Sie erzählten von ihren Zukunftsplänen und Berufswünschen in Deutschland – und waren nach ein paar Minuten schon keine Fremden mehr. Ganz normale junge Menschen mit Ängsten, Hoffnungen, Wünschen, Trauer und Humor. Das Eis zwischen neuen und alten Nachbarn war schnell gebrochen – und bei Kaffee, Tee und Kuchen, den ehrenamtliche tätige Gemeindemitglieder vorbereitet hatten, entstand im Anschluss an die „Talk-Runde“ ein lebendiger Austausch und anrührende Gespräche zwischen den Menschen….. Wenn sie sich das nächste mal auf der Strasse, im Bus oder im Supermarkt begegnen, kennen sie sich schon. Sie werden keine Angst mehr voreinander haben und miteinander sprechen. Die beste Voraussetzung für ein friedliches und solidarisches Miteinander im Kiez! Auf stadtteilzentrum-steglitz.de gibt es einen ausführlichen Bericht über diese Veranstaltung.
Am Dienstag war ich in unserem Jugendwohnprojekt in Kladow. Wir betreuen hier bis zu 88 minderjährige unbegleitete Geflüchtete. Ein wunderbares Projekt – ein einem wunderbaren Umfeld. Die Stimmung war friedlich und entspannt als ich kam. Eine große Gruppe junger Männer sass zusammen mit einer Mitarbeiterin von uns im großen Saal – Deutschunterricht. Es war beeindruckend mit anzusehen, mit welcher Disziplin und Ernsthaftigkeit diese Jugendlichen lernten und arbeiteten. So ganz und gar nicht das Bild, das uns Medien immer wieder von marodierenden Gruppen junger Geflüchteter verkaufen wollen. Auch hier stimmt: Mach dir selbst ein Bild, suche den Kontakt zu fremden Menschen, lass dich auf die Begegnungen mit ihnen ein. Hinterher ist für Vorurteile und Hass kein Platz mehr in Deinem Herzen!
Es sind die Begegnungen mit anderem Menschen, die unser Leben bereichern. Sollte man sich immer mal wieder bewusst machen…..
Wow der Woche
Mein „Highlight“ der Woche war das Benefizkonzert meiner Band „Telte“ am Freitag. Unter dem Motto „Rock4refugees“ machten wir rund 3,5 Stunden Musik – und sammelten über € 1000.- für unsere Flüchtlingsarbeit ein….. Das war grandios!!!! Ganz vielen Dank auch an dieser Stelle nochmal an alle, die da waren und ihr Geld bei uns gelassen haben!
Non-Wow der Woche
Ein kleiner Junge ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Wir kannten ihn und seine Familie schon recht lange. Er besuchte eine unserer Kitas. Mehr möchte und muss ich hier nicht schreiben. Mein Mitgefühl gehört seiner Familie. Ich wünsche ihnen Kraft und Zuversicht. Und kann mir nicht vorstellen, wie man nach einem solchen Schicksalsschlag jemals wieder Kraft und Zuversicht gewinnen soll………
—————————————————————————————
Seit November 2013 schreibe ich (mehr oder meist weniger regelmäßig) an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter und Co.) teilt und verbreitet!

Das ist interessant zu lesen. Ich wünsche viel Erfolg – und auch Freude an der Arbeit!
LikeGefällt 1 Person
Vielen Dank 🙂
LikeLike