Mobile Stadtteilarbeit in Gefahr

Das Thema Kürzungen beschäftigt uns auch in der Sommerpause. Während es in dem einen oder anderen Bereich leichte Anzeichen von „Entwarnung“ gibt, werden in anderen Bereichen die Einsparvorhaben konkret: Vor ein paar Tagen haben wir die Information bekommen, dass unser Erfolgsprojekt „Mobile Stadtteilarbeit“ in Lankwitz auf € 0,- gekürzt, also eingestellt wird. Was für ein Irrsinn! Berlinweit steht das Programm auf der Streichliste, in unserem Bezirk Steglitz-Zehlendorf werden zwei von drei erfolgreichen Projekten eingestellt.

Mit der Mobilen Stadtteilarbeit setzen wir verschiedenste sozial-kulturelle sowie Beratungsangebote insbesondere im öffentlichen Raum um. Wir erleben, dass diese Arbeit in Lankwitz auf große Resonanz stößt und für die Menschen vor Ort immer wichtiger wird. Vor allem erreichen wir Menschen, die sonst nur schwer oder gar nicht erreichbar sind.

Die Mobile Stadtteilarbeit ist berlinweit 2021 über das EU-REACT-Programm als innovative Form der Gemeinwesenarbeit entstanden und wird seit dem vergangenen Jahr aus Mitteln des Infrastrukturförderprogramms Stadtteilzentren des Landes Berlin finanziert. Leider wurde die weitere Finanzierung im Rahmen der Kürzungsdebatten immer wieder in Frage gestellt und seit Anfang Juli wissen wir, dass nach aktuellem Stand der Haushaltsplanung berlinweit mindestens die Hälfte der Standorte der Mobilen Stadtteilarbeit wegfallen wird.

Der Paritätische in Berlin hat hierzu auf seiner Seite klar formuliert: „Berlin braucht auch „Mobile Stadtteilarbeit“: https://www.paritaet-berlin.de/aktuelles/detail/berlin-braucht-auch-mobile-stadtteilarbeit

Wir gehen natürlich mit Politik und Verwaltung ins Gespräch, um hier noch was zu retten. Über die Aktivitäten könnte Ihr Euch u.a. auf Instagram informieren – und unsere Positionen und Forderungen durch massenhaftes Liken und teilen unterstützen!

Hier die Links:

https://www.instagram.com/kiezarbeit_lankwitz/ und https://www.instagram.com/szsteglitz/

Danke für Eure Unterstützung. Und nicht vergessen: Großdemo in Berlin am 11.9. (https://www.paritaet-berlin.de/aktuelles/detail/kundgebung-fuer-ein-soziales-berlin-am-11-september)

2 Gedanken zu “Mobile Stadtteilarbeit in Gefahr

  1. Lieber Thomas,

    das ist nicht nur ärgerlich sondern katastrophal. Da du die politischen Akteur*innen ja schon länger kennst: Wie schätzt du die Chancen auf eine Änderung der Entscheidung ein?

    Und gibt es andere Finanzierungsmöglichkeiten? Kannst du den Finanzierungsbedarf, gerne auch per E-Mail falls hier zu öffentlich, grob benennen?

    Viele Grüße,

    Christian

    Gefällt 1 Person

    • Lieber Christian,

      wir werden alles versuchen – ob wir eine Chance haben, kann ich nicht wirklich einschätzen…… denn die Landespolitik geht hier nicht rational vor, was sie ziemlich umkalkulierbar macht. Das Projekt kostet rund € 120.000.- pro Jahr – … und andere Finanzierungsmöglichkeiten sehe ich im Moment nicht wirkich, wenn ich ganz realistisch rauf gucke…..

      Herzliche Grüße, Thomas

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