Blogparade beendet: Führen und führen lassen – eine Zusammenfassung.

Anfang April hatte ich meinen Aufruf zu einer Blogparade veröffentlicht. Im Nachgang zu den Beiträgen “Vertrauen führt” und “Die 10 besten Führungstricks um Deine Leute in den Wahnsinn zu treiben“ habe ich mich mit dem Thema “Führung” beschäftigt. Die Resonanz und die hohen “Besucherzahlen” zu diesen Beiträgen zeigen, dass das Thema viele Menschen interessiert. Kein Wunder – ist doch jeder in irgendeiner Weise von guter oder schlechter Führung betroffen. Sei es als “Führender”, als “Geführter” oder als jemand,  der sich selbtst (ständig) führen muss. Und ich fragte andere BloggerInnen: „Ohne Vertrauen in sein Team kann eine Führungskraft nicht gut führen. Ohne Vertrauen in die Führungskraft wird jedes Team  Mitarbeit und Engagement verweigern. Doch was macht eine gute Führungskraft tatsächlich aus. Was sind Eigenschaften, Haltungen, Einstellungen, Handlungen, Prinzipien und Werte , die eine gute Führungskraft auszeichnen?“

Eine kleine, aber sehr feine Runde von Bloggern hat sich beteiligt. Hier die Zusammenfassung:

© Alexstar - Fotolia.com

© Alexstar – Fotolia.com

Gleich mit mehreren Beiträgen hat sich Patrick Koglin zu Wort gemeldet. In seinem Beitrag „Eigenschaften, Haltungen und Einstellungen, die eine gute Führungskraft auszeichnen“ definiert  Koglin sieben Kernbereiche, die sich die Führungskraft anschauen muss.

Den ganzen Artikel gibts hier: http://www.agile-is-limit.de/eigenschaften-haltungen-und-einstellungen-die-eine-gute-fuehrungskraft-auszeichnen-blogparade/

Der Frage, was eine Führungskraft eigentlich ausmacht, geht auch das Blog „Affenmärchen“ nach. In seinem Beitrag zur Blogparade schreibt Gebhard: „Eine zentrale Grundannahme von guter Führung ist, dass die Führung Richtungsentscheide für andere mittrifft.Meine Grundthese lautet: Gute Führung macht Menschen die anstehenden Richtungsentscheide deutlich und moderiert sie durch den Entscheidungsprozess. Zu keinem Zeitpunkt nimmt sie die Entscheidungsverantwortung ab!

Bitte lest den ganzen Artikel: http://affenmaerchen.wordpress.com/2014/04/15/was-macht-eine-gute-fuhrungskraft-aus/

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Mach mal Chef…. oder: Wie verändert uns unser Job?

#GF-Tagebuch 17

Gestern saß ich mit Jeannette Hagen zusammen um die Beiträge für das neue .garage Buch („Das 1. Jahr“) zu besprechen. Wir kamen darauf zu sprechen, welche Rollendefinitionen, Rollenklärungen und Rollenkonflikte Gründerinnen und Gründer in der neuen Position meistern müssen. Vor allem, wenn die Umsätze hoch gehen, wenn die ersten MitarbeiterInnen eingestellt und Teams organisiert und  die Organisations- und Kommunikationsstrukturen entwickelt werden müssen, kommen die GründerInnen das erste Mal bewusst in die „Chef-Rolle“. Eine ziemlich interessante Herausforderung.

Businessman sitting with cloud technology above his headIm Rückblick war das auch für mich immer ein Aspekt, der mir sehr deutlich bewusst gemacht hat, dass die neue Aufgabe und die neue Stellung zwei Seiten hat: Zum einen – und  das ist wohl das faszinierendste am Unternehmer-Sein – kann man selbst gestalten, die Organisation bzw. das Unternehmen nach seinen eigenen Vorstellungen,  Werten und Idealen formen. Ich mache und gestalte etwas im Unternehmen, das nach Aussen und nach Innen sichtbar ist und eine Wirkung hat.

