Regeln für Führungskräfte

Die zurückliegenden Wochen mit all ihren Gesprächen und Begegnungen haben mich mal wieder dazu inspiriert, darüber nachzudenken, was die Rolle von Führung angeht und wie es so aussieht mit Selbst- und Fremdwahrnehmung. Egal ob als Geschäftsführender, als Bereichs- oder Projektleitung oder auch als Mitarbeitender an „vorderster Front“: es ist immer wieder wichtig, sich selbst zu hinterfragen und seine eigenen Muster und inneren Bilder (von sich selbst und von der Welt) auf den Prüfstand zu stellen. Das geht im Allgemeinen nur in einer Umgebung, die gegenseitiges wertschätzendes Feedback und eine lebendige Fehler- und Kommunikationskultur lebt, vorgibt und einfordert. Daran arbeiten wir im Stadtteilzentrum – und dieser Prozess verläuft manchmal nicht schmerz- oder konfliktfrei. 

Manchmal verletzen wir Menschen, manchmal werden wir verletzt. Möglicherweise ist das in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen unvermeidlich. Aber was in jedem Fall gilt: Es lohnt sich immer, diese Dinge (auch im Nachhinein) nochmal aufzuarbeiten und zu besprechen. Dann werden Dinge klarer, können sauber abgeschlossen werden und man kann sich frei, unbeschwert und idealerweise ein bisschen schlauer an die anstehenden Jobs und Aufgaben machen. In diesem Sinne vielen Dank an die Kolleg*innen, mit denen ich in dieser Woche über das eine oder andere Problem und Anliegen reden durfte. Ich verbuche diese Gespräche als sehr positive Erfahrung der letzten Woche(n).

Vor langer Zeit hatte ich mal in den Tiefen des Internets einen Text gefunden und dann abgespeichert, in dem 12 Regeln formuliert werden, die jede/r Boss / Bossin in seiner Rolle beherzigen sollte. Leider kann ich keine Quellenangabe geben, weil ich mir das seinerzeit nicht notiert habe…..

Ich glaube, ich werde da ab und an mal wieder raufgucken, denn die eine oder andere dieser Regeln erscheint nachdenkens- und beachtenswert….  😉 

  1. Ich habe eine verzerrte Wahrnehmung davon, wie es ist, für mich zu arbeiten.
  2. Mein Erfolg – und der meiner Leute – hängt zum großen Teil von der Beherrschung offensichtlicher, profaner und banaler Dinge ab; nicht von magischen, obskuren oder bahnbrechenden Ideen und Methoden.
  3. Ehrgeizige und klar umrissene Ziele sind wichtig. Meine Aufgabe ist es, mich auf die „kleinen“ Erfolge zu fokussieren, die meine Mitarbeiter in die Lage versetzen, jeden Tag eigene Fortschritte zu machen.
  4. Einer der wichtigsten Teile meines Jobs ist die Balance zwischen „zu bestimmt“ und „nicht bestimmt genug“.
  5. Meine Aufgabe ist es, als menschliches Schutzschild für meine Mitarbeiter gegen externe Ein- und Angriffe, Ablenkungen und Schwachsinn jeder Art zu fungieren; und sie auch nicht meinem Schwachsinn auszusetzen.
  6. Ich überzeuge die Leute davon, dass ich der Boss bin; bin aber bescheiden genug um Fehler einzugestehen.
  7. Ich kämpfe als wäre ich im Recht und höre zu als wäre ich im Unrecht – und verlange dasselbe von meinen Mitarbeitern.
  8. Der beste Test für meine Führungsqualitäten und meine Organisation ist die Beantwortung der Frage: Was passiert, wenn meine Leute Fehler gemacht haben?
  9. Meine Mitarbeiter sollen neuen Ideen generieren und ausprobieren; ich ermutige sie dazu.  Es ist mein Job, Ihnen dabei zu helfen die schlechten Ideen zu verwerfen; und viele der guten ebenfalls.
  10. Schlecht ist stärker als gut. Es ist wichtiger das Negative zu eliminieren als das Gute zu betonen.
  11. Wie ich die Dinge tue ist mindestens genauso wichtig wie was ich tue.
  12. Weil ich Macht über andere ausübe(n kann), besteht (für mich) das Risiko, dass ich mich wie ein unsensibler Trottel verhalte – und es nicht merke.

Was denkt Ihr über diese 12 Regeln? Habt Ihr einen Favoriten?

2 Gedanken zu “Regeln für Führungskräfte

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