin sie wollen. Auch die „Schuldfrage“ stellt sich nicht. Wer Hilfe und Solidarität braucht, muss Hilfe und Solidarität bekommen.
  • Ich streite politisch gegen Ungerechtigkeit und Armut. Ich bin Mitglied der SPD – für mich (!) die richtige Heimat für Menschen, die sich für eine solidarische und gerechte Gesellschaft engagieren möchten. Ich habe aber auch hohen Respekt vor (fast) allen anderen Meinungen und vor Menschen, die sich in ehrenwerter Absicht für eine bessere Welt engagieren  – auch und gerade wenn sie dies in einer anderen (demokratischen) Partei oder Initiative tun. Viele Wege führen zum Ziel. Wir brauchen eine „Koalition der guten Leute“. Manche der fortschrittlichsten und engagiertesten Mitmenschen, die ich kenne, sind in der CDU. Das finde ich gut.

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Alles anders als geplant … und gerade deshalb: Auf ein neues…. !

Statt eines Jahresrückblicks.

Eigentlich sollte die Zeit „zwischen den Jahren“ eine ganz ruhige und entspannte sein. Viel lesen, ein bisschen was mit meinen Leuten unternehmen, am Blog schrauben, ein paar Ideen fürs neue (Arbeits-) Jahr bearbeiten und vor allem: Viel entspannen. Und einen persönlichen Jahresrückblick wollte ich hier veröffentlichen. Ist alles nichts geworden, alles ist anders gekommen.

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Foto: Optimisten für Deutschland

Diejenigen unter Euch, die hier ab und zu reingucken, haben mitbekommen, dass wir einen Tag vor Weihnachten mit der Info überrascht wurden, dass hier bei uns im Kiez eine Sporthalle als Notunterkunft für 200 Flüchtlinge eingerichtet wird. Ich hatte H I E R, H I E R , H I E R und an anderer Stelle über unser Willkommensprojekt #steglitzhilft geschrieben. Die freien Tage waren fortan mit viel Aktivität gut gefüllt. Am 1. Weihnachtsfeiertag und an den den folgenden Tagen haben wir Kleidung und dringend benötigte Sachspenden eingesammelt und in der Sporthalle an Flüchtlinge ausgegeben. Tagsüber war ich mehr am telefonieren und mailen, als an manchen „normalen Bürotagen“. Meine Frau noch mehr.  Abstimmung mit der Integrationsbeauftragten des Bezirks, die auch als Verbindungsfrau zum Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf fungierte, Telefonate mit Kooperationspartnern, Helfern und Menschen, die was spenden wollten. Berichte schreiben für den Blog des Stadtteilzentrums und für unsere Facebook-Seite, damit alle auf dem aktuellen Stand sind. Wir waren fast rund um die Uhr im Einsatz.

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….die Ansprüche an Sozialunternehmen sind hoch, und das ist gut so.

Mein Beitrag „Nur die Besten dürfen für uns arbeiten“ hat für einige (zum Teil heftige) Reaktionen geführt.  Es scheint in unserer Branche immer noch ein „no go“ zu sein, höchste Ansprüche zu stellen an Personal und die Qualität der Leistungserbringung. Oliver Schmidt, Unternehmens- und Nachhaltigkeitsberater aus Berlin, hat in seinem Blog zu der Stellenausschreibung und zu den Reaktionen hierauf eindeutig Stellung bezogen.

Schmidt: „Wer allzu heftig kritisiert, sagt oft auch viel über sich selbst und seinen Blick in die Welt. Von „Wertschätzung“ ist in der Stellenanzeige die Rede, von „Offenheit“ und von „Vertrauen untereinander“. Was spricht eigentlich dagegen, hier die allerhöchsten Maßstäbe anzusetzen? Es entsprich ziemlich genau dem, was ich erwarte, wenn ich die beste Kita für mein Kind suche.“

Hier gehts zum vollständigen  Beitrag von Oliver Schmidt : „Die im Hinterhof Gras fressen“ (einfach anklicken, Ihr werdet dann auf den Artikel weitergeleitet…..

erklär mal SMART….

Ich finde Erklärvideos super. Die meisten zumindest! Das heutige „Video der Woche“ erklärt, was es mit Zielen nach der „SMART-Methode“ auf sich hat…. – und das passt ja schon wieder ganz gut in die Zeit, denn am Donnerstag beginnt unsere Jahreszielplanungsklausur im Stadtteilzentrum Steglitz….