Zum anderen – das ist die Kehrseite – macht die neue Rolle, die neue Aufgabe aber auch etwas mit mir. Das Unternehmen, die Organisation verändert mich. Nach innen und nach aussen sichtbar und wirksam. Ich z.B. war die ersten Jahre (eigentlich bis heute) rund um die Uhr mit meinen Unternehmen beschäftigt. Alles dreht sich um Aufbau, Ausbau und Sicherung der Organisation(en). (by the way: Verantwortung für Menschen – v.a. für die Angestellten –  kann eine sehr körperliche Erfahrung sein….). Die Gedanken, Ideen und Gespräche sind dominiert durch „Arbeitsthemen“. In meinem sozialen Umfeld hat sich einiges verändert. Ich kenne kaum noch Leute, die nicht irgendwie,  irgendwas mit meiner Arbeit zu tun haben (mal Familie ausgenommen). Und die meisten sozialen Kontakte werden auch dadurch geprägt oder zumindest beeinflusst, dass ich der „Chef“ oder der Auftraggeber  bin. Oft bekomme ich Feedbacks, Anerkennung, Wertschätzung von Leuten um mich herum. Nicht in jedem Fall ist auszuschliessen, dass Form, Inhalt und Duktus der mir gegenüber geäußerten Meinungen durch diese „hierarchische Beziehung“ beeinflusst ist. Häufig mache ich die Erfahrung, dass sich Gesprächsinhalte und Stimmungen ändern, wenn ich zu einer Runde stosse, bei der auch Mitarbeiter von mir sind… Mein Einfluss auf das Miteinander anderer  ist nicht auszublenden…..

Das alles ist OK – ich will auf gar keinen Fall missverstanden werden. Dies ist kein „gejammer“…. Ich liebe meinen Job, meine Aufgabe, meinen Beruf, meine Position. Mich interessiert nur die Frage, die wahrscheinlich jeden Chef interessiert: Wie kriegt man es eigentlich hin, „ganz Chef“ zu sein (also seiner Führungs- und Entscheidungsverantwortung gerecht zu werden) und trotzdem immer authentisch zu bleiben. Und was bedeutet Authentizität eigentlich, wenn wir doch wissen, dass unsere Position und unser Job uns fortlaufend verändert. Kann man sich selbst treu bleiben…. – wenn das „selbst“ im Laufe eines Unternehmerlebens so radikale Wandlungen vollzieht?

Frage an die Chefs unter Euch: Wie hat Euer Job Euch verändert? Wie verändert Ihr Euren Job?

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Seit November 2013 schreibe ich wöchentlich an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter  und Co.) teilt und verbreitet!

gute Blogs für gute Leute

SocialLinks #17

Manchmal muss man gezielt suchen, manchmal wird man mit der Nase drauf gestossen. Manchmal hilft der Zufall nach, manchmal eine Linkliste, wie diese….: Es gibt sie – die guten Blogs von Leuten aus dem „Sozialbereich“. In meiner heutigen „Linkliste der Woche“ möchte ich Euch ein paar lesenswerte Blogs vorstellen und Euch einladen, diesen Blogs zu folgen. Und: Ich würde mich riesig freuen, wenn der eine oder die andere unter Euch durch das Lesen der Blogs inspiriert werden würde, sich selbst als Autor/in zu versuchen. Ich vermute, dass Blogs schon bald einen höheren Stellenwert haben werden als die gängigen Sozialen Netzwerke. Wenn Ihr bereits bloggt, freue ich mich, wenn Ihr den Link zu Eurer Seite hier als Kommentar hinterlasst. Ich komme auf jeden Fall mal gucken 😉

 

