Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, Gott.
Vielleicht bist du gar nicht so weit weg, wie ich denke.
Vielleicht bist du näher als mein Atem, still wie mein Herzschlag.
Und trotzdem habe ich oft das Gefühl, du schweigst. Oder ich höre dich einfach nicht.
Ich habe Fragen.
Ich habe Zweifel.
Ich habe Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin.
Ich habe Wunden, die ich nicht verstehe.
Aber heute versuche ich einfach mal ehrlich zu sein.
Nicht religiös. Nicht perfekt.
Sondern nur… ich.
Wenn du wirklich Liebe bist – dann zeig mir, dass du mich meinst.
Nicht die fromme Version von mir. Nicht die Version, die alles im Griff hat.
Sondern mich – jetzt, hier, in diesem Moment.
Ich will dich nicht beeindrucken. Ich will dich kennenlernen.
Vielleicht musst du mich lehren, wie man vertraut.
Vielleicht musst du mir zeigen, wie Nähe geht –
vor allem dann, wenn ich gelernt habe, mich zu verstecken.
Wenn du wirklich schon die ganze Zeit da bist…
dann hilf mir, es zu sehen.
Ich gebe dir kein großes Versprechen.
Aber ich mache dir ein kleines Angebot:
Mein Herz, wie es ist.
Und den Wunsch, dich zu finden – oder gefunden zu werden.
Wenn das reicht,
dann bleib bei mir.
Und zeig mir, wie man liebt.
Amen.
P.S.: man wird ja wohl mal beten dürfen……. 😉
Ich gebe zu, ich bin etwas verwirrt.
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was verwirrt dich?
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Na, so über die Jahre kann ich mich an so manche unchristlichen Picksereien von dir erinnern. Und jetzt ein Gebet? Das kommt unerwartet.Das Gebet finde ich inhaltlich sehr ehrlich und es gefällt mir. Einzig, wie man liebt … ich denke, das weiß du doch. Immer wieder für eine Überraschung gut, der Herr Mampel … erklär dich! 🙂
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Hi Anna…… ich kann mich nicht an „unchristliche Picksereien“ erinnern 😉 Allerdings hatte und habe ich schon immer ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu Religion und Kirche. Gott braucht weder das eine noch das andere. Er (m/w/d) braucht nicht mal das Christentum. Strukturen, die geschaffen wurden, um uns zu erklären, wie wir „richtig“ zu glauben haben und uns entsprechende Regeln und Rituale aufzwingen wollen, sind mir immer suspekt gewesen. Und dann erlaube ich mir auch Picksereien 😉 …… Schon sehr sehr lange wächst mein Interesse an und mein Bedürfnis nach Spiritualität. Da kommt man an Gott kaum vorbei. Mein Verständnis und mein Glaube an Gott ist im Kern von irgendwelchen (kulturell geprägten) Religionen entkoppelt. Ich glaube an „etwas“, was viel größer und wichtiger ist als Religion. In diesem Sinne – einen schönen Abend und liebe Grüße…..
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Moin, danke für deine ausführliche und für mich schlüssige Antwort. Da sind wir im Kern gar nicht so weit auseinander. Ich habe sehr lange gebraucht, mir zu erlauben, mich offiziell von der Institution Kirche und Religion zu trennen. Dabei geht es mir sehr gut damit zu versuchen, mich dem Gedanken an etwas Höheren zu nähern, in welcher Form es auch immer für uns präsent ist. Dennoch denke ich, dass es Menschen gibt, die die Gemeinschaft und die Strukturen der Kirche brauchen, um Halt zu finden. … Aber es heißt ja nicht umsonst „Jedem sein Himmelreich!“ 😉 In dem Sinne … ein Stoßgebet und auf in einen produktiven Tag! Liebe Grüße Anna
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Guten Morgen, lieber Thomas, dann sollten wir über Freimaurerei reden…. Gruà aus Polen. Sebastian Dosch
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Moin Sebastian – eines der vielen Themen auf dieser Welt, von denen ich überhaupt gar keine Ahnung habe………. 🙂
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Aber icke!
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