Das Video eignet sich übrigens auch super für die Arbeit in Kinder- und Jugendeinrichtungen – es ist in sehr verständlicher Sprache mit anschaulichen Beispielen gemacht – kommt  ja auch von „EasyFilms“…. 😉

 

Neue Zeiten

GF-Tagebuch #46

© Coloures-pic - Fotolia.com

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Wer mir bei Facebook, Twitter und Co. folgt, hat mitbekommen, dass sich in meinem Arbeitsleben gerade eine Menge bewegt und verändert: Die größte und aktuell sichtbarste Veränderung ist der Umzug der Geschäftsstelle des Stadtteilzentrum Steglitz e.V.. Ich hatte hierzu an anderer Stelle schon geschrieben: „Die neuen Räume bieten mehr Platz für die Mitarbeitenden der Verwaltung. Darüber hinaus sind nun neben der Geschäftsführung auch alle Bereichsleitungen des Vereins “unter einem Dach”. (…) Beim Raumkonzept wurde großer Wert auf die Schwerpunkte  “Kommunikation” und “Zusammenarbeit” gelegt: Drei Besprechungsräume, die auch für ein Seminare und Schulungen geeignet sind, und eine großer Co-Working-Bereich, in dem 10 Arbeitsinseln für die Mitarbeitenden aus den verschiedenen Einrichtungen, aber auch für Kooperationspartner, das SRL-Innovationsteam oder engagierte Freiwillige / Ehrenamtliche zur stundenweisen bzw. temporären Nutzung zur Verfügung stehen.“

Die neuen Räume – von denen ich wirklich schwer begeistert bin – sind auf Wachstum und Erweiterung ausgelegt. Mit der Aufnahme der Arbeit hier ist das Versprechen verbunden, dass wir uns noch stärker für die sozialen Belange im Bezirk engagieren und noch mehr Verantwortung übernehmen und Engagement zeigen werden.

Ihr werdet in den nächsten Wochen und Monaten von vielen neuen Projekten und Vorhaben hören und auch an dieser Stelle lesen. Vom Förderumfang her eher kleine Projekte wie das „Willkommensprojekt Containerdorf Ostpreußendamm“ werden dabei sein, genau wie große Projekte, wie z.B. ein Social-Franchise-Vorhaben, mit dem wir die überregionale „Bühne“  betreten und unser Know-How und unsere Leistung bundesweit für Jugendhilfeträger zur Verfügung stellen.

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Neue Nachbarn – Herzlich willkommen!

Gestern erreichte mich die Einladung zum 3. Interkulturellen Dialog Steglitz-Zehlendorf, die ich gern weit streuen und deshalb mit Euch teilen möchte. Veranstalter die Beauftragte für Integration und Migration des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf.

Blöderweise bin ich selbst an dem Tag nicht in Deutschland – aber natürlich werden einige  MitarbeiterInnen vom Stadtteilzentrum Steglitz dabei sein. Ihr auch?

Hier der Text der Einladung: 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei sende ich die Einladung zum diesjährigen Interkulturellen Dialog mit dem Thema „Neue Nachbarn- Neue Chancen- Neue Herausforderungen – Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf“ am Freitag, 7. November 2014, 18 – 20.30 Uhr im Bürgersaal, Rathaus Zehlendorf, mit der Bitte um Weiterleitung und Verteilung in Ihren Netzwerken.  Vielen Dank!

SolidaritätPodiumsdiskussion und Gedankenaustausch mit dem Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Norbert Kopp sowie Claudia Schütz, Landesamt für Gesundheit und Soziales; Martina Mauer, Flüchtlingsrat Berlin; Günther Schulze, Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf; Georgi Ivanov, Amaro Foro e.V.; Suada Dolovac, Gierso Boardinghouse GmbH (Betreiberfirma der Flüchtlingsunterkünfte).

Es werden auch Bewohner_innen der Wohnheime bei der Veranstaltung anwesend sein, die sich darauf freuen, mit der Hilfe von Sprachmittlern mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.

(…) Das Leben mit den neuen Nachbarinnen und Nachbarn bringt neue Chancen für den gesellschaftlichen Aufbruch mit sich, ist jedoch auch eine große Herausforderung für alle Beteiligten, ein gutes Miteinander zu gestalten.

Grußwort:  Barbara Loth, Berliner Staatssekretärin für Integration und Frauen.

Moderation:  Gerald Saathoff, Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf, Leiter des Stadtteilzentrums Villa Mittelhof in Zehlendorf

Das Janko Lauenberger Trio (Gypsie Musik & Jazz)  spielt um 20 Uhr zum Ausklang der Veranstaltung  Gypsie Musik und Jazz.

Der Eintritt ist frei.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen, Marina Roncoroni

Der Film zum „MitarbeiterInnen-Tag 2014“

In meinem Geschäftsführer-Tagebuch habe ich am Samstag über den diesjährigen MitarbeiterInnen-Tag des Stadtteilzentrum Steglitz berichtet ( H I E R klicken zum Link)  . Und schon heute können wir den Film zum Tag präsentieren – verbunden mit einem riesigen Dank an unseren Kollegen Jörg Backes, der dieses tolle Video innerhalb kürzester Zeit realisiert hat. Ich vermute, der Film gefällt Euch genau so gut wie mir…. 😉

 

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In regelmäßigen Abständen  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!

(m)ein „frisch-und-motiviert-aus-dem-Urlaub-zurück“- Update…

GF-Tagebuch #40

In den letzten Wochen war es etwas ruhig in meinem Blog. Das lag daran, dass ich drei Wochen lang  Urlaub hatte – die ich auch ziemlich konsequent genutzt habe, mal ein bisschen „runter zu kommen“ und Kraft zu sammeln. Also: wenig Arbeit, wenig am Rechner…… dafür um so mehr neue Ideen und Lust auf inspirierende Projekte.

© Trueffelpix - Fotolia.com

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Schwerpunktmäßig steht bei mir ein „update“ der Arbeitsweise, der Arbeitsperspektiven und meines Fokus auf der Tagesordnung. Es stehen ein paar größere Veränderungen an (Vergrößerung nach Umzug der Geschäftsstelle des Stadtteilzentrum Steglitz im November; Umzug der .garage berlin in neue Räume im Dezember diesen Jahres). Neuausrichtung, Erweiterung, Konsolidierung, Fokussierung, Professionalisierung und Stabilisierung – scheinbar verschiedene – aber im Kern aufeinander aufbauende Aufgaben und Prozesse, die uns / mich in dieser Phase heftig beschäftigen werden.

Ein erstes Social-Franchise-Projekt“  (2015 geht es los… )  steht in den „Startlöchern“ und meine Arbeitsweise wird hierdurch zukünftig ein Stück weit überregionaler  ausgerichtet sein. Auch meine „Berufung“  zum Partner und Kurator der „Karlsberatung“,  einer studentischen Unternehmensberatung an der „Internationalen Universität Karlshochschule“ in Karlsruhe wird die Erweiterung meines bislang hauptsächlich auf Berlin beschränkten Horizontes deutlich forcieren….;-)  Und dann steht ja auch die Veröffentlichung des zweiten .garage-eBooks von Jeannette Hagen und mir im Kalender – im November soll es erscheinen. Arbeitstitel „Das erste Jahr der Selbständigkeit“ – die Fortsetzung des ersten Bandes („Das Prinzip .garage„), in dem es um spannende Gründungsgeschichten ging… Für das zweite Buch  ist noch einiges zu schreiben (- gut, dass Jeannette die meisten Beiträge schreibt 😉 )…..

Ihr seht: die Arbeit wird nicht alle – und ich werde hier in diesem Blog regelmäßig berichten, was so alles passiert und sich entwickelt…..

Vermutlich braucht auch dieser Blog ein (kleines?) inhaltliches update…. Da würde ich mich sehr über Eure unterstützenden Rückmeldungen  freuen und Euch bitten,  die Kommentarfunktion zu nutzen und mir ein paar Tipps und Einschätzungen zu geben.
Ich bin neugierig zu erfahren, was Euch am meisten interessiert – die Blogstatistiken geben hier keine klare Antwort….. Sind es  (Erfahrungs-) Berichte aus meinem beruflichen Alltag, sind es Vorstellungen und Links zu interessanten Projekten aus der Welt des „social entrepreneurship“ ? Soll es mehr um „Soziales Unternehmertum“ gehen oder mehr um „klassische“ soziale Themen? Interesse an „Management und Produktivität“?

Ich bin gespannt…..und grüße Euch herzlich!

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Seit November 2013 schreibe ich wöchentlich an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter  und Co.) teilt und verbreitet!