© T. R. - Fotolia.com

© T. R. – Fotolia.com

Ob wirksame Öffentlichkeitsarbeit, Akquise neuer Mitglieder, Kommunikation vakanter Stellen oder die Einwerbung von Spenden – all das lässt sich mit Social Media machen. Sascha Dinse versteht sich dabei nicht als “Überzeuger”, sondern als “Aufklärer”. Es geht ihm nicht darum, Social Media als Allheilmittel oder Wunderwaffe zu verkaufen. Vielmehr möchte er  Chancen und Einsatzmöglichkeiten genau so nahe bringen wie die damit einhergehenden Risiken und Gefahren. Helfen tut ihm dabei seine Erfahrung mit Einrichtungen, Verbänden und Vereinen aus dem sozialen Sektor. Auf seiner Seite sozialvernetzer.de beschäftigt er sich neben dem bereits genannten Schwerpunkt Social Media u.a. auch mit Jugendschutz und Co. und dem weiten Feld der „virtuellen Welten“.

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Careleaver – nach der Jugendhilfe gehts weiter……

SocialVideo #17

Careleaver – das sind junge Menschen, die ihren Weg in die Erwachsenenwelt mit Unterstützung von Maßnahmen der Jugendhilfe gemeistert haben und nun im Anschluss an diese Maßnahmen  den weiteren Lebensweg selbständig zu bewerkstelligen  haben. Careleaver  haben sich in einem Netzwerk zusammengeschlossen, das einen Erfahrungsaustausch und Unterstützung auf dem Weg in ein selbstständiges Leben nach der Jugendhilfe bietet. „Wir sind junge Menschen, die die Erfahrung gemacht haben in außerfamiliären Wohnformen zu leben. Wir haben stationäre Jugendhilfeerfahrung, haben in Pflegefamilien oder stationären Wohngruppen gelebt.
Ohne familiäre Unterstützung den Weg in die Selbstständigkeit zu bestreiten, kann einen Menschen vor eine Vielzahl an lebenspraktischen und emotional belasteten Problemlagen stellen. Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, um diesen Problemlagen ohne familiären Rückhalt gestärkt begegnen zu können und unser Leben positiv zu gestalten.“

In dem heutigen Video der Woche stellen die Careleaver  sich und ihre Arbeit vor….

 

weitere Infos: www.careleaver.de

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!

 

Ausländer rein!

GF-Tagebuch #16 Auch in unserem Bezirk ist Wahlkampf. Die EU-Wahlen stehen vor der Tür – Wahlplakate und das Niveau der politischen Auseinandersetzung sind untrügliche Vorboten dieses Ereignisses.  In diesem Jahr hat in Steglitz-Zehlendorf auch die NPD wieder flächendeckend plakatiert (frage mich, wo die das Geld dafür her haben….) – und die Wahlslogans der Nazis sind wie immer unerträglich („Gas geben – NPD“). Bei Facebook habe ich eine kleine Aktion ins Lebens gerufen: Für jedes auf Facebook veröffentlichte Foto eines zerstörten NPD-Plakats spende ich 1.- Euro an eine regionale Antifa-Initiative (Achtung: Dies ist kein Aufruf zur Sachbeschädigung – ich rufe nur zur Veröffentlichung entsprechender Fotos auf 😉 ). Ich hoffe, dass sich viele Menschen beteiligen….

© Stenzel Washington - Fotolia.com

© Stenzel Washington – Fotolia.com

Ein wohltuendes Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass wird gerade in meinem Heimatbezirk gesetzt: Zahlreiche Initiativen aus dem Bezirk gründen unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters ein „Willkommens-Bündnis Steglitz-Zehlendorf“. Mit dabei sind Kirchengemeinden, Nachbarschaftsheime, Migrantenorganisationen, die Wohlfahrtsverbände – und natürlich auch das Stadtteilzentrum Steglitz! Das Willkommensbündnis reagiert damit auf die Pläne, im Bezirk eine Unterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende zu eröffnen.  Die Stadtrandnachrichten berichten über dieses Projekt regelmäßig. Ich bin stolz darüber, dass sich eine solche  Initiative in unserem Bezirk  gründet. Ein notwendiger und sinnvoller Zusammenschluss anständiger Bürgerinnen und Bürger.

Das Stadtteilzentrum Steglitz, ich selbst und sicher auch alle Mitarbeitenden  und die Mitglieder unseres Vereins werden das Willkommensbündnis nach besten Kräften unterstützen. Unsere Welt ist bunt. Jed/r ist willkommen. Wir empfinden das Miteinander der verschiedenen Kulturen als bereichernd für unser Leben in Berlin. Wir fordern vehement: Ausländer rein!

Kinderschutz ist machbar

SocialLinks #16

Mein Beitrag  „Er nannte ihn Papa“  wurde ungefähr 1000 mal gelesen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass das Thema Kinderschutz viele Menschen berührt und beschäftigt…..

In vielen Mails an mich wurde gefragt: „Was kann ich tun, wenn ich in meinem Umfeld mitbekomme, dass es den Kindern nicht gut geht – oder sie sogar misshandelt oder anderweitig missbraucht werden? “

© bramgino - Fotolia.com

© bramgino – Fotolia.com

In meiner Linkliste für die 16. Woche möchte ich daher auf ein paar Anlaufstellen aufmerksam machen….

Erste und wichtigste Anlaufstelle bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung sind immer die örtlichen Jugendämter. Die Adressen und Kontaktdaten des regional zuständigen Jugendamtes findet Ihr sehr schnell und unkompliziert im Internet.

 

Die Jugendämter haben eine schöne Website geschaltet. Titel: „Jugendamt. Unterstützung , die ankommt“. Unbedingt angucken – v.a. wenn Ihr aus irgendwelchen Gründen noch irgendwelche Vorbehalte gegen das Amt haben solltet…..

www.unterstuetzung-die-ankommt.de

Eine Anlauf- und v.a. Informnationsstelle ist auch die Adresse kinderschutz-zentren.org. Die Initiatoren über sich selbst: „Die Kinderschutz-Zentren setzen sich für eine Kultur des Miteinanders ein. Nur ein Alltag ohne Gewalt schafft die Voraussetzung dafür, dass Kinder die Fähigkeit erlangen, emotionale Bindungen mit Menschen einzugehen und eigene Gefühle zu entwickeln. Alle Menschen haben das Recht ihr Leben in Eigenverantwortung und Selbständigkeit führen zu können. Der Schutz vor Gewaltanwendung, die Verhinderung von sozialer Isolation durch Armut und fehlende Bildung, die Gefährdung der Gesundheit sowie die Vermeidung von Arbeitslosigkeit und die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bilden hierfür die Grundlagen.“

www.kinderschutz-zentren.org

Wenn sexuelle Gewalt im Spiel ist braucht es spezielle Beratungskompetenz. Hier möchte ich Wildwasser e.V. als erste Anlaufstelle empfehlen. Tolle Menschen, die einen ganz besonders herausfordernden Job machen. An dieser Stelle – meine Hochachtung!

www.wildwasser.de 

Einen sehr interessanten Blick auf das Thema „Jugendamt und Öffentlichkeit“ liefert Detlef Schade, Geschäftsführer von FAB e.V.,  in einem Beitrag für das Blog Jugendhilfe-bewegt-Berlin. Prädikat „lesenswert“…

www.jugendhilfe-bewegt-berlin.de

 

Und als Letztes ein Tipp, wenn Ihr nicht wisst, wie Ihr Euch verhalten sollt, wenn Ihr in Eurem Umfeld eine Mißhandlung mitkriegt: Im Zweifelsfall bitte immer lieber einmal zuviel als einmal zuwenig die Polizei rufen. Telefon 110.

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Immer Mittwochs gibts an dieser Stelle  meine  Linkliste der Woche. Ich möchte Euch ein paar gute Projekte, Konzepte, Ideen und Anregungen aus der Welt der Sozialen Arbeit, der Sozialwirtschaft, des Social Entrepreneurship und der Förderung des UnternehmerInnentums ans Herz legen und zur Lektüre empfehlen.  Und machmal finde ich auch Seiten interessant und empfehlenswert, die nicht direkt etwas mit den eben genannten Gebieten zu tun haben – die Ihr Euch aber trotzdem mal anschauen solltet…..

Ich freue mich, wenn Ihr diesen und weitere Beiträge in meinem Blog über Eure Kanäle teilt und weiterverbreitet. Vielen Dank!

 

Jugend verschwindet

Vom 3.-5. Juni 2014 findet in Berlin der 15. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT)  statt. Ein großes Ereignis für alle, die sich im Bereich der Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien engagieren. Auch das Stadtteilzentrum Steglitz wird zusammen mit jungundjetzt e.V. einen Beitrag leisten – wir stellen dort das Projekt jugendnotmail.de vor.

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Der DJHT ist aber auch eine gute Gelegenheit, auf Mängel und Missstände in diesem wichtigen gesellschaftlichen Bereich aufmerksam zu machen. Daher teile ich sehr gerne den nachfolgenden Aufruf der Initiative „Jugend verschwindet“, der mich am Montag per Mail erreichte.

„Hallo liebe Kollegen/innen und alle anderen interessierten der Kinder-u. Jugendarbeit,

vom 03. bis 05. Juni findet in Berlin der 15. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt. Am ersten Tag wird Bundespräsident Dr. Joachim Gauck im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung zwischen 12:00 und 13:30 auftreten. Das Motto lautet: „Kinder- und Jugendhilfe viel wert. gerecht. sinnvoll.“

Sinnvoll und viel wert ist die gesetzliche Pflichtaufgabe Kinder- und Jugendarbeit für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, sowie für die Praktiker/innen der Kinder und Jugendarbeit allemal. Doch gerecht ist sie nicht! Wir alle wissen, dass sich Politik und Verwaltung

inzwischen kaum noch an die rechtlichen Verpflichtungen aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz halten. Deshalb planen wir eine Aufklärungsaktion am 03. Juni, um die Mittagszeit, in unmittelbarer Umgebung des Veranstaltungsortes (Messegelände Süd) für unseren Bundespräsidenten und alle Anderen. Dabei wissen wir Dr. Joachim Gauck auf unserer Seite. Denn er scheute sich am 28.03.2014 nicht davor, selbst Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping darauf hinzuweisen: „Keiner soll über dem Gesetz stehen“.

Wenn es uns gemeinsam mit ihm gelingt, Politik und Verwaltung in Bezug auf das Kinder- und Jugendhilfegesetz davon zu überzeugen, dann wird ein „Ruck durch Deutschland gehen“.

Wer mit uns die seit Jahren zunehmende Geringschätzung von Politik und Verwaltung gegenüber der Kinder- und Jugendarbeit, sowie deren Praktiker/innen leid ist, hat bei der Vorbereitungssitzung des Arbeitskreises Kinder- und Jugendarbeit (AK KJA) und des Aktionsbündnisses Jugend verschwindet am 8. Mai 2014 (Tag der Befreiung vom Faschismus) Gelegenheit, Ideen für unsere Aufklärungsaktion einzubringen. Wir treffen uns von 11:00 bis 13:00 Uhr im Raum Z.12 von ver.di, in der Köpenicker Straße 30, 10179 Berlin.

Wir bitten schon jetzt alle Menschen, die von der Wirkung von Kinder- und Jugendarbeit überzeugt sind, sich am 3. Juni 2014 den Vormittag freizuhalten. Wir wollen keine „Stellvertreterpolitik“ machen. Alle Betroffenen haben die Chance etwas zur Aufklärungsaktion beizutragen und wir sind auf jede Unterstützung angewiesen.

In diesem Sinne, schöne Grüße

Jens Kertzscher und Siggi Kühbauer

Aktionsbündnis „Jugend verschwindet“

http://jugendverschwindet.blogsport.de/

 

Ich würde mich freuen, wenn Ihr diesen Beitrag massenhaft bei Facebook, Twitter und Co. teilen würdet. Vielen Dank!

 

Wie macht man Ideen groß?

SocialVideo #16

Am 7.11.2013 diskutierten Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, und Rainer Höll von Ashoka auf der ConSozial in Nürnberg über Soziales Unternehmertum. In einem interessanten Gespräch erörtern sie, wie soziale Innovation funktioniert. Welche Strukturen und Haltungen brauchen Menschen, die neue soziale Ideen, soziale Innovation und soziales Unternehmertum vorantreiben wollen. Kann es eine organisierte Zusammenarbeit zwischen den klassischen Wohlfahrtsverbänden und den Initiativen und Projekten von Social Entrepreneurs geben? Oder anders gefragt: Wie macht man (neue soziale) Ideen groß?

 

In einer kleinen Nebenrolle übrigens Anne Beyer, Redaktionskollegin im Jugendhilfeblog des DPW Berlin.

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!

 

Er nannte ihn Papa

GF-Tagebuch  #15

Manchmal liest man Beiträge und Artikel, die einen nicht mehr loslassen. Schon nach den ersten Sätzen spürte ich eine tiefe Betroffenheit, die Geschichte berührte mich. Das ist jetzt nicht diese typische „Sozialarbeiterbetroffenheit“ (die Ihr bei mir sowieso nicht vermutet hättet, oder?), sondern eine tiefempfundene Traurigkeit darüber, was Kindern in unserer Nachbarschaft passiert. Mitten unter uns.

© HaywireMedia - Fotolia.com

© HaywireMedia – Fotolia.com

Eine tiefe Trauer über unser aller  Unvermögen Kinder vor ihren überforderten Eltern zu schützen. Eine tiefe Traurigkeit darüber, dass professionelles, ehrliches und wahrhaftiges sozialarbeiterisches Engagement oft nicht ausreicht um Leben zu retten. Und die Frage: Was braucht es, damit es besser wird? Was braucht es, damit kleine Kinder aus unserer Nachbarschaft angstfrei und geliebt aufwachsen können? Was braucht es, damit wir uns stärker dafür verantwortlich fühlen, Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung und ihrer Erziehungskompetenz zu stärken?  Diese Frage berühren mich als Vater, als Großvater, als Sozialarbeiter. Als Mensch. Zeit etwas zu ändern. oder?

Aus dem Artikel:  „Vor ein paar Wochen, im Winter, hat sie sich neben das Grab ihres toten Kindes gelegt und auf den Schlaf gewartet. Sie will jetzt oft einfach nur einschlafen und nicht mehr aufwachen. Wenn sie schläft, träumt sie von ihrem Sohn. Wenn sie aufwacht, weiß sie, er ist tot. Die Kälte soll ihr Leben einfrieren in diesem Moment auf dem Berliner Domfriedhof, neben sich das weiße Kreuz mit dem Namen ihres Kindes darauf: Daniel. Da kommt ein Passant und fragt: Ist alles okay? Die Mutter steht auf.

Als Sanitäter den Zweieinhalbjährigen ins Krankenhaus bringen, hat Patricia F. noch Hoffnung. Es ist Dienstag, der 3. September 2013, am späten Nachmittag. Das Kind ist bewusstlos, es hat blaue Flecken und Blutungen am Kopf und an der Stirn, Hämatome über den gesamten Bauch und auch am Penis blaue Flecken. Der Bauch sei hart wie ein Brett gewesen, wird sich ein Sanitäter später erinnern. Die Mutter steht unter Schock. Auf die Frage, was passiert sei, sagt die 20-Jährige immer wieder, ihr Sohn sei vom Klettergerüst gefallen. Mehr ist aus ihr nicht herauszubekommen.“ (….)  „Im Klinikum Friedrichshain wird Daniel sofort operiert. Als sie den Bauchraum öffnen, stellen die Ärzte eine Zerreißung des Darms fest. Auch nach der OP geht es dem kleinen Jungen immer schlechter, er wird wieder operiert, ihm werden künstliche Ausgänge am Dünn- und am Dickdarm gelegt. Zwei Tage vergehen, in denen sich die Ärzte fragen, woher diese schweren Verletzungen stammen. Sie zweifeln an der Geschichte vom Klettergerüst. Das Krankenhaus alarmiert die Polizei.In der Vernehmung bleibt die Mutter bei ihrer Geschichte: Sie sei mit ihrem Jungen auf dem Spielplatz gewesen, dann sei er plötzlich vom Klettergerüst gestürzt und habe im Sand gelegen. Kein Wort davon, dass sie doch in Wahrheit einkaufen war und sich die Augenbrauen zupfen ließ. Ihren Sohn hat sie für etwa anderthalb Stunden bei ihrem 26 Jahre alten Freund Mirko B. gelassen, mit dem sie seit vier Monaten zusammenwohnte. Einen Tag später, am 7. September, um kurz vor 6 Uhr morgens stirbt Daniel. „

Bitte lest den ganzen Artikel. ( H I E R klicken).

Nachtrag:

Vor ein paar Tagen meldeten sich Jugendamtsmitarbeiter(innen) zu Wort. Bis zu 80 Fälle muss ein Sozialarbeiter durchschnittlich betreuen. Die KollegInenn brauchen Verstärkung …. – und die solidarische Unterstützung der Gesellschaft für ihre Arbeit.

Seht hierzu auch den Beitrag im rbb-Fernsehen.

Nachtrag: 2 (15.4.) Mirko B. ist gestern zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Existenzgründung in der Sozialen Arbeit – selbständig im gemeinnützigen Bereich

Seminar am 30./31. Mai in Berlin

Auch im gemeinnützigen Bereich nimmt die Zahl derer zu, die sich mit einer guten Idee selbständig machen wollen. Und auch im Non-Profit-Bereich will eine Gründung gut vorbereitet und geplant sein.

© Trueffelpix - Fotolia.com

© Trueffelpix – Fotolia.com

In einem anderthalbtägigen Seminar (Freitag 15- 18 Uhr, Samstag 10 – 17 Uhr) lernt Ihr  die wichtigsten Grundlagen der Vereinsgründung (nach wie vor ist der Verein die Standard-Organisationsform im sozialen Bereich) und alternativer Organisationsformen und die wichtigsten Finanzierungsquellen und –grundlagen kennen. Darüber hinaus werden grundsätzliche Kenntnisse der Konzeptentwicklung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Kooperationsmöglichkeiten (Wohlfahrtsverbände, Dach- und Fachverbände, Servicegesellschaften) vermittelt.

 

Das Seminar findet in den Räumen der .garage berlin in Berlin-Friedenau statt.

Dozent: Thomas Mampel (Dipl.-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge, Mitgründer und Geschäftsführer des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. geschäftsführender Gesellschafter der .garage berlin GmbH, Vorstand bei Computerbildung e.V. und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Genossenschaft youth collaboration eG.

Im Preis enthalten sind sämtliche Seminarunterlagen, Pausengetränke und je Teilnehmer(in) ein Exemplar des Buches „Das Prinzip .garage“ von Jeannette Hagen und mir (mit einem Extra-Kapitel zum Thema Gründungen im Sozialen Bereich)

Der Preis für das Seminar beträgt € 150.- pro Person und ist nach Erhalt der Anmeldebestätigung fällig.

Wenn Ihr weitere Informationen wünscht oder Euch anmelden wollt, füllt bitte dieses Kontaktformular aus – ich melde mich umgehend bei Euch!

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Das erwartet Euch:

Themenblock 1: Vereinsgründung / alternative Organisationsformen

–        formale Vorraussetzungen der Vereinsgründung;

–        Überblick in die Bestimmungen des Vereinsrechts;

–        Anforderungen an die Satzung;

–        Eintragung in das Vereinsregister

–        Die gemeinnützige GmbH, sonstige Organisationsformen (gAG, eG., etc) (Überblick)

–        Grundlagen der Gemeinnützigkeit (Abgabenordnung);

–        freiberufliche Tätigkeit

Themenblock 2: Finanzierung